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Nur mit Helm auf die Piste

Skikleidung und Schutzausrüstung

Ihre Skiausrüstung muss Sie warm und trocken halten – und vor Verletzungen schützen.

In Kürze
Bequem und sicher
Sklikleidung und Schutzausrüstung sollen viel Bewegungsfreiheit bieten, bei der Abfahrt nicht störend herumflattern, warm halten und  optimalen Tragekomfort bieten.
Schutz für den Kopf
Skihelme verhindern bis zu 60 Prozent der Kopfverletzungen bei Stürzen. Achten Sie darauf, dass Ihr Helm die Kennzeichnung DIN EN 1077 trägt – nur dann ist er wintersporttauglich.
Notfall-Ausrüstung
Freerider, Variantenfahrer und Tourengeher haben ein erhöhtes Risiko, in eine Lawine zu geraten. Sie sollten mindestens LVS-Gerät, Lawinensonde und -schaufel dabei haben.
Nur mit Helm und passender Kleidung auf die Piste!
Funktion schlägt Optik
Nur mit Helm und passender Kleidung auf die Piste!
Egal ob Alpinski, Snowboard oder Tourenski, neben dem eigentlichen Sportgerät benötigen Sie noch weitere Ausrüstung. Unabhängig von Ihrem Modegeschmack sollte die zusätzliche Ausrüstung Sie warm und trocken halten – und möglichst gut vor Sturzverletzungen schützen.
Sicher auf die Piste

Die Ausrüstung soll weitgehende Bewegungsfreiheit bieten, bei der Abfahrt nicht störend herumflattern und warm halten, ohne dass ein sonniger Tag auf dem Gletscher zu Schweißausbrüchen führt. Bei der Skikleidung gelingt dies dank moderner Textilien und dem altbewährten Zwiebelschalenprinzip: Mehrere dünnere Kleidungsschichten, die Sie situationsbezogen an- und ablegen können.

Die Schutzausrüstung sollte optimalen Tragekomfort bieten und möglichst atmungsaktiv sein. Ablegen sollten Sie diese jedoch nur in Pausen oder am Ende eines Skitags. Die mit Abstand wichtigsten Schutzutensilien sind dabei Skihelm und Skibrille.

Unfälle wie der von Michael Schuhmacher haben gezeigt: Ein Helm ist bei einem Sturz oft lebensrettend. Deshalb sollten Sie heute auf keinen Fall „oben ohne“ auf die Piste gehen. Bei der Auswahl des Helms geht Sicherheit vor modische Aspekte.

Schicht für Schicht funktional
  • Unterwäsche

    Ideal ist eine eng, aber nicht zu eng anliegende Funktionsunterwäsche, die Schweiß schnell nach außen transportiert. So kühlen Sie auch beim Warten am Lift nicht aus.
  • Skisocken

    Kaufen Sie spezielle Skisocken. Diese sind so gewirkt, dass Sie nach einem Tag in den Skistiefeln keine Druckstellen haben. Ziehen Sie auch bei großer Kälte nicht mehrere Paar Socken übereinander: Ihre Füße werden sonst in den unnachgiebigen Skistiefeln zusammengedrückt und schlecht durchblutet. Dadurch frieren Sie leichter und schneller.
  • Hemd/Fleece

    Je nach Temperatur empfehlen sich ein oder mehrere Oberteile aus Funktionsfasern oder Fleece. Statt eines zusätzlichen Oberteils können Sie auch einen Nierenschutz aus Angora tragen.
  • Skihose

    Die Skihose sollte wind- und wasserabweisend sein; Goretex-Membranen sind heute Standard. Achten Sie gerade bei der Hose auf guten Feuchtigkeitsschutz, damit Sie nach einer Fahrt auf einem nassen Liftsitz nicht bibbern müssen. Der Nässeschutz ist normalerweise auf dem Etikett angegeben und sollte 10.000 mm Wassersäule entsprechen.
  • Skijacke

    • Nässeschutz ist auch bei der Skijacke entscheidend. Die Ärmel sollten lang und der Kragen hoch genug sein, damit Ihnen die Kälte nicht über Hals und Handgelenke in die Glieder kriecht. Achten Sie darauf, dass Sie Verschlüsse und Taschen der Jacke mit Handschuhen gut bedienen können. Overalls sind nicht nur unpraktischer, sondern schützen auch die empfindliche Nierengegend schlechter als eine über die Hose reichende Jacke.
  • Skistiefel

    Eine gute Passform ist bei Skistiefeln das A und O, der Fahrsicherheit ebenso wie des Kälteschutzes wegen. Der Stiefel muss gut sitzen und eine effektive Knievorlage ermöglichen. Zu weite Stiefel verursachen genauso Druckstellen wie zu enge, weil Sie dem Fuß nicht genug Halt bieten. Für Freizeitsportler die beste Wahl sind Tourenskischuhe, die auf der Piste Stabilität bieten, abseits der Piste aber bequemeres Gehen ermöglichen als Rennstiefel.
  • Handschuhe

    Skihandschuhe dürfen nicht zu knapp sitzen und müssen ausreichend lange Stulpen haben. Fäustlinge wärmen an windigen Tagen und bei großer Kälte besser als Fingerhandschuhe. Da die Hände beim Skifahren stark vom Auskühlen bedroht sind, sollten Sie hier beim Einkauf keine Kompromisse machen.
  • Kopfbedeckung

    Bei ansonsten warmer Kleidung verliert der Körper einen Großteil seiner Wärme über den Kopf. Bei Pausen im Freien ist eine Woll- oder Fleecemütze deshalb ein Muss. Auf der Piste sollten Sie aus Sicherheitsgründen einen Skihelm tragen.
  • Skibrille

    Eine Skibrille ist mehr als nur ein Modeaccessoire. Sie sorgt für eine gute Sicht und hilft so unmittelbar, viele Unfälle zu vermeiden. Außerdem schützt sie die Augen vor UV-Strahlung, Fahrtwind, Schnee und Eispartikeln. Die Brille darf jedoch nicht zu dunkel sein, ideal sind auswechselbare Scheiben. Achten Sie auf ein großes Gesichtsfeld und gute Passform auch im Zusammenspiel mit dem Helm. Falls Sie eine Sehhilfe benötigen und keine Kontaktlinsen tragen können: Es gibt hochwertige Skibrillen, in die sich Sportbrillen einklinken lassen.
Sicher von Kopf bis Fuß
  • Skihelm

    Studien zufolge lassen sich bis zu 60 Prozent der Kopfverletzungen durch das Tragen eines Skihelms verhindern. Achten Sie darauf, dass Ihr Helm die Kennzeichnung DIN EN 1077 trägt – nur dann ist er wintersporttauglich.

    Der Preis spielt nur eine untergeordnete Rolle, in Tests schneiden regelmäßig auch günstige Helme gut ab. Wesentlich wichtiger ist der Tragekomfort. Probieren Sie deshalb den Helm längere Zeit. Er darf nicht zu locker sitzen, aber auch zusammen mit der Skibrille nicht drücken. Idealerweise besitzt der Helm Einkerbungen und eine Schlaufe für die Skibrille.

    Zu schwere Helme werden schnell unbequem. Bei der Belüftung gibt es „warme“ und „kalte“ Helme – wählen Sie hier nach Haartracht und persönlichen Vorlieben.

    Bedenken Sie auch, dass die Skihelme in zwei Klassen unterteilt werden: A und B. Die A-Helme bedecken auch die Ohren und schützen besser vor spitzen Gegenständen wie Skistöcken. Dafür sind B-Helme leichter und besser belüftet.

    Wichtig: Kein Helm hält ewig. Spätestens nach fünf Jahren sollten Sie ihn austauschen, weil das Polstermaterial altert. Nach einem Sturz müssen Sie Ihren Helm unbedingt ersetzen.

  • Protektoren

    Wenn Sie gerne schnell fahren, legen Sie sich einen Rückenprotektor zu. Hier existieren Varianten, die den unteren Rücken schützen, und lange Ausführungen für den kompletten Rücken.Separate Protektoren und Protektorenwesten zum Unterziehen sind dabei flexibler als in die Skijacke eingenähte Schutzplatten.

    Für zusätzlichen Schutz des Beckengürtels sind Protektorenhosen erhältlich. Vor allem Träger einer Hüftprothese sollten nicht ohne Protektor auf die Piste. Weiterhin existieren Schutzschienen für die Schienbeine und spezielle Handgelenksschützer, die besonders bei Snowboardern das Verletzungsrisiko senken.

  • Lawinen-Notfallausrüstung

    Freerider, Variantenfahrer, Tourengeher und sonstige Tiefschneefans tragen abseits gesicherter Hänge ein erhöhtes Risiko, in eine Lawine zu geraten. Hier empfiehlt sich eine Lawinen-Notfallausrüstung, die mindestens aus einem LVS-Gerät, Lawinensonde und -schaufel besteht.
Bild: ARochau/Fotolia