Vegetarischer Fleischersatz: Wie gesund ist vegane Wurst?
- Fleischalternativen. Vegetarische Fleischersatzprodukte aus Soja-, Weizen-, Schimmelpilz- oder Milcheiweiß erleichtern den Übergang zu einer fleischarmen oder fleischlosen Ernährung.
- Ökobilanz beachten: Solche Produkte sind hochgradig verarbeitet und damit häufig weit weg von „Clean Eating“-Prinzipien. Wer auf Nachhaltigkeit Wert legt, sollte auch die Ökobilanzen der unterschiedlichen Fleischersatz-Alternativen gegenüberstellen.
- Besser ganz verzichten? Solche Produkte sind hochgradig verarbeitet und damit häufig weit weg von „Clean Eating“-Prinzipien. Wer auf Nachhaltigkeit Wert legt, sollte auch die Ökobilanzen der unterschiedlichen Fleischersatz-Alternativen gegenüberstellen.
Genuss und Gewissen
Fleischalternativen: Tofu, Seitan & Co.
Tofu
Das verbreitetste Fleischersatzprodukt Tofu ist ein traditionelles asiatisches Lebensmittel. Für die Produktion wird Eiweiß mit einem Gerinnungsmittel aus Sojamilch ausgefällt und zu einer mehr oder weniger festen Masse gepresst. Die Konsistenz ist – vor allem bei Sojawürstchen – häufig eher breiig. „Sojafleisch“ aus Sojagranulat besteht aus entfettetem Sojamehl, das in einem Extruder zu einer hackfleischartigen Masse verarbeitet wird.
Tofu ist leicht bekömmlich und enthält alle essenziellen Aminosäuren, schmeckt aber nach nichts. Deshalb sind Fertigprodukte meist stark gewürzt oder geräuchert. Zunehmend sind Tofuprodukte erhältlich, bei denen der Soja aus deutschem oder EU-Anbau stammt.
Säuglinge und Kleinkinder sollten möglichst keine Sojaprodukte erhalten. Sojabohnen enthalten Isoflavone, die dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln und eine schädliche hormonelle Wirkung beim Kind entfalten könnten.
Seitan
Das ebenfalls in Asien erfundene Seitan besitzt eine bissfeste Konsistenz und ist das in dieser Hinsicht fleischartigste Alternativprodukt. Der Name „Weizenfleisch“ verrät die Herstellungsmethode: Seitan besteht aus wasserunlöslichen Klebereiweiß, das aus Weizenmehl ausgewaschen wird. Konsistenz und Geschmack ergeben sich durch das Kochen der Rohmasse in Sojasauce.
Seitan ist fettarm und eiweißreich und eignet sich für eine vollwertige und kalorienarme Ernährung. Sein Eiweiß kann vom menschlichen Körper weniger gut aufgenommen werden als Sojaprotein.
Für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit oder Zöliakie ist Seitan nicht geeignet.
Tempeh
Quorn
Seit 1986 ist diese aus fermentiertem Schimmelpilzmyzel hergestellte Fleischalternative auf dem Markt. Das gezüchtete Mycoprotein wird mit Hühnereiweiß und Milchzutaten zu einer formbaren Masse verarbeitet. Damit ist es nicht vegan, jedoch eine Alternative für Ovo-Lacto-Vegetarier.
Quorn ist fett- und kalorienarm sowie ballaststoffreich. Geschmack und Konsistenz ähneln hellem Fleisch.
Valess
Valess ist ebenso wie Quorn ein Markenprodukt – und ebenso wie dieses aufgrund seiner Zutaten nichts für Veganer. Hauptgrundstoff ist Milch, die käseartig verarbeitet wird. Für die fleischartige Struktur sorgen zugefügte Pflanzenfasern. Weitere Zutaten wie Soja-Eiweiß, Verdickungsmittel und Hafer machen die Masse schnittfest.
Dadurch ähnelt es in seiner faserig-bissfesten Konsistenz Geflügelfleisch. Sowohl aufgrund seiner Grundstoffe als auch weil viele Valess-Produkte paniert sind, ist der Kaloriengehalt mit den jeweiligen Vorbildern aus echtem Fleisch vergleichbar.