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Wichtige Informationen vor der Reise

Praxistipps für Mobilisten

Ihre Allianz Gesundheitswelt gibt Ihnen wertvolle Praxistipps für Ihre ersten mobilen Touren, die Ihnen manche unangenehme Erfahrung ersparen.

In Kürze
Ladung sicher verstauen
Schwere Lasten ganz unten und gleichmäßig über den Achsen. Leichte und sperrige Lasten auf Heck- und Dachgepäckträgern. So sichern, dass beim Bremsen nichts durch das Gefährt fliegt.
Brände vermeiden
Typische Ursachen für Wohnmobil- und Caravanbrände sind Defekte an der Gasleitung und der Bordelektronik, oder eine Kombination aus beidem.
Schutz vor Dieben
Wohnmobile und Caravans sind beliebte Ziele von Langfingern. Mit Sichtblenden, Zusatzschlössern und einer Alarmanlage können Sie aber viele Diebe abschrecken.
Hier finden Sie wertvolle Praxistipps für Ihre ersten mobilen Touren.
Wertvolle Tipps
Hier finden Sie wertvolle Praxistipps für Ihre ersten mobilen Touren.
Mit dem Wohnmobil oder Caravan zu verreisen ist ähnlich wie Skifahren. Die ersten Fahrten sind mühsam, aber jedes Mal lernt man dazu. Hier finden Sie weitere wertvolle Praxistipps für Ihre ersten mobilen Touren, die Ihnen manche unangenehme Erfahrung ersparen.
Angaben zum Gewicht
  • Berücksichtigen Sie beim Beladen, welches Gewicht Sie mit Ihrem Führerschein bewegen dürfen. Sofern Sie keinen alten Führerschein der Klasse 3 oder einen LKW-Führerschein besitzen, sind Sie auf 3,5 Tonnen für das Wohnmobil und 3,5 Tonnen für den Anhänger bzw. Wohnwagen beschränkt. Außerdem muss das zulässige Gesamtgewicht des Gefährts unter 3,5 Tonnen liegen.
  • In der Regel können Sie bei Wohnmobilen für die B-Klasse nur 500 bis 900 Kilogramm zuladen. Das klingt nach viel, aber hier gehen das Gewicht für Passagiere, Kraftstoff, Frischwasser, Gasflasche und die Grundausrüstung ab. Packen Sie deshalb nur das Nötigste und füllen Sie für die Fahrt nur etwa 20 Liter in den Frischwassertank.
  • Des Weiteren ist es wichtig, dass Sie Ihre mobile Reiseunterkunft stabil und verkehrssicher beladen: Schwere Lasten ganz unten und gleichmäßig über den Achsen. Leichte und sperrige Lasten auf speziellen Heck- und Dachgepäckträgern. Grundsätzlich die Ladung so sichern, dass beim Bremsen nichts durch das Gefährt fliegt.
Griffbereit bei Auslandsreisen
Dieses Formular erleichtert die Aufnahme eines Unfallschadens im europäischen Ausland. Jeder Autofahrer sollte ihn bei Auslandsreisen griffbereit im Handschuhfach haben: Download (PDF 149 kB)
Tipps vor der Reise
Von Wohnmobil- und Wohnwagen-Vermietungen erhalten Sie in der Regel ordnungsgemäß gewartete mobile Reiseunterkünfte. Falls Sie jedoch von Freunden ein Gefährt leihen oder nach der Winterpause Ihr eigenes ausmotten, ist ein Generalcheck notwendig:
 
  • Sind die Stände für Motoröl, Bremsflüssigkeit, Kühlerflüssigkeit und Scheibenwischanlage okay?
  • Passen Reifendruck und Profiltiefe?
  • Ist der Unterboden noch in Ordnung – also ohne Rostschaden?
  • Funktionieren die Bremsen?
  • Ist das TÜV-Siegel am Wohnmobil und an der Flüssiggasanlage noch lange genug gültig?
  • Funktionieren Bordelektronik, Kühlschrank, Gasanlage, Sanitäranlage etc.?

Das obige Prozedere können Sie natürlich von einer Werkstatt erledigen lassen. Vor der Heim- oder einer Weiterreise sollten Sie dann zumindest an Folgendes denken:

  • Stromkabel entfernt?
  • Gashahn geschlossen?
  • Stützen und Markise eingefahren, Unterlegkeile entfernt?
  • Ladung gesichert?
  • Reifendruck noch ausreichend?

Wie hoch ist Ihr Wohnmobil? Die Wege zu den schönsten Campingplätzen der Welt können mit niedrigen Unterführungen, engen Kurven und schmalen Passagen gepflastert sein. Besser Sie kennen die Maße Ihres Wohnmobils oder Gespanns!

Ursachen für Brände

Typische Ursachen für Wohnmobil- und Caravanbrände sind Defekte an der Gasleitung und der Bordelektronik – oder eine Kombination aus beidem. Ein erhöhtes Brandrisiko stellen auch brennende Kerzen und Teelichter im Innenraum dar. Außerdem sollten Sie Ihre Kabeltrommel immer komplett ausrollen, da sich das aufgerollte Kabel bei Stromlast stark erhitzen und entzünden kann.

Führen Sie für den Brandnotfall immer eine Löschdecke und einen Feuerlöscher mit sich.

Rauchmelder: Caravans und Wohnmobile sind kleine Räume, die sich schnell mit Kohlenmonoxid (leichter als Luft!) und anderen Rauchgasen füllen. An der Decke angebrachte CO- und Rauchmelder warnen Sie rechtzeitig vor der tödlichen Gefahr.

Worauf Sie achten sollten
  • Grundsätzlich sollten Sie wissen, wie Sie Ihre Sanitäreinrichtung und Ihren Frischwassertank reinigen. Planen Sie zudem Ihre Route so, dass Sie zumindest jeden zweiten Tag eine Entsorgungsstelle für Brauchwasser (engl.: grey water) und Toiletten-Abwasser (engl.: black water) erreichen.
  • In der Regel verfügt jeder Campingplatz über eine Versorgungsstelle für Frischwasser und eine Entsorgungsstelle für Brauchwasser und Toiletten-Abwasser.
  • Abwässer irgendwo in der Natur zu entsorgen, verbietet sich schon aus Gründen des Gewässerschutzes. Außerdem drohen in vielen Ländern empfindliche Geldbußen für derartige Vergehen.
Immer mit dabei haben

Auf Campingplätzen finden Sie immer hilfsbereite Menschen, die Ihnen bei Problemen mit Ihrem Wohnmobil helfen. Dennoch gibt es einige fundamentale Ausrüstungsgegenstände, die Sie als Mobilist aus rechtlichen oder wartungstechnischen Gründen immer mit sich führen sollten:

Pflicht

  • Warndreieck
  • Verbandkasten (Ablaufdatum beachten!)
  • Warnwesten: griffbereit und aufgrund unterschiedlicher Regelungen im Ausland idealerweise eine pro Person
  • Fahrzeugpapiere und Ausweispapiere
  • individuelle Reiseapotheke

Fahrradträger

  • In Italien ist eine Warntafel für Fahrradträger am Heck vorgeschrieben: 50 × 50 cm groß, rot-weiß schraffiert, reflektierend.
  • In Spanien sind zwei Warntafeln für Fahrradträger am Heck vorgeschrieben: 50 × 50 cm groß, reflektierend, rot-weiß schraffiert, schwarz umrandet. Zudem müssen die Schilder so angeordnet sein, dass ihre rot-weißen Streifen optisch ein „V“ ergeben.

Wartung

  • Reparaturen: Reparaturhandbuch und Werkzeug abgestimmt auf Ihr Fahrzeug
  • Pannenhilfe: Starthilfekabel, Abschleppseil für Wohnmobile
  • Radwechsel: Wagenheber, Reserverad, Radschlüssel
  • Befestigungsmittel: 20 Kabelbinder, 1 Rolle Panzerband, Sekundenkleber
  • Ersatz: Sicherungen für die Bordelektrik, Glühbirnen für Scheinwerfer und Rücklichter

Versorgung

  • Kabeltrommel oder Verlängerungskabel mit Standard-CC-Stecker
  • Wasserschlauch mit Adapter, Reinigungsmittel für Wassertank und WC
  • Gasflasche

Diebstahlschutz

Wohnmobile und Caravans sind beliebte Ziele von Langfingern. Mit Sichtblenden, Zusatzschlössern und einer Alarmanlage können Sie aber viele Diebe abschrecken.

Bild: pics/Fotolia