Indoorspielplätze

Spaß bei jedem Wetter
In Hallenspielplätzen können Kinder auch an trüben Tagen nach Herzenslust klettern, rutschen und toben. Erfahren Sie hier, wie Sie geeignete Indoorspielplätze finden und schwarze Schafe erkennen.
Allianz Gesundheitswelt - Indoorspielplätze: Zwei Kinder, eines mit grünem und eines mit blauem T-Shirt, spielen in einem bunten Bällebad auf einem Indoorspüielplatz.
In Kürze
  • Abwechslung an trüben Tagen: Insbesondere an regnerischen, kalten Tagen sind Hallenspielplätze eine beliebte Freizeitaktivität bei Familien. Dort können Kinder ausgiebig klettern, rutschen und toben. 
  • Achtung, Sicherheitsmängel!: Leider sind nicht alle Indoorspielplätze sicher und einige Anlagen weisen Sicherheitsmängel auf. Jedoch können Eltern nach offensichtlichen Mängeln Ausschau halten. Kleine Kinder sollten grundsätzlich immer im Blick behalten werden.
  • Indoorspielplätze finden: Das Angebot an Hallenspielplätzen in Deutschland ist groß. Internetportale helfen bei der Auswahl. Dort besteht auch die Möglichkeit im Vorfeld Preise und Bewertungen zu vergleichen.

Spielplatz in der Halle

An trüben Sonn- und Feiertagen sind Hallenspielplätze eine ideale Freizeitaktivität für Familien. Dort können Kinder nach Herzenslust klettern, rutschen und toben. Außerdem gibt es Essen und Getränke, um die Energiereserven jederzeit aufzufüllen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Viele Indoorspielplätze werden lediglich bei der Erstabnahme auf Sicherheitsstandards geprüft. Nicht alle Betreiber lassen ihre Anlagen regelmäßig kontrollieren. Fragen Sie daher am besten direkt nach Zertifikaten oder offiziellen Prüfsiegeln, um die Sicherheit Ihrer Kinder im Blick zu behalten.

„Fast alle haben haben Sicherheitsmängel“ titelte die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe 2014 (seither gab es keinen neuen Test). Von 18 Indoorspielplätzen schnitten im damaligen Test fünf „mangelhaft“ ab und nur zwei konnten die Tester uneingeschränkt empfehlen. 

Stand 2014 schätzt Stiftung Warentest aufgrund ihrer Erkenntnisse, dass Indoorspielplätze nicht selten erhebliche Sicherheitsgefahren bergen. Auch wenn die Anbieter zwischenzeitlich (hoffentlich) nachgebessert haben, gilt der grundsätzliche Rat der Verbraucherschützer nach wie vor: Eltern sollten selbst nach offensichtlichen Mängeln Ausschau halten und insbesondere kleine Kinder in der Halle nicht aus den Augen lassen.

Tipps zur selbstständigen Überprüfung der Sicherheit eines Spielplatzes

  • Prüfen Sie, ob ein aktuelles Prüfzertifikat, wie etwa von einem TÜV-Unternehmen, sichtbar im Eingangsbereich angebracht ist.
  • Achten Sie darauf, ob ausreichend Personal vor Ort ist, das regelmäßig Kontrollgänge durchführt und im Notfall schnell eingreifen kann.
  • Kontrollieren Sie Polsterungen, Netze und insbesondere Kanten auf Beschädigungen, fehlende Abdeckungen oder herausstehende Nägel.
  • Achten Sie darauf, dass Fluchtwege jederzeit frei zugänglich und klar gekennzeichnet sind. Idealerweise gibt es zudem einen Sanitätsraum für kleinere Notfälle.

Das Problem: Private Betreiber von Indoorspielplätzen müssen Ihre Anlage mitsamt den Spielgeräten im Prinzip nur einmal vom TÜV abnehmen lassen, und zwar vor Inbetriebnahme. Danach steht es privaten Betreibern frei, in welchen Intervallen sie die technische Sicherheit ihrer Anlage überprüfen. Im Gegensatz dazu sind öffentliche Betreiber gesetzlich verpflichtet, die Sicherheit ihrer Anlage regelmäßig zu kontrollieren.

Selbstverpflichtung der Betreiber

Um ihr Sicherheitsimage aufzupolieren, haben die Mitglieder des Verbands der Hallen- und Indoorspielplätze (VDH) 2013 einen Ehrenkodex aufgestellt, der auch jährliche Kontrollen einfordert. 

Grundsätzlich: Kommt es zu einem Unfall, greift die Betreiberhaftung. Der Anlagenbetreiber ist dann verpflichtet nachzuweisen, dass er all seinen Pflichten nachgekommen ist und die Anlage den geltenden Sicherheitsstandards – gemäß DIN-Norm 1176 – entspricht.

Preise vergleichen

Die Eintrittspreise für Indoorspielplätze schwanken zwischen drei und acht Euro pro Person. Erwachsene zahlen in der Regel weniger. Die Eintrittspreise können jedoch täuschen, da unter Umständen zusätzliche Kosten für die Benutzung einzelner Attraktionen wie Elektrofahrzeuge anfallen. Außerdem fallen zusätzliche Kosten für Essen und Getränke an.

Es lohnt sich daher, vorab auf der Website des Betreibers nach zusätzlichen Kosten zu recherchieren. Falls Sie eigene Getränke und Snacks mitbringen wollen, sollten Sie abklären, ob der Betreiber dies erlaubt.

Sorgfalt und Sicherheit prüfen

Die Experten des TÜV Rheinland empfehlen:

  • Sie erkennen TÜV-geprüfte Anlagen am Prüfzeichen. Dieses sollte nicht älter als zwölf Monate sein.
  • Eine Hallenaufsicht sollte stets präsent und ansprechbar sein.
  • An den Geräten sollten Verhaltensvorschriften aushängen, deren Einhaltung vom Hallenpersonal überwacht wird.
  • Das Hallenpersonal sollte eigenständig Stolperfallen aufräumen, wie am Ende einer Rutsche „geparkte“ Bobbycars.
  • Achten Sie auf die Sauberkeit der Halle und der Toiletten. Wer hier nachlässig ist, nimmt es unter Umständen auch nicht so genau mit der Instandhaltung der Spielgeräte.
  • Halten Sie an den Spielgeräten Ausschau nach offensichtlichen Sicherheitsmängeln wie hervorstehenden Schrauben, durchgescheuerten Seilen, defekten Fangnetzen an Trampolins, scharfen Kanten, marodem oder fehlendem Fallschutz sowie Klemmstellen, in denen sich Kinder ihre Finger einquetschen können. Besonders gefährlich: frei liegende Stromkabel an elektrischen Spielgeräten.
  • Falls Sie potenzielle Sicherheitsmängel entdecken, sollten Sie diese direkt dem Personal melden.

Kinder sicher kleiden

Um das Unfallrisiko für Ihr Kind zu minimieren, raten die Experten von TÜV Rheinland:

Aufsichtspflicht ernst nehmen

Die Aufsichtspflicht liegt auch auf einem Indoorspielplatz weiterhin bei den Eltern oder der Begleitperson eines Kindes. Toben Kinder unbeschwert miteinander, sind Schubser, Stürze und Zusammenstöße unvermeidbar. Verursacht ein Kind einen Schaden, verletzt es sich selbst oder andere, so müssen die Eltern oder die Begleitperson beweisen, dass sie ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind. Wir raten daher:

Über 400 Hallenspielplätze buhlen in Deutschland um Kundschaft: geschätzte 30 Millionen Besucher:innen im Jahr. Sie tragen fantasievolle Namen wie Remmi-Demmi oder Lollipop und begeistern Kinder mit quietschbunten Spielgeräten und Kletteranlagen. Um einen geeigneten Hallenspielplatz für Ihre Kinder zu finden, genügen ein paar Mausklicks auf einschlägigen Spielplatz-Portalen im Internet.

  • Das wohl größte Spielplatzverzeichnis findet sich auf Spielplatznet.de. Dort haben engagierte Nutzer:innen Informationen zu rund 79.000 Spielplätzen in Deutschland und in Grenznähe zusammengetragen – darunter auch mehr als 400 Indoorspielplätze.
  • Das werbefinanzierte Portal parkscout.de bietet über 4.500 Ausflugsziele weltweit, sortiert nach Freizeitparks, Tierparks, Gärten, Erlebnisbädern und Ferienparks.
  • Neu bietet auch parks.myhint.de eine gute und übersichtliche Suche. Dort finden Sie nicht nur Indoorspielplätze, sondern auch Boulder- und Trampolinhallen.
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Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen. Wir unterstützen Sie gerne in allen Themen rund um die richtige Vorsorge und den für Sie geeigneten Versicherungsschutz. Sprechen Sie uns noch heute an.

Bild: iwor/Adobe Stock
Inhalte aktualisiert im März 2021. Kein neuer Test  „Indoorspielplätze“ von Stiftung Warentest seit 2014 verfügbar.