- Gut oder schlecht? Stress ist heute ein Symbol für körperliche und seelische Belastungen aller Art geworden. Positiver Stress motiviert, negativer Stress löst dagegen unangenehme Gefühle aus.
- Stresstypen: Verschiedene Menschen reagieren in der gleichen Situation ganz unterschiedlich: Sind Sie unter Stress Einzelkämpfer, hilfsbereit oder ausgeglichen?
- Belastungen erkennen: Prüfen sie im Online-Check, ob Sie gestresst sind, und wenn ja, in welchen Lebensbereichen ihre größten Stressfaktoren liegen.
- Dauerstress macht krank: Das Risiko für Herzerkrankungen, Lungenleiden und sogar Krebs steigt ebenso wie die Anfälligkeit für psychische Störungen.
Stressauslöser und Stresstypen
In Kürze
Stress betrifft (fast) jeden
Stress – was ist das?
… die Mittagspause fällt aus, weil das Telefon ständig klingelt. Abends schaffen Sie es gerade noch in den Supermarkt. Zu Hause warten die Kinder und die Bügelwäsche. „Mist!“, das Geburtstagsgeschenk für Ihre Mutter haben Sie schon wieder vergessen. Im Stress? „Willkommen im Club.“
Gestresst zu sein gehört heutzutage offenbar zum Alltag. Viele Menschen benutzen Stress als Statussymbol. Sie sind häufiger unterwegs als zu Hause, telefonieren ständig mit dem Mobiltelefon und tippen selbst in der UBahn auf ihrem Laptop. Viele Berufstätige zeigen so der Umwelt: Seht her, wie wichtig ich bin! Davon abgesehen stehen aber viele tatsächlich immer häufiger unter Termin- und Leistungsdruck.
Viele unserer Urgroßeltern kannten das Wort „Stress“ noch gar nicht. Der österreichisch-kanadische Mediziner Hans Selye hat den Begriff erst in den 1930erJahren eingeführt. Ursprünglich beschrieb Selye damit das, was im Körper bei Belastung passiert. Inzwischen ist Stress ein Symbol für körperliche und seelische Belastungen aller Art geworden.
Guter und schlechter Stress
Positiver Stress (Eustress) motiviert, macht produktiv und glücklich. Denken Sie nur an das gute Gefühl, eine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen zu haben.
Negativer Stress (Disstress) löst dagegen unangenehme Gefühle aus. Sie fühlen sich nicht wohl und werden bei dauer-hafter Belastung womöglich gar krank.
Stress ist vergleichbar mit der Spannung einer Violinsaite: Ist die Saite zu wenig gespannt, klingt die Musik dumpf, schwer-fällig oder kratzig. Ist die Saite jedoch zu stark gespannt, entstehen schrille Töne und manchmal reißt die Saite sogar.
Stressauslöser erkennen
Beobachten Sie, welche Situationen und Gefühle bei Ihnen persönlich Stress auslösen. Ist es ein voller Terminkalender, das große Familienfest oder zu wenig Schlaf? Stressige Situationen erlebt jeder, krank werden muss davon aber nicht jeder.
Sobald Sie erkennen, wann Sie aus dem Gleichgewicht geraten, ist der erste Schritt geschafft. Am Ende werden Sie den Stress im Griff haben – und nicht der Stress Sie.
Stresstypen
Die Einzelkämpfer
Die Ausgeglichenen
Die Hilfsbereiten
Die Konservativen
Belastungen erkennen: Machen Sie den Online-Check
So schadet Stress Ihrer Gesundheit
Auf Dauer macht Stress krank. Dank wissenschaftlicher Untersuchungen weiß man, dass Stress das Risiko für Herzerkrankungen, Lungenleiden und sogar Krebs erhöht. Stressgeplagte Menschen haben häufiger Unfälle und sind anfälliger für psychische Störungen.
Stress kann Körper und Psyche empfindlich beeinflussen:
- Muskelbeschwerden
- Erschöpfung
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Schmerzen
- Magen- oder Darmprobleme
- Anfälligkeit für Infekte
- Bluthochdruck
- Störende Ohrgeräusche (Tinnitus)
- Störungen des Sexuallebens
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Gedächtnisstörungen
- Albträume
- Gereiztheit, Nervosität
- Unzufriedenheit
- Aggression
- Unsicherheit, Angst
- Lustlosigkeit
- Burn-out
- Depression