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Mit dem Boot unterwegs

Sommersport Paddeln

 Paddeln ist ein vielseitiger Sport: Ob Familienausflug auf dem Wasser oder Rennsport – worauf kommt es bei Vorbereitung, Training und Ausrüstung an? Hier finden Sie Tipps.

In Kürze
Verschiedene Paddel-Sportarten
Paddeln ist nicht gleich Paddeln: Vom gemütlichen Stehpaddeln über Schlauchbootfahren bis hin zum sportlichen Kajak oder Kanadier ist für jeden Anspruch etwas dabei.
Spaß für die Familie
Beim Paddeln profitieren Kinder und Erwachsene gleichermaßen von der Bewegung an der frischen Luft und schulen Koordination und Ausdauer.
Paddeln als Leistungssport
Wer Kanufahren als Leistungssport betreibt, muss besonders auf eine gute Technik achten, um Fehlhaltungen oder Verletzungen zu vermeiden.
Paddeln ist ein vielseitiger Sport und für Freizeit- und Leistungssportler geeignet.
Vielseitiger Sport
Paddeln ist ein vielseitiger Sport und für Freizeit- und Leistungssportler geeignet.
Paddeln ist ein vielseitiger Sport: Für den Familienvater bedeutet er, gemeinsam mit dem begeisterten Nachwuchs im Schlauchboot am Strand entlang zu paddeln. Für den Leistungssportler bedeutet er, sich rasant durch wilde Schluchten zu kämpfen.
Verschiedene Varianten

Der Sportler und der Familienvater haben eine Gemeinsamkeit: Sie benutzen ein Paddel, um ihr Wasserfahrzeug vorwärts zu bewegen. Das Paddel ist, anders als das Ruder, nicht fest mit dem Boot verbunden. Doch damit enden schon die Gemeinsamkeiten zwischen den zahlreichen Paddel-Sportarten. Einige davon sind:

  • Stehpaddeln: Zu den eher gemütlichen Varianten zählt das Stehpaddeln, das auf einer Art Surfbrett stehend ausgeführt wird. 
  • Schlauchbootfahren: Das familienfreundliche Schlauchboot wird mit dem Paddel auch eher gemächlich bewegt.
  • Kajakfahren: Mit dem Kajak bewegt man sich sportlich auch durch Wildwasser. Dabei sitzt der Kanute und benutzt ein Doppelpaddel.
  • Kanadier: Auch der Kanadier ist ein sportliches Boot, mit dem man Wildwasser befahren kann. Im Kanadier kann man sitzen oder knien und benutzt ein Stechpaddel.
Schnell oder wendig
Das Ruder überträgt die Kraft besser, deswegen ist das Ruderboot schneller als das Paddelboot. Weil aber Paddel kürzer und beweglicher sind, ist das Paddelboot wendiger.
Familienerlebnis

Die ersten Paddelschläge zu lernen ist nicht schwer, und es macht Freude, das Paddel im eigenen Rhythmus in das Wasser zu tauchen und das Kanu vorwärts zu treiben. Kinder entwickeln so schnell ein Gespür für Bewegung und Koordination. Auch Erwachsene profitieren von der Bewegung an der frischen Luft und der Entspannung, die das Naturerlebnis bringt.

Was braucht man nun für einen Ausflug mit dem Kanu?

  • Das wichtigste zuerst: Die Schwimmweste. Gehen Sie niemals ohne sie aufs Wasser. Nichtschwimmer müssen eine ohnmachtssichere Rettungsweste mit Schrittgurt tragen.
  • Auch ein Helm kann, abhängig vom Gewässer, notwendig sein.
  • Anfänger dürfen nicht mit geschlossener Spritzdecke fahren, wenn sie die Decke nicht sicher über und unter dem Wasser öffnen können.
  • Soll die ganze Familie im Boot Platz finden, ist ein Kanadier in der entsprechenden Größe das Richtige.
  • Die Paddel sollten nicht zu schwer und für Kinder nicht zu lang sein.
  • Zur Sicherheitsausrüstung zählt immer ein Erste-Hilfe-Set.
  • Nun fehlen nur noch etwas zu essen, zu trinken und die passende Kleidung, dann kann es losgehen.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dem Kanusport näher zu kommen. Der Kanuverein in der Nähe ist ein guter Anlaufpunkt dafür: Sie können dort erstmal die Paddelschläge unter Anleitung ausprobieren, verschiedene Bootstypen kennenlernen und Material ausleihen. Vielleicht finden Sie auch eine Familie, die mit Ihnen gemeinsam Paddelausflüge macht.

Anlaufstellen
Informationen und Adressen von Vereinen sowie Informationen zu Freizeit- und Leistungssport bietet der Deutsche Kanu-Verband.

Herausforderung für Leistungssportler

Wer Kanufahren als Leistungssport betreiben möchte, muss die die belasteten Körperpartien gut trainieren. Das sind besonders die Körperbereiche, die die Kraft vom Paddel auf das Boot übertragen: Schulter und Rücken, weniger stark Arme und Beine. Dies ist nicht ganz ohne Risiko:

  • Bei starker sportlicher Belastung kann sich eine Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk entwickeln. Das ist besonders häufig der Fall, wenn die Technik nicht ganz präzise ist.
  • Die Schulter spielt bei der Kraftübertragung eine entscheidende Rolle. Durch den komplizierten Bänder-Kapsel-Aufbau ist dieses Gelenk besonders anfällig gegen Überbelastung und Fehlbelastung. Entsprechend treten bei Paddlern mit starken Belastungen Reizungen der Schulter auf.
  • Wegen der sitzenden Haltung und der Drehbewegung im Kajak werden Brust- und Lendenwirbelsäule stark beansprucht. Dabei können Schmerzen in Bereich der Lendenwirbelsäule auftreten. Diese Beschwerden treten häufig auf, wenn die Muskeln in diesem Bereich nicht ausreichend trainiert sind.
  • Ist das Stemmbrett nicht richtig eingestellt, kann das Becken ungleichmäßig belastet werden. Das führt zu Beschwerden in der Region des Kreuzbeins.

Gesunde Technik
Um gesund zu bleiben, ist für den sportlichen Kanuten eine gute Technik wichtig: Fehlhaltungen können Verletzungen nach sich ziehen.

Bild: Brocreative/Shutterstock