Sturzsicher im Alter

Mobilität erhalten

Das Risiko, pflege­bedürftig zu werden, steigt mit zunehmendem Alter. Dennoch können Sie auch im hohen Alter noch körperlich fit und mobil sein. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Balance recht­zeitig trainieren und Sturz­risiken minimieren.

In Kürze
Balance-Übungen
Balance-Übungen helfen, den Geist ins Gleichgewicht zu bringen. Insbesondere fort­geschrittene Balance-Übungen wie im Yoga schärfen das Körper­gefühl.
Angst überwinden
Nach Stürzen können einfache Fitness- und Balance-Übungen dabei helfen, wieder Selbst­sicherheit und ein gutes Körper­gefühl zurück­zugewinnen.
Gleichgewicht erhalten
Regel­mäßiges Spazieren­gehen kräftigt die Muskulatur, Balance-Übungen und Gymnastik erhöhen Beweglichkeit und Koordinations­vermögen.
Risiko mit zunehmendem Alter
Das Risiko, pflege­bedürftig zu werden, steigt mit zunehmendem Alter. Dennoch können Sie auch im hohen Alter noch körperlich fit und mobil sein – vor­aus­gesetzt Sie trainieren regel­mäßig Kraft, Ausdauer, Koordination und Balance­ge­fühl. Damit beugen Sie nicht nur krankhaftem Über­gewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, sondern verringern auch Ihr individuelles Sturz­risiko im Alter: Sturz­folgen zählen zu den häufigsten Ursachen für Pflege­bedürftig­keit bei älteren Menschen.
Übungen für den Gleichgewichts­sinn

Idealerweise beugen Sie mit Fitness- und Balance-Übungen vor, bevor sich erste Gangunsicherheiten einschleichen. Zudem ist mit zunehmendem Alter regelmäßiges Training unerlässlich, damit der Gleichgewichtssinn nicht verkümmert: Wer rastet, der rostet.

Balance-Übungen helfen außerdem, den Geist ins Gleichgewicht zu bringen. Insbesondere fortgeschrittene Balance-Übungen wie im Yoga schärfen neben dem Körpergefühl auch die Konzentrationsfähigkeit, bauen Stress ab und geben Selbstsicherheit.

Wer im Alter bereits unangenehme Erfahrungen nach einem Sturz gemacht hat, bewegt sich meist aus Angst vor weiteren Stürzen noch weniger und steigert so seine individuelle Sturzgefahr im Alltag. Aber auch hier können einfache Fitness- und Balance-Übungen dabei helfen, wieder Selbstsicherheit und ein gutes Körpergefühl zurückzugewinnen.

Bestehende Gleichgewichtsstörungen sind ebenfalls kein unabänderliches Schicksal. Wie eine Reihe von Studien zeigt, lässt sich das Risiko eines verletzungsträchtigen Sturzes mit geringem Aufwand um bis zu 50 Prozent verringern: Regelmäßiges Spazierengehen kräftigt die Muskulatur, Balance-Übungen und Gymnastik erhöhen Beweglichkeit und Koordinationsvermögen. Das durch Training verbesserte Zusammenspiel von Muskeln und Nerven ermöglicht schnellere Reaktionen und sorgt so für sicherere Bewegungen.

Mehr Balance: Schärfen Sie Ihren Gleich­ge­wichts­sinn, um al­ters­be­ding­ten Gleich­ge­wichts­prob­le­men und Stürzen vorzubeugen. Sportliche Aktivität hilft, Ihren Körper bei alltäglichen Bewegungen im Lot zu halten. Gezielte Übungen verbessern das Balancegefühl.

Äußere Einflüsse und Erkrankungen

Das Sturzrisiko hängt jedoch nicht nur von der körperlichen Fitness und dem Balancegefühl ab. Folgende äußere Einflüsse können das Sturzrisiko vorübergehend erhöhen:

  • ungünstige Lichtverhältnisse und daraus resultierendes Stolpern im Dunkeln
  • eine fehlende oder ungenügende Sehhilfe
  • Stolperfallen in der Wohnung – Teppichfalten, Türschwellen, rutschende Badvorleger etc.
  • das Bewusstsein beeinträchtigende Medikamente (Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Blutdrucksenker, Hustenblocker etc.)
  • Schlappen

Außerdem erhöht eine Reihe von Erkrankungen dauerhaft das Sturzrisiko:

  • Schlaganfall, Morbus Parkinson und andere Erkrankungen, die die Motorik beeinträchtigen
  • Erkrankungen, die das Bewusstsein stören können (Blutzuckerentgleisung bei Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Epilepsie, Narkolepsie etc.)
  • Sehbehinderung
  • Schleudertrauma
  • Hirnverletzungen
  • Erkrankungen des Innenohrs (gutartiger Lagerungsschwindel, Morbus Menieré, Innenohrentzündung etc.)
  • Demenz
  • Depressionen

In diesen Fällen benötigen die Betroffenen individuelle medizinische Hilfe, um das Sturzrisiko zu minimieren.

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Bilder: Mobilität erhalten - Halfpoint/Shutterstock; Barrierefrei wohnen - RioPatuca Images/Adobe Stock