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Badespaß bei jedem Wetter

Erlebnisbäder

 Erlebnisbäder sind gerade in der kalten Jahreszeit beliebt bei Jung und Alt. Beachten Sie unsere Tipps für ein unbeschwertes Badevergnügen.

In Kürze
Wasserspaß für Groß und Klein
Erlebnisbäder locken mit Attraktionen wie Wellenbecken, Surfanlagen , Highspeed-Rutschen, Saunalandschaften und Wellness-Oasen. Das bringt Abwechslung für die ganze Familie.
Das richtige Erlebnisbad finden
Das Angebot an Erlebnisbädern ist riesig. Bei der Suche nach Bädern mit besonderer Ausstattung, in Wohnortnähe oder im Urlaub helfen verschiedene Online-Portale.
Auf die Gesundheit achten
In Erlebnisbädern besteht nur ein sehr geringes Infektionsrisiko. Trotzdem sollten für den ungetrübtetn Badespaß einige Kleinigkeiten beachtet werden.
Erlebnisbäder sind besonders im Winter beliebt. Unsere Gesundheitstipps sorgen für ungetrübten Badespaß.
Spaß im Wasser
Erlebnisbäder sind besonders im Winter beliebt. Unsere Gesundheitstipps sorgen für ungetrübten Badespaß.
Regen, Schnee, grauer Himmel: Die kalte Jahreszeit kann auf Dauer eintönig sein – besonders für Kinder. Kein Wunder, dass Erlebnisbäder im Winter Hochkonjunktur haben. Hier können die Kleinen planschen und die Eltern sich abwechselnd in die Wellness-Oase absetzen. Für ungetrübten Badespaß sind nur ein paar Kleinigkeiten zu beachten.
Wasserspaß für die Familie

In Deutschland buhlen rund 500 Erlebnisbäder um Kundschaft. Die Angebotspalette schwankt hierbei deutlich. Einerseits gibt es altbackene Bäder, die neben einem Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken gerade einmal zwei Rutschen und einen Whirlpool bieten. Andererseits locken gewaltige Erlebnisbäder mit Wellenbecken, Indoor-Surfanlagen, Highspeed-Rutschen und üppige Saunalandschaften.

In der Regel spiegelt sich die Breite des Angebots auch in den Eintrittspreisen wieder. Wo die Tageskarte für einen Erwachsenen nur zehn Euro kostet, können Sie keine Attraktionen erwarten. Üblich sind 20 bis 40 Euro – und ein paar Euro mehr, falls Sie neben dem Badebereich auch die Sauna nutzen wollen.

Das bedeutet nicht, dass Familien unbedingt tief in die Tasche greifen müssen, um einen abwechslungsreichen Badetag verbringen zu können. In der Regel bieten Erlebnisbäder Ermäßigungen für Familien in Form vergünstigter Tageskarten an.

Großes Angebot
  • Rustikal aber übersichtlich gestaltet sich die Bädersuche mit dem Portal ab-ins-schwimmbad.de. Sie können entweder nach Stadt oder Postleitzahl suchen, und die Suchmaschine spuckt alle Erlebnis-, Hallen-, Frei- und Naturbäder in einem Umkreis von 10 Kilometern aus. Zudem können Sie Postleitzahlen- und Städtelisten durchforsten. Vorteil: Gut strukturierte Detailinformationen zu den Bädern – inklusive einer Umgebungskarte und Alternativvorschlägen. Nachteil: Keine Detailsuche und keine Nutzerbewertungen.
  • Das werbefinanzierte Portal parkscout.de listet über 500 Erlebnisbäder in Deutschland. Die Suche lässt sich auf die Postleitzahl und einen Umkreis von 100, 200 oder 300 Kilometer eingrenzen. Vorteil: Die Bewertungen unterscheiden nach Preis/Leistung, Angebot, Gastronomie und Service. Nachteil: Keine Detailsuche.
  • Deutlich komfortabler gestaltet sich die Bädersuche über die Website der European Waterpark Association (EWA). Zum einen können Sie sich über eine interaktive Europakarte bis auf Bundesländer-Ebene klicken und direkt Erlebnisbäder und Wasserparks in Ihrer Region finden. Zum anderen können Sie über eine Detailsuche Name, Ort oder Postleitzahl eingeben und nach Bädern mit besonderer Ausstattung filtern. So können Sie beispielsweise Ihre Suche auf „Behindertengerecht“, „Sauna“ und „Innenbereich“ einschränken. Vorteil: Europaweite Detailsuche mit übersichtlichen Informationen. Nachteil: Keine Nutzerbewertungen.
Geringes Infektionsrisiko

Wie in allen öffentlichen Badeanstalten wird auch in Erlebnisbädern das Badewasser stetig aufbereitet und desinfiziert. Die Keimzahl – und damit das Infektionsrisiko in den Becken ist daher sehr gering. Tägliche Wasserproben durch den Betreiber sollen zudem sicherstellen, dass weder Chlor, Desinfektionsnebenprodukte noch die Anzahl der lebenden Keime die gesetzlichen Grenzwerte überschreiten. Das Hauptaugenmerk der Keimuntersuchungen liegt hierbei auf:

  • Kolibakterien als Indikator für fäkale Verschmutzungen im Beckenwasser
  • Legionellen als Erreger einer gefährlichen Lungenentzündung
  • Pseudomonas aeruginosa als Erreger teils schwerwiegender Infektionskrankheiten unter anderem des äußeren Gehörgangs (Otitis externa), der Harnwege, der Hirnhäute (Meningitis) und des Darms (Enterokolitis)

Die sogenannten Desinfektionsnebenprodukte entstehen bei der chemischen Reaktion von Chlor mit Keimen, Kosmetika, Schmutz, Hautresten, Fäkalien oder Körpersekreten.

Wie lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen vermeiden?

Desinfektionsnebenprodukte im Beckenwasser können insbesondere die Schleimhäute der Augen und Atemwege reizen. Hauptverantwortlich hierfür ist das gasförmige Trichloramin, welches für den eigentlichen Chlorgeruch verantwortlich ist. Es entsteht, wenn Chlor mit Harnstoff reagiert. Der Harnstoff entstammt dabei vorwiegend dem Urin und Schweiß der Badegäste.

Dank Desinfektion und strenger Hygienerichtlinien ist dafür die Infektionsgefahr in deutschen Erlebnisbädern sehr gering – abgesehen von Fußpilz und Warzen. Diese lassen sich aber einfach durch das Tragen von Badeschlappen abwehren.

Bei plötzlicher starker Verschmutzung – beispielsweise durch inkontinente Kinder – kann es dennoch kurzfristig vor Erregern wimmeln. Durchschreit- und Planschbecken, Böden in Umkleiden, Duschen und Toiletten lassen sich bei hohen Besucherzahlen ebenfalls nicht konstant frei von Keimen halten.

Diese Tipps helfen Ihnen, gesundheitlichen Problemenbei Bäderbesuchen vorzubeugen:

  • Besuchen Sie kein öffentliches Bad, wenn Sie an einer Infektionskrankheit leiden oder Fieber haben.
  • Hautverletzungen sollten Sie vor dem Badbesuch mit einem wasserdichten Pflaster versorgen.
  • Benutzen Sie Badeschlappen! So minimieren Sie Ihr persönliches Risiko für Fußpilz und Warzen.
  • Duschen Sie sich und Ihre Kinder gründlich mit Seife oder Duschgel ab, und zwar kurz bevor Sie den Badebereich nutzen. Je mehr Badegäste sich daran halten, umso weniger Schleimhaut reizende Desinfektionsnebenprodukte entstehen im gechlorten Beckenwasser.
  • Wenn Sie schnell rote Augen in Hallen- und Freibädern bekommen, dann empfiehlt sich eine Schwimmbrille. Diese schützt Ihre Binde- und Hornhaut sowohl vor reizenden Desinfektionsnebenprodukten als auch vor Keimen.
  • Ist der Chlorgeruch unangenehm intensiv und erleidet Ihr Kind plötzlich einen starken Hustenreiz, dann sollte es das Becken verlassen. Informieren Sie zudem den Bademeister, dieser kann den Chlorgehalt im Wasser und die Hallenbelüftung regulieren.
  • Falls Sie zu Ohrenentzündungen neigen, spülen Sie nach dem Schwimmen die Ohren mit Trinkwasser aus. Gechlortes Wasser beschleunigt den Abbau des natürlichen Fettschutzes in Gehörgang, was wiederum Gehörgangentzündungen begünstigt.
  • Gechlortes Wasser greift den Fettsäure-Schutzmantel der Haut an. Dieser baut sich nach dem Baden langsam wieder auf. Mit einer harnstoffhaltigen, fettenden Hautcreme können Sie im Winter bei trockener Haut nachhelfen.
Chlor, Allergien und Asthmarisiko
Planschen in gechlortem Wasser kann zur Entwicklung von Asthma beitragen. Das Umweltbundesamt empfiehlt, auf Babyschwimmen zu verzichten, wenn gehäuft Allergien in den Familien auftreten.
Bild: valiza14/Adobe Stock