Skigymnastik Übungen
Skigymnastik kompakt
Die richtige Gymnastik zum Skifahren
- Um den bevorstehenden Skiurlaub verletzungsfrei genießen zu können, ist eine ausreichende Vorbereitung in Form von Skigymnastik unerlässlich.
- Wir haben fünf Last-Minute-Übungen für Sie gesammelt, die Sie fit für Ihren Skiurlaub machen.
- Egal ob zuhause oder im Büro - die Übungen nehmen nur wenig Zeit in Anspruch und lassen sich leicht in den Alltag integrieren.
- Damit Sie die gewünschten Erfolge erzielen, gibt Fitnesscoach Harry Grubert außerdem wichtige Tipps zur richtigen Ausführung der Übungen.
Fit für die Piste
Ausdauer, Balance & Co.
Auch wenn Sie das ganze Jahr hindurch Sport treiben und ohnehin fit sind, sollten Sie sich gezielt auf das Wintersportvergnügen vorbereiten. Schließlich sind diese Übungen für die ungewöhnlichen körperlichen Belastungen auf ein und zwei Brettern konzipiert. Idealerweise trainieren Sie mindestens sechs Wochen, dreimal die Woche und mindestens 45 Minuten pro Trainingseinheit – idealerweise inklusive kurzem Aufwärmen und Dehnübungen als Cooldown.
Skigymnastik trainiert vor allem die Kraftausdauer und Beweglichkeit Ihrer Bein-, Gesäß- und Rückenmuskulatur. Damit halten Sie nicht nur länger auf der Piste durch, sondern beugen auch Stürzen durch ermüdete Muskulatur und mangelnde Beweglichkeit vor. Des Weiteren hilft Skigymnastik, Ihr Balancegefühl und Koordinationsvermögen zu verbessern, was ebenfalls das Sturzrisiko verringert.
Skigymnastikübungen simulieren zudem typische Bewegungsmuster beim Skifahren wie Wedeln und Abfahren und frischen somit Ihr Muskelgedächtnis auf.
Wir haben für Sie fünf Übungen, die Sie (gegebenenfalls auch noch auf der Zielgeraden in den Skiurlaub) fit für den Wintersport machen. Das Beste daran: Alle Skigymnastik-Übungen können Sie zuhause oder im Büro absolvieren.
Die Skigymnastik-Übungen sind auch für Anfänger und Kinder geeignet, je nach Fitnessgrad können Sie individuell angepasst werden. Diese Vorbereitung aufs Skifahren ist nicht aufwendig. Bei Bedarf können Sie die Skigymnastik auch als Zirkeltraining durchführen.
Bei Krankheit nicht trainieren!
Trainingstipps
Einfach zuhause oder im Büro: Skigymnastik-Übungen
1. Cyclingcrunches - für Arme, Schultern, Rumpf und Beine
2. Ausfallschritt – für Po und Oberschenkel-Vorderseite
3. Seitstütz – für Körperstabilität und Beinmuskulatur
So geht’s: aus der Seitlage nach oben drücken. „Die Übung ist sehr gut“, sagt Grubert, „da man eine Muskelgruppe trainiert, die bei vielen Workouts zu kurz kommt: die Abduktoren“. Das sind die äußeren Oberschenkelmuskeln, die Stabilität beim Skifahren bringen. Zudem trägt der Seitstütz dazu bei, die Körperspannung zu erhöhen. Auf der Piste hilft diese Ihnen, in kritischen Situationen die Kontrolle über die Skier zu bewahren.
Idealerweise solle man sich nicht nur hochstützen, sondern das obere Bein in gestreckter Haltung heben und senken. „Das macht die Übung dynamischer, und die Abduktoren werden mehr gefordert“, so Grubert. Wichtig: Seitenwechsel nicht vergessen.
Einsteiger vereinfachen den Seitstütz, indem sie sich auf dem ganzen Unterarm und nicht – wie hier im Bild – nur auf der Hand abstützen.
4. Kniebeugen - Unter-, Oberschenkel und Gesäß
5. Burpees - Kraft und Ausdauer in einem
Burpees sind eine fließende Abfolge aus Liegestütz und Strecksprung.
So geht’s: Aus dem Liegestütz zügig in die Hocke hochdrücken. Mit beiden Beinen explosiv abspringen, Arme hochschwingen und über dem Kopf strecken. Weich landen, in den Knien nachgeben. Wieder runter in den Liegestütz.
Dazu Grubert: „Die Übung ist schon sehr anstrengend. Wer richtig fit ist, der kann sie zudem im Tabata-Stil absolvieren: Vier Minuten dieses in Japan entwickelten Trainings können genauso effektiv sein können wie 30 Minuten Ausdauersport.“ Sie starten mit 20 Sekunden Burpees, so vielen und so schnell es geht. Dann zehn Sekunden Pause, anschließend wieder 20 Sekunden Burpees.
„Anfänger müssen nicht ganz runter in den Liegestütz, es reicht, unten mit gestreckten Armen zu verharren. Wichtig ist, den Bauch anzuspannen. Sonst fällt man ins Hohlkreuz, was auf den Rücken geht“, mahnt der Coach zum exakten Ausführen der Übungen.