Coronavirus 2020

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Kompakt und verständlich

Das Coronavirus SARS-CoV-2

+++ Wichtige Information für Allianz Versicherte: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus. +++

Coronaviren kennen wir bereits seit Mitte der 60er Jahre. Es ist noch gar nicht lange her, da machten schwere Infektionen der Atemwege durch spezielle Vertreter dieser Virengruppe von sich reden. Ausbrüche von „SARS“ und „MERS“ gingen durch die Medien und sorgten für Beunruhigung. Derzeit dominieren Nachrichten über ein in China ausgebrochenes neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2) und die rasch angestiegene Anzahl Betroffener in vielen Ländern der Welt. Auch in Deutschland steigt die Zahl der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen rasant an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat inzwischen die Pandemie erklärt.
 
Eine Übersicht über die geographische Verteilung der Fälle gibt  z. B. das European Centre for Disease Prevention and Control (externer Link).
Die Maßnahmen im Zusammenspiel verringern das Infektionsrisiko für alle.

Die Erkrankung ist sehr infektiös, sie verläuft in etwa 4 von 5 Fällen mild, aber insbesondere ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen und können an der Krankheit versterben. Bei vielen schwer erkrankten Menschen muss mit einer im Verhältnis zu anderen schweren akuten Atemwegsinfektionen – vermutlich sogar deutlich – längeren intensivmedizinischen Behandlung mit Beatmung bzw. zusätzlichem Sauerstoffbedarf gerechnet werden. Selbst gut ausgestattete Gesundheitsversorgungssysteme wie das in Deutschland können hier schnell an Kapazitätsgrenzen gelangen, wenn sich die Zahl der Erkrankten durch längere Liegedauern mit Intensivtherapie aufaddiert. 

Da weder eine Impfung in den nächsten Monaten noch eine spezifische Therapie derzeit zur Verfügung stehen, müssen alle Maßnahmen darauf ausgerichtet sein, die Verbreitung der Erkrankung in Deutschland und weltweit so gut wie möglich zu verlangsamen, die Erkrankungswelle auf einen längeren Zeitraum zu strecken und damit auch die Belastung am Gipfel leichter bewältigbar zu machen.

Die drei zentralen Komponenten der Strategie zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie:

  • Soziale Distanz schaffen
  • Fallfindung und Absonderung von Erkrankten und Kontaktpersonen
  • Vulnerable Gruppen schützen und medizinische Versorgung entlasten

Beachten Sie hierzu die tagesaktuellen Meldungen des Bundesministeriums für Gesundheit an die Bevölkerung (externer Link):

bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html#c17167

Inhalte (sinngemäß):

  •  
  • Jeder wird angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolut nötiges und behördlich erlaubtes Minimum zu reduzieren.
  • In der Öffentlichkeit ist zu anderen als dem eigenen Begleiter ein Mindestabstand von 1,5m einzuhalten.
  • Hinweis: In Bayern darf man ohne triftigen Grund auch weiterhin niemanden im öffentlichen Raum treffen, der nicht zur eigenen Familie gehört.
  • Ausnahmen gelten z.B. bei der unvermeidbaren Benutzung des öffentlichen Personennahverkehrs.
  • Wenn die Möglichkeit besteht, sollte von zu Hause aus gearbeitet werden. 
  • Bürger und Bürgerinnen, die älter als 70 Jahre sind, Personen mit Immunschwäche oder chronischen Atemwegserkrankungen sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen, insofern in den letzten 6 Jahren keine Impfung erfolgte. Auch Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren gehören zu den Gruppen, die zur Zeit prioritär geimpft werden sollten. Diese Personen haben ein besonders hohes Risiko für Pneumokokkenerkrankungen.

Aktuell sind Pneumokokken-Impfstoffe in Deutschland allerdings nur sehr eingeschränkt verfügbar.

Bei Arztkontakten zur Inanspruchnahme von Impfungen sollte vorher telefonisch geklärt werden, dass der Praxisbesuch ohne Kontakt zu Patienten mit Symptomen eines Atemwegsinfekts stattfinden kann und ob Impfstoffe verfügbar sind. Vorsicht: die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zur Praxis stellt ein höheres Risiko dar als eine fehlende Impfung!

Hintergrund: Die Pneumokokken-Impfung schützt nicht vor COVID-19. Allerdings können Pneumokokken-Infektionen zu schweren Lungenentzündungen und Sepsis führen und die Versorgung der Patienten auf einer Intensivstation ggf. mit Beatmung erfordern. Dies gilt es gerade bei einem ohnehin schon über die Maßen belasteten Gesundheitssystem zu vermeiden.

Die Maßnahmen im Zusammenspiel verringern das Infektionsrisiko für alle.

RKI vom 10.03.2020: Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die mit virushaltigen Sekreten in Berührung kommen und dann mit der eigenen Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Theoretisch möglich sind auch Schmierinfektion und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen.

Verbindliche und qualifizierte Aussagen zu dem Thema sollten Sie ausschließlich aus sicheren und offiziellen Quellen einholen. Die medizinischen Experten der Allianz empfehlen folgende Webseiten, auf denen Sie Informationen aus erster Hand erhalten:

Für Deutschland das Robert-Koch-Institut (RKI)

und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Außerdem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Inhalte dieser vertrauenswürdigen Quellen werden ständig aktualisiert, so dass Sie hier den jeweils aktuellen Stand zum Coronavirus einsehen können.

Hinweis: Mit Klick auf die entsprechenden Links verlassen Sie die Allianz Gesundheitswelt.

Robert-Koch-Institut
Infoseite des BMG
BZGA
WHO
Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt am 10.03.2020: Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen. Aus den kumulierten in China erfassten Fällen (n = 55.924 laborbestätigte Fälle; Stand 20.02.2020) werden als häufigste Symptome Fieber und Husten berichtet. Dabei verliefen rund 80 % der Erkrankungen milde bis moderat. Vierzehn Prozent verliefen schwer, aber nicht lebensbedrohlich und in 6 % war der klinische Verlauf kritisch bis lebensbedrohlich. Außerhalb von Wuhan/Hubei und außerhalb von China gibt es teilweise Beobachtungen, dass der Anteil milder Verläufe höher als 80% ist.
 
Die Datenlage zur Symptomatik und zum Krankheitsverlauf der in Deutschland aufgetretenen Fälle konsolidiert sich zunehmend. Unter den Fällen mit übermittelten Symptomen wurde am häufigsten Husten (55 %), Fieber (39 %), Schnupfen (28 %) und Halsschmerzen (23%) angegeben. Neu aufgetretene Atemnot trat in 3% der Fälle auf und ist ein Warnzeichen für einen schweren Verlauf der Viruserkrankung oder aber ein Hinweis auf eine akute Verschlechterung einer vorbestehenden Herz- oder Lungenkrankheit!  Weitere Warnzeichen für einen schweren Verlauf können neben Kurzatmigkeit z.B. auch anhaltendes Fieber und ein schneller Puls sein. Ein blutiger Auswurf ist ein hochdringliches Warnzeichen. In diesen Fällen sollten Sie rasch handeln und Ihren Arzt kontaktieren. Nötigenfalls wählen Sie den Notruf 112.
Die Verteilung weitere Symptome finden Sie hier auf der Webseite des RKI (externer Link).
 
Im Gegensatz zur Influenza, bei der der zeitliche Abstand zwischen Infektion und Auftreten von Krankheitssymptomen (Inkubationszeit) nur 1-2 Tage beträgt, liegt sie beim neuartigen Coronavirus im Mittel (Median) bei 5-6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage) (Stand RKI vom 10.03.2020). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schreibt hierzu: Das Risiko, sich bei jemandem mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken, der keinerlei Symptome hat, ist sehr niedrig. Jedoch entwickeln viele infizierte Menschen nur milde Symptome. Dies trifft insbesondere auf das frühe Stadium der Erkrankung zu. Es ist daher möglich, sich bei jemandem anzustecken, der zum Beispiel nur an mildem Husten leidet und sich nicht krank fühlt.

Gem. RKI, Stand 23.03.2020: Obwohl schwere Verläufe häufig auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

Ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren), Raucher und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: 

  • des Herzens (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck), 
  • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis), 
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, z. B. Cortison)

Bitte erwägen Sie, sich bei Ihrem Haus- oder Facharzt zu melden, um sich über individuelle Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit dem Risiko einer Infektion zu erkundigen. Vielleicht haben Sie ja bereits Probleme mit der medikamentösen Einstellung Ihrer Erkrankung und sollten ohnehin ärztlichen Rat suchen. Empfehlenswert ist auch, sich bei Organisationen und Verbänden zu informieren, die Informationen für Patienten mit der jeweiligen Vorerkrankung zusammenstellen. Halten Sie sich auf dem Laufenden zu Symptomen der Viruserkrankung, damit sie diese frühzeitig erkennen. Bei Verdacht auf virusbedingte Symptome sollten Sie Ihre Grunderkrankung erwähnen und auch darauf aufmerksam machen, wenn Sie in den letzten 2 Wochen Kontakt zu bestätigten Fälle in Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld hatten. Dadurch kann eine Testung ggf. beschleunigt werden.

Im Gegensatz zur saisonal auftretenden Grippe, der Influenza, die ebenfalls zu schweren bis tödlichen Verläufen führen kann, gibt es noch keinen Impfstoff. Daher können sich besonders gefährdete Personen und deren nahe Kontaktpersonen derzeit nicht schützen.

Im Gegensatz zur Influenza, bei der der zeitliche Abstand zwischen Infektion und Auftreten von Krankheitssymptomen (Inkubationszeit) nur 1 bis 2 Tage beträgt, liegt sie beim neuartigen Coronavirus im Mittel (Median) bei 5 bis 6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage) (Stand RKI vom 10.03.2020).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schreibt hierzu: „Das Risiko, sich bei jemandem mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken, der keinerlei Symptome hat, ist sehr niedrig. Jedoch entwickeln viele infizierte Menschen nur milde Symptome. Dies trifft insbesondere auf das frühe Stadium der Erkrankung zu. Es ist daher möglich, sich bei jemandem anzustecken, der zum Beispiel nur an mildem Husten leidet und sich nicht krank fühlt.“

Was jeder ganz einfach für sich selbst machen kann, ist, sich mit den Hygieneempfehlungen vertraut zu machen. Sie helfen gegen die noch aktuelle Grippewelle genauso wie gegen Coronaviren. Das „dran denken und einüben“, also die automatisierte Routine, spielt hier eine entscheidende Rolle: 
 
  • Allgemein engen Kontakt und Menschenansammlungen meiden. Wenn Kontakt unvermeidbar, mindestens 1,5m Abstand halten zu Personen außerhalb der eigenen Wohngemeinschaft.
  • Deutlichen Abstand halten von Personen, die husten oder niesen (mindestens 1,5 bis 2 m)
  • Auf Händeschütteln konsequent verzichten!
  • Hände regelmäßig und lange genug (30 Sekunden) mit Flüssigseife waschen! Ringe und Uhren grundsätzlich weglassen.
  • Gründliches Abtrocknen mit sauberem oder Papierhandtuch.
  • Handtücher auch zuhause nicht gemeinsam benutzen!
  • Husten- und Niesetikette beachten, also: Einwegtaschentücher benutzen und sofort entsorgen, Hände waschen, notfalls in die Ellenbeuge husten oder niesen. 
  • Toilettenhygiene: wichtiger denn je!

Tipp: Eine Infografik zum Thema Hygiene finden Sie hier in der Gesundheitswelt. Hinweise zur "seelischen Hygiene" inmitten der Corona-Krise können Sie hier nachlesen.

Laut Robert-Koch-Institut gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, sogar ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnahmen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

 Wenn sich eine an einer Atemwegsinfektion erkrankte Person im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer alternativen, ggf. textilen Barriere durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern.

Personen mit Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf durch Infektion mit dem Coronavirus tragen, sollten sich hierzu individuell beraten lassen.

Hier sollten Sie unbedingt die behördlichen Anordnungen / Einschränkungen und die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts beachten. 

Über den Button verlassen Sie die Gesundheitswelt und gelangen direkt zur Website des Auswärtigen Amts.

Die Gesundheitsämter in Deutschland werden tätig, sobald ein Verdacht auf eine Erkrankung oder eine bestätigte Erkrankung vorliegt. Unter anderem informieren sie dazu die Ärzteschaft und Apotheker in ihrem Zuständigkeitsbereich und stellen ihnen Informationen zur Verfügung, in welcher Situation diese an eine mögliche Infektion oder Erkrankung Ihres Patienten denken sollten, wann sie eine Testung vornehmen / veranlassen sollten und wann sie dies nach der Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden müssen.

Ziel ist, eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus so weit wie möglich zu verlangsamen. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen in Kontakt und fordert sie dazu auf, täglich zweimal Temperatur zu messen und ein Symptom- und Kontakttagebuch zu führen. So kann rasch gehandelt werden, falls Symptome auftreten sollten.

Für Kontaktpersonen legen üblicherweise die für das jeweilige Land zuständigen Gesundheitsbehörden das konkrete Vorgehen fest.  Zu den Empfehlungen gehört, zuhause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Hustenetikette ist wichtig. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Angehörige oder Freunde können die Kontaktperson im Alltag z. B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden.

Bitte wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt. Das Bundesministerium für Gesundheit und die BZgA weisen darauf hin, dass auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 Hilfestellungen zum weiteren Vorgehen gibt. Bitte achten Sie auch auf regionale Angebote zur Beratung (Hotlines).
 
Um sich besser auf dieses Telefonat vorzubereiten, können Sie den  Online-Corona-Symptomchecker des renommierten medizinischen Fachverlags Thieme nutzen.
 
Wenn Sie Ihren Hausarzt und die 116117  telefonisch nicht erreichen, rät das RKI:
Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten die Betroffenen sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle. (Stand 21.03.2020)

Die Hausärzte werden gemäß der Orientierungshilfen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ggf. eine Testung durchführen/veranlassen und sich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Möglicherweise wird bei Ihnen dann eine häusliche Quarantäne angeordnet, während der Sie Ihren Gesundheitszustand sorgfältig protokollieren und Hinweise bekommen, wie Sie sich verhalten sollen, wenn Ihr Zustand sich verschlechtert.

Ihr Hausarzt kann aber auch entscheiden, dass es erforderlich ist, Sie rasch stationär aufzunehmen.

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, wenn geboten auch in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest.

Stand RKI 16.03.2020 

Wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat:

  • wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein wirklich enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Nicht in Quarantäne muss man, wenn man

  • innerhalb der letzten zwei Wochen im gleichen Raum mit einem Erkrankten mit einer COVID-19 Diagnose war, ohne einen engen Kontakt,
  • in einem Gebiet mit steigenden Fallzahlen von COVID-19 war,

da dann ein geringeres Risiko besteht, sich angesteckt zu haben.

Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Betriebsarzt informieren. Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen. Falls Zeichen eines Atemwegsinfekts auftreten: siehe „Soll man bei einer Atemwegserkrankung einen Test veranlassen, auch wenn es nur leichte Symptome sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken. Im Fall von Krankheitszeichen einer Atemwegserkrankung sollte man sich jedoch testen lassen (siehe „Soll man bei einer Atemwegserkrankung einen Test veranlassen, auch wenn es nur leichte Symptome sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“).

RKI, Stand 17.03.2020

Das RKI schreibt hierzu am 24.03.2020:

Ja, wenn

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde
  • eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sagt ein Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man krank werden kann. Zudem würden damit die Testkapazitäten unnötig belastet.

RKI Stand 16.03.2020

Dann gibt der offizielle Flyer des Robert Koch- Instituts wertvolle Verhaltensempfehlungen für Betroffene und deren Angehörige:
 

Kostenübernahme – ein wichtiges Thema für Allianz Kunden mit einer privaten Krankenvollversicherung: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Wenn Sie Fragen zur Kostenübernahme haben, zum Beispiel beim Thema Krankentagegeld oder der Reisekrankenversicherung, rufen Sie uns gerne an. Kostenfrei von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr unter 08 00.4 10 01 08.

Aktueller Hinweis für Bluthochdruckkranke in Zeiten von Corona: Derzeit kursieren Spekulationen über den schädigenden Einfluss von häufig verordnete Medikamente gegen Bluthochdruck (ACE-Hemmer und sog. Sartane).  Die Deutsche Hochdruckliga klärt auf und beruhigt: Es besteht keine Notwendigkeit zur Umstellung! Bei der Hochdruckliga finden Sie den vollständigen Text (externer Link): Ausführliche Ausführung Bluthochdruckliga

 

Bild: Pete Linforth/Pixabay