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Coronavirus 2020

Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert

Kompakt und verständlich

Das Coronavirus SARS-CoV-2

+++ Wichtige Information für Allianz Versicherte: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus. +++

Weiter unten auf dieser Webseite finden Sie wichtige Hinweise im Zusammenhang mit der Corona Schutzimpfung.
Coronaviren kennen wir bereits seit Mitte der 60er Jahre. Es ist noch gar nicht lange her, da machten schwere Infektionen der Atemwege durch spezielle Vertreter dieser Virengruppe von sich reden. Ausbrüche von „SARS“ und „MERS“ gingen durch die Medien und sorgten für Beunruhigung. Seit über einem Jahr dominieren nun Nachrichten über ein neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2) und die weltweit rasch angestiegene Anzahl Betroffener. Die Erkrankung, die SARS-CoV-2 hervorruft, wird Covid-19 genannt. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) schreibt zur aktuellen Situation (Stand 21.04.2021): 

Es handelt sich weltweit, in Europa und in Deutschland um eine ernst zu nehmende Situation. Insgesamt nimmt die Anzahl der Fälle weltweit zu, die Fallzahlen entwickeln sich aber von Staat zu Staat unterschiedlich: Manche Staaten erleben nach vorübergehendem Rückgang einen dritten Anstieg der Fallzahlen, in anderen Ländern gehen die Fallzahlen momentan zurück. In vielen Staaten wurde mit der Impfung der Bevölkerung begonnen, werden die hohen Altersgruppen priorisiert. Ziel der Anstrengungen in Deutschland ist es, einen nachhaltigen Rückgang der Fallzahlen, insbesondere der schweren Erkrankungen und Todesfälle zu erreichen. Nur wenn die Zahl der neu Infizierten insgesamt deutlich sinkt, können viele Menschen, nicht nur aus den Risikogruppen wie ältere Personen und Menschen mit Grunderkrankungen, zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen, intensivmedizinischer Behandlungsnotwendigkeit und Tod zuverlässig geschützt werden.

Nach einem Rückgang ab Ende Dezember steigen die 7-Tage-Inzidenz und Fallzahlen im Bundesgebiet seit Februar wieder an. Dies betrifft insbesondere Altersgruppen unter 65 Jahren. Ein besonders rascher Anstieg wird bei Kindern und Jugendlichen beobachtet. Die COVID-19-Fallzahlen auf Intensivstationen steigen seit Mitte März 2021 deutlich an.

Schwere Erkrankungen an COVID-19, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, betreffen dabei auch Menschen unter 60 Jahren. In den meisten Kreisen handelt es sich um ein diffuses Geschehen, sodass oft keine konkrete Infektionsquelle ermittelt werden kann und man von einer anhaltenden Zirkulation in der Bevölkerung ausgehen muss. Neben der Fallfindung und der Nachverfolgung der Kontaktpersonen sind daher die individuellen infektionshygienischen Schutzmaßnahmen von herausragender Bedeutung (Kontaktreduktion, AHA + L und bei Krankheitssymptomen zuhause bleiben). Zahlreiche Häufungen werden vor allem in Privathaushalten, in Kitas und zunehmend Schulen sowie dem beruflichen Umfeld einschließlich der Kontakte unter der Belegschaft beobachtet. Die Zahl von COVID-19-bedingten Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern nimmt unter anderem aufgrund der fortschreitenden Durchimpfung weiter ab. 

Für die Senkung der Neuinfektionen, den Schutz der Risikogruppen und die Minimierung von schweren Erkrankungen ist die Impfung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Effektive und sichere Impfstoffe sind seit Ende 2020 zugelassen. Da sie noch nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen, werden die Impfdosen aktuell vorrangig den besonders gefährdeten Gruppen angeboten. 

Die Therapie schwerer Krankheitsverläufe ist komplex und erst wenige Therapieansätze haben sich in klinischen Studien als wirksam erwiesen. Die Dynamik der Verbreitung einiger neuer Varianten von SARS-CoV-2 (B.1.1.7, B.1.351 und P1) ist besorgniserregend. Diese besorgniserregenden Varianten werden auch in Deutschland nachgewiesen. Insgesamt ist die Variante B.1.1.7 inzwischen in Deutschland der vorherrschende COVID-19-Erreger. Aufgrund der vorliegenden Daten hinsichtlich einer erhöhten Übertragbarkeit der Varianten und potenziell schwererer Krankheitsverläufe trägt dies zu einer schnellen Zunahme der Fallzahlen und der Verschlechterung der Lage bei. Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen sehr gut vor einer Erkrankung durch die in Deutschland hauptsächlich zirkulierende Variante B.1.1.7, und sie schützen auch vor schweren Erkrankungen durch die anderen Varianten. Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt als sehr hoch ein. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Fallzahlen in Deutschland sind auf dem RKI Dashboard bis auf Landkreisebene abrufbar. Ein Situationsbericht  gibt ebenfalls täglich einen Überblick über das dynamische Infektionsgeschehen und stellt infektionsepidemiologische Auswertungen zur Verfügung. 
Eine Übersicht über die weltweite geographische Verteilung der Fälle gibt  z. B. das European Centre for Disease Prevention and Control (externer Link).

RKI vom 03.02.2021: 

Die drei Säulen der Strategie zur Bekämpfung von COVID-19 bestehen in der Eindämmung der Ausbreitung der Erkrankung (Containment, dazu gehört auch die Kontaktenachverfolgung), Protektion (Schutz vulnerabler Gruppen) und Mitigation (Milderung der Folgen).

Bei der Bewältigung der Pandemie wirken die verschiedenen Maßnahmen der Strategie zusammen und verstärken sich gegenseitig, um die Folgen der COVID-19-Pandemie für Deutschland zu minimieren.

Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes stellen die Grundlage dar, um Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und Ausbrüche und Infektionsketten einzudämmen.

Zur Verhinderung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich kann jeder Einzelne bzw. jede Einrichtung beitragen: Grundsätzlich sollten zurzeit alle nicht notwendigen physischen Kontakte vermieden werden. Außerdem müssen bei allen notwendigen physischen Kontakten außerhalb der gemeinsam in einem Haushalt lebenden Personen Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung konsequent eingehalten werden.

Zu den empfohlenen Maßnahmen zählen das Abstandhalten, das Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Tragen von Masken (AHA-Regeln). Dies gilt auch bei Menschenansammlungen im Freien, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen ist zusätzlich eine gute Belüftung wichtig, um infektiöse Aerosole zu reduzieren. Alle Personen, die unter akuten respiratorischen Symptomen leiden, sollten dringend weitere Kontakte vermeiden und mindestens fünf Tage zu Hause bleiben. Derzeit sollten Reisen unbedingt vermieden werden.

Als ein zusätzliches Element können Antigentests die Sicherheit durch frühe Erkennung der Virusausscheidung bevor Krankheitszeichen vorliegen weiter erhöhen. Teste stellen jedoch immer nur eine Momentaufnahme dar und bieten selbst keinen Schutz vor einer Erkrankung. Darüber hinaus sollte einem entsprechend der Impfstoff-Priorisierung gemachten Angebot zur Impfung gegen COVID-19 nachgekommen werden. Es liegen inzwischen zunehmend Daten vor, die darauf hinweisen, dass die Impfung auch das Risiko einer Übertragung reduziert, diese aber nicht vollständig verhindert.

Es ist von entscheidender Bedeutung, die Zahl der Erkrankten so gering wie möglich zu halten und Ausbrüche zu verhindern. Nur dadurch kann die Belastung im Gesundheitswesen so reduziert werden, dass einerseits eine gute medizinische Versorgung aller kranken Personen (auch unabhängig von COVID-19) weiterhin möglich ist und andererseits das Infektionsgeschehen durch die Gesundheitsämter überhaupt wieder gut kontrolliert werden kann. Damit wird mehr Zeit für die Produktion von Impfstoffen und die Impfung größerer Bevölkerungsgruppen gewonnen werden.

Die Nutzung der Corona-Warn-App (externer Link) wird empfohlen. Mit der App können Menschen anonym und schnell informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können in Zukunft Infektionsketten durchbrochen werden. Mit dem Update auf die Version 2.0 wurde die Corona-Warn-App um die Möglichkeit der Eventregistrierung zur Cluster-Erkennung in Innenräumen erweitert. Nutzende können ihre Teilnahme an einem Event durch Scan eines durch den Veranstalter erstellten QR-Codes in der Corona-Warn-App registrieren. So können sie im Einzelhandel, bei Veranstaltungen oder privaten Treffen per QR-Code einchecken. Dabei werden keine persönlichen Daten erfasst. Die Events, an denen die/der Nutzer/in teilgenommen hat (bzw. deren QR-Code gescannt wurde) werden im Kontakttagebuch der App auf dem Smartphone gespeichert. Erhält die Nutzerin/der Nutzer später eine Risikobenachrichtigung (Warnung), ist ersichtlich, ob die Risikobegegnung im Zusammenhang mit einer der registrierten Events stattgefunden hat.

Informationen von offizieller Seite gibt es auf der Seite des Robert Koch-Instituts (RKI). 

Zum Robert Koch-Institut (externer Link)

Die dort angesiedelte Ständige Impfkommission (STIKO) gibt Empfehlungen, wer in welcher Reihenfolge geimpft werden sollte. 

Das Bundesministeriums für Gesundheit legt dazu eine Rechtsverordnung (CoronaImpfV) vor:

CoronaImpfV vom 01.04.2021, PDF-Download auf der Website des Bundesgesundheitsministerums (externer Link)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereitet die Inhalte allgemeinverständlich auf:

Zur BZgA (externer Link)

Hier finden sich auch Informationen zu rechtlichen Fragen bei Impfschäden und zu Impfmythen.

Auch das RKI stellt zum Thema eine umfassende Sammlung von „Antworten auf häufig gestellte Fragen“ zusammen:

Zu den Fragen und Antworten beim RKI (externer Link)

Die Inhalte werden ständig aktualisiert und die zugrundeliegenden wissenschaftlichen Fakten sind besonders herausgearbeitet. Die FAQs sind dort thematisch sortiert nach Fragen

  • zur COVID-19-Impfempfehlung
  • zur Priorisierung
  • zur Durchführung der COVID-19-Impfung
  • zu Zugang und Verteilung der Impfstoffe
  • zum Impfquoten-Monitoring 
  • zu Wirksamkeit und Sicherheit der zugelassenen Impfstoffe
  • zu Impfstofftypen (innovativer messengerRNA- oder konservativer Vektor-Impfstoff)

Aufklärungsbögen zur COVID-19-Impfung (werden ständig aktualisiert) finden Sie ebenfalls beim RKI:

Zu den Aufklärungsbögen beim RKI (externer Link)

Die Aufklärungsbögen zur COVID-19-Impfung liegen getrennt vor für die beiden aktuell zugelassenen mRNA-Impfstoffe und den Vektorimpfstoff von Astra-Zeneca.

Faktenboxen zur mRNA-Schutzimpfung gegen COVID-19 (letzte Aktualisierung 13.04.2021) beim RKI:

Zu den Faktenboxen beim RKI (externer Link)

Diese Faktenboxen sollen Ihnen helfen, Nutzen und Schaden einer Schutzimpfung gegen COVID-19 abzuwägen. Betrifft die beiden Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und von Moderna.

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur COVID-19-Impfung in der 4. Aktualisierung vom 01.04.2021 mit aktuellem Bezug u. a. zum Einsatz des AstraZeneca-Impfstoffs finden Sie hier:

Beschluss der STIKO zur 4. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung, PDF-Download auf der Website des RKI (externer Link)

Wischen um mehr anzuzeigen

  Empfohlenes Alter Impfstofftyp
Anzahl Impfungen Empf. Impfabstand Wirksamkeit
BioNTech/Pfizer Ab 16 Jahre

mRNA+ Lipid-Nanopartikel

2 3–6 Wochen (möglichst 6 Wochen) Bis zu 95 % *
Moderna Ab 18 Jahre mRNA+ Lipid-Nanopartikel 2 4–6 Wochen (möglichst 6 Wochen) Bis zu 94 % *
AstraZeneca Ab 60 Jahre ** Vektorbasiert 2 9–12 Wochen (möglichst 12 Wochen) Bis zu 76 % (für über 65-jährige 85 %) *
Johnson & Johnson Ab 18 Jahre Vektorbasiert 1 - Bis zu 80 % *

*   = Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, sinkt bei Geimpften um diesen Prozentsatz. Die Schutzwirkung wurde ermittelt ab Tag 7 nach der zweiten Impfung mit BionTech/Pfizer, ab Tag 14 nach der zweiten Impfung mit Moderna, ab Tag 15 nach der zweiten Impfung mit AstraZeneca und ab Tag 28 nach der Einzeldosis Johnson&Johnson, Quellen: BGM, RKI, PEI, BzGA

** = STIKO-Empfehlung vom 01.04.2021: Der Einsatz der COVID-19-Vaccine AstraZeneca für eine erste oder zweite Impfstoffdosis unterhalb dieser Altersgrenze bleibt nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich.

Impfstoff von AstraZeneca

Die Bundesregierung hatte am 15.3.2021 die Corona-Schutzimpfungen mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca vorsorglich ausgesetzt. Nach neuen Meldungen von Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa, hielt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte nach Prüfung am 18. März bekanntgegeben, dass sie den Impfstoff weiter für sicher und wirksam hält. Die Vorteile einer Impfung mit AstraZeneca seien weit größer als die Nachteile. Es sei nicht mit Sicherheit zu sagen, ob die [sehr seltenen] Hirnvenenthrombosen mit Abfall von Blutplättchen vom Impfstoff kämen oder nicht. Dies werde nun engmaschig weiter untersucht. Es wurde beschlossen, zu diesen sehr seltenen Ereignissen, die bei sehr wenigen Geimpften überwiegend im Alter unter 55 Jahren beobachtet wurden, einen Warnhinweis in die Fach- und Gebrauchsinformation zu nehmen.

In der Bundespressekonferenz vom 19. März erklärte Bundesgesundheitsminister Spahn, dass die Impfungen mit AstraZeneca in den Bundesländern wiederaufgenommen werden, nachdem sich das PEI der Beurteilung der EMA angeschlossen hat. Das Paul-Ehrlich-Institut würde die Patientenaufklärungsbögen überarbeiten und um einen Warnhinweis ergänzen. Die Impfwilligen sollen durch die Ärzte auf dieser Basis aufgeklärt werden und ggf. eine individuelle Risikoabwägung vornehmen. Es gehe darum, dass Ärzte umsichtig und Bürger aufgeklärt seien.

Auf Nachfrage erklärte Bundesgesundheitsminister Spahn, dass das PEI u.a. im Austausch mit der Universitätsklinik Greifswald stehe, um sich über wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem möglichen Mechanismus der Entstehung von Sinusvenenthrombosen im Gehirn nach Impfung mit AstraZeneca auszutauschen.

Das Paul-Ehrlich-Institut weist auf seiner Website darauf hin, dass es derzeit keinen Nachweis gebe, dass das Auftreten der Gerinnungsstörungen durch den Impfstoff verursacht wurde. Es verweist jedoch auch darauf, dass Personen, die den COVID-19-Impfstoff AstraZeneca erhalten haben, sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen sollten, wenn sie nach der Impfung Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Arm-oder Beinschwellungen entwickeln. Darüber hinaus sollten alle Personen, die schwere oder anhaltende Kopfschmerzen haben, die länger als vier Tage nach der Impfung anhalten oder die nach ein paar Tagen Blutergüsse über die Impfstelle hinaus haben, umgehend einen Arzt aufsuchen.

Die Sicherheitsbewertung des PEI vom 06.04.2021 finden Sie im Volltext hier: 

Paul-Ehrlich-Institut: COVID-19-Impfstoff AstraZeneca – Ergebnis der Sicherheitsbewertung: Der Impfstoff ist sicher und wirksam im Kampf gegen COVID-19 (externer Link)

Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, würden diese hier beim Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht (externer Link).

Das PEI verlinkt auch auf die Stellungnahme der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e. V. (PDF, externer Link).

Die aktualisierten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission STIKO am Robert-Koch-Institut vom 01.04.2021 können Sie hier einsehen (PDF, externer Link):

Beschluss der STIKO zur 4. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung, PDF-Download auf der Website des RKI (externer Link)

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat sich dann am 7. April erneut geäußert:

Sie sieht weiter mehr Nutzen als Risiko bei der Nutzung des Corona-Impfstoffs von Astra Zeneca. Es sei zwar ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff und seltenen Thrombose-Fällen festgestellt worden, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Diese Thrombosen seien vor allem bei Frauen im Alter von unter 60 Jahren binnen zwei Wochen nach der Impfung aufgetreten. Spezifische Risikofaktoren seien nach den bisherigen Erkenntnissen nicht bestätigt worden. Die EMA gab zunächst keine Einschränkungen für den Einsatz des Mittels bekannt. Die EMA gibt folgenden Ratschlag an alle mit Astrazeneca-Impfstoff Geimpften:

Patienten sollten sofortigen medizinischen Rat suchen, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Kurzatmigkeit
  • Schmerzen in der Brust
  • Umfangsvermehrungen/Schwellungen der Beine
  • anhaltende Bauchschmerzen (da auch Thrombosen der Bauchvenen beobachtet wurden)
  • neurologische Symptome inklusive schwerer und anhaltender Kopfschmerzen oder Sehstörungen
  • kleine Einblutungen unter der Haut jenseits der Impfstelle

Das zuständige Komittee der EMA habe „alle verfügbaren Beweise in Betracht gezogen“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Die vollständige Stellungnahme der EMA (auf Englisch) finden Sie hier:

AstraZeneca’s COVID-19 vaccine: EMA finds possible link to very rare cases of unusual blood clots with low blood platelets (europa.eu)

Der Anspruch auf eine Schutzimpfung ist unabhängig vom Versicherungsstatus! Der Versicherungsstatus ist ohne Bedeutung für die Impfreihenfolge. Sie besteht nach der ersten Änderung der Impfverordnung vom 08.02.2021 weiterhin prioritär für Personen, die 

  • aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes ein signifikant erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben, sowie 
  • für Personen, die solche Personen behandeln, betreuen oder pflegen. 

Es wird weiterhin unterschieden zwischen Impfungen mit 

  • höchster,
  • hoher und
  • erhöhter Priorität.

Aber: Als weitere prioritär zu impfende Personengruppe haben insbesondere diejenigen Personen einen Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, die 

  • beruflich einem sehr hohen Expositionsrisiko ausgesetzt sind und jene,
  • die in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge und für die Aufrechterhaltung zentraler staatlicher Funktionen eine Schlüsselstellung einnehmen.

Darüber hinaus sollen Personen mit einer schweren psychiatrischen Erkrankung – anders als bisher – mit hoher Priorität bei den Schutzimpfungen berücksichtigt werden. 

Höher priorisiert als bislang sind auch Krebserkrankte, Personen mit schwerer Lungenerkrankung (COPD/Mukoviszidose), sehr ausgeprägter Adipositas, schwerem Diabetes mellitus, chronischer Leber- oder Nierenerkrankung. 

Anspruch mit erhöhter Priorität haben nunmehr auch Personen mit einer chronischen neurologischen Erkrankung sowie einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung.

Mit der zweiten Änderung der Impfverordnung vom 24.02.2021 können nun u.a. Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind, schneller ein Impfangebot erhalten.

Mit der dritten Impfverordnung vom 08.03.2021 haben nun als weitere prioritär zu impfende Personengruppe insbesondere diejenigen Personen einen Anspruch, die beruflich einem sehr hohen Expositionsrisiko ausgesetzt sind und jene, die in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge und für die Aufrechterhaltung zentraler staatlicher Funktionen eine Schlüsselstellung besitzen.

Die einzelnen Krankheitsbilder zu den Prioritätsgruppen wurden aufgrund neuer wissenschaftlicher Daten ergänzt.

Eine flächendeckende Einbeziehung von Arztpraxen, also alle zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassenen Leistungserbringer sowie die ambulant privatärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzten, sowie Betriebsärztinnen und -ärzte wird ermöglicht. Arztpraxen und Betriebsärztinnen und -ärzte können Schutzimpfungen erbringen, soweit ihnen hierfür Impfstoff zur Verfügung gestellt wird. Für die Verimpfung in Arztpraxen und durch Betriebsärztinnen und -ärzte werden fallbezogene Vergütungsvorgaben aufgenommen. Die Vergütung wird über die Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet und aus Bundesmitteln refinanziert.

Eine vierte Aktualisierung der Corona-Impfverordnung vom 31.03.2021 finden Sie hier:

Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, PDF-Download auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums (externer Link)

Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, können mit hoher Priorität geimpft werden. Ist diese Person pflegebedürftig, können bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen Person von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden und erhalten ebenfalls priorisiert die Impfung.

Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, können mit erhöhter Priorität geimpft werden.

Diese Regelung soll bei seltenen, schweren Vorerkrankungen oder auch schweren Behinderungen oder einer „sehr besonderen Lebenssituation“, die in der bereits sehr ausdetaillierten Impfverordnung noch nicht angesprochen sein könnte, ärztliche Einzelfallentscheidungen zu hoher oder immerhin noch erhöhter Priorität bei der Impfung ermöglichen. Die obersten Landesgesundheitsbehörden bestimmen und beauftragen die zur Ausstellung eines ärztlichen Zeugnisses allein berechtigten Stellen.

Die Impfstoffe zahlt der Bund. An der Einrichtung und dem Betrieb der Impfzentren sind die PKVen kostenmäßig beteiligt.

RKI vom 25.02.2021: 

Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die Einatmung virushaltiger Partikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen. 

Je nach Partikelgröße bzw. den physikalischen Eigenschaften unterscheidet man zwischen den größeren Tröpfchen und kleineren Aerosolen, wobei der Übergang zwischen beiden Formen fließend ist. Während insbesondere größere respiratorische Partikel schnell zu Boden sinken, können Aerosole auch über längere Zeit in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen. Ob und wie schnell die Tröpfchen und Aerosole absinken oder in der Luft schweben bleiben, ist neben der Größe der Partikel von einer Vielzahl weiterer Faktoren, u.a. der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit, abhängig. 

Beim Atmen und Sprechen, aber noch stärker beim Schreien und Singen, werden Aerosole ausgeschieden; beim Husten und Niesen entstehen zusätzlich deutlich vermehrt größere Partikel. Neben der steigenden Lautstärke können auch individuelle Unterschiede zu einer verstärkten Freisetzung beitragen. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber infektiösen Partikeln jeglicher Größe im Umkreis von 1-2 m um eine infizierte Person herum erhöht. Eine Maske (Mund-Nasen-Schutz oder Mund-Nasen-Bedeckung) kann das Risiko einer Übertragung durch Partikel jeglicher Größe im unmittelbaren Umfeld um eine infizierte Person reduzieren. 

Bei längerem Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann sich die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 1,5 m erhöhen, insbesondere dann, wenn eine infektiöse Person besonders viele kleine Partikel (Aerosole) ausstößt, sich längere Zeit in dem Raum aufhält und exponierte Personen besonders tief oder häufig einatmen. Durch die Anreicherung und Verteilung der Aerosole im Raum ist das Einhalten des Mindestabstandes zur Infektionsprävention ggf. nicht mehr ausreichend. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsame Singen in geschlossenen Räumen über einen längeren Zeitraum, wo es z. T. zu hohen Infektionsraten kam, die sonst nur selten beobachtet werden. 

Auch schwere körperliche Arbeit bei mangelnder Lüftung hat, beispielsweise in fleischverarbeitenden Betrieben, zu hohen Infektionsraten geführt. Ein effektiver Luftaustausch kann die Aerosolkonzentration in einem Raum vermindern. 

Übertragungen im Außenbereich kommen insgesamt selten vor. Bei Wahrung des Mindestabstandes ist die Übertragungswahrscheinlichkeit im Außenbereich aufgrund der Luftbewegung sehr gering.

Detaillierte Hinweise des RKI zur Übertragung durch Betroffene ohne, vor und mit Symptomen (Stand 25.02.2021):

Generell wird unterschieden, ob eine ansteckende Person zum Zeitpunkt der Übertragung bereits erkrankt (symptomatisch) war, ob sie noch keine Symptome entwickelt hatte (präsymptomatisches Stadium) oder ob sie auch später nie symptomatisch wurde (asymptomatische Infektion). Eine große Bedeutung haben die Übertragungen von infektiösen Personen, wenn sie bereits Krankheitszeichen entwickelt haben. Dabei können diese Symptome relativ subtil sein, wie z. B. Kopf- und Halsschmerzen. Eine solche Phase mit leichteren Symptomen kann einer späteren Phase mit „typischeren“ Symptomen, wie z. B. Fieber oder Husten, um ein oder zwei Tage vorausgehen. "Typischere" Symptome können aber auch ausbleiben.

Darüber hinaus steckt sich ein relevanter Anteil von Personen bei infektiösen Personen innerhalb von 1-2 Tagen vor deren Symptombeginn an. Wie groß dieser Anteil ist, kann nicht genau beziffert werden, da in vielen der Studien der „Symptombeginn“ nicht oder nicht gut definiert wurde.

Die Dauer von der Ansteckung (Infektion) bis zum Beginn der eigenen Ansteckungsfähigkeit (Infektiosität) ist genauso variabel wie die Inkubationszeit. Aus Einzelbeobachtungen lässt sich jedoch schließen, dass auch sehr kurze Intervalle bis zum Beginn der Ansteckungsfähigkeit möglich sind, d. h. eine Ansteckung anderer Personen am Tag nach der eigenen Infektion, möglicherweise sogar am selben Tag.

Schließlich gibt es vermutlich auch Ansteckungen durch Personen, die zwar infiziert und infektiös waren, aber gar nicht erkrankten (asymptomatische Übertragung). Diese Ansteckungen spielen vermutlich jedoch eine untergeordnete Rolle.

Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung des Infizierten nicht auszuschließen, da vermehrungsfähige SARS-CoV-2-Viren unter Laborbedingungen auf Flächen einige Zeit infektiös bleiben können.

Zur Verminderung des Übertragungsrisikos sind in allen drei Konstellationen die schnelle Isolierung von positiv getesteten Personen, die Identifikation und die frühzeitige Quarantäne enger Kontaktpersonen wirksam. Das Abstandhalten zu anderen Personen, das Einhalten von Hygieneregeln, das Tragen von (Alltags-) Masken sowie Lüften (AHA + L-Regel) sind Maßnahmen, die insbesondere auch die Übertragung von (noch) nicht erkannten Infektionen verhindern.

Verbindliche und qualifizierte Aussagen zu dem Thema sollten Sie ausschließlich aus sicheren und offiziellen Quellen einholen. Die medizinischen Experten der Allianz empfehlen folgende Webseiten, auf denen Sie Informationen aus erster Hand erhalten:

Für Deutschland das Robert-Koch-Institut (RKI)

und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Außerdem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Inhalte dieser vertrauenswürdigen Quellen werden ständig aktualisiert, so dass Sie hier den jeweils aktuellen Stand zum Coronavirus einsehen können.

Hinweis: Mit Klick auf die entsprechenden Links verlassen Sie die Allianz Gesundheitswelt.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt am 25.02.2021: Frauen und Männer sind von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer und sterben laut einer Übersichtsarbeit doppelt so häufig wie Frauen.
 
Der Krankheitsverlauf variiert in Symptomatik und Schwere, es können symptomlose Infektionen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod auftreten. Insgesamt sind 2,6 % aller Personen, für die bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen in Deutschland übermittelt wurden, im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung verstorben.
 
Zu den im deutschen Meldesystem am häufigsten erfassten Symptomen zählen Husten (40 %), Fieber (27 %), Schnupfen (29 %), Geruchs- und Geschmacksverlust (22 %) und Lungenentzündung (1 %) angegeben. 
 
Hinweis Allianz: Neu aufgetretene Atemnot ist ein Warnzeichen für einen schweren Verlauf der Viruserkrankung oder aber ein Hinweis auf eine akute Verschlechterung einer vorbestehenden Herz- oder Lungenkrankheit!  Weitere Warnzeichen für einen schweren Verlauf können neben Kurzatmigkeit z.B. auch anhaltendes Fieber und ein schneller Puls sein. In diesen Fällen sollten Sie rasch handeln und Ihren Arzt kontaktieren. Nötigenfalls wählen Sie den Notruf 112.
 
Weitere Symptome können laut RKI sein: Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.
 
Zu weiteren möglichen Komplikationen und Langzeitfolgen (engl. Long Covid) informiert das Robert-Koch-Institut ausführlich im Epidemiologischen Steckbrief zu SARS-CoV-2 und Covid-19 (Kapitel 9).
RKI (Stand 19.04.2021): Die Mehrzahl der Kinder zeigt nach bisherigen Studien einen symptomlosen oder milden Krankheitsverlauf. So wurden laut Daten der Corona-KiTa-Studie (10/2020 mit Datenstand bis 19. Oktober 2020) bei etwa 43% der 0- bis 5-Jährigen mit vorhandenen klinischen Informationen keine Symptome angegeben bzw. wurde die Angabe gemacht, dass sie keine Symptomatik haben, die für die gemeldete Erkrankung bedeutsam ist. Bei 57% der Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren wurde mindestens ein Symptom angegeben. In einer Studie der ersten Welle in Deutschland zählten Husten, Fieber und Schnupfen zu den am häufigsten erfassten Symptome (s. Tab. 3). Tabelle 3: Erfasste Symptome für Kinder und Jugendliche während der ersten COVID-19-Welle in Deutschland (163)

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  0 bis 4 Jahre 5 bis 19 Jahre
Husten 40 % 42 %
Fieber 48 % 34 %
Schnupfen 23 % 30 %
Allgemeine Krankheitszeichen 18 % 30 %
Halsschmerzen 8,5 % 8,5 %

Weitere Symptome: Kurzatmigkeit, Magen-Darm-Symptome, Lungenentzündung, Akutes Atemnotsyndrom.

In anderen Studien werden darüber hinaus Symptome wie Muskelschmerzen, Brustschmerzen und Herzrasen, sowie Geschmacks- und Geruchsverlust angegeben. Eine Magen-Darm-Beteiligung kommt häufiger vor als bei Erwachsenen, teilweise auch ohne dass Symptome der Atemwege vorliegen. Es ist weiterhin zu beachten, dass ein erheblicher Teil der Kinder und Jugendlichen nur ein Symptom aufweist. Nur ein sehr kleiner Teil benötigt eine intensivmedizinische Versorgung und wird beatmungspflichtig.

Gem. RKI, Stand 25.02.2021: Schwere Verläufe können auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankung auftreten und werden auch bei jüngeren Patienten beobachtet. Die folgenden Personen zeigen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf:

  • Ältere Personen (mit steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Männliches Geschlecht
  • Raucher
  • Übergewichtige
  • Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21)
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: 
  • - des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck), 
  • - chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD), 
  • - chronische Nieren- und Lebererkrankungen
  • - Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • - Patienten mit einer Krebserkrankung
  • - Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z. B. Cortison)

Hinweis Allianz Private Krankenversicherung: Bitte erwägen Sie, sich bei Ihrem Haus- oder Facharzt zu melden, um sich über individuelle Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit dem Risiko einer Infektion zu erkundigen. Vielleicht haben Sie ja bereits Probleme mit der medikamentösen Einstellung Ihrer Erkrankung und sollten ohnehin ärztlichen Rat suchen. Empfehlenswert ist auch, sich bei Organisationen und Verbänden zu informieren, die Informationen für Patienten mit der jeweiligen Vorerkrankung zusammenstellen. Halten Sie sich auf dem Laufenden zu Symptomen der Viruserkrankung, damit sie diese frühzeitig erkennen. Bei Verdacht auf virusbedingte Symptome sollten Sie Ihre Grunderkrankung erwähnen und auch darauf aufmerksam machen, wenn Sie in den letzten 2 Wochen Kontakt zu bestätigten Fälle in Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld hatten. Dadurch kann eine Testung ggf. beschleunigt werden.

Das RKI schreibt hierzu am 02.03.2021 (Auszüge):

Derzeit breiten sich neue, besorgniserregende Varianten auch in Deutschland aus, insbesondere die erstmals in Großbritannien nachgewiesene Variante B.1.1.7. Sie ist noch ansteckender und wahrscheinlich noch gefährlicher als das bisherige SARS-CoV-2, und es ist davon auszugehen, dass die Ausbreitung von B.1.1.7 die Bekämpfung der Pandemie erschweren wird. Die bisher ergriffenen Infektionsschutzmaßnahmen und empfohlenen Verhaltensregeln (externer Link, u.a. AHA+L, Kontaktreduktion) schützen auch vor Ansteckungen mit den besorgniserregenden Varianten. Entscheidend ist, dass die Verhaltensregeln konsequent umgesetzt werden. Auch die bislang zugelassenen Impfstoffe schützen nach derzeitigem Kenntnisstand vor COVID-19-Erkrankungen durch besorgniserregende Varianten (siehe auch FAQ zu COVID-19 und Impfen > Welchen Einfluss haben die neuen Varianten auf die SARS-CoV-2-Impfstoffe? Externer Link)

Eine Übersicht über die Varianten und die Empfehlungen des RKI im Hinblick auf die Varianten ist unter www.rki.de/covid-19-varianten (externer Link) zu finden, umfangreiche Berichte zu ihrer Verbreitung in Deutschland unter www.rki.de/covid-19-voc-berichte (externer Link).

Aktuell (Stand 19.02.2021) ist davon auszugehen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen die neuen Linien wirksam sind. Für die sich derzeit in Europa stark ausbreitende Linie B.1.1.7 sind die Auswirkungen auf die Effektivität der Impfstoffe als gering bis mäßig einzuschätzen. Dies betrifft sowohl den Vektor-basierten Impfstoff von AstraZeneca, als auch die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer bzw. Moderna. Die COVID-19-Impfstoffe induzieren neutralisierende Antikörper sowie eine T-Zell-Immunität gegen viele unterschiedliche Bereiche (Epitope) des Spike-Proteins des SARS-CoV-2-Virus. Es wird hier also eine polyklonale Immunantwort induziert. Hierdurch haben einzelne Mutationen in der Regel keinen sehr großen Einfluss auf die Wirksamkeit der Impfstoffe. Da alle verfügbaren COVID-19-Impfstoffe für das Spike-Protein kodieren, ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen der Mutationen auf deren Wirksamkeit prinzipiell ähnlich sind.

Sollte die Wirksamkeit der Impfstoffe jedoch durch weitere Mutationen der hier zirkulierenden Viren erheblich absinken, wäre es den Impfstoffherstellern möglich, die verfügbaren Impfstoffe innerhalb weniger Wochen entsprechend anzupassen.

Was jeder ganz einfach für sich selbst machen kann, ist, sich mit den Hygieneempfehlungen vertraut zu machen. Sie helfen gegen Erkältungserreger genauso wie gegen SARS-Coronavirus-2. Das „dran denken und einüben“, also die automatisierte Routine, spielt hier eine entscheidende Rolle: 
 
  • Allgemein engen Kontakt und Menschenansammlungen meiden. Wenn Kontakt unvermeidbar, mindestens 1,5m Abstand halten zu Personen außerhalb der eigenen Wohngemeinschaft.
  • Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wo vorgeschrieben und wo Abstand nicht einzuhalten. Aktuelle Verordnungen zu Schutzstandards beachten (chirurgische Masken bis hin zu FFP2-Masken)!
  • Deutlichen Abstand halten von Personen, die husten oder niesen (mindestens 1,5 bis 2 m)
  • Auf Händeschütteln konsequent verzichten!
  • Hände regelmäßig und lange genug (30 Sekunden) mit Flüssigseife waschen! Ringe und Uhren grundsätzlich weglassen.
  • Gründliches Abtrocknen mit sauberem oder Papierhandtuch.
  • Handtücher auch zuhause nicht gemeinsam benutzen!
  • Husten- und Niesetikette beachten, also: Einwegtaschentücher benutzen und sofort entsorgen, Hände waschen, notfalls in die Ellenbeuge husten oder niesen. 
  • Toilettenhygiene: wichtiger denn je!
  • Regelmäßiges Lüften!

Tipp: Eine Infografik zum Thema Hygiene finden Sie hier in der Gesundheitswelt. Hinweise zur „seelischen Hygiene“ inmitten der Corona-Krise können Sie hier nachlesen.

Das RKI schreibt am 01.02.2021 (alle Links = extern):

Laut Bundesregierung soll in Bus und Bahn sowie in Geschäften eine OP-Maske (Mund-Nasen-Schutz, MNS) oder eine FFP2-Maske (bzw. KN95 oder N95-Maske) getragen werden.

Hinweis BzGA: Bitte beachten Sie die Einzelheiten sowie die weiteren Bestimmungen, die in Ihrem Bundesland sowie in Städten und Gemeinden gelten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt das generelle Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) bzw. eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS, "OP-Maske") in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum als einen weiteren Baustein, um den Infektionsdruck und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren und somit Risikogruppen zu schützen. Diese Empfehlung beruht auf Untersuchungen, die belegen, dass ein relevanter Anteil von Übertragungen von SARS-CoV-2 unbemerkt erfolgt, d.h. zu einem Zeitpunkt vor dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen.

Eine teilweise Reduktion der unbemerkten Übertragung von infektiösen Tröpfchen durch das Tragen von MNB/MNS könnte auf Populationsebene zu einer weiteren Verlangsamung der Ausbreitung beitragen. Dies betrifft die Übertragung im öffentlichen Raum, wo mehrere Menschen zusammentreffen und sich länger aufhalten (z.B. Arbeitsplatz) oder der physische Abstand von mindestens 1,5 m nicht immer eingehalten werden kann (z.B. Einkaufssituation, öffentliche Verkehrsmittel). Dies gilt auch bei Menschenansammlungen im Freien, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten wird. Das Tragen von MNB/MNS im öffentlichen Raum kann vor allem dann im Sinne einer Reduktion der Übertragungen wirksam werden, wenn möglichst viele Personen eine MNB/eines MNS tragen.

Das Tragen einer MNB/eines MNS trägt dazu bei, andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, zu schützen (Fremdschutz). Wichtig ist hierbei, dass Mund und Nase bedeckt sind. Für diesen Fremdschutz durch MNB gibt es inzwischen erste wissenschaftliche Hinweise. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Fremdschutzwirkung der MNB durch Ausatemventile reduziert wird. MNB mit Ausatemventil sind daher für die hier angestrebte Bestimmung grundsätzlich weniger geeignet. Der Eigenschutz durch MNB ist bisher wissenschaftlich nicht belegt.

MNB bestehen meist aus handelsüblichen, unterschiedlich eng gewebten Baumwollstoffen und entsprechen in ihrer Funktionsweise am ehesten einem medizinischen Mund-Nasen-Schutz (MNS). Sie sind jedoch i.d.R. keine Medizinprodukte und unterliegen nicht entsprechenden Prüfungen oder Normen. Beim Einsatz von MNB ist es essentiell, auf eine hygienisch einwandfreie Handhabung und Pflege zu achten.

Eine Übersicht über die verschiedenen Maskenarten (z.B. FFP2), ihre Eigenschaften und Verwendungszweck sowie Hinweise zur Handhabung und Pflege von Mund-Nasen-Bedeckungen gibt auch das BfArM. Die BZgA stellt Informationen für Bürger zum Thema zur Verfügung. 

Die BZgA stellt Informationen für Bürger zum Thema zur Verfügung und schreibt:

Das Robert Koch-Institut empfiehlt, dass die Nutzung von FFP2-Masken durch die Allgemeinbevölkerung – insbesondere durch Personen, die zu einer Risikogruppe gehören – grundsätzlich nur nach individueller Rücksprache bzw. Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt erfolgen sollte. Hierbei sollten die Handhabung, der korrekte enganliegende Sitz der Maske, die individuell vertretbare Tragedauer (unter Berücksichtigung der Herstellerangaben) sowie die gesundheitlichen Risiken bzw. Folgen und deren Minimierung besprochen werden. Grundsätzlich sollten FFP2-Masken nicht mehrfach verwendet werden, da es sich in der Regel um Einmalprodukte handelt!

Der Schutzeffekt der FFP2-Maske ist nur dann umfassend gewährleistet, wenn sie korrekt getragen wird, nämlich durchgehend und dicht sitzend. Das Tragen einer FFP2-Maske geht mit einem erhöhten Atemwiderstand einher. Im Rahmen des Arbeitsschutzes ist die durchgehende Tragedauer von FFP2-Masken bei gesunden Menschen deswegen auch gemäß den Arbeitsschutzvorgaben begrenzt (in der Regel 75 Minuten mit folgender 30-minütiger Pause; bei körperlicher Anstrengung ist die maximale Tragedauer kürzer). Bei Gesundheitspersonal sind Nebenwirkungen wie z. B. Atembeschwerden oder Hautentzündungen im Gesicht infolge der dicht ansitzenden Maske beschrieben. Zu möglichen gesundheitlichen sowie ggf. auch langfristigen Auswirkungen der Anwendung von FFP2-Masken außerhalb des Gesundheitswesens, z. B. durch Risikogruppen oder Kinder, sind keine Studiendaten verfügbar. Bei Personen mit z. B. eingeschränkter Lungenfunktion oder älteren Personen können gesundheitliche Auswirkungen durch die Nutzung von FFP2-Masken nicht ausgeschlossen werden.

Hier sollten Sie unbedingt die behördlichen Anordnungen / Einschränkungen und bei Auslandsreisen zusätzlich die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts beachten. 

Über den Button verlassen Sie die Gesundheitswelt und gelangen direkt zur Website des Auswärtigen Amts.

Die Gesundheitsämter in Deutschland werden tätig, sobald ein Verdacht auf eine Erkrankung oder eine bestätigte Erkrankung vorliegt. Unter anderem informieren sie dazu die Ärzteschaft und Apotheker in ihrem Zuständigkeitsbereich und stellen ihnen Informationen zur Verfügung, in welcher Situation diese an eine mögliche Infektion oder Erkrankung Ihres Patienten denken sollten, wann sie eine Testung vornehmen / veranlassen sollten und wann sie dies nach der Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden müssen.

Ziel ist, eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus so weit wie möglich zu verlangsamen. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen in Kontakt und fordert sie dazu auf, täglich zweimal Temperatur zu messen und ein Symptom- und Kontakttagebuch zu führen. So kann rasch gehandelt werden, falls Symptome auftreten sollten.

Eine aktuelle Rechtsverordnung ermöglicht es dem Gesundheitsamt, auch bei Personen ohne Symptome eine vorsorgliche Testung durchzuführen zu lassen.

Für Kontaktpersonen legen üblicherweise die für das jeweilige Land zuständigen Gesundheitsbehörden das konkrete Vorgehen fest.  Zu den möglichen Anordnungen oder Empfehlungen gehört, zuhause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Hustenetikette ist wichtig. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Angehörige oder Freunde können die Kontaktperson im Alltag z. B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden.

Wertvolle Hinweise für nicht erkrankte Personen, die sich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in häuslicher Quarantäne befinden, gibt es zum Ausdrucken unter

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene/Flyer.pdf (externer Link)

oder als mobile Version für das Smartphone unter https://dev.frank.xaol.de/RKI_Covid-19_Flyer/ (externer Link)

Bitte wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt. Das Bundesministerium für Gesundheit und die BZgA weisen darauf hin, dass auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 Hilfestellungen zum weiteren Vorgehen gibt. Bitte achten Sie auch auf regionale Angebote zur Beratung (Hotlines).
 
Um sich besser auf dieses Telefonat vorzubereiten, können Sie den  Online-Corona-Symptomchecker des renommierten medizinischen Fachverlags Thieme nutzen.
 
Wenn Sie Ihren Hausarzt und die 116117 telefonisch nicht erreichen, rät das RKI:
Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten die Betroffenen sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. 
 
In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle. (Stand 21.03.2020)

Die Hausärzte werden gemäß der Orientierungshilfen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ggf. eine Testung durchführen/veranlassen und sich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Möglicherweise wird bei Ihnen dann eine häusliche Quarantäne angeordnet, während der Sie Ihren Gesundheitszustand sorgfältig protokollieren und Hinweise bekommen, wie Sie sich verhalten sollen, wenn Ihr Zustand sich verschlechtert.

Ihr Hausarzt kann aber auch entscheiden, dass es erforderlich ist, Sie rasch stationär aufzunehmen.

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, enge Kontaktpersonen müssen in häusliche Quarantäne. Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest.

Stand RKI 20.10.2020 

Das RKI schreibt (Stand 19.04.2021):

Eine Quarantäne (häusliche Absonderung) wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich (z.B. mit SARS-CoV-2) angesteckt hat und dadurch zu einer Verbreitung des Krankheitserregers beitragen könnte. Bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko und man wird als enge Kontaktperson eingestuft: 

  1. Enger Kontakt (<1,5 m, Nahfeld) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske). 
  2. Gespräch mit dem Fall (face-to-face Kontakt, <1,5 m, unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske) oder direkter Kontakt (mit respiratorischem Sekret). 
  3. Gleichzeitiger Aufenthalt von Kontaktperson und Fall im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole unabhängig vom Abstand für länger als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske getragen wurde.

Die Beurteilung des Ansteckungsrisikos und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne obliegt im Einzelfall dem zuständigen Gesundheitsamt.

Das RKI empfiehlt für enge Kontaktpersonen eine häusliche Absonderung (Quarantäne) für 14 Tage - gerechnet ab dem letzten Tag des Kontaktes zu einer zu dem Zeitpunkt infektiösen Person. Eine Testung der engen Kontaktpersonen dient der frühen Erkennung von asymptomatischen Infektionen. Am vierzehnten Tag sollte vor Entlassung aus der Quarantäne ein Antigentest durchgeführt werden und die Aufhebung der Quarantäne nur im Fall eines negativen Testergebnisses und ohne Erkrankungssymptome erfolgen. Wenn Symptome/Krankheitszeichen während der Quarantäne auftreten, muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden und eine diagnostische Klärung erfolgen.

Das RKI schreibt am 02.03.2021 (Auszug): 

Die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 erfolgt mittels direktem Erregernachweis (z.B. Genomnachweis mittels PCR, Antigennachweise, Virusisolierung):

PCR-Test: Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen. Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung länger dauern.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen als Probenmaterial besonders geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden.

Antigen-Test: Antigen-Tests basieren auf dem Nachweis von viralem Protein (Eiweiß) in respiratorischen (aus dem Atemtrakt stammenden) Probenmaterialien. Kommerziell verfügbare Antigen-Tests sind je nach Aufbau für den Einsatz vor Ort (Antigen-Schnelltest, sogenannter point of care test (POCT), Einzeltest) oder als Labortest für die Untersuchung größerer Probenmengen geeignet. Antigentests können bei Erfüllung definierter Anforderungen dort eine sinnvolle Ergänzung der (PCR-) Testkapazitäten darstellen, wo in der frühen Phase der Infektion schnell (vor Ort, POCT) eine erste (Vor-)Entscheidung über das mögliche Vorliegen einer übertragungsrelevanten Infektion bei einer Person gefällt werden soll. Aufgrund der geringeren Sensitivität (d.h. Wahrscheinlichkeit, mit der ein Infizierter erkannt wird) und Spezifität (Wahrscheinlichkeit, mit der ein Nicht-Infizierter auch als solcher korrekt erkannt wird) von Antigen-Tests ist der Einsatz dieser Tests nur unter bestimmten Voraussetzungen eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Maßnahmen (siehe dazu die Nationale Teststrategie (externer Link)). Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von geschultem Personal durchgeführt werden, und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen müssen dabei berücksichtigt werden.

Indirekte Nachweise erfassen die Reaktion des Körpers auf die Infektion (Immunsystem, z.B. Bildung von Antikörpern, Entzündungsreaktionen):

Antikörper-Test: Ein Test auf SARS-CoV-2-spezifische Antikörper im Blut/Serum ist derzeit insbesondere für epidemiologische Fragestellungen zur Klärung der Verbreitung des Virus sinnvoll. Zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper vergehen ca. ein bis zwei Wochen (in Einzelfällen auch mehr). SARS-CoV-2 spezifische Antikörper können sowohl während der akuten Infektionsphase als auch nach Abklingen von Symptomen bzw. Eliminierung des Virus aus dem Körper nachgewiesen werden. Antikörperteste sind daher zur Feststellung einer aktuellen Infektion nicht geeignet, können aber die Diagnostik ergänzen, insbesondere, wenn zwei aufeinanderfolgende Blutproben untersucht werden und Antikörperverläufe (IgM, IgA, IgG) analysiert werden. Die vorliegenden Validierungsdaten von Antikörpernachweisen reichen noch nicht aus, um einen einmaligen IgM-Nachweis zur Feststellung einer aktuellen Infektion als ausreichend betrachten zu können. Bei negativer PCR und fortbestehendem klinischem Verdacht kann der Nachweis einer Serokonversion für die Feststellung einer stattgefundenen Infektion hilfreich sein.

Selbsttests: Zu Fragen rund um die jetzt im Handel verfügbaren Selbsttests gibt das Bundesministerium für Gesundheit Antworten unter (externer Link): 
https://www.zusammengegencorona.de/informieren/testen/selbsttests/

Das RKI schreibt hierzu am 09.04.2021:

Indikationen für eine Testung ergeben sich sofern ein hinreichendes klinisches Bild vorliegt und / oder ein epidemiologischer Zusammenhang zu einem Infektionsgeschehen oder einer Risikogruppe besteht.

Ein Test ist durchzuführen / die Testung wird empfohlen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Schwere respiratorische, also die Atemwege betreffende, Symptome (bspw. durch akute Bronchitis oder Pneumonie, Atemnot oder Fieber)
  • Akute Hypo- oder Anosmie bzw. Hypo- oder Ageusie (Störung des Geruchs- bzw. Geschmackssinns)
  • Ungeklärte Erkrankungssymptome und Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall
  • Akute respiratorische Symptome jeder Schwere UND 

Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe

ODER

Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus 

ODER

Erhöhter Expositionswahrscheinlichkeit, bspw. im Rahmen eines möglichen Ausbruchs, bei Veranstaltungen mit > 10 Personen in geschlossenen und unzureichend durchlüfteten Räumen und unzureichender Anwendung der AHA+L-Regeln

ODER

Kontakt im Haushalt oder zu einem Cluster von Personen mit akuter ARE ungeklärter Ursache UND eine erhöhte COVID-19 7-Tages-Inzidenz im Land-/Stadtkreis

ODER 

während des Zeitraums der Symptomatik bestand die Möglichkeit einer Weiterverbreitung an viele Personen

ODER

weiterhin enger Kontakt zu vielen Menschen (als LehrerInnen, ChorleiterInnen, TrainerInnen etc.) oder zu RisikopatientInnen (in Familie, Haushalt, Tätigkeit)

  • Klinische Verschlechterung bei bestehender Symptomatik
  • Enge Kontaktperson zu einem Fall mit einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion

Unverändert bleibt die dringende Empfehlung, sich bei jeglicher neu aufgetretener akuter respiratorischer Symptomatik, die auf eine akute Atemwegsinfektion hindeutet, unabhängig vom Ergebnis des Antigentests auf SARS-CoV-2, für mindestens 5 Tage häuslich zu isolieren und erst nach weiteren 48 h ohne Symptome die Isolierung zu beenden.

Eine ärztliche Labordiagnostik sollte in der Regel nur bei Krankheitszeichen und Erfüllung der vorgenannten Testkriterien durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf SARS-CoV-2 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. 

Hiervon gibt es einige mögliche Ausnahmen: 

  • Fallfindung unter Personen, die im Rahmen der epidemiologischen Abklärung als Kontaktpersonen eines laborbestätigten Falles eingestuft wurden (Gesundheitsamt!). Dies kann sich z.B. in Folge einer Warnung über die Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ in der Corona-Warn-App ergeben.
  • Patienten vor Aufnahme in stationäre Risikobereiche
  • Mitarbeiter im Gesundheitswesen
  • In Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen (in Abstimmung mit lokalen Gesundheitsbehörden)
  • Behördliche Anordnung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

RKI Stand 03.11.2020

Dann gibt der offizielle Flyer des Robert Koch- Instituts wertvolle Verhaltensempfehlungen für Betroffene und deren Angehörige:
 

Kostenübernahme – ein wichtiges Thema für Allianz Kunden mit einer privaten Krankenvollversicherung: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Wenn Sie Fragen zur Kostenübernahme haben, zum Beispiel beim Thema Krankentagegeld oder der Reisekrankenversicherung, rufen Sie uns gerne an. Kostenfrei von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr unter 08 00.4 10 01 08.

Fragen und Antworten zu Vertragsfragen, wie zum Beispiel ob ein Coronatest erstattet wird, lesen Sie auch auf dieser Sonderseite.

Neben Hygiene und sozialer Distanzierung ist vor allem wichtig, in der jetzigen Phase die eigene körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Dadurch tragen Sie – falls Sie sich trotz aller Maßnahmen infizieren sollten – dazu bei, dass Ihr Körper die Infektion besser verarbeitet. 
 

  • Körperliches Training bzw. Sport hat einen stabilisierenden Effekt auf das Immunsystem
  • Eine überschießende Aktivierung des Immunsystems (die den Körper bei schweren Erkrankungen zum Versagen bringt) kann durch Training beeinflusst werden
  • Auch Ungeübte sollten jetzt beginnen: Schon kurze Trainingseinheiten (10 Minuten Dauer), die über die Zeit langsam gesteigert werden, sind für den Start ausreichend
  • Trainierte sollten die bisherigen Programme beibehalten und wie bisher durchführen
  • Durch tägliche Atemübungen mit tiefem Ein- und Ausatmen wird die Belüftung der Lunge gefördert
  • Bei vorliegenden Krankheitssymptomen sollte keine zusätzliche körperliche Aktivität erfolgen

Anleitungen zur gesunden Bewegung finden Sie auch hier in der Gesundheitswelt. Wir empfehlen Ihnen insbesondere die Rubriken Fitness, Laufen und Radfahren.

Und außerhalb der Allianz Gesundheitswelt? Weitere Informationen zum Thema „In Bewegung bleiben“ finden Sie auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin (externer Link). Kurze Übungen speziell für Senioren finden Sie bei der Technischen Universität München (PDF, externer Link). Sie möchten die Hintergründe genauer verstehen? Den Fach-Artikel „Sport in Zeiten von Corona“ können Sie in der Zeitschrift für Sportmedizin nachlesen (externer Link).

Aufzeichnungen der Webinare der Allianz zum Thema Corona
Videoaufzeichnungen verfügbar
Aufzeichnungen der Webinare der Allianz zum Thema Corona
Hier finden Sie die Videos zu ausgewählten Kunden-Online-Veranstaltungen der Allianz Private Krankenversicherung. Soweit verfügbar, finden Sie auch die gezeigten Foliensätze zum herunterladen.
Bild: Pete Linforth/Pixabay