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Coronavirus 2020

Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert

Kompakt und verständlich

Das Coronavirus SARS-CoV-2

+++ Wichtige Information für Allianz Versicherte: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus. +++

Coronaviren kennen wir bereits seit Mitte der 60er Jahre. Seit Anfang 2020 dominieren Nachrichten über ein neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2) und die weltweit rasch angestiegene Anzahl Betroffener. Die Erkrankung, die SARS-CoV-2 hervorruft, wird Covid-19 genannt. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) informiert zur aktuellen Situation in Deutschland.

Das RKI schätzt regelmäßig das Risiko für die Bevölkerung ein.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Themenkomplexen

  • Virus  und Epidemiologie
  • Fallzahlen und Meldungen
  • Klinische Aspekte (auch bei Kindern, Jugendlichen und Schwangeren)
  • Infektionsschutzmaßnahmen
  • Kontaktpersonen und Quarantäne
  • Diagnostik
  • Gesundheitlichen Langzeitfolgen (Long Covid)

beantwortet das RKI auf dieser Webseite:

RKI: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Für die Senkung der Neuinfektionen, den Schutz der Risikogruppen und die Minimierung von schweren Erkrankungen ist die Impfung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung.

Corona Impfung

Aktuelle Antworten auf Fragen rund um die Impfung finden Sie hier:

Das Robert Koch-Institut (RKI) zum Thema Corona-Impfung.

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereitet die Informationen zur Impfung allgemeinverständlich auf:

Die BZgA zur Corona-Impfung.

Hier finden sich auch Informationen zu rechtlichen Fragen bei Impfschäden und zu Impfmythen.

Corona-Schutzimpfungen sind für alle Versicherten kostenfrei. In der Impfverordnung des Bundes ist geregelt, dass Corona-Schutzimpfungen eine staatliche Leistung sind und vom Bund finanziert werden. Die Bürger müssen für die Corona-Impfungen beim Arzt also nicht bezahlen, egal ob sie gesetzlich oder privat versichert sind. Das bedeutet für die Arztpraxen, dass sie auch bei Privatpatienten auf dem Weg über die Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen, die dann wiederum die Kosten vom Bund erstattet bekommen. Abrechnungen nach der privatärztlichen Gebührenordnung GOÄ oder auf sonstiger Grundlage sind damit ausgeschlossen. Dies ist in der Impfverordnung des Bundesgesundheitsministerium ausdrücklich so geregelt.

News zur Impfung:

  • Die Mitteilung der Ständigen Impfkommission STIKO zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche (16.8.2021) lesen Sie auf dieser Webseite des RKI.
  • Die Gesundheitsministerkonferenz vom 2.8.2021 hat beschlossen, dass mit der Möglichkeit einer Auffrischimpfung im September besonders gefährdete Gruppen im Herbst und Winter bestmöglich geschützt werden sollen. „Denn für sie ist das Risiko eines nachlassenden Impfschutzes am größten.“ In der Regel soll die Auffrischungsimpfung sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie erfolgen. Die Auffrischungsimpfung erfolge nur mit den Impfstoffen von Biontech oder Moderna. Dafür werde es mobile Impfteams geben. Auch Hausärzte können die Auffrischungsimpfung machen.
  • In „aerzteblatt.de“ vom 31.07.2021 wird auf Erkenntnisse der US Gesundheitsbehörde CDC hingewiesen. Danach können sich auch Geimpfte mit der Deltavariante anstecken und diese weitergeben - sind aber selbst vor schweren Verläufen [weitgehend] geschützt. Geimpfte Menschen, die sich mit Delta infizieren, können dann das Virus genauso weitergeben, wie nichtgeimpfte Infizierte. Geimpfte Delta-Infizierte weisen dabei offenbar eine Viruslast auf, die mit nicht geimpften Delta-Infizierten vergleichbar ist.
  • Hinweis STIKO vom 1.7.2021 zur Deltavariante: In Europa und in Deutschland breitet sich momentan die Deltavariante von SARS-CoV-2 schnell aus, die deutlich ansteckender ist als die seit März 2021 vorherrschende Alphavariante. Eine höhere Pathogenität der Deltavariante ist derzeit nicht gesichert. Aktuelle Studienergebnisse aus dem Vereinigten Königreich zeigen, dass der Impfschutz in Bezug auf die Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe nach abgeschlossener Grundimmunisierung gegenüber der Deltavariante im Vergleich zum Schutz gegenüber anderen SARS-CoV-2-Varianten ähnlich gut ist. Hingegen scheint der Schutz gegenüber der Deltavariante nach nur einer Impfstoffdosis deutlich herabgesetzt zu sein. In diesem Kontext weist die STIKO darauf hin, dass es wichtig ist, die zweite Impfstoffdosis zeitgerecht wahrzunehmen.
Corona Impfung
Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt am 25.02.2021: Frauen und Männer sind von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer und sterben laut einer Übersichtsarbeit doppelt so häufig wie Frauen.
 
Der Krankheitsverlauf variiert in Symptomatik und Schwere, es können symptomlose Infektionen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod auftreten. Insgesamt sind 2,6 % aller Personen, für die bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen in Deutschland übermittelt wurden, im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung verstorben.
 
Zu den im deutschen Meldesystem am häufigsten erfassten Symptomen zählen Husten (40 %), Fieber (27 %), Schnupfen (29 %), Geruchs- und Geschmacksverlust (22 %) und Lungenentzündung (1 %) angegeben. 
 
Hinweis Allianz: Neu aufgetretene Atemnot ist ein Warnzeichen für einen schweren Verlauf der Viruserkrankung oder aber ein Hinweis auf eine akute Verschlechterung einer vorbestehenden Herz- oder Lungenkrankheit!  Weitere Warnzeichen für einen schweren Verlauf können neben Kurzatmigkeit z.B. auch anhaltendes Fieber und ein schneller Puls sein. In diesen Fällen sollten Sie rasch handeln und Ihren Arzt kontaktieren. Nötigenfalls wählen Sie den Notruf 112.
 
Weitere Symptome können laut RKI sein: Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.
 
Zu weiteren möglichen Komplikationen und Langzeitfolgen (Post-Covid-Syndrom, engl. Long Covid) informiert das Robert-Koch-Institut hier auf seiner Webseite (externer Link).
Aktueller Hinweis: Die Mitteilung der Ständigen Impfkommission STIKO zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche (16.8.2021) lesen Sie hier (externer Link)
 
RKI (Stand 19.04.2021): Die Mehrzahl der Kinder zeigt nach bisherigen Studien einen symptomlosen oder milden Krankheitsverlauf. So wurden laut Daten der Corona-KiTa-Studie (10/2020 mit Datenstand bis 19. Oktober 2020) bei etwa 43% der 0- bis 5-Jährigen mit vorhandenen klinischen Informationen keine Symptome angegeben bzw. wurde die Angabe gemacht, dass sie keine Symptomatik haben, die für die gemeldete Erkrankung bedeutsam ist. Bei 57% der Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren wurde mindestens ein Symptom angegeben. In einer Studie der ersten Welle in Deutschland zählten Husten, Fieber und Schnupfen zu den am häufigsten erfassten Symptome (s. Tab. 3). Tabelle 3: Erfasste Symptome für Kinder und Jugendliche während der ersten COVID-19-Welle in Deutschland (163)

Wischen um mehr anzuzeigen

  0 bis 4 Jahre 5 bis 19 Jahre
Husten 40 % 42 %
Fieber 48 % 34 %
Schnupfen 23 % 30 %
Allgemeine Krankheitszeichen 18 % 30 %
Halsschmerzen 8,5 % 8,5 %

Weitere Symptome: Kurzatmigkeit, Magen-Darm-Symptome, Lungenentzündung, Akutes Atemnotsyndrom.

In anderen Studien werden darüber hinaus Symptome wie Muskelschmerzen, Brustschmerzen und Herzrasen, sowie Geschmacks- und Geruchsverlust angegeben. Eine Magen-Darm-Beteiligung kommt häufiger vor als bei Erwachsenen, teilweise auch ohne dass Symptome der Atemwege vorliegen. Es ist weiterhin zu beachten, dass ein erheblicher Teil der Kinder und Jugendlichen nur ein Symptom aufweist. Nur ein sehr kleiner Teil benötigt eine intensivmedizinische Versorgung und wird beatmungspflichtig.

Bei den hospitalisierten Kindern sind Vorerkrankungen der Lunge (15%) und des Herzens (8%) häufiger registriert worden. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern sind auch schwere Verläufe beschrieben. In einer europaweiten Studie waren Alter unter einem Monat, das Vorliegen einer Vorerkrankung sowie Anzeichen einer Infektion der unteren Atemwege Risikofaktoren für eine Aufnahme auf die Intensivstation.

Gem. RKI, Stand 25.02.2021: Schwere Verläufe können auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankung auftreten und werden auch bei jüngeren Patienten beobachtet. Die folgenden Personen zeigen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf:

  • Ältere Personen (mit steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Männliches Geschlecht
  • Raucher
  • Übergewichtige
  • Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21)
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: 
  • - des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck), 
  • - chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD), 
  • - chronische Nieren- und Lebererkrankungen
  • - Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • - Patienten mit einer Krebserkrankung
  • - Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z. B. Cortison)

Hinweis Allianz Private Krankenversicherung: Sollten Sie zu einer dieser Gruppen gehören oder in Kontakt mit Personen stehen, die unter einer der vorgenannten weitverbreiteten Erkrankungen leiden und noch nicht geimpft sein, so sprechen Sie bitte unbedingt mit Ihren behandelnden Ärzten über Ihre Bedenken. Viele Vorbehalte lassen sich in einem vertraulichen Vieraugengespräch klären und Impfmythen aus dem Weg räumen. Ihr Arzt / Ihre Ärztin kann Sie auch beraten, welcher Impfstoff für Sie den besten Schutz bietet. Er kann Sie auch über verbleibende Restrisiken, die es bei jedem dieser Impfstoffe hinsichtlich einer Infektion gibt, aufklären.

Empfehlenswert ist auch, sich bei Organisationen und Verbänden zu informieren, die Informationen für Patienten mit der jeweiligen Vorerkrankung zusammenstellen. Halten Sie sich auf dem Laufenden zu Symptomen der Viruserkrankung, damit sie diese frühzeitig erkennen. Dies gilt auch, wenn Sie noch nicht vollständig geimpft sind. Eine Infektion ist, je nach Immunantwort und zeitlichem Abstand zur Impfung, nie vollständig ausgeschlossen! Bei Verdacht auf virusbedingte Symptome sollten Sie Ihre Grunderkrankung erwähnen und auch darauf aufmerksam machen, wenn Sie in den letzten 2 Wochen Kontakt zu bestätigten Fälle in Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld hatten.

Unterschiedliche Studien kommen zu sehr unterschiedlichen Schätzungen für den Anteil der COVID-19 Erkrankten, die an langfristigen Auswirkungen der Krankheit leiden. Der tatsächliche Anteil kann noch nicht verlässlich geschätzt werden. Allerdings kann bei schwer an COVID-19 Erkrankten der Anteil von Betroffenen mit Langzeitfolgen offenbar deutlich höher sein. Langzeitfolgen können auch Erkrankte mit zunächst milden oder sehr milden COVID-19-Verläufen entwickeln. Eine deutsche Studie fand, dass etwa 1 von 10 Personen mit zunächst geringen oder keinen Symptomen auch Monate nach der akuten Erkrankung noch Symptome wie z.B. Atembeschwerden, Schlaflosigkeit, Geschmacksstörungen und Müdigkeit hatten. Dieselbe Studie fand, dass gesundheitliche COVID-19-Langzeitfolgen auch junge gesunde Menschen ohne Vorerkrankungen betreffen können.

Zu den häufigsten bislang in Patientenforen berichteten oder in Studien beobachteten Symptomen gehören Müdigkeit und Erschöpfung, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Geruchs- und Geschmacksstörungen, kognitive Beeinträchtigungen (sog. Gehirnnebel, engl. „brain fog“), depressive Verstimmungen, Schlaf- und Angststörungen. Weitere genannte Symptome sind Herzklopfen und Herzstolpern (selbst wahrgenommene verstärkte oder beschleunigte Herzschläge oder auch Extraschläge), Brustschmerzen, und Haarausfall. Auch neu aufgetretene Nieren- und Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) sowie das Auftreten von Thromboembolien sind jenseits der akuten Infektions- bzw. Krankheitsphase beobachtet worden. Einige Betroffene nennen ausschließlich Müdigkeit/Erschöpfung oder Beschwerden der oberen Atemwege, während andere eine Kombination von Symptomen und Organbeschwerden nennen. Bei einigen Erkrankten entwickelt sich ein Symptomkomplex, der demjenigen des Chronischen Erschöpfungssyndroms (Chronic Fatigue Syndrom) ähnlich sieht.
International aber auch in Deutschland sind wissenschaftliche Studien angelaufen, die bald ein besseres Verständnis hierzu liefern werden. So werden in Deutschland über das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) im Rahmen des vom BMBF geförderten Nationalen Pandemie Kohorten Netzes (NAPKON) Erwachsene mit SARS-CoV-2-Infektion im Hinblick auf Folgeerkrankungen und gesundheitsbezogene Lebensqualität weiter beobachtet (NAPKON-POP/COVIDOM Studie).

Auch Kinder können von gesundheitlichen Langzeitfolgen von COVID-19 betroffen sein. Wie ausgeprägt und wie häufig sie betroffen sind, ist allerdings noch unklar.

Corona-Selbsthilfegruppen finden Sie unter folgendem externen Link:

NAKOS Übersicht: Corona-Selbsthilfegruppen in Deutschland

(RKI, Stand: 14.07.2021)

 

Allianz Private Krankenversicherung: Inzwischen hat eine breitaufgestellte Expertengruppe für Deutschland eine erste Leitlinie erstellt, an der sich die Behandlung der verschiedenen Langzeitfolgen (Post Covid / Long Covid) orientieren sollte. Diese ausführliche Leitlinie ist für die behandelnden Ärzte gedacht, kann aber dennoch auch dem interessierten medizinischen Laien wertvolle Hinweise geben.:

Externer Link Leitlinie

Die Kernaussagen der Leitlinie lauten allgemeinverständlich übersetzt:

  • Komplexe Krankheitsbilder wie Post-/Long-COVID erfordern bei einer zunehmenden Spezialisierung im Gesundheitswesen eine generalistische interdisziplinäre Herangehensweise mit Blick auf den ganzen Menschen, sowie eine Kontinuität in der Versorgung.
  • Wenn (neu aufgetretene) Symptome oder Beschwerden nach einer überstandenen SARSCoV-2-Infektion den Verdacht auf ein Post-/Long-COVID-Syndrom lenken, sind immer auch andere Diagnosen mit ähnlichen Symptomen zu bedenken und ggf. durch gezielte Diagnostik auszuschließen.
  • Die Diagnose eines Post-/Long-COVID-Syndrom kann weder durch eine einzelne Laboruntersuchung noch durch eine Gruppe von Laborwerten diagnostiziert bzw. objektiviert werden. Ebenso schließen normale Laborwerte ein Post-/Long-COVID-Syndrom nicht aus.
  • Eine über die hausärztliche Versorgung hinausgehende spezialärztliche Abklärung kann angezeigt sein, wenn nach durchgemachter SARS-CoV-2 Infektion Einschränkungen länger als 3 Monate fortbestehen.
  • Patienten mit schwerer Lungenbeteiligung können sich (nahezu-) komplett erholen. Bei anhaltender Symptomatik z.B. 3 Monate sollte jedoch eine lungenfachärztliche Diagnostik initiiert werden.
  • Die Effektivität einer therapeutischen Covid 19-Impfung bei Patienten mit Post-COVID ist nicht gesichert. Diese sollte nur in Studien erfolgen.
Auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts bzw. des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie unter anderem die aktuell geltende Einstufung einzelner Länder sowie die damit einhergehenden Regelungen für eine Wiedereinreise nach Deutschland:

Auswärtiges Amt:

FAQ COVID-19-bedingte Reisewarnungen

Pandemiebedingte Regelungen bei Einreise in ein anderes Land

Aktuelle Regelungen bei Rückreise aus dem Ausland / Einreise nach Deutschland

Bundesgesundheitsministerium:

Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV)

Bitte wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt bzw. Kinderarzt. Das Bundesministerium für Gesundheit und die BZgA weisen darauf hin, dass auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 Hilfestellungen zum weiteren Vorgehen gibt. Bitte achten Sie auch auf regionale Angebote zur Beratung (Hotlines).
 
Um sich besser auf dieses Telefonat vorzubereiten, können Sie den  Online-Corona-Symptomchecker des renommierten medizinischen Fachverlags Thieme nutzen.
 
In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Die Hausärzte werden gemäß der Orientierungshilfen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ggf. eine Testung durchführen/veranlassen und sich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Möglicherweise wird bei Ihnen dann eine häusliche Quarantäne angeordnet, während der Sie Ihren Gesundheitszustand sorgfältig protokollieren und Hinweise bekommen, wie Sie sich verhalten sollen, wenn Ihr Zustand sich verschlechtert.

Ihr Hausarzt kann aber auch entscheiden, dass es erforderlich ist, Sie rasch stationär aufzunehmen.

Die Quarantäne ist eine zeitlich befristete Absonderung von ansteckungsverdächtigen Personen oder von Personen, die möglicherweise das Virus ausscheiden. Dabei handelt es sich meist um Kontaktpersonen von Erkrankten sowie um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Die Quarantäne kann sowohl behördlich angeordnet sein als auch freiwillig erfolgen.

Stand RKI 19.04.2021 

Das RKI schreibt (Stand 19.04.2021):

Eine Quarantäne (häusliche Absonderung) wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich (z.B. mit SARS-CoV-2) angesteckt hat und dadurch zu einer Verbreitung des Krankheitserregers beitragen könnte. Bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko und man wird als enge Kontaktperson eingestuft: 

  1. Enger Kontakt (<1,5 m, Nahfeld) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske). 
  2. Gespräch mit dem Fall (face-to-face Kontakt, <1,5 m, unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske) oder direkter Kontakt (mit respiratorischem Sekret). 
  3. Gleichzeitiger Aufenthalt von Kontaktperson und Fall im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole unabhängig vom Abstand für länger als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske getragen wurde.

Die Beurteilung des Ansteckungsrisikos und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne obliegt im Einzelfall dem zuständigen Gesundheitsamt.

Das RKI empfiehlt für enge Kontaktpersonen eine häusliche Absonderung (Quarantäne) für 14 Tage - gerechnet ab dem letzten Tag des Kontaktes zu einer zu dem Zeitpunkt infektiösen Person. Eine Testung der engen Kontaktpersonen dient der frühen Erkennung von asymptomatischen Infektionen. Am vierzehnten Tag sollte vor Entlassung aus der Quarantäne ein Antigentest durchgeführt werden und die Aufhebung der Quarantäne nur im Fall eines negativen Testergebnisses und ohne Erkrankungssymptome erfolgen. Wenn Symptome/Krankheitszeichen während der Quarantäne auftreten, muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden und eine diagnostische Klärung erfolgen.

Vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen sind nach Exposition zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall von Quarantäne-Maßnahmen ausgenommen, ebenso wie (immungesunde) Personen, die in der Vergangenheit eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben („Genesene“) und mit einer Impfstoffdosis geimpft sind. Nach bisherigem Kenntnisstand gilt diese Ausnahme von der Quarantäne für die aktuell in Deutschland zugelassenen und von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfstoffe. Bis zum 14. Tag nach Exposition zu dem SARS-CoV-2-Fall sollte ein Selbstmonitoring (Körpertemperatur, Symptome) erfolgen. Entwickelt die Kontaktperson trotz vorausgegangener Impfung Symptome, so muss sie sich in eine Selbstisolierung begeben und eine zeitnahe Testung veranlassen. Hinsichtlich der Quarantäne-Maßnahmen für geimpfte Patientinnen und Patienten in medizinischen Einrichtungen sowie für geimpfte Bewohnerinnen und Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen gelten Sonderregelungen. Vollständig geimpfte Personen, Genesene innerhalb der ersten sechs Monate nach vorausgegangener SARS-CoV-2-Infektion sowie Genesene mit einer Impfstoffdosis gemäß STIKO-Empfehlung, die entweder beruflich oder privat einen engen Kontakt zu ungeimpften Risikogruppen haben (z.B. Tätigkeit in einem Pflegeheim oder Pflege von älteren Familienangehörigen), sollten nach Kontakt zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall wenn möglich die berufliche Tätigkeit bzw. ihren privaten Umgang mit Risikogruppen für 14 Tage nach dem letzten Kontakt zu dem Fall einstellen.

Das RKI schreibt am 02.03.2021 (Auszug): 

Die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 erfolgt mittels direktem Erregernachweis (z.B. Genomnachweis mittels PCR, Antigennachweise, Virusisolierung):

PCR-Test: Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen. Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung länger dauern.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen als Probenmaterial besonders geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden.

Antigen-Test: Antigen-Tests basieren auf dem Nachweis von viralem Protein (Eiweiß) in respiratorischen (aus dem Atemtrakt stammenden) Probenmaterialien. Kommerziell verfügbare Antigen-Tests sind je nach Aufbau für den Einsatz vor Ort (Antigen-Schnelltest, sogenannter point of care test (POCT), Einzeltest) oder als Labortest für die Untersuchung größerer Probenmengen geeignet. Antigentests können bei Erfüllung definierter Anforderungen dort eine sinnvolle Ergänzung der (PCR-) Testkapazitäten darstellen, wo in der frühen Phase der Infektion schnell (vor Ort, POCT) eine erste (Vor-)Entscheidung über das mögliche Vorliegen einer übertragungsrelevanten Infektion bei einer Person gefällt werden soll. Aufgrund der geringeren Sensitivität (d.h. Wahrscheinlichkeit, mit der ein Infizierter erkannt wird) und Spezifität (Wahrscheinlichkeit, mit der ein Nicht-Infizierter auch als solcher korrekt erkannt wird) von Antigen-Tests ist der Einsatz dieser Tests nur unter bestimmten Voraussetzungen eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Maßnahmen (siehe dazu die Nationale Teststrategie (externer Link)). Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von geschultem Personal durchgeführt werden, und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen müssen dabei berücksichtigt werden.

Indirekte Nachweise erfassen die Reaktion des Körpers auf die Infektion (Immunsystem, z.B. Bildung von Antikörpern, Entzündungsreaktionen):

Antikörper-Test: Ein Test auf SARS-CoV-2-spezifische Antikörper im Blut/Serum ist derzeit insbesondere für epidemiologische Fragestellungen zur Klärung der Verbreitung des Virus sinnvoll. Zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper vergehen ca. ein bis zwei Wochen (in Einzelfällen auch mehr). SARS-CoV-2 spezifische Antikörper können sowohl während der akuten Infektionsphase als auch nach Abklingen von Symptomen bzw. Eliminierung des Virus aus dem Körper nachgewiesen werden. Antikörperteste sind daher zur Feststellung einer aktuellen Infektion nicht geeignet, können aber die Diagnostik ergänzen, insbesondere, wenn zwei aufeinanderfolgende Blutproben untersucht werden und Antikörperverläufe (IgM, IgA, IgG) analysiert werden. Die vorliegenden Validierungsdaten von Antikörpernachweisen reichen noch nicht aus, um einen einmaligen IgM-Nachweis zur Feststellung einer aktuellen Infektion als ausreichend betrachten zu können. Bei negativer PCR und fortbestehendem klinischem Verdacht kann der Nachweis einer Serokonversion für die Feststellung einer stattgefundenen Infektion hilfreich sein.

Selbsttests: Zu Fragen rund um die jetzt im Handel verfügbaren Selbsttests gibt das Bundesministerium für Gesundheit Antworten unter (externer Link): 
https://www.zusammengegencorona.de/informieren/testen/selbsttests/

Dann gibt der offizielle Flyer des Robert Koch- Instituts wertvolle Verhaltensempfehlungen für Betroffene und deren Angehörige:
 

Für Kontaktpersonen legen üblicherweise die für das jeweilige Land zuständigen Gesundheitsbehörden das konkrete Vorgehen fest.  Zu den möglichen Anordnungen oder Empfehlungen gehört, zuhause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Hustenetikette ist wichtig. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Angehörige oder Freunde können die Kontaktperson im Alltag z. B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden.

Wertvolle Hinweise für nicht erkrankte Personen, die sich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in häuslicher Quarantäne befinden, gibt es zum Ausdrucken unter

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene/Flyer.pdf (externer Link)

oder als mobile Version für das Smartphone unter https://dev.frank.xaol.de/RKI_Covid-19_Flyer/ (externer Link)

Kostenübernahme – ein wichtiges Thema für Allianz Kunden mit einer privaten Krankenvollversicherung: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Wenn Sie Fragen zur Kostenübernahme haben, zum Beispiel beim Thema Krankentagegeld oder der Reisekrankenversicherung, rufen Sie uns gerne an. Kostenfrei von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr unter 08 00.4 10 01 08.

Fragen und Antworten zu Vertragsfragen, wie zum Beispiel ob ein Coronatest erstattet wird, lesen Sie auch auf dieser Sonderseite.

Neben Impfung, Hygiene und sozialer Distanzierung ist vor allem wichtig, in der jetzigen Phase die eigene körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Dadurch tragen Sie – falls Sie sich trotz aller Maßnahmen infizieren sollten – dazu bei, dass Ihr Körper die Infektion besser verarbeitet. 
 

  • Körperliches Training bzw. Sport hat einen stabilisierenden Effekt auf das Immunsystem
  • Eine überschießende Aktivierung des Immunsystems (die den Körper bei schweren Erkrankungen zum Versagen bringt) kann durch Training beeinflusst werden
  • Auch Ungeübte sollten jetzt beginnen: Schon kurze Trainingseinheiten (10 Minuten Dauer), die über die Zeit langsam gesteigert werden, sind für den Start ausreichend
  • Trainierte sollten die bisherigen Programme beibehalten und wie bisher durchführen
  • Durch tägliche Atemübungen mit tiefem Ein- und Ausatmen wird die Belüftung der Lunge gefördert
  • Bei vorliegenden Krankheitssymptomen sollte keine zusätzliche körperliche Aktivität erfolgen

Anleitungen zur gesunden Bewegung finden Sie auch hier in der Gesundheitswelt. Wir empfehlen Ihnen insbesondere die Rubriken Fitness, Laufen und Radfahren.

Und außerhalb der Allianz Gesundheitswelt? Weitere Informationen zum Thema „In Bewegung bleiben“ finden Sie auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin (externer Link). Kurze Übungen speziell für Senioren finden Sie bei der Technischen Universität München (PDF, externer Link). Sie möchten die Hintergründe genauer verstehen? Den Fach-Artikel „Sport in Zeiten von Corona“ können Sie in der Zeitschrift für Sportmedizin nachlesen (externer Link).

Aufzeichnungen der Webinare der Allianz zum Thema Corona
Videoaufzeichnungen verfügbar
Aufzeichnungen der Webinare der Allianz zum Thema Corona
Hier finden Sie die Videos zu ausgewählten Kunden-Online-Veranstaltungen der Allianz Private Krankenversicherung. Soweit verfügbar, finden Sie auch die gezeigten Foliensätze zum herunterladen.
Bild: Pete Linforth/Pixabay