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Tipps für einen unbeschwerten Urlaub

Wohnmobil mieten

 Neufahrzeuge sind kostspielig. Gebrauchte sind zwar deutlich günstiger, aber die laufenden Kosten summieren sich ebenfalls. Eine Lösung: Sie erfüllen sich den Wohnmobiltraum mit einem Leihfahrzeug.

In Kürze
Mindestalter
In Deutschland müssen Sie mindestens 21 Jahre alt, um ein Wohnmobil mieten zu können. Zudem kann verlangt werden, dass der Mieter mindestens ein Jahr über die Fahrerlaubnis verfügt.
Fahrtraining
Gönnen Sie sich als Einsteiger ein Fahrtraining. Wohnmobile und schwere Gespanne zu manövrieren erfordert Fahrpraxis. Hierfür gibt es spezielle Wohnmobil- und Wohnwagen-Trainingskurse.
Übergabeprotokoll
Achten Sie darauf, dass im Übergabeprotokoll alle Gebrauchsspuren, Kratzer und Mängel des Leihfahrzeugs dokumentiert sind. So haften Sie nicht für die Schäden anderer.
Ein Wohnmobil kaufen ist teuer. Eines zu leihen ist eine gute Alternative.
Den Wohnmobiltraum erfüllen
Ein Wohnmobil kaufen ist teuer. Eines zu leihen ist eine gute Alternative.
Ein Wohnmobil anzuschaffen, will gut überlegt sein. Neufahrzeuge kosten in der Regel ab 30.000 Euro aufwärts. Gebrauchte sind zwar deutlich günstiger, aber die laufenden Kosten summieren sich ebenfalls: Steuer, Versicherungen, TÜV-Gebühren und Reparaturkosten. Außerdem müssen Sie das Gefährt irgendwo parken, wenn Sie nicht gerade durch die Weltgeschichte gondeln. Besser: Sie erfüllen sich den Wohnmobiltraum anfangs „nur“ mit einem Leihfahrzeug.
Tipps

Die Tagesmiete für ein Wohnmobil liegt zwischen 50 und 200 Euro – abhängig von Saison, Ausstattung und Mietdauer. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei, einen preiswerten und unbeschwerten Urlaub mit Leihwohnmobil zu erleben:

  • Überlegen Sie sich zu Beginn, welche Fahrzeuggröße und Ausstattung Sie tatsächlich benötigen. Wie viele Sitzplätze mit Sicherheitsgurt? Wie viele Schlafplätze? Wie viel Stauraum für Gepäck? Welche Befestigungsmöglichkeiten für Sportgeräte wie Fahrräder?
  • Gönnen Sie sich als Einsteiger ein Fahrtraining. Wohnmobile und schwere Gespanne zu manövrieren erfordert Fahrpraxis. Reisemobilhersteller und Automobilclubs wie der ADAC bieten hierfür spezielle Wohnmobil- und Wohnwagen-Trainingskurse an.
  • Buchen Sie rechtzeitig – insbesondere wenn Sie mit Kindern zu den Hauptreisezeiten fahren müssen.
  • Lesen Sie das Kleingedruckte. Klären Sie strittige oder unklare Punkte: Wann fallen Reinigungskosten oder Instandsetzungskosten an? Was tun bei Fahrzeugdefekten? Welche Reparaturen darf man selbst vornehmen?
  • Rechnen und sparen. Tagesmieten für Wohnmobile mit Kilometerpauschale lohnen sich, sofern Sie lange Strecken zurücklegen wollen. Bei kurzen Strecken sind eine kilometergenaue Abrechnung oder gebuchte Freikilometer preisgünstiger.
  • Leihen Sie Ihr erstes Wohnmobil von einem professionellen Anbieter, der Ihnen eine umfassende und intensive Einweisung ins Fahrzeug gibt. Diese muss insbesondere folgende Punkte beinhalten: Bedeutung der Kontrollinstrumente, Benutzung/Wechsel der Gasflaschen, Befüllen des Wassertanks, Entleeren des Abwassers und der Toilette. Zudem sollten alle Bedienungsanleitungen an Bord sein.
  • Achten Sie auf ausreichenden Versicherungsschutz. Üblicherweise sind im Mietpreis nur Kfz-Haftpflicht, Schutzbrief, Teil- und Vollkasko mit Selbstbehalt enthalten.
  • Fragen Sie nach einer Bereitstellungsgarantie. Nur wenn diese im Mietvertrag steht, erhalten Sie garantiert ein Ersatzfahrzeug, falls das gebuchte wegen einer Panne oder eines Unfalls ausfällt.
  • Um mitgeführtes Inventar wie teure Unterhaltungselektronik gegen Diebstahl zu versichern, empfiehlt sich eine Hausratsversicherung für Camper.
  • Achten Sie darauf, dass im Übergabeprotokoll alle Gebrauchsspuren, Kratzer und Mängel des Leihfahrzeugs dokumentiert sind. So müssen Sie bei der Rückgabe auch nur für selbst verursachte Schäden haften.
  • Geben Sie das Leihfahrzeug so sauber zurück, wie Sie es übernommen haben. Ansonsten erheben Wohnmobilvermietungen noch vor Ort eine Reinigungsgebühr, die zwischen 50 und 150 Euro liegen kann.

Testlauf mit Leihfahrzeug: Leihen ist für Gelegenheitsnutzer wirtschaftlich sinnvoll, auch wenn Sie eigentlich keine Kosten für Ihren Traum scheuen. So können Sie Ihr Wunschmodell unter realistischen Bedingungen ausgiebig testen.

Mindest- und Höchstalter
In Deutschland müssen Sie mindestens 21 Jahre alt, um ein Wohnmobil mieten zu können. Einige Anbieter fordern zudem, dass der Mieter mindestens ein Jahr über die Fahrerlaubnis verfügt. Bei schweren Wohnmobilen ab 3,5 t aufwärts muss der Mieter das 25. Lebensjahr vollendet und drei Jahre Fahrpraxis haben.
 
Außerhalb Deutschlands erhalten Sie in der Regel ab 21 Jahren ein Mietwohnmobil, sofern Sie mindestens seit zwei Jahren eine gültige Fahrerlaubnis besitzen. Jedoch gibt es auch unterschiedliche Anforderungen seitens der Wohnmobilvermieter, weshalb Sie sich am besten direkt online beim Anbieter erkundigen.

Achtung, Höchstalter! In manchen Ländern erhalten betagte Mobilisten ein Mietfahrzeug gar nicht oder nur gegen ein ärztliches Gesundheitszeugnis. Abhängig von Land oder Wohnmobilverleih kann das Höchstalter zwischen 75 und 85 Jahren liegen.
Woraf Sie achten sollten

Am günstigsten fahren Sie mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen von Freunden. Auch hier ist eine intensive Einweisung in alle Funktionen und Eigenheiten des Fahrzeugs oder Caravans selbstverständlich. Um einen Konflikt im Falle einer Panne oder eines Unfall vorzubeugen, sollten Sie mit dem Verleiher vorab klären: Welche Entschädigung wird fällig, wenn der Verleiher seinen Schadensfreiheitrabatt verliert und eine höhere Versicherungsprämie zahlen muss?

Unverzichtbar ist zudem ein Blick auf den Kfz-Versicherungsschutz des geliehenen Wohnmobils! Darin darf kein Personenausschluss enthalten sein, ansonsten ist das Fahrzeug bei nicht eingetragenen Fahrern ohne Versicherungsschutz. Ein Wohnwagen ist im angehängten Zustand über die Haftpflicht des Zugfahrzeugs abgesichert. Abgehängt benötigt er eine eigene Versicherung.

Achtung: Auch wenn Sie „nur privat“ ein Kraftfahrzeug mieten oder vermieten, muss dieses als „Selbstfahrervermietfahrzeug“ zugelassen und versichert sein. Ansonsten kann es im Schadenfall Probleme mit der Versicherung geben. Siehe zudem „Tipps“ oben.

Bild: Stefano Neri/Fotolia