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Risiken erkennen und vermeiden

Infografik: Ungetrübte Festtage

Advent, Weihnachten, Silvester – der Dezember ist für Klein und Groß gleichermaßen eine aufregende Zeit. Die Kleinen dürfen Plätzchen backen, Kerzen ausblasen, den Christbaum schmücken und mehr. Für Eltern bedeutet es erhöhte Wachsamkeit, damit sich weder die Kleinen verletzen noch die Adventsdekoration entflammt.
Infografik Ungetrübte Feste Teil 1
Infografik Ungetrübte Festtage Teil 2
Infografik Ungetrübte Festtage Teil 3
Infografik Ungetrübte Festtage Teil 4
Infografik Ungetrübte Festtage Teil 5
Infografik Ungetrübte Festtage Teil 6
Infografik Ungetrübte Festtage Teil 7
Wussten Sie schon …?
  • Spielzeug nur mit Prüfsiegel!

    Geschenke lassen sich bequem online einkaufen – leider auch Waren, die nicht europäischen Qualitätsstandards genügen. Mit diesen Prüfzeichen und Gütesiegeln sind Sie auf der sicheren Seite:

    • GS-Zeichen: Bescheinigt, dass ein Produkt den Anforderungen des § 21 des Produktsicherheitsgesetzes entspricht – etwa bei Schadstoffgrenzwerten.
    • spiel gut: Schmückt Spielzeug, das die körperliche, geistige sowie soziale Entwicklung eines Kindes fördert, aber auch umweltverträglich, frei von PVC, sicher und haltbar ist.
    • TÜV Proof: Spielzeug enthält nach dem Stand der Technik keine schädlichen Stoffe.
    • Öko-Tex Standard 100: Bescheinigt Textilien und Stoffspielzeug gesundheitliche Unbedenklichkeit.
    • fair spielt: Dieses Zeichen erhält Spielzeug, das ohne Kinderarbeit und unter fairen Arbeitsbedingungen produziert wurde.
    • VDE: Bescheinigt eine erhöhte Verbrauchersicherheit von Elektrospielzeug – über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.
    • Blauer Engel: Wird Textil- und Holzspielzeug verliehen, das besonders umweltschonend ist.

    (Quellen: eltern.de, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

  • Feuer, Gift und Splitter

    Auch für Haustiere sind Weihnachten und Silvester eine aufregende, aber auch gefährliche Zeit.

    So schützen Sie Ihre Lieblinge vor Stress und Schaden.

  • Sichere Spielzeugwahl

    Kleine Kinder strapazieren ihr Spielzeug und nehmen es gerne in den Mund. Dabei machen sie nicht Halt vor dem Spielzeug älterer Geschwister. Achten Sie auf riskantes Spielzeug wie:

    • Magnetspielzeug: Verschluckte Magneten können schwere Verletzungen im Magen-Darm-Trakt des Kindes verursachen.
    • Lange Ketten und Schnüre: Hiermit können sich Kleinkinder strangulieren.
    • Trillerpfeifen, Spielzeugpistolen: Können direkt am Ohr über 120 Dezibel Lautstärke erreichen und das Gehör schädigen.
    • Scharfe Ecken und Kanten: sollten sich an keinem Kinderspielzeug befinden.
    • Malstifte: Landen im Mund. Deshalb nur bruchfeste Wachs- und Buntstifte nach Ökonorm, ohne Lack und Lösungsmittel.

    (Quelle: Aktion DAS SICHERE HAUS)

  • Elterliche Qualitätskontrolle

    Starker Geruch weist auf Weichmacher hin.

    Älteres Spielzeug auf Beschädigungen prüfen. Verschluckte Kleinteile können die Speiseröhre verletzen, in die Lunge gelangen oder die Atmung blockieren.

  • Plätzchen backen, aber sicher

    Kleine Kinder lieben Plätzchenbacken. Als Eltern sind Sie besonders gefordert, denn in der Küche liegen Spaß und Risiko nahe beieinander.

    Achtung:

    • rohes Ei: Ansteckungsgefahr mit Salmonellen
    • Nüsse oder Nussteile: Kinder bis 3 Jahre: Erstickungsgefahr
    • heißes Backblech: Verbrennungsgefahr
    • Schokolade: Vergiftungsgefahr für Hunde und Katzen

    Spaß garantiert:

    • eierfreien Teig ausrollen
    • Plätzchen ausstechen
    • Zucker- und Schokoguss aufstreichen
    • Streusel, Rosinen etc. naschen
  • Robuster Christbaumschmuck

    Haustiere oder kleine Kinder und zerbrechliche Weihnachtsdeko harmonieren selten. Glasbruch und Schnittverletzungen vermeiden Sie mit robustem, kindersicherem Christbaumschmuck aus Metall oder unbehandeltem Holz.
  • Schatz, der Kranz brennt!

    Zum Jahresende ereignen sich Zuhause mehr Brandschäden als in Frühjahr und Herbst. Etwa 11.000 zusätzliche Brände zählen Versicherer in der Adventszeit, meist verursacht durch brennende Kränze und Christbäume sowie verirrte Silvesterraketen.

    (Quelle: GDV 2015)

  • Weihnachtsbrände verhindern

    Nicht nur ungestüme Kinder und außer Kontrolle geratene Haustiere können brennende Kerzen umstoßen, und damit einen Brand verursachen. Mit diesen Tipps minimieren Sie das weihnachtliche Brandrisiko:

    Achtsam bleiben

    • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder und Haustiere dabei sind.
    • Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz auf.

    Abstand halten

    • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenke, Vorhang, Weihnachtsdeko) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
    • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung. Platzieren Sie den Adventskranz auf eine feuerfeste Unterlage wie Keramik.

    Nicht austrocknen lassen

    • Bedenken Sie, dass Tannengrün mit der Zeit leichter entzündlich wird, da es im Warmen schnell austrocknet und brennbare Harzgase abgibt. Deshalb: vertrocknete Tannenzweige am Adventskranz austauschen.
    • Kaufen Sie nur einen frischen Baum und lagern Sie diesen bis kurz vor der Bescherung kühl.
    • Stellen Sie Ihren Christbaum in einen schweren Ständer mit Bewässerung und fernab der Heizung auf. Das verlangsamt das Austrocknen. Vertrocknete Bäume brennen wie Zunder.

    Sicher aufstellen

    • Sehr hohe Bäume sollten Sie in Innenräumen zusätzlich mit einem Deckenseil gegen Umfallen sichern.

    Richtig anzünden/löschen

    • Stellen Sie geeignete Löschmittel bereit. Für Bäume, Lichterketten: Feuerlöscher (Schaum, Pulver), kein Spray! Für Kränze genügen Wassereimer oder Löschdecke.
    • Entzünden Sie Kerzen am Weihnachtsbaum von oben nach unten, und löschen Sie sie in umgekehrter Reihenfolge.
    • Löschen und wechseln Sie Kerzen, bevor sie heruntergebrannt sind.

    Achtung, Lichterketten!

    • Verwenden Sie ausschließlich LED-Lichterketten, die das TÜV-Siegel „Geprüfte Sicherheit“ und das VDE-Zeichen tragen.
    • Überlasten Sie Steckdosen nicht mit mehreren Lichterketten.
    • Wechseln Sie kaputte Lampen in Lichterketten aus. Mit jeder kaputten Lampe erhöht sich das Risiko, dass die Lichterkette überhitzt und durchbrennt.

    Im Brandfall

    • Versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. 
    • Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.

    Rauchmelder installiert?

    • Falls noch nicht passiert: Installieren Sie Rauchwarnmelder in ihrem Zuhause, damit Sie frühzeitig bei Wohnungsbränden alarmiert werden.

    (Quellen: Deutscher Feuerwehrverband, Aktion DAS SICHERE HAUS)

  • Feuriger Feinstaub

    Zum Jahreswechsel schießen die Deutschen mit Feuerwerkskörpern rund 5.000 Tonnen Feinstaub in die Luft. Dies entspricht etwa 17 % der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Feinstaubmenge. Die metallischen Stäube belasten die Lunge und können unter anderem Asthmaanfälle auslösen.

    (Quelle: Umweltbundesamt 2017)

  • Ohren und Augen schützen

    Gehörschutzstöpsel schützen Ihr Gehör vor Schaden, wenn ein verirrter Böller in einer Unterführung oder nahe Ihrem Ohr explodiert. Für ganz Vorsichtige gibt es im Laborfachhandel für wenig Geld Vollsicht-Schutzbrillen gegen herumfliegende Böllerreste und Sektkorken.
  • Sicher über Silvester

    Böllern ist für Groß und Klein ein unwiderstehliches Vergnügen. Die Explosivkörper können jedoch schwere Hautverbrennungen sowie Verletzungen an Augen, Ohren und Weichteilen verursachen. So schützen Sie sich:

    • Legale Böller: Brennen Sie nur in Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper ab – erkennbar an der Kennzeichnung „BAM-F1-“ oder „BAM-F2-“gefolgt von einer vierstelligen Nummer. Eigenbauten und ungeprüfte Importe sind extrem gefährlich und bei Strafe verboten.
    • Sicher aufbewahren: Lagern Sie Böller kühl, trocken und sicher vor Kindern.
    • Kinder aufklären: Kinder beschaffen sich häufig Knaller über ältere Freunde. Klären Sie sie daher früh über die Risiken auf.
    • Haus sichern: Räumen Sie brennbare Möbel und Gegenstände von Balkon und Terrasse. Halten Sie Fenster und Türen zum Jahreswechsel geschlossen.
    • Klarer Kopf: Verzichten Sie auf Alkohol und bewusstseinstrübende Medikamente, damit Sie verantwortungsvoll mit den Böllern umgehen können.
    • Erst lesen: Halten Sie sich an die Gebrauchsanweisung.
    • Verbotene Plätze: Zünden Sie keine Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Fachwerk- und Reetdachhäusern, Kinder- und Altenheimen. Beachten Sie örtliche Regelungen!
    • Abstand halten: Gehen Sie nach dem Anzünden rasch auf Sicherheitsabstand. Zielen oder werfen Sie nicht mit Feuerwerkskörpern auf andere Menschen.
    • Langfeuerzeug verwenden: So verbrennen Sie sich nicht an Zündfunken.
    • Achtung, Blindgänger: Versuchen Sie nicht, Blindgänger oder Feuerwerkskörper mit abgebrochener Lunte anzuzünden.

    (Quellen: Deutscher Feuerwehr Verband, Umweltbundesamt)

  • Verbrannt?

    Heiße Backbleche, verschütteter Glühwein, ein verirrter Böller: Zwischen den Jahren gibt es reichlich Möglichkeiten, sich zu verbrennen.

    So versorgen Sie Brandwunden richtig.

  • Feuerwerksreste richtig entsorgen

    Ausgebrannte Raketen- und Böllerreste können in den Restmüll. Blindgänger und alte Feuerwerkskörper sollten Sie nur in Absprache mit Ihrer kommunalen Abfallberatung entsorgen.

    (Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt)

Bild: Syda Productions/Fotolia