In Kürze
Reisen und Nachhaltigkeit? Ob Fernreise oder Kreuzfahrt – vieles, was unter die schönste Zeit des Jahres fällt, ist nur schwer mit „Sanftem Tourismus“ zu vereinbaren. Doch ein gelungener Urlaub oder erholsame Auszeiten sind auch ohne lange Anreise möglich.
Das Gute liegt so nah
Das Abenteuer wartet bisweilen buchstäblich vor der eigenen Haustür; man muss nur wissen, wo man suchen muss. Es gibt viel zu entdecken!
Einfach loslegen oder planen?
Einfach drauflos Laufen oder Radeln ist nicht der schlechteste Start für einen erlebnisreichen Tag. Natürlich lassen sich Touren vom kleinen Sonntagsausflug bis zur mehrwöchigen Reise im Voraus planen.
Für jeden etwas
Es lohnt sich, die Vielfalt der eigenen Umgebung zu erkunden: Naturrefugium oder Burgruine, Museumsbahn oder Gutshof – ein spannendes Ziel liegt garantiert in der Nähe.
Geocaching
Spaß an der Bewegung und Herausforderung an das Kombinationsvermögen: Die moderne Schnitzeljagd mit GPS-Unterstützung ist ganz einfach
Spaß auf Kurzdistanz
Urlaub zuhause oder auch nur im eigenen Land – das mag für manchen dem Versprechen von Freiheit und Abenteuer zuwiderlaufen; schließlich gehören die Deutschen zu den reisefreudigsten Menschen weltweit. Doch das Abenteuer wartet bisweilen buchstäblich vor der eigenen Haustür; man muss nur wissen, wo man suchen muss. Und auch, wenn man sich ein etwas entfernteres Urlaubsziel ausgesucht hat, spricht nichts dagegen, dieses nach der Anreise auf möglichst nachhaltige Weise zu erkunden.
Gelegenheiten  nutzen

Nachhaltigkeitselemente lassen sich in jede Art von Urlaub integrieren. Die Anreise mit einem umweltfreundlichen Verkehrsmittel, etwa per Bahn, ist nur ein Baustein. Am und um den Urlaubsort lassen sich Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln, per Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen, und am Meer ist ein Ausflug mit dem Segelboot umweltverträglicher als ein Nachmittag auf dem Jetski.

Überraschende Entdeckungen sind möglich, wenn man seine Umgebung mit wachen Augen wahrnimmt – und dazu hat man beim Wandern oder auf einer Radtour mehr Gelegenheit als in der Kolonne auf der Autobahn. Zusätzlicher Vorteil: Man verschafft sich ausreichend Bewegung und muss sich beim Genuss der lokalen Spezialitäten weniger Gedanken über die Kalorien machen.

Ziellos glücklich

Einfach drauflos Laufen oder Radeln ist nicht der schlechteste Start für einen erlebnisreichen Tag. Schon die lange Besiedlungsgeschichte der meisten Regionen sorgt für eine Fülle bequem erreichbarer Ziele in der näheren und weiteren Umgebung um den Ausgangsort. Von Hünengräbern im Norden bis zu keltischen Kultstätten und Spuren des Limes weiter südlich über mittelalterliche Burgen bis hin zu barocken Schlössern gibt es so allein in Deutschland viel zu entdecken.

Dabei kommt oft eines zum anderen: Ein Spaziergang zur Erntezeit durch die Weinberge im Rheintal dauert unversehens einige Stunden, wenn man alten Pfaden und Wegmarken folgt – und das, ohne dass die Tour zur Tortur wird. Selbst ein kurzer Zwischenstopp etwa an der Küste kann sich so schnell zur längeren Wanderung entwickeln, weil man vom angesteuerten Leuchtturm aus ein interessantes Wrack am Strand sieht und dort angekommen wieder ein Stück weiter Seehunde auf einer Sandbank entdeckt.

Auf dem Rad vergrößert sich bei diesem Vorgehen der Aktionsradius um ein Vielfaches, unabhängig, ob man klassisch nur mit Pedalkraft oder per E-Bike unterwegs ist. Wichtig dabei ist nur, dass man sich nicht zu sehr auf seine ursprüngliche Planung versteift: Beim Blick auf die Karte verlockt ein neues Zwischenziel zu einem kleinen Umweg, ein Wegweiser am Straßenrand führt auf lohnende Abwege, oder zwischen den Bäumen an der Strecke blitzt ein interessantes Gemäuer auf. Nicht vergessen: Auch eine Rast zwischendurch gehört dazu, sei es in einem Lokal oder Biergarten, sei es an einer Stelle mit grandioser Aussicht.

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