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Tipps gegen Langeweile

Unterwegs mit Kind

Auf eintönigen Fahrten oder Flügen befällt Kinder daher schnell Langeweile. Da hilft nur eines, bei Hin- bzw. Rückfahrt für ausreichend Abwechslung sorgen. Folgende Tipps helfen dabei, Ihren Trip mit Kind erträglich zu gestalten. 

In Kürze
Bewegung
Lassen Sie Ihre Kinder in Flugzeug oder Bahn nach Möglichkeit herumgehen. Bewegungspausen sind wichtig bei langen Reisen.
Spielen + Lernen
Mit Spielzeug und Medien wie Bücher oder Tablet können Sie Kindern im Vorschul- und Grundschulalter nebenbei Wissen über das Reiseziel vermitteln.
Kinetose
Eine Reisekrankheit (Kinetose) kann entstehen, wenn Augen und Innenohr widersprüchliche Sinneseindrücke zur Lage und Bewegung des Körpers liefern.
Kinder besitzen einen natürlichen Bewegungsdrang und wollen Abwechslung. Auf eintönigen Fahrten oder Flügen befällt Kinder daher schnell Langeweile.
Tipps für eine angenehme Reise
Kinder besitzen einen natürlichen Bewegungsdrang und wollen Abwechslung. Auf eintönigen Fahrten oder Flügen befällt Kinder daher schnell Langeweile.
Kinder besitzen einen natürlichen Bewegungsdrang und wollen Abwechslung. Auf eintönigen Fahrten oder Flügen befällt Kinder daher schnell Langeweile. Je nach Alter und Charakter des Sprösslings sehen sich Eltern dann mit einem Schreihals, Zappelphilipp oder „verhaltensoriginellen“ Teenager konfrontiert. Folgende Tipps helfen dabei, Ihren Trip mit Kind erträglich zu gestalten.
Ausreichend Abwechslung

Egal, wie toll die Landschaft ist, nur aus dem Fenster starren, ödet Kinder auf die Dauer an. Da hilft nur eines, bei Hin- bzw. Rückfahrt für ausreichend Abwechslung sorgen. Das bedeutet, die Reise als eine Abfolge lustiger, lehrreicher und spannender Erlebnisse gestalten. Dafür benötigen Sie je nach Alter einen Mix aus Spielzeug, Lektüre, Hörspielen, Musik, spontanen Rate- und Wortspielen sowie Bewegungspausen.

Geben Sie den Kleinen ihrer Reife entsprechend viel Spielraum. Lassen Sie Ihre Kinder also in Flugzeug oder Bahn herumgehen. Bei langen Fahrzeiten erhalten Sie die Spannung aufrecht, indem Sie Belohnungen und Überraschungen für bestimmte Zwischenziele ausloben. Diese sollten altersgerecht und transparent sein, siehe „Wundertüte“.

Geeignetes Spielzeug und Lektüre

  • Nehmen Sie das Lieblingsspielzeug im Handgepäck mit. Idealerweise nicht mehr als drei bis vier Teile pro Kind.
  • Für die ganz Kleinen: Kuscheltier, Puppe, Bilderbuch oder Spielzeugtiere.
  • Für Grundschulkinder: Kinderbuch, Modellautos, Quartett oder Actionfiguren.
  • Für „große“ Kinder: Comics, Knobelspiele (z. B. Zauberwürfel), Tabletcomputer.
  • Für Jugendliche: Spielkarten (z. B. Schafkopf, Skat). An Smartphone, MP3-Player oder Tabletcomputer und ihren Lieblingsroman denken Teenager selbst.

Ungeeignetes Spielzeug

  • Scheren und andere spitze Gegenstände gehören bei Fahrten nicht in Kinderhände. Bei einer plötzlichen Bremsung oder einem Auffahrunfall kann das Kind sich oder andere verletzen.
  • Spielzeug, das zum Werfen animiert, und damit den Fahrer ablenken könnte – unter anderem Bälle und Spielzeugflieger.
  • Alles, was Mitreisende über Gebühr stören könnte, beispielsweise Musikinstrumente und Lautsprecherboxen für MP3-Player.
  • Falls Sie in einem Leihfahrzeug unterwegs sind, sollte klebriges, färbendes oder krümelndes Bastelmaterial besser im Koffer bleiben.
  • Vielteiliges Spielzeug (z. B. Lego) eignet sich nur bei Fahrten im eigenen Auto oder Wohnmobil. Ansonsten bleiben Kleinteile besser im Koffer, da sie leicht in Ritzen fallen oder unterwegs verloren gehen – nicht selten zum Verdruss des Kindes.

Bei langen Fahrten haben Kinder fast immer ein Tief. In diesen Fällen helfen am besten Zuwendung und Geduld.

Kinder bei Laune halten
Um Kinder im Vorschul- und Grundschulalter bei längeren Trips bei Laune zu halten, empfiehlt sich der Trick mit der Wundertüte. Packen Sie für jedes Kind kleine Wundertüten, die die Kleinen unter nachvollziehbaren Bedingungen erhalten und öffnen dürfen, z. B. bei Beginn der Fahrt/des Fluges, nach der halben Strecke, als Belohnung für eine besonders toll erzählte Geschichte.
 
Als Wundertüten können Sie kleine Stoffsäckchen verwenden und mit altersgerechten Kleinspielzeug wie einer Tierfigur, einem Modellauto oder Stickerbildern füllen. Bei mehreren Kindern ist es wichtig, dass jedes seine eigenen Wundertüten erhält und diese fair verteilt werden.
 
Idealerweise passt das Spielzeug von Geschwistern so zusammen, dass sie miteinander spielen können.

Spielend lernen: Mit Spielzeug und Medien können Sie Kindern im Vorschul- und Grundschulalter nebenbei Wissen über das Reiseziel vermitteln. Bei einer Reise nach Gran Canaria bieten sich z. B. Papagei-Tierfiguren und ein Kinderbuch über Vulkane an.
Vor- und Nachteile

Auto und Wohnmobil

Mit Kindern im Gepäck ist das Wohnmobil gegenüber dem Auto klar im Vorteil: mehr Stauraum für Spielzeug. Ansonsten sollten Sie neben den allgemeinen Tipps noch auf Folgendes achten:

  • Bedenken Sie, dass auch bei Wohnmobilen alle Passagiere auf zugelassenen Sitzplätzen angeschnallt sein müssen.
  • Machen Sie alle zwei Stunden eine kurze Rast, bei der Sie sich etwas die Füße vertreten und frische Luft tanken.
  • Fahren Sie möglichst in gleichmäßigem Tempo.
  • Beugen Sie der Reisekrankheit vor (siehe unten).

Im Reisebus

Lange Busfahrten sind für kleine Kinder mit Bewegungsdrang weniger geeignet. Sie müssen angeschnallt sein und haben daher wenig Freiraum. Sofern sich Ihr Nachwuchs noch nicht selbst mit Lesen und elektronischen Spielereien beschäftigt, sind Sie als Alleinunterhalter voll und ganz gefordert.

Im Zug

Sofern der Fahrplan nicht durch Verspätungen oder Streiks durcheinander gewirbelt wird, sind Zugreisen äußerst familienfreundlich. Für lange Fahrten eignen sich am besten Kinderabteile oder ein eigenes Schlafwagenabteil für die Familie.

Im Flugzeug

Gerade die Kleinsten sind im Flugzeug schnell gestresst. Die Plätze in der Holzklasse bieten wenig Platz. Es ist kühl. Und nicht selten tun sich Säuglinge und Kleinkinder schwer mit dem Druckausgleich. Mit folgenden zusätzlichen Tipps gestalten Sie Flugreisen etwas entspannter:

Grundsätzliches

  • Reservieren Sie frühzeitig, um die geräumigen Plätze in der sogenannten Babyreihe zu ergattern.
  • Informieren Sie sich, ob Ihre Fluggesellschaft am Flughafen Leihbuggys anbietet. In diesem Fall müssen Sie Ihren Buggy nicht im Handgepäck mitschleppen.
  • Checken Sie Ihr Gepäck am Vortag ein, so sparen Sie sich Wartezeit und haben am Flughafen die Hände für Ihren Nachwuchs frei.
  • Meiden Sie am Vortag blähende Lebensmittel (z. B. Hülsenfrüchte). Im Flieger herrscht leichter Unterdruck, wodurch sich ein Blähbauch noch unangenehmer anfühlt.
  • Ziehen Sie Ihr Kind warm genug an, damit es im kühlen Flugzeug nicht friert.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Nachwuchs nicht von einer Frischluftdüse angeblasen wird.

Säuglinge und Kleinkinder

  • Bei längeren Flugzeiten ist es komfortabler, Ihrem Säugling oder Kleinkind gegen Aufpreis einen eigenen Sitzplatz zu buchen. (In diesem Fall benötigen Sie auch einen geeigneten Maxicosi oder Autokindersitz. Informieren Sie sich rechtzeitig bei der Fluggesellschaft, welche Kindersitze erlaubt sind.)
  • Stillen Sie Ihr Baby am besten kurz nach dem Start und kurz vor der Landung, so gelingt der Druckausgleich bei Säuglingen besser. Kleinkindern geben Sie dementsprechend etwas zu trinken.
  • Die Kabinenluft ist trocken. Geben Sie Ihrem Nachwuchs also genug zu trinken. Das Flugpersonal wärmt Fläschchen und Breie gerne auf.

Kinder und Jugendliche

  • Größeren Kindern helfen Bonbons und Kaugummis beim Druckausgleich.
Achtung!

Vielen Kindern wird es bei langen Fahrten übel – insbesondere in Autos, Bussen und bei Seegang auf Schiffen. Hier können Sie jedoch vorbeugen:

  • Setzen Sie sich im Reisebus möglichst weit nach vorne.
  • Geben Sie Kindern, die zu Reiseübelkeit neigen, vor und während der Fahrt nur kleine Portionen zu essen, vorwiegend leichte Kost (Obst, Zwieback) und ungekühlte Getränke.
  • Lenken Sie die Aufmerksamkeit der Kinder nach vorn auf die Straße. Damit es ihnen nicht langweilig wird, unterhalten Sie sie mit Ratespielen, z. B. Automarke raten, Stadt-Land-Fluss.
  • Auf großen Schiffen erhalten Sie in der Regel Tabletten gegen Seekrankheit.

Ursache: Eine Reisekrankheit (Kinetose) kann entstehen, wenn Augen und Innenohr widersprüchliche Sinneseindrücke zur Lage und Bewegung des Körpers liefern. Der Körper reagiert dann mit Schwindelgefühl, Blässe, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Bild: MNStudio/Fotolia