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Was ist bei der Vorbereitung wichtig?

Goldene Regeln für Fernreisende

Damit der Traumurlaub in der Ferne nicht zum Horrortrip wird, sollten Sie Gefahren durch Tier- und Pflanzenwelt ebenso kennen wie Sitten und Gebräuche – und sich richtig vorbereiten.

In Kürze
Gute Vorbereitung
Für ungetrübte Reisefreuden sollten Sie sich richtig vorbereiten und vor Ort Fehler vermeiden, damit Ihr Traumurlaub nicht zum Horrortrip wird.
Vorab informieren
Je entlegener Ihr Reiseziel und je fremder die Kultur, desto umfassender müssen Sie sich informieren. 
Goldene Regeln beachten
Die meisten Probleme und Hindernisse auf Fernreisen lassen sich umgehen, wenn Sie die goldenen Regeln beachten.
Mit den goldene Regeln für Fernreisende können Sie Fehler vermeiden und Risiken minimieren.
Fehler vermeiden
Mit den goldene Regeln für Fernreisende können Sie Fehler vermeiden und Risiken minimieren.
Exotische Länder locken mit traumhaften Stränden, außergewöhnlicher Tier- und Pflanzenwelt und kulturellen Reizen. Ein ungetrübtes Reiseerlebnis setzt jedoch voraus, dass Sie sich richtig vorbereiten und vor Ort die schlimmsten Fehler vermeiden, die Ihren Traumurlaub in einen Horrortrip verwandeln können.
Reiseunterlagen, Impfungen, Reiseapotheke

Je entlegener Ihr Reiseziel und je fremder die Kultur, desto sorgfältiger müssen Sie sich vorbereiten. Bei einem Trip in eine Großstadt innerhalb der EU genügen in der Regel ein Reiseführer, eine Auslandskrankenversicherung, benötigte Medikamente und ein Blick in die tagesaktuellen Nachrichten zur Lage vor Ort.

Für eine Rucksacktour durch ein tropisches Schwellenland müssen Sie dagegen zusätzlich diverse Reiseunterlagen und Kartenmaterial beschaffen, sich Monate voraus um Reiseimpfungen und Malariaprophylaxe kümmern, eine gut ausgestattete Reiseapotheke einpacken und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes im Auge behalten.

Wie Probleme und Hindernisse umgehen?
  • Grundlegendes

    Gerade die länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sind nicht nur eine wichtige Informationsquelle für Einreisebestimmungen und regionale Risiken (Naturkatastrophen, Infektionskrankheiten, Terror etc.), sondern auch für spezifische und ungewohnte Vorschriften – insbesondere bei Zoll und Strafrecht.
  • Achten Sie beim Essen und Trinken auf Hygiene

    In Schwellenländern herrscht ein Mangel an sauberem Trinkwasser. Die Hygiene bei Verarbeitung, Transport, Lagerung sowie Verkauf von Lebensmitteln lässt häufig ebenso zu wünschen übrig. Verunreinigte Getränke und Nahrungsmittel können jedoch Vergiftungen oder Infektionen wie Hepatitis A verursachen.
  • Fragen Sie Bekannte

    Nutzen Sie den Erfahrungsschatz von Bekannten und Mitreisenden, die bereits Erfahrungen mit Ihrem Reiseziel haben. Diese liefern teils wertvolle Informationen zu kulturellen Fußangeln und sozialen Brennpunkten an Ihrem Reiseziel.
  • Bleiben Sie auf dem Laufenden

    Verfolgen Sie die Nachrichtenlage vor Ort. Gerade in instabilen Regionen kann sich die Sicherheitslage binnen eines Tages dramatisch ändern.
  • Gehen Sie keine unnötigen Unfallrisiken ein

    Meiden Sie möglichst riskante Fortbewegungsmittel (z. B. Motorrad) und gehen Sie bei Risikosportarten nicht an Ihr Limit – insbesondere wenn Sie noch am Jetlag leiden. Viele Urlaubsreisen enden aufgrund von Unfällen vorzeitig.
    Bedenken Sie: Je größer der Abstand zu einer medizinischen Einrichtung und je geringer die Qualität der medizinischen Versorgung vor Ort, desto höher ist das Risiko einer ungenügenden oder verzögerten medizinischen Versorgung.
  • Schützen Sie sich beim Sex mit Urlaubsbekanntschaften

    Kondome schützen vor den meisten sexuell übertragbaren Erkrankungen.
  • Beugen Sie Badeunfällen vor

  • Schützen Sie sich vor Insektenstichen

    Gegen viele durch Insektenstiche übertragbare Krankheiten gibt es keinen wirksamen Impfschutz. Schöpfen Sie alle Mittel aus, um sich vor Stechmücken und anderen Krankheiten übertragenden Insekten zu schützen, z. B. mit stichdichter Outdoor-Kleidung, Moskito-Netz und chemischen Abwehrmitteln.
  • Haben Sie Respekt vor Tieren

    Raub- und Gifttiere flößen prinzipiell Respekt ein. Unterschätzen Sie aber nicht den Fluchtreflex, Mutterinstinkt oder Panikreaktionen vermeintlich harmloser Tiere mit entsprechendem „Kampfgewicht“. Ein aufgeschrecktes Rind etwa kann Sie über den Haufen rennen und schwer verletzen. Nehmen Sie sich daher die regionalen Warnhinweise und Verhaltensempfehlungen zu Herzen.
  • Sorgen Sie für Sonnenschutz

    Der Urlaub ist zu kurz, um sich oder seine Kinder mit einem Sonnenbrand zu quälen. Gerade in tropischen Regionen, auf Wasser, Sand oder Schneeflächen ist die UV-Strahlenbelastung deutlich höher.
  • Passen Sie sich an

    Respektieren Sie kulturelle Gepflogenheiten. Andere Länder, andere Sitten: So fassen Thailänder etwa das Berühren des Kopfes als Beleidigung auf. Sofern Sie nicht auf den Erfahrungsschatz eines Reiseleiters oder erfahrenen Mitreisenden zurückgreifen können, sollten Sie spätestens bei der Anreise Ihren Reiseführer wälzen.
  • Halten Sie sich an die örtlichen Gesetze

    Was in Deutschland höchstens als Bagatelldelikt gilt, kann Sie in vielen außereuropäischen Ländern für Jahre ins Gefängnis bringen.
    Beispiel Vereinigte Arabische Emirate: Nicht nur der Besitz geringster Mengen Drogen, sondern auch von Medikamenten ohne ärztliches Attest kann für ein- oder durchreisende Personen Gefängnisstrafen von bis zu vier Jahren bedeuten. Der Begriff „ Drogen“ ist zudem sehr weit gefasst: In Extremfällen wurden schon Reisende wegen ein paar Mohnsamen an der Kleidung bestraft.
    Beispiel Thailand: Hier kann Sie jede einzelne Majestätsbeleidigung zwei bis 15 Jahre hinter Gitter bringen. Verzichten Sie daher darauf, öffentlich Kritik an den menschlichen und tierischen Mitgliedern des Königshauses zu üben. Ebenso verboten: Geldscheine mit dem Konterfei des Königs zu zerstören oder auf diese zu treten.
    „Besondere strafrechtliche Bestimmungen“ entnehmen Sie unter anderem den länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes.
  • Hüten Sie sich vor Natur- und Kulturgütern als Souvenirs

    Viele Tier- und Pflanzenarten, die in Schwellenländern zu Souvenirs verarbeitet werden, sind geschützt und dürfen nicht nach Europa eingeführt werden. Das gilt sowohl für lebende Tiere bzw. Pflanzen als auch für bereits tote Souvenirs – beispielsweise getrocknete Seepferdchen, Fossilien und Lederwaren. Erwischt Sie der Zoll, müssen Sie neben einer empfindlichen Geldstrafe womöglich noch die Schmach ertragen, an der Ausrottung einer gefährdeten Spezies mitgewirkt zu haben.
    In vielen Ländern kann ebenso der Ausfuhrversuch von Kulturgütern folgenreich sein. Beispielsweise duldet der türkische Staat keine Ausfuhr von Kulturgütern wie Münzen, Tonscherben und Antiquitäten – auch nicht vor vermeintlich geringwertigen wie Steinen.
  • Behalten Sie Ihr Gepäck im Auge

    Zu guter Letzt der Klassiker: Schmuggel wider Willen. Lassen Sie Ihr Gepäck niemals unbeaufsichtigt, damit es niemand für eine Bombe oder leichte Beute hält oder als Schmuggelversteck missbraucht. Nehmen Sie auch niemals Umschläge oder Päckchen für jemanden anderen über die Grenze mit, sofern Sie den Inhalt nicht kennen und dieser unbedenklich ist.
Bilder: Kopfbild - charptoyou/Shutterstock;  Arztbesuch - sharpshutter/Shutterstock