Warnung: Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte wechseln Sie zu einem moderneren Browser wie Chrome, Firefox oder Microsoft Edge.

Körperliche und seelische Veränderungen

Wechseljahre beim Mann

Auch Männer kommen in die Wechseljahre. Körperliche und seelische Veränderungen durch eine verminderte Hormonproduktion treten jedoch meist weniger abrupt und ausgeprägt auf als bei Frauen.

In Kürze
Hormonspiegel sinkt
In den Wechseljahren sinkt auch bei Männern der Hormonspiegel. Die Konzentration des Testosterons sinkt jedoch langsamer und in viel geringerem Maße als das Östrogen im weiblichen Körper nach dem plötzlichen eintretenden Produktionsstopp.
Potenzprobleme
Dass die Erektion mit zunehmendem Alter schwächer wird ist ganz normal. Wenn aber keine Erektion mehr zustande kommt oder akute Probleme auftreten, empfiehlt sich der Gang zum Arzt. Medikamente sollten nur nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden.
Psychische Faktoren
Männer wollen stark sein und körperliche Beschwerden oft nicht wahrhaben. Auch psychische Belastungen werden oft bagatellisiert oder ignoriert. Dabei kann gezieltes Stressmanagement und Vorsorge viel bewirken.
Auch bei Männern treten mit dem Alter körperliche und seelische Veränderungen auf.
Wann ist ein Mann eine Mann?
Auch bei Männern treten mit dem Alter körperliche und seelische Veränderungen auf.
Wechseljahre gibt es auch bei Männern. Der Hormonspiegel sinkt und verursacht körperliche und seelische Veränderungen. Viele Männer wollen das nicht wahrhaben und spielen Probleme herunter oder ignorieren sie. Rechtzeitige Vorsorge und regelmäßige Gesundheits-Checks sind jedoch immer eine gute Entscheidung. Selbst wenn Sie sich gerade gesund fühlen.
Testosteronspiegel sinkt
Die Konzentration des Testosterons sinkt bei Männern mit dem Alter langsamer und in viel geringerem Maße im Vergleich zum plötzlichen Produktionsstopp des Östrogens im weiblichen Körper. Männer spüren die körperlichen und seelischen Veränderungen durch die Wechseljahre daher meist weniger stark. Die Beschwerden treten nicht so plötzlich auf und sind weniger ausgeprägt als bei Frauen.

Ohne einen nachgewiesenen deutlichen Hormonmangel und eine eindeutige Ursache für dieses Hormondefizit sollten Männer keine Hormone einnehmen.
Nicht mehr ganz Mann?

Viele Männer beklagen mit zunehmendem Alter das Schwinden ihrer Potenz. Dass der Winkel der Erektion immer flacher wird, liegt an einer geringeren Spannung der Bänder, die den Penis halten, und das ist völlig normal!

Wenn aber keine Erektion mehr zustande kommt oder sie für den Geschlechtsverkehr nicht mehr ausreicht, spricht man von einer erektilen Dysfunktion. Ursache können neben körperlichen auch seelische Grunderkrankungen sein. Neu und vor allem akut auftretende Erektionsstörungen sollten Sie mit Ihrem Hausarzt besprechen.

Die Behandlung der organisch bedingten erektilen Dysfunktion kann in manchen Fällen mit den Substanzen Vardenafil, Sildenafil, Tadalafil und Avanafil behandelt werden. Zu beachten ist, dass viele herzkranke Männer diese Medikamente nicht einnehmen dürfen.

Sie dürfen nur bei genauer Kenntnis aller Vorerkrankungen und auch dann nur von einem Arzt verschrieben werden. Bitte beachten Sie, dass eine Erstattung ausschließlich bei organisch bedingten Erektionsstörungen, d. h. Erektionsstörungen, die auf einer Krankheit beruhen, in begrenztem Umfang möglich ist.

Krankheit als persönliche Schwäche

Männer betrachten Krankheit oft als persönliche Schwäche. Sie neigen deshalb eher dazu, körperliche Beschwerden zu ignorieren oder spielen sie herunter. Auch bei psychischen Belastungen, z. B. in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz, heißt die Maxime vieler Männer: bagatellisieren und Nicht-wahrhaben-Wollen! Männer stehen häufig berufsbedingt unter Strom. Sie schlafen schlecht, nehmen Essen im Übermaß zu sich und konsumieren verstärkt Alkohol und Nikotin.

Diese „Vogel-Strauß-Taktik“ ist der ideale Nährboden für psychosomatische Erkrankungen, also körperliche Erkrankungen, die eine seelische Ursache haben.

Auch Herzinfarkte entstehen häufiger bei Männern, die Konflikte dauerhaft in sich hineinfressen, anstatt sie offen anzusprechen. Entlädt sich der aufgestaute Ärger plötzlich, ist in den zwei Stunden danach das Herzinfarktrisiko erhöht. Lassen Sie es also gar nicht erst so weit kommen!

Stressmanagement

Schwierige Situationen im Alltag lassen sich mit der richtigen Einstellung, einem gesunden Lebensstil und ein paar Tricks positiv beeinflussen. Unsere Broschüre Stressmanagement hilft Ihnen dabei.

Vorsorge statt Nachsorge

Sie fühlen sich gesund, warum also zum Arzt? So denken viele Männer und suchen erst einen Mediziner auf, wenn es möglicherweise bereits zu spät ist. Hier könnten sich Männer ein Beispiel an den Frauen nehmen, die meist die empfohlenen Vorsorge-Checks wahrnehmen und selbst etwas für die Gesundheit tun.

Bilder: Titelbild - gpointstudio/Adobe Stock; Männer: Fit ab 50 - Jacob Lund Photography/Adobe Stock;  Broschüre Männer: Fit ab 50 - Robert Daly/GettyImages