Coronavirus 2020

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Das Coronavirus SARS-CoV-2

+++ Wichtige Information für Allianz Versicherte: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus. +++

Aufzeichnungen der Webinare der Allianz zum Thema Corona
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Hier finden Sie die Videos zu ausgewählten Kunden-Online-Veranstaltungen der Allianz Private Krankenversicherung.
Coronaviren kennen wir bereits seit Mitte der 60er Jahre. Es ist noch gar nicht lange her, da machten schwere Infektionen der Atemwege durch spezielle Vertreter dieser Virengruppe von sich reden. Ausbrüche von „SARS“ und „MERS“ gingen durch die Medien und sorgten für Beunruhigung. Derzeit dominieren Nachrichten über ein neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2) und die rasch angestiegene Anzahl Betroffener in vielen Ländern der Welt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11. März 2020 die Pandemie erklärt. In Deutschland ist die Anzahl der neu übermittelten Fälle aktuell auf niedrigem Niveau leicht ansteigend.  Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern, Flüchtlingseinrichtungen, Familienfeiern, Kindertagesstätten und religiösen Gemeinschaften werden vereinzelt berichtet. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, schätzt das Robert-Koch-Institut (RKI) die Gefährdung der Bevölkerung derzeit weiterhin insgesamt als hoch, für Risikogruppen als sehr hoch ein. Das Institut veröffentlicht täglich einen Lagebericht  (externer Link).
 
Eine Übersicht über die geographische Verteilung der Fälle gibt  z. B. das European Centre for Disease Prevention and Control (externer Link).
Die Maßnahmen im Zusammenspiel verringern das Infektionsrisiko für alle.

Die Erkrankung ist sehr infektiös, sie verläuft in etwa 4 von 5 Fällen mild, aber insbesondere ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen und können an der Krankheit versterben. Bei vielen schwer erkrankten Menschen muss mit einer im Verhältnis zu anderen schweren akuten Atemwegsinfektionen – vermutlich sogar deutlich – längeren intensivmedizinischen Behandlung mit Beatmung bzw. zusätzlichem Sauerstoffbedarf gerechnet werden. Selbst gut ausgestattete Gesundheitsversorgungssysteme wie das in Deutschland können hier schnell an Kapazitätsgrenzen gelangen, wenn sich die Zahl der Erkrankten durch längere Liegedauern mit Intensivtherapie aufaddiert. Aktuell ist die Belastung in weiten Teilen Deutschlands gering, kann aber örtlich hoch sein.

Da in den nächsten Monaten keine Impfung zur Verfügung steht und die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung noch immer keinerlei Immunschutz gegen SARS-CoV-2 besitzt, müssen alle Maßnahmen darauf ausgerichtet sein, die Verbreitung der Erkrankung in Deutschland und weltweit so gut wie möglich weiter zu verlangsamen und die Erkrankungswelle(n) auf einen längeren Zeitraum zu strecken.

Die drei zentralen Komponenten der Strategie zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie:

  • Soziale Distanz schaffen
  • Fallfindung und Absonderung von Erkrankten und Kontaktpersonen
  • Vulnerable Gruppen schützen und medizinische Versorgung entlasten

Beachten Sie hierzu die tagesaktuellen Meldungen des Bundesministeriums für Gesundheit an die Bevölkerung (externer Link):

bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html#c17167

Auszug (sinngemäß):

  • Auf 1,5 m Mindestabstand zu Mitmenschen ist zu achten.
  •  
  • Das Tragen von sog. Alltagsmasken in der Öffentlichkeit wird dringlich empfohlen / angeordnet, insbesondere dort, wo es eng wird: z.B. im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Wer eine Maske trägt, sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.
  • Die Nutzung der neu gestarteten Corona-Warn-App (externer Link) wird empfohlen. Mit der App können Menschen anonym und schnell informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können in Zukunft Infektionsketten durchbrochen werden.
  • Bürger und Bürgerinnen, die älter als 60 Jahre sind, Personen mit Immunschwäche oder chronischen Atemwegserkrankungen sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen, insofern in den letzten 6 Jahren keine Impfung erfolgte. Auch Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren gehören zu den Gruppen, die zur Zeit prioritär geimpft werden sollten. Diese Personen haben ein besonders hohes Risiko für Pneumokokkenerkrankungen.

Bei Arztkontakten zur Inanspruchnahme von Impfungen sollte vorher telefonisch geklärt werden, dass der Praxisbesuch ohne Kontakt zu Patienten mit Symptomen eines Atemwegsinfekts stattfinden kann und ob Impfstoffe verfügbar sind.

Hintergrund: Die Pneumokokken-Impfung schützt nicht vor COVID-19. Allerdings können Pneumokokken-Infektionen zu schweren Lungenentzündungen und Sepsis führen und die Versorgung der Patienten auf einer Intensivstation ggf. mit Beatmung erfordern. Dies gilt es gerade bei einem ohnehin schon belasteten Gesundheitssystem zu vermeiden.

Die Maßnahmen im Zusammenspiel verringern das Infektionsrisiko für alle.

RKI vom 10.07.2020: Hauptübertragungsweg ist die Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel über die eigenen Atemwege, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen einer anderen Person entstehen. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber Tröpfchen und Aerosolen  im Umkreis von 1-2 Metern um eine infizierte Person herum erhöht. Während insbesondere größere respiratorische Tröpfchen schnell zu Boden sinken, können Aerosole - auch über längere Zeit - in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen. Ob und wie schnell die Tröpfchen und Aerosole absinken oder in der Luft schweben bleiben, ist neben der Größe der Partikel von einer Vielzahl weiterer Faktoren, u.a. der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit, abhängig. Der längere Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 2 m erhöhen, insbesondere dann, wenn eine infektiöse Person besonders viele kleine Partikel (Aerosole) ausstößt und exponierte Personen besonders tief einatmen.

Im Gegensatz zur Influenza, bei der der zeitliche Abstand zwischen Infektion und Auftreten von Krankheitssymptomen (Inkubationszeit) nur 1-2 Tage beträgt, liegt sie beim neuartigen Coronavirus im Mittel (Median) bei 5-6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage). Eine große Bedeutung haben die Übertragungen von infektiösen Personen, wenn sie bereits Krankheitszeichen entwickelt haben. Dabei können diese Symptome relativ subtil sein, wie z.B. Kopfschmerzen und eine verstopfte Nase. Eine solche Phase mit leichteren Symptomen kann einer späteren Phase mit „typischeren“ Symptomen, wie z.B. Fieber oder Husten, um ein oder zwei Tage vorausgehen. Darüber hinaus steckt sich vermutlich auch ein beträchtlicher  Anteil der Personen bei anderen, infektiösen Personen in den 1-2 Tagen vor deren Symptombeginn an. Schließlich gibt es vermutlich auch Ansteckungen von Personen, die zwar infiziert und infektiös waren, aber gar nicht erkrankten (asymptomatische Übertragung). Diese Ansteckungen spielen vermutlich jedoch eine untergeordnete Rolle.

Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung des Infizierten nicht auszuschließen, da vermehrungsfähige SARS-CoV-2-Viren unter bestimmten Umständen in der Umwelt nachgewiesen werden können.

Verbindliche und qualifizierte Aussagen zu dem Thema sollten Sie ausschließlich aus sicheren und offiziellen Quellen einholen. Die medizinischen Experten der Allianz empfehlen folgende Webseiten, auf denen Sie Informationen aus erster Hand erhalten:

Für Deutschland das Robert-Koch-Institut (RKI)

und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Außerdem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Inhalte dieser vertrauenswürdigen Quellen werden ständig aktualisiert, so dass Sie hier den jeweils aktuellen Stand zum Coronavirus einsehen können.

Hinweis: Mit Klick auf die entsprechenden Links verlassen Sie die Allianz Gesundheitswelt.

Robert-Koch-Institut
Infoseite des BMG
BZGA
WHO
Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt am 10.07.2020: Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.  Ca. 17 % der in Deutschland gemeldeten Fälle werden hospitalisiert.
 
Die Datenlage zur Symptomatik und zum Krankheitsverlauf der in Deutschland aufgetretenen Fälle konsolidiert sich zunehmend. Unter den Fällen mit übermittelten Symptomen wurde am häufigsten Husten (48 %), Fieber (41 %), Schnupfen (21 %), Störungen des Geruchs- oder Geschmackssinns (15 %) und Lungenentzündung (3 %) angegeben. 
 
Neu aufgetretene Atemnot ist ein Warnzeichen für einen schweren Verlauf der Viruserkrankung oder aber ein Hinweis auf eine akute Verschlechterung einer vorbestehenden Herz- oder Lungenkrankheit!  Weitere Warnzeichen für einen schweren Verlauf können neben Kurzatmigkeit z.B. auch anhaltendes Fieber und ein schneller Puls sein. In diesen Fällen sollten Sie rasch handeln und Ihren Arzt kontaktieren. Nötigenfalls wählen Sie den Notruf 112.
 
Weitere Symptome können sein: Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.

Gem. RKI, Stand 10.07.2020: Schwere Verläufe sind eher selten, können aber auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankung auftreten und werden auch bei jüngeren Patienten beobachtet. Die folgenden Personen zeigen ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf:

  • Ältere Personen (mit steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Raucher
  • stark Übergewichtige
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: 
  • - des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck), 
  • - chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD), 
  • - chronische Lebererkrankungen
  • - Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • - Patienten mit einer Krebserkrankung
  • - Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z. B. Cortison)

Bitte erwägen Sie, sich bei Ihrem Haus- oder Facharzt zu melden, um sich über individuelle Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit dem Risiko einer Infektion zu erkundigen. Vielleicht haben Sie ja bereits Probleme mit der medikamentösen Einstellung Ihrer Erkrankung und sollten ohnehin ärztlichen Rat suchen. Empfehlenswert ist auch, sich bei Organisationen und Verbänden zu informieren, die Informationen für Patienten mit der jeweiligen Vorerkrankung zusammenstellen. Halten Sie sich auf dem Laufenden zu Symptomen der Viruserkrankung, damit sie diese frühzeitig erkennen. Bei Verdacht auf virusbedingte Symptome sollten Sie Ihre Grunderkrankung erwähnen und auch darauf aufmerksam machen, wenn Sie in den letzten 2 Wochen Kontakt zu bestätigten Fälle in Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld hatten. Dadurch kann eine Testung ggf. beschleunigt werden.

Im Gegensatz zur saisonal auftretenden Grippe, der Influenza, die ebenfalls zu schweren bis tödlichen Verläufen führen kann, gibt es noch keinen Impfstoff. Daher können sich besonders gefährdete Personen und deren nahe Kontaktpersonen derzeit nicht schützen.

Im Gegensatz zur Influenza, bei der der zeitliche Abstand zwischen Infektion und Auftreten von Krankheitssymptomen (Inkubationszeit) nur 1 bis 2 Tage beträgt, liegt sie beim neuartigen Coronavirus im Mittel (Median) bei 5 bis 6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage) (Stand RKI vom 10.07.2020).

Was jeder ganz einfach für sich selbst machen kann, ist, sich mit den Hygieneempfehlungen vertraut zu machen. Sie helfen gegen Erkältungserreger genauso wie gegen SARS-Coronavirus-2. Das „dran denken und einüben“, also die automatisierte Routine, spielt hier eine entscheidende Rolle: 
 
  • Allgemein engen Kontakt und Menschenansammlungen meiden. Wenn Kontakt unvermeidbar, mindestens 1,5m Abstand halten zu Personen außerhalb der eigenen Wohngemeinschaft.
  • Deutlichen Abstand halten von Personen, die husten oder niesen (mindestens 1,5 bis 2 m)
  • Auf Händeschütteln konsequent verzichten!
  • Hände regelmäßig und lange genug (30 Sekunden) mit Flüssigseife waschen! Ringe und Uhren grundsätzlich weglassen.
  • Gründliches Abtrocknen mit sauberem oder Papierhandtuch.
  • Handtücher auch zuhause nicht gemeinsam benutzen!
  • Husten- und Niesetikette beachten, also: Einwegtaschentücher benutzen und sofort entsorgen, Hände waschen, notfalls in die Ellenbeuge husten oder niesen. 
  • Toilettenhygiene: wichtiger denn je!

Tipp: Eine Infografik zum Thema Hygiene finden Sie hier in der Gesundheitswelt. Hinweise zur "seelischen Hygiene" inmitten der Corona-Krise können Sie hier nachlesen.

Das RKI schreibt am 16.06.2020:

Um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 zu schützen, sind Selbstisolierung bei Erkrankung, eine gute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln (externer Link) und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen.

Mehrlagiger medizinischer (chirurgischer) Mund-Nasen-Schutz (MNS) und medizinische Atemschutzmasken, z.B. FFP-Masken, müssen medizinischem und pflegerischem Personal vorbehalten bleiben. Der Schutz des Fachpersonals ist von gesamtgesellschaftlich großem Interesse.

Für die Bevölkerung empfiehlt das RKI das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (textile Barriere im Sinne eines MNS) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum. Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kann ein zusätzlicher Baustein sein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren – allerdings nur, wenn weiterhin Abstand (mind. 1,5 Meter) von anderen Personen, Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene eingehalten werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es Personen gibt, die aus medizinischen oder anderen triftigen Gründen  keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können.

Menschen, die an einer akuten Atemwegserkrankung leiden, sollen unbedingt zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen meiden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch zunehmend, dass Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, das Virus schon ein bis drei Tage ausscheiden können, bevor sie selbst Symptome entwickeln. Durch eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Der Eigenschutz durch MNB ist bisher wissenschaftlich nicht belegt.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Leben kann dazu beitragen, die Ausbreitung von COVID-19 in der Bevölkerung zu verlangsamen und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen. Das gilt insbesondere für Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenem Räumen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten (z.B. Arbeitsplatz) oder der Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann (z.B. in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln). Voraussetzung dafür ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig mit der Mund-Nasen-Bedeckung umgehen: die Bedeckung muss durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden; sie darf während des Tragens nicht (auch nicht unbewusst) zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden. 

Hier sollten Sie unbedingt die behördlichen Anordnungen / Einschränkungen und die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts beachten. 

Über den Button verlassen Sie die Gesundheitswelt und gelangen direkt zur Website des Auswärtigen Amts.

Die Gesundheitsämter in Deutschland werden tätig, sobald ein Verdacht auf eine Erkrankung oder eine bestätigte Erkrankung vorliegt. Unter anderem informieren sie dazu die Ärzteschaft und Apotheker in ihrem Zuständigkeitsbereich und stellen ihnen Informationen zur Verfügung, in welcher Situation diese an eine mögliche Infektion oder Erkrankung Ihres Patienten denken sollten, wann sie eine Testung vornehmen / veranlassen sollten und wann sie dies nach der Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden müssen.

Ziel ist, eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus so weit wie möglich zu verlangsamen. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen in Kontakt und fordert sie dazu auf, täglich zweimal Temperatur zu messen und ein Symptom- und Kontakttagebuch zu führen. So kann rasch gehandelt werden, falls Symptome auftreten sollten.

Eine aktuelle Verordnung ermöglicht es dem Gesundheitsamt, auch bei Personen ohne Symptome eine vorsorgliche Testung durchzuführen zu lassen.

Für Kontaktpersonen legen üblicherweise die für das jeweilige Land zuständigen Gesundheitsbehörden das konkrete Vorgehen fest.  Zu den Empfehlungen gehört, zuhause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Hustenetikette ist wichtig. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Angehörige oder Freunde können die Kontaktperson im Alltag z. B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden.

Bitte wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt. Das Bundesministerium für Gesundheit und die BZgA weisen darauf hin, dass auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 Hilfestellungen zum weiteren Vorgehen gibt. Bitte achten Sie auch auf regionale Angebote zur Beratung (Hotlines).
 
Um sich besser auf dieses Telefonat vorzubereiten, können Sie den  Online-Corona-Symptomchecker des renommierten medizinischen Fachverlags Thieme nutzen.
 
Wenn Sie Ihren Hausarzt und die 116117  telefonisch nicht erreichen, rät das RKI:
Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten die Betroffenen sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. 
 
In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle. (Stand 21.03.2020)

Die Hausärzte werden gemäß der Orientierungshilfen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ggf. eine Testung durchführen/veranlassen und sich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Möglicherweise wird bei Ihnen dann eine häusliche Quarantäne angeordnet, während der Sie Ihren Gesundheitszustand sorgfältig protokollieren und Hinweise bekommen, wie Sie sich verhalten sollen, wenn Ihr Zustand sich verschlechtert.

Ihr Hausarzt kann aber auch entscheiden, dass es erforderlich ist, Sie rasch stationär aufzunehmen.

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, wenn geboten auch in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest.

Stand RKI 15.05.2020 

Wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat:

  • wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Nicht in Quarantäne muss man, wenn man

  • innerhalb der letzten zwei Wochen im gleichen Raum mit einem Erkrankten mit einer COVID-19 Diagnose war, ohne einen engen Kontakt,

da dann ein geringeres Risiko besteht, sich angesteckt zu haben.

Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Arbeitgeber informieren. Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen. Falls Zeichen eines Atemwegsinfekts auftreten: siehe „Soll man bei einer Atemwegserkrankung einen Test veranlassen, auch wenn es nur leichte Symptome sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken. Im Fall von Krankheitszeichen einer Atemwegserkrankung sollte man sich jedoch testen lassen (siehe „Soll man bei einer Atemwegserkrankung einen Test veranlassen, auch wenn es nur leichte Symptome sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“).

RKI, Stand 15.05.2020

Das RKI schreibt am 05.07.2020 (Auszug): Für die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist der direkte Erregernachweis ausschlaggebend. Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR). Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. 

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden. 

Ein Test auf SARS-CoV-2-spezifische Antikörper im Blut/Serum ist derzeit insbesondere für epidemiologische Fragestellungen zur Klärung der Verbreitung des Virus sinnvoll. Zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper vergehen ca. ein bis zwei Wochen (in Einzelfällen auch mehr). SARS-CoV-2 spezifische Antikörper können sowohl während der akuten Infektionsphase als auch nach Abklingen von Symptomen bzw. Eliminierung des Virus aus dem Körper nachgewiesen werden. Antikörperteste sind daher zur Feststellung einer aktuellen Infektion nicht geeignet, können aber die Diagnostik ergänzen, insbesondere, wenn zwei aufeinanderfolgende Blutproben untersucht werden und Antikörperverläufe (IgM, IgA, IgG) analysiert werden. Die vorliegenden Validierungsdaten von Antikörpernachweisen reichen noch nicht aus, um einen einmaligen IgM-Nachweis zur Feststellung einer aktuellen Infektion als ausreichend betrachten zu können. Bei negativer PCR und fortbestehendem klinischem Verdacht kann der Nachweis einer Serokonversion für die Feststellung einer stattgefundenen Infektion hilfreich sein.

Das RKI schreibt hierzu am 03.07.2020:

Allgemein empfiehlt das RKI eine niederschwellige Testung aller Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung. Konkret wird eine labordiagnostische Untersuchung empfohlen, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Akute respiratorische Symptome jeder Schwere und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn bei ALLEN Patienten unabhängig von Risikofaktoren
  • Kontakt zu laborbestätigtem Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn UND jegliche mit COVID-19 vereinbare Symptome

Diese Kriterien werden an die aktuelle Situation in Deutschland angepasst.

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter 1,5 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Eine Labordiagnose sollte in der Regel nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf SARS-CoV-2 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. 

Hiervon gibt es einige mögliche Ausnahmen: 

  • Fallfindung unter Personen, die im Rahmen der epidemiologischen Abklärung als Kontaktpersonen 1. Grades eines laborbestätigten Falles eingestuft wurden (Gesundheitsamt!). Dies kann sich z.B. in Folge einer Warnung über die Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ in der Corona-Warn-App ergeben.
  • Patienten vor Aufnahme in stationäre Risikobereiche
  • Mitarbeiter im Gesundheitswesen
  • In Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen (in Abstimmung mit lokalen Gesundheitsbehörden)

RKI Stand 16.06.2020

Dann gibt der offizielle Flyer des Robert Koch- Instituts wertvolle Verhaltensempfehlungen für Betroffene und deren Angehörige:
 

Kostenübernahme – ein wichtiges Thema für Allianz Kunden mit einer privaten Krankenvollversicherung: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Wenn Sie Fragen zur Kostenübernahme haben, zum Beispiel beim Thema Krankentagegeld oder der Reisekrankenversicherung, rufen Sie uns gerne an. Kostenfrei von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr unter 08 00.4 10 01 08.

Fragen und Antworten zu Vertragsfragen, wie zum Beispiel ob ein Coronatest erstattet wird, lesen Sie auch auf dieser Sonderseite.

Aktueller Hinweis für Bluthochdruckkranke in Zeiten von Corona: Derzeit kursieren Spekulationen über den schädigenden Einfluss von häufig verordnete Medikamenten gegen Bluthochdruck (ACE-Hemmer und sog. Sartane).  Die Deutsche Hochdruckliga klärt auf und beruhigt: Es besteht keine Notwendigkeit zur Umstellung! Bei der Hochdruckliga finden Sie den vollständigen Text (externer Link): Ausführliche Ausführung Bluthochdruckliga

 

Neben Hygiene und sozialer Distanzierung ist vor allem wichtig, in der jetzigen Phase die eigene körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Dadurch tragen Sie – falls Sie sich trotz aller Maßnahmen infizieren sollten – dazu bei, dass Ihr Körper die Infektion besser verarbeitet. 
 

  • Körperliches Training bzw. Sport hat einen stabilisierenden Effekt auf das Immunsystem
  • Eine überschießende Aktivierung des Immunsystems (die den Körper bei schweren Erkrankungen zum Versagen bringt) kann durch Training beeinflusst werden
  • Auch Ungeübte sollten jetzt beginnen: Schon kurze Trainingseinheiten (10 Minuten Dauer), die über die Zeit langsam gesteigert werden, sind für den Start ausreichend
  • Trainierte sollten die bisherigen Programme beibehalten und wie bisher durchführen
  • Durch tägliche Atemübungen mit tiefem Ein- und Ausatmen wird die Belüftung der Lunge gefördert
  • Bei vorliegenden Krankheitssymptomen sollte keine zusätzliche körperliche Aktivität erfolgen

Anleitungen zur gesunden Bewegung finden Sie auch hier in der Gesundheitswelt. Wir empfehlen Ihnen insbesondere die Rubriken Fitness, Laufen und Radfahren.

Und außerhalb der Allianz Gesundheitswelt? Weitere Informationen zum Thema „In Bewegung bleiben“ finden Sie auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin (externer Link). Kurze Übungen speziell für Senioren finden Sie bei der Technischen Universität München (PDF, externer Link). Sie möchten die Hintergründe genauer verstehen? Den Fach-Artikel „Sport in Zeiten von Corona“ können Sie in der Zeitschrift für Sportmedizin nachlesen (externer Link).

Bild: Pete Linforth/Pixabay