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Wann ist die Seele gesund?

Seelisches Wohlbefinden

Nur wer seelisch gesund ist, kann sich als Individuum entwickeln, Beziehungen pflegen, produktiv arbeiten und mit Freude am Leben teilhaben.

In Kürze
Beeinträchtigung
Psychische Erkrankungen können jeden treffen. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich und können auch körperliche Beschwerden hervorrufen.
Berufsunfähigkeit
Psychische Erkrankungen sind die Hauptursache für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Den Löwenanteil stellen hierbei Depressionen und Burn-out.
Früh erkennen
Je früher psychische Probleme erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln. Die Therapie seelischer Krankheiten beansprucht dennoch oft viel Zeit.
Seelische Gesundheit ist wichtig für das persönliche Wohlbefinden und für ein zufriedenes Leben.
Freude am Leben haben
Seelische Gesundheit ist wichtig für das persönliche Wohlbefinden und für ein zufriedenes Leben.
Seelische Gesundheit ist ein hohes Gut – für den Einzelnen wie für die Gesellschaft. Zumal psychische Erkrankungen die Lebensqualität der Betroffenen teils stark beeinträchtigen und zu Berufsunfähigkeit führen können. Früherkennung und rechtzeitige Behandlung sind daher wichtig, um ein langes seelisches Leiden abzuwehren.
Rundum wohlfühlen

Körperliche Gesundheit reicht nicht aus, damit wir uns gesund und wohl fühlen. Nur wer seelisch gesund ist, kann sich als Individuum entwickeln, Beziehungen pflegen, produktiv arbeiten und mit Freude am Leben teilhaben.

Eine stabile seelische Gesundheit gewinnt außerdem mit zunehmendem Alter an Bedeutung, wenn gehäuft kritische Lebenssituationen (Trauerfall, chronische Erkrankung etc.) gemeistert werden müssen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert psychische Gesundheit treffend als „Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen“.

Psychische Probleme erkennen

Laut einer Studie des Analysehauses Morgen & Morgen sind psychische Erkrankungen mit 29 Prozent die Hauptursache für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Den Löwenanteil stellen hierbei Depressionen und Burn-out.

Der BKK-Dachverband der betrieblichen Krankenkassen verzeichnete in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg der durch seelische Krankheiten bedingten Fehltage um 25 Prozent. Ein Teil des Anstiegs lässt sich aber darauf zurückführen, dass Betroffene sich bereitwilliger seelische Probleme eingestehen und häufiger professionelle Hilfe suchen. Zudem ist die Kompetenz zur Erkennung psychischer Leiden unter Ärzten heutzutage weiter verbreitet.

Nach der Verdachtsdiagnose sucht der Facharzt zuerst nach körperlichen und somit ebenfalls behandlungsbedürftigen Ursachen. Beispielsweise kann eine Schilddrüsenerkrankung Symptome einer Depression hervorrufen; Schizophrenie kann durch Drogenmissbrauch (Alkohol, Cannabis etc.) ausgelöst werden; Angstattacken können in Herzproblemen wurzeln; und plötzliche auffällige Verhaltensstörungen können auf eine Demenzerkrankung hinweisen.

Früh erkannt lassen sich auch rein seelische Leiden am besten behandeln. Dennoch beansprucht die Behandlung viel Zeit. Im Schnitt sind die Betroffenen 58 Tage krankgeschrieben. Die Therapiemöglichkeiten umfassen im Wesentlichen Psychotherapie, Soziotherapie (Pflege, Ergotherapie, Sozialarbeit) und Medikamente.

Bilder: Titelbild - LoloStock/Shutterstock; Resilienz - wavebreakmedia/Shutterstock; Angstörungen - PhatDoc/Shutterstock