Ressourcenschonendes Verhalten im Beruf

Nachhaltigkeit im Arbeitsleben

In Kürze
Nachhaltigkeit nimmt auch im Arbeitsalltag eine immer wichtigere Rolle ein. Wie gelingt es, effizient zu arbeiten und dabei zugleich Umwelt und Gesundheit zu schonen?
Ressource Mensch
Die wichtigste Ressource im Arbeitsleben ist der Mensch. Zu einer nachhaltigen Arbeitswelt gehört auch der schonende Umgang mit der menschlichen Arbeitskraft ohne dauerhafte Über- oder Unterforderung.
Nachhaltig unterwegs
Umweltfreundliche Alternativen für den Weg zur Arbeit, wie Radfahren oder zu Fuß gehen, nützen nicht nur dem Klima, sondern auch der eigenen Gesundheit.  
Umweltschutz im Büro
Im Büroalltag finden sich zahlreiche Möglichkeiten, Energie und Ressourcen einzusparen. Kleine Verhaltensänderungen können hier viel bewirken.
Mitarbeiterengagement
Jeder einzelne Mitarbeiter kann durch seine Ideen und sein Engagement dazu beitragen, dass Nachhaltigkeit Teil der Unternehmenskultur wird. 
Ressource Mensch
Nachhaltiges Arbeiten beinhaltet auch den schonenden Umgang mit menschlichen Ressourcen. Nur wenn die Mitarbeitenden gesund sind, können sie eine angemessene Leistung erbringen. Übermäßige Belastung, Unterforderung, hoher Leistungs- und Zeitdruck, unzureichende Erholungsphasen oder eine ungeeignete Arbeitsplatzgestaltung können zu psychischen oder physischen Erkrankungen führen. 
Umweltfreundlich fortbewegen

Tagtäglich legen Millionen von Menschen in Deutschland den Weg von ihrem Wohnort zur Arbeit zurück. Im Jahr 2020 nutzen 68 % dafür den PKW als Fortbewegungsmittel, oft auch bei vergleichsweise kurzen Entfernungen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Der Berufsverkehr führt nicht nur zu täglichen Staus und Verzögerungen, sondern auch zu erheblichen Emissionen von Schadstoffen.

Die gezielte Nutzung umweltfreundlicher Alternativen kann helfen den CO2-Ausstoß zu reduzieren und bringt weitere Vorteile. Die Vorschläge zur nachhaltige Mobilität lassen sich nicht nur auf den täglichen Arbeitsweg, sondern ebenso auf Dienstreisen anwenden.

  • Sportlich und umweltfreundlich mit dem Fahrrad

    Fahrradfahren ist nicht nur eine sehr kostengünstige und umweltfreundliche Fortbewegungsmöglichkeit, durch die Bewegung an der frischen Luft profitieren auch Gesundheit und Wohlbefinden. Die körperliche Betätigung kann helfen Stress abzubauen und stärkt gleichzeitig Muskulatur und Ausdauer. Im städtischen Verkehr bietet das Fahrrad oft sogar einen Zeitvorteil, da Staus umgangen oder direkte Wege genutzt werden können. 
  • Entspannt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

    Die Nutzung von Bussen, Straßenbahnen oder Zügen entlastet den Straßenverkehr und trägt zur Reduzierung von Abgasen bei. Meist sind öffentliche Verkehrsmittel kostengünstiger als die Fahrt mit dem Pkw, die Fahrzeit kann zur Entspannung oder für andere Tätigkeiten genutzt werden.
  • Gemeinsam pendeln in der Fahrgemeinschaft

    Die Strecke ist für das Fahrrad zu weit? Geeignete öffentliche Verkehrsmittel stehen nicht zur Verfügung? Dann bieten Fahrgemeinschaften eine gute Alternative, den eigenen Pkw effizient zu nutzen und Emissionen einzusparen. Im Internet gibt es eine Vielzahl von Plattformen, wo man nach Mitfahrgelegenheiten suchen oder diese anbieten kann.
  • Komfortabel mit E-Auto, E-Roller oder E-Scooter

    E-Fahrzeuge produzieren keine Abgase und bringen einen schnell und ohne körperliche Anstrengung ans Ziel. Damit bei der Erzeugung des Stroms keine Emissionen frei werden, sollten sie jedoch ausschließlich mit Ökostrom geladen werden.
  • Zu Fuß unterwegs

    Ein wohnortnaher Arbeitsplatz spart Zeit und Geld und bietet die Chance, zu Fuß zum Arbeitsplatz zu gehen. Regelmäßiges Gehen ist eine einfache und effektive Form der körperlichen Betätigung. Es ermöglicht Zeit für Reflexion, fördert die Entspannung und bietet eine ruhige Auszeit vor oder nach der Arbeit.
  • Ganz ohne Arbeitsweg im Homeoffice

    Durch die Arbeit im Homeoffice entfallen Arbeitswege komplett und damit auch die dadurch verursachten Emissionen. 
Nachhaltiges Ressourcenmanagement
Effizientes Ressourcenmanagement am Arbeitsplatz ist in Zeiten des Klimawandels und angesichts der wachsenden Müllberge unverzichtbar.  Wie kann der Büroalltag umweltfreundlich und ressourcenschonend gestaltet werden?
  • Auf Audrucke verzichten

    Think before you print: Im Zeitalter der Digitalisierung ist der Druck von Dokumenten nur noch selten erforderlich. Falls dennoch ein Ausdruck notwendig ist, empfiehlt es sich, beide Seiten des Papiers zu bedrucken und Recyclingpapier zu benutzen.
  • Stromverbrauch reduzieren

    Den Computer am Feierabend herunterfahren, das Licht und alle elektronischen Geräte ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden, die Treppe, statt den Aufzug benutzen. Es gibt viele einfache Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu senken. 
  • Heizenergie einsparen

    Eine voll aufgedrehte Heizung und gleichzeitig gekippte Fenster sind keine gute Lösung. Besser eine mittlere Raumtemperatur einstellen und stündlich Stoßlüften. Auch wärmere Kleidung kann helfen. Jedes Grad Raumtemperatur weniger senkt den CO2-Ausstoß. 
  • Müll ordentlich trennen

    Mülltrennung ist nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch am Arbeitsplatz ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Durch die richtige Mülltrennung können Abfälle reduziert, recycelbare Materialien wiederverwendet und die Umweltbelastung minimiert werden.
  • Auf Plastik verzichten

    Wiederverwendbare Behälter und Trinkflaschen sowie Mehrweggeschirr und -besteck helfen Plastikmüll zu reduzieren. Auch für Büromaterialien und andere Arbeitsutensilien gibt es oft Alternativen aus nachhaltigen Materialien.
  • Bestellungen zusammenfassen

    Durch die Bündelung von Bestellungen lässt sich nicht nur der Verpackungsmüll reduzieren, sondern auch der CO2-Ausstoß beim Transport minimieren.
  • Büroausstattung teilen und wiederverwenden

    Büromaterialien und andere Ressourcen können oft von mehreren Personen gemeinsam genutzt werden. Dies trägt dazu bei, den Konsum zu reduzieren und die Büroausrüstung effizienter zu nutzen.
Bilder: Titelbild - troyanphoto/AdobeStock; Teaser Gesundheit - contrastwerkstatt/AdobeStock; Stress - Wayhome Studio/AdobeStock; CO2-Fußabdruck - anatoliy_gleb/AdobeStock; Plastikmüll - Przemek Klos/AdobeStock; Radfahrer - Tymoshchuk/AdobeStock