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Abstieg in die Tiefe

Tauchen lernen

Tauchen ist spannend – aber auch riskant. Ein Tauchkurs ist deshalb Voraussetzung für den Abstieg in die Tiefe. Hier einige Antworten auf wichtige Einsteiger-Fragen.

In Kürze
Einstieg ins Tauchen
Sie können in Deutschland wahlweise in Sporttauchvereinen oder privaten Tauchschulen einen Tauchschein machen. Kosten: 300 bis 500 Euro. Schnuppertauchgänge gibt es schon ab 50 Euro.
Tauchtauglichkeit nachweisen
Neben Tauchkursen für Erwachsene gibt es speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnittene Kurse. Für einen Tauchkurs sind körperliche Fitness und psychische Stabilität erforderlich.
Tauchschein erforderlich
Seriöse Tauchbasen verlangen grundsätzlich einen Tauchschein. Ohne diesen erhalten Sie weder eine Leihausrüstung, noch dürfen Sie an einem Tauchgang teilnehmen – ausgenommen an einem Schnuppertauchgang.
Tauchen ist spannend, aber auch riskant. Ein Tauchkurs ist daher Voraussetzung dafür.
Tauchkurs ist Bedingung
Tauchen ist spannend, aber auch riskant. Ein Tauchkurs ist daher Voraussetzung dafür.
Tauchen ist spannend – aber auch riskant. Ein Tauchkurs ist deshalb Voraussetzung für den Abstieg in die Tiefe. Er bereitet Sie theoretisch und praktisch auf einfache Tauchgänge vor, sodass Sie heil wieder an die Oberfläche kommen. Hier einige Antworten auf wichtige Einsteiger-Fragen.
Nicht für jeden geeignet

Wer Tauchen lernen will, muss körperlich fit und psychisch stabil sein. Kursteilnehmer unter 18 oder ab 40 Jahren müssen grundsätzlich ein Tauchtauglichkeitsattest  vorweisen.

Für Kinder und Jugendliche gibt es zudem speziell auf ihre Auffassungsgabe und körperliche Belastbarkeit zugeschnittene Kurse.

Zahlreiche Möglichkeiten

Es gibt zwei schnelle Wege, das Gerätetauchen zu erlernen. Entweder Sie treten einem Sporttauchverein bei oder Sie absolvieren die notwendigen Kurse in einer privaten Tauchschule. Letztere bieten in der Regel auch Tauchreisen an, sodass Sie das ganze Jahr über in einem warmen Gewässer lernen können. Ein dritter Weg erfordert längerfristiges Engagement: Wer in Wasserwacht oder DLRG aktiv ist, kann hier die Tauchausbildung über den Verband machen.

Alle deutschen Tauchsportvereine sind unter dem Verein Deutscher Sporttaucher e. V. (VDST) organisiert. Sie bilden Sporttaucher nach den Richtlinien der Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (CMAS) aus: Die bekanntesten kommerziellen, international tätigen Tauchausbildungsorganisationen heißen Professional Association of Diving Instructors (PADI), National Association of Underwater Instructors (NAUI) und Scuba Schools International (SSI).

Die Kursinhalte sind weitestgehend standardisiert und zwischen den Tauchschulen anerkannt. Dank sogenannter Äquivalenzlisten ist auch ein Wechsel zwischen zwei Ausbildungssystemen möglich.

Kursgebühren, Leihausrüstung, Eintrittsgelder
Ein Anfängerkurs für Tauchgänge im See oder Meer kostet zwischen 300 und 500 Euro. Hierbei sind Leihausrüstung, Eintritte fürs Schwimmbad, Kursunterlagen und das Brevet (Tauchschein) eingeschlossen.
Theoretische und praktische Grundlagen
Am beliebtesten sind der PADI Open Water Diver und der CMAS-1-Stern-Taucher. Die Kurse umfassen einen theoretischen Teil, praktische Übungen im Schwimmbad und vier bis sechs Tauchgänge im Freiwasser. Kursdauer: ein bis zwei Wochen.

Die Theorie umfasst unter anderem:

  • tauchphysikalische Grundlagen (Druck, Archimedes-Prinzip, Sehen und Hören unter Wasser etc.)
  • tauchmedizinische Grundlagen (Gefahren durch Überanstrengung, Wärmeverlust, Barotrauma, Tiefenrausch, Dekompressionskrankheit etc.)
  • Tauchausrüstung, Buddy-System, Handzeichen unter Wasser
  • Tauchgang planen, Umgang mit Tauchcomputer
  • Gefahren vorbeugen, Probleme erkennen und bewältigen, Verhalten im Notfall
  • Verhaltensregeln, Naturschutz

Im praktischen Teil lernen Sie unter anderem:

  • Tauchausrüstung vorbereiten, anlegen und checken
  • Ein-/Ausstieg, Tarieren an der Oberfläche/unter Wasser
  • Tauchgerät unter Wasser ab- und anlegen, Tauchmaske ausblasen
  • atmen mit defekter 2. Stufe, Wechsel auf alternative Luftversorgung
  • Orientierung mit Tauchkompass
  • kontrollierter schwimmender Notaufstieg

Oben genannte Anfängerkurse sollen Sie in die Lage versetzen, mit einem Partner selbstständig Tauchgänge bis auf eine Maximaltiefe von 18 Metern zu planen und durchzuführen.

Dennoch sollten Sie nach Erwerb des Brevets neue Tauchplätze nur mit Hilfe eines Tauchführers erkunden, der die örtlichen Strömungen und andere Gefahren kennt!

Nie allein!

Beim Sporttauchen gilt das Buddy-System, d. h. Sie tauchen immer zu zweit und passen gegenseitig auf sich auf. Das erhöht die Sicherheit bei Tauchgängen.

Angebote für Fortgeschrittene

Der Einsteiger-Tauchschein macht aus Ihnen noch keinen guten Taucher. Dazu benötigen Sie reichlich Tauchpraxis und weitere Fortgeschrittenenkurse.

So gibt es fortgeschrittene Kursangebote, mit denen Sie besondere Zusatzfertigkeiten (Trockentauchen etc.) erlernen oder nach denen Sie tiefer als 18 Meter und in besonderen Umgebungen (Bergsee, Nacht, Wrack etc.) tauchen dürfen.

Mit entsprechenden Fortbildungen und ausreichender Tauchpraxis können Sie sich vom einfachen Freizeittaucher zum Tauchlehrer hocharbeiten.

Da für viele Fortgeschrittenenkurse eine Mindestanzahl an Tauchgängen vorgeschrieben ist, werden diese in einem Logbuch dokumentiert.

Sicherheitshalber auffrischen!
Machen Sie nach einer mehr als einjährigen Tauchpause unbedingt einen Auffrischkurs. Mangelnde Tauchpraxis bringt Sie und Ihre Tauchpartner unnötig in Gefahr!

Was ist zu beachten?
  • Besuchen Sie einen Schnuppertauchgang. So können Sie in der Praxis testen, ob Sie sich überhaupt mit Tauchmaske und Lungenautomat anfreunden können. Kosten: 50 bis 80 Euro.
  • Machen Sie am besten mit einem Freund oder einen Freundin einen Tauchkurs, so haben Sie gleich einen Tauchpartner.
  • Kombinieren Sie Ihren Tauchkurs mit einem Tauchurlaub. So können Sie nach dem Erwerb des Tauchscheins in weiteren Tauchgängen Praxiserfahrung sammeln.
  • Viele private Tauchschulen bieten Kurse nach CMAS und PADI an. Bei weniger verbreiteten Ausbildungssystemen sollten Sie darauf achten, dass diese nach europäischer (EN 14153, 14413) oder internationaler Norm (ISO 24801, 24802) zertifiziert sind.
  • Gehen Sie jährlich tauchen, nur so bleiben ihre Tauchkenntnisse frisch.

Immer atmen!
Eine der wichtigsten Lektionen beim Gerätetauchen lautet: Niemals die Luft anhalten. Ohne kontinuierliches Ein- und Ausatmen funktioniert der Druckausgleich nicht.

Bilder: Titetlbild - Sven Hansche/Shutterstock; Fit fürs Tauchen - Richard Carey/Adobe Stock