Rückentraining
- Bewegung hilft: Bewegung kann muskulär bedingte Rückenschmerzen lindern – dazu reicht schon ein täglicher Spaziergang. Noch besser ist regelmäßiger Sport.
- Inaktivität schadet: Wer sich bei Rückenschmerzen schont, eröffnet einen Teufelskreis: Inaktivität schwächt die Rückenmuskulatur, dies begünstigt eine schlechte Haltung, die Rückenschmerzen auslöst und Betroffene verleitet, sich weiter zu schonen.
- Schmerztypen: Akute und chronische Rückenschmerzen haben vielfältige organische Ursachen. Darüber hinaus können auch Stress und Depressionen Rückenschmerzen auslösen.
Rückenschmerzen vorbeugen
Schmerztypen und ihre Ursachen
Akute Rückenschmerzen
Diese treten plötzlich auf und klingen innerhalb weniger Wochen wieder ab. Sie können sich aber auch nach monatelanger Beschwerdefreiheit erneut bemerkbar machen. Mögliche Ursachen hierfür sind:
- Muskelverspannungen, Fehlbelastungen und Bewegungsmangel
- Hexenschuss (Lumbago): Dies ist der volkstümliche Ausdruck für plötzlich und unerwartet auftretende starke Schmerzen im Bereich des Kreuzbeins, z. B. beim Heben schwerer Lasten oder beim Aufstehen nach längerem Sitzen.
- Bandscheibenvorfall: Bei diesem Wirbelsäulenleiden tritt Gallertmasse aus dem Kern der Bandscheibe aus. Die Schmerzsymptome hängen davon ab, inwieweit das Rückenmark oder andere Nerven durch die geschädigte Bandscheibe gereizt werden.
- Wirbelbruch: Häufigste Ursache ist Osteoporose (Abbau der Knochenmasse) im Wirbelkörper, vor allem bei Frauen nach der Menopause. Aber auch eine Krebserkrankung kann die Wirbel schädigen (maligne Osteolyse).
- Seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule (Skoliose): Diese ist meist angeboren und verursacht lange Zeit keine Schmerzen. Erreicht der Krümmungsgrad eine kritische Schwelle, kann bei Belastung oder bestimmten Bewegungen Rückenschmerz auftreten. Dies passiert in der Regel erst in der zweiten Lebenshälfte.
Chronische Rückenschmerzen
Darunter versteht der Mediziner Rückenschmerzen, die zwölf Wochen oder länger bestehen. Auch akute Rückenschmerzen können bei fehlender oder falscher Behandlung chronisch werden. Mögliche Ursachen sind:
- Arthrose: Gelenkverschleiß im Bereich der Wirbelsäule.
- Veränderungen der Blutgefäße: Beispiele dafür sind Durchblutungsstörungen im Rückenmark und eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma).
- Versteifung der Brust- und Lendenwirbelsäule (Morbus Bechterew).
- Wachstumsstörung der Brustwirbelsäule (Morbus Scheuermann): Betroffen sind Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren. Hierbei bildet sich ein typischer Rundrücken aus.
- Entzündungen: unter anderem des Kreuzdarmbeingelenkes (Sakroiliitis), der Wirbelkörper (Spondylitis) oder der Bandscheiben (Diszitis).
- rheumatische Erkrankungen
Psychisch bedingte Rückenschmerzen
Auch seelische Befindlichkeiten wie unbewältigte innere Konflikte, Depression oder Stress im Berufs- oder Alltagsleben können sich in körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen äußern. Wer unter seelischem Dauerstress leidet, nimmt oft eine verkrampfte Körperhaltung ein. Betroffen ist dabei auch die Rückenmuskulatur.
Andererseits können chronische Rückenschmerzen auf das Gemüt schlagen. Die Folge: weitere Verstärkung der Rückenschmerzen aufgrund der zusätzlichen psychosomatischen Komponente.