Wie steht es um Ihr Herz?

Herzalter
Ihr Herz kann biologisch älter oder jünger sein als Ihr tatsächliches Alter. Denn neben der erblichen Veranlagung und Umweltfaktoren wird das Herzalter maßgeblich vom Lebensstil beeinflusst. Und über diesen entscheiden Sie selbst. Machen Sie mit bei der von der Allianz Private Krankenversicherung unterstützten Initiative „Deutschland bestimmt das Herzalter“ und finden Sie heraus, wie es um Ihr Herz steht.
Allianz Gesundheitswelt - Herzalter: zwei Hände formen ein Herz. Im Hintergrund ist eine Siedlung zu erkennen.
In Kürze
  • Herzalter entscheidet über Risiko: Die Initiative „Deutschland bestimmt das Herzalter“ der Assmann-Stiftung für Prävention hat zum Ziel, Menschen auf ihr individuelles Herzinfarktrisiko sowie auf präventive Lebensstil-Maßnahmen aufmerksam zu machen.
  • Herzgesunde Ernährung: Die Grundregeln für herzgesundes Essen sind einfach: Bevorzugen Sie einfach ungesättigte Fette und pflanzliche Lebensmittel, insbesondere Gemüse, Obst, Getreidevollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse.
  • Herzalter-Test: Der Herzalter-Test der Assmann-Stiftung für Prävention bietet Frauen und Männern zwischen 20 und 75 Jahren die Möglichkeit, ihr Herzalter sowie ihr Herzinfarktrisiko innerhalb der nächsten 10 Jahre zu bestimmen.
Herzalter testen
Viele Menschen haben ein relativ hohes Herzinfarktrisiko, oft ohne etwas davon zu ahnen. Die Initiative „Deutschland bestimmt das Herzalter“ der Assmann-Stiftung für Prävention hat zur Analyse des individuellen Risikos einen wissenschaflich fundierten Herzalter-Test entwickelt. Er ist einfach durchzuführen und gibt verlässlich Auskunft über eine mögliche Gefährdung für einen Herzinfarkt. Grundsätzlich ist eine ärztliche Check-up-Untersuchung zu empfehlen.

Ist Ihr Herz womöglich jünger als Sie selbst? Das ist durchaus möglich – Herzalter und tatsächliches Alter können stark voneinander abweichen! Ist das Herzalter allerdings deutlich höher als das tatsächliche Alter, ist dies nicht selten mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko verbunden. Doch wer sein Risiko kennt, kann durch gezielte Präventionsmaßnahmen, z. B. mit einer herzgesunden Ernährung, gegensteuern!

Bestimmen Sie auf der Webseite der Assmann-Stiftung für Prävention kostenlos und anonym Ihr Herzalter auf Basis der PROCAM-Studie.

Die Allianz Private Krankenversicherung unterstützt die Initiative „Deutschland bestimmt das Herzalter“ und stellt ihren Versicherten gerne den Herzalter-Test der Assmann-Stiftung zur Verfügung.

Titel: Die wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen Untertitel: Diese Risikofaktoren können Sie durch Ernährung und Lebensweise beeinflussen: In der Mitte ist eine Person mit Brustschmerzen dargestellt. Um sie herum sind sechs beeinflussbare Risikofaktoren bebildert: Bluthochdruck: Symbol: Frau mit Messgerät, das einen Blutdruck von 160/100 anzeigt. Erhöhte Blutfettwerte: Symbol: verengtes Blutgefäß mit Fettablagerungen. Rauchen: Symbol: brennende Zigarette. Übergewicht: Symbol: übergewichtiger Mann mit sichtbarem Bauchansatz. Diabetes: Symbol: Hand mit Blutzuckermessgerät, Wert 130 mg/dl. Metabolisches Syndrom: Symbol: vier Symbole (Herz, Burger mit Pommes, Mülleimer, Blutzuckermessung) zeigen die Kombination aus Risikofaktoren. Am unteren Rand der Grafik stehen drei nicht beeinflussbare Risikofaktoren mit Symbolen: Alter (Sanduhr-Symbol) Geschlecht (Symbol mit männlich/weiblich-Zeichen) Erbfaktoren (DNA-Symbol)

„Deutschland bestimmt das Herzalter“ ist eine Initiative der Assmann-Stiftung für Prävention. Sie dient der gesundheitlichen Aufklärung der Bevölkerung und hat zum Ziel, erwachsene Personen auf ein bestehendes Herzinfarktrisiko frühzeitig aufmerksam zu machen. Viele Menschen haben ein hohes Herzinfarktrisiko und wissen oft nichts davon.

Fast 600.000 Menschen haben sich seit August 2019 dafür interessiert, auf dem Portal www.herzalter-bestimmen.de ihr Herzalter zu bestimmen. Auswertungen der bisher im Rahmen der Initiative anonym erhobenen Daten haben gezeigt, dass jeder 7. Teilnehmer ein Herzalter hat, das mehr als 5 Jahre oberhalb seines tatsächlichen Alters liegt und somit herzinfarktgefährdet ist. Dies sollte die betreffende Person veranlassen, einen Arzt aufzusuchen.

Die wissenschaftliche Basis des Herzalter-Tests sind die Originaldaten der PROCAM-Studie, eine der weltweit größten Langzeit-Beobachtungsstudien bezüglich Morbidität und Mortalität (Schwerpunkt Herz- und Gefäßerkrankungen) mit 50.000 Teilnehmern.

Die Allianz Private Krankenversicherung unterstützt die Initiative „Deutschland bestimmt das Herzalter“ und stellt ihren Versicherten gerne den Herzalter-Test der Assmann-Stiftung zur Verfügung. Machen Sie mit und bestimmen Sie Ihr Herzalter!

Die drei wichtigsten Grundsätze:

  • Wenig gesättigte Fette, stattdessen mehr ungesättigte, bevorzugt einfach ungesättigte Fette: Gesättigte Fette erhöhen das LDL-Cholesterin im Blut besonders stark. Und da ein erhöhter LDL-Cholesteringehalt einer der wichtigsten Herzinfarkt-Risikofaktoren ist, müssen diese ungesunden Fette unbedingt vermindert werden, daran führt kein Weg vorbei. Während man früher deshalb empfohlen hat, insgesamt möglichst fettarm zu essen, wissen wir heute, dass ungesättigte Fette, und zwar ganz besonders die einfach ungesättigten, nicht nur den Cholesteringehalt senken, sondern das Herz in mehrfacher Hinsicht schützen. Sie einzusparen, macht wenig Sinn. Deshalb lautet heute die Devise: Eine gezielte Veränderung der Fettqualität ist besser als eine extrem fettarme Kost.
  • Mehr Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren sind ganz besonders gut für Herz und Kreislauf. Sie beugen unter anderem der Thrombosegefahr vor, erweitern die Gefäße und schützen vor Herzrhythmusstörungen.
  • Reichlich pflanzliche Lebensmittel, insbesondere Gemüse, Obst, Getreidevollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, aber wenig Zucker und Weißmehlprodukte: Viele Studien haben gezeigt, dass insbesondere die Mischung verschiedenster pflanzlicher Lebensmittel in der täglichen Kost herzschützend wirkt. Sie liefern uns reichlich Vitamine und Mineralstoffe, gleichzeitig viele Ballaststoffe, sättigen gut und haben dabei nur wenig Kalorien. Außerdem enthalten sie eine Fülle weiterer Inhaltsstoffe, die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, die der Gesundheit in vielerlei Hinsicht guttun. Zucker und zuckerreiche Lebensmittel enthalten jedoch ebenso wie Produkte aus hellen Auszugsmehlen von diesen wertvollen Inhaltsstoffen kaum etwas. Sie lassen außerdem den Blutzucker rasch ansteigen und wieder abfallen, was für erneuten raschen Hunger und dann zusätzliche Kalorien sorgt.

Zahlreiche Tipps zur herzgesunden Ernährung sowie Rezepte und vieles mehr finden Sie in den Rubriken Gesund ernähren, Essen und Trinken und Abnehmen und Diäten in der Allianz Gesundheitswelt.

Die Infografik zeigt sechs farbige Kästchen mit einfachen Regeln für eine herzgesunde Ernährung. Jede Kachel enthält Text, Symbole oder Lebensmittelabbildungen: Oben links (türkisgrün): Titel: „Genießen Sie herzgesund!“ Text: „Die Grundregeln für herzgesundes Essen sind einfach und müssen Ihren Genuss nicht einschränken.“ Oben mittig (dunkelblau): Titel: „Greifen Sie jeden Tag zu bei:“ Text: „Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten“ Darstellung: Karotte, Brokkoli, Paprika, Apfel, Gurke, Brot etc. Hinweis: Enthalten Ballaststoffe, Vitamine und Nährstoffe. Oben rechts (blau): Titel: „Gerne 2× pro Woche auf den Teller:“ Text: „Fisch“ Darstellung: Fisch mit Zitrone und Zwiebelringen Hinweis: Liefert gesunde Omega-3-Fettsäuren. Unten links (hellblau): Titel: „Das sollten Sie selten essen:“ Text: „Fertigprodukte, Süß- und Backwaren, fettes Fleisch, Milchprodukte mit hohem Fettgehalt“ Darstellung: Donut, Steak, Sahne, Milchpackung Hinweis: Enthalten ungesunde Fette. Unten mittig (rot): Titel: „Meiden Sie:“ Text: „zuckerhaltige Getränke“ Darstellung: Limonade und Cola Hinweis: Sehr kalorienreich. Unten rechts (blau): Titel: „Trinken Sie:“ Text: „Mineralwasser und ungesüßte Tees“ Darstellung: Wasserflasche, Teeglas, Tasse Hinweis: Enthält wenig Kalorien.

Neben den bekannten Blutwerten wie LDL-Cholesterin gibt es einen weiteren wichtigen Faktor für die Herzgesundheit: Lipoprotein(a), kurz Lp(a). Viele Menschen sind sich seiner Bedeutung nicht bewusst, obwohl ein erhöhter Lp(a)-Wert das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder verkalkte Herzklappen erheblich steigern kann.

Das Besondere an Lp(a):

Lp(a) ist genetisch bedingt und bleibt ein Leben lang relativ konstant. Weder Ernährung, Bewegung noch Medikamente wie Statine haben einen signifikanten Einfluss auf diesen Wert. Erhöhte Lp(a)-Werte können durch einen klassischen Lebensstil allein nicht gesenkt werden. Dennoch gibt es Möglichkeiten, das Risiko aktiv zu reduzieren.

Prävention: Was können Sie tun?

Auch wenn Lp(a) selbst kaum beeinflussbar ist, lässt sich das Gesamtrisiko sehr gut steuern:

  • Einmalige Messung: Fachgesellschaften empfehlen, den Lp(a)-Wert einmal im Leben zu bestimmen: insbesondere bei familiärer Vorbelastung oder wenn Herzkrankheiten früh in der Familie aufgetreten sind.
  • Andere Risikofaktoren konsequent kontrollieren:
    - LDL-Cholesterin möglichst niedrig halten
    - Blutdruck und Blutzucker regelmäßig prüfen
    - Normalgewicht halten, nicht rauchen und regelmäßige Bewegung fördern
  • Früherkennung und rechtzeitiger Schutz: Wer seinen Lp(a)-Wert kennt, kann gemeinsam mit dem Arzt oder der Ärztin frühzeitig Vorsorgemaßnahmen treffen, lange bevor Beschwerden auftreten.

Warum ist das wichtig?

Ein normaler Cholesterinwert bedeutet nicht automatisch ein geringes Risiko, wenn Lp(a) erhöht ist. Darum kann dieser Wert entscheidend sein, um das tatsächliche Herzalter und das persönliche Risiko besser einzuschätzen.

Fazit:

Lp(a) kann nicht direkt beeinflusst werden – dennoch kann man clever damit umgehen. Wer seinen Wert kennt, kann gezielt vorbeugen, Risiken senken und die Herzgesundheit langfristig schützen.

Kennen Sie Ihren Lp(a) Wert?

Bei einer Heilkostenvollversicherung erstattet die Allianz Private Krankenversicherungs-AG die Kosten für die Laboruntersuchung. Sprechen Sie gerne darüber mit Ihrem Hausarzt oder -ärztin und vereinbaren Sie einen Termin zur Blutentnahme. Übrigens: In der Podcast-Reihe des Allianz Gesundheits-Podcasts “Herz und Psyche im Einklang" können Sie mehr über Herzgesundheit erfahren.

Tipp: Unser Experte aus dem Podcast, Dr. Heart, bietet auf seiner eigenen Webseite ein Video zum Thema Lipoprotein(a) an. Schauen Sie gerne bei Dr. Heart vorbei.

Titelbild: Monet/AdobeStock - Risken erkennen: googluz/AdobeStock - Wie alt ist Ihr Herz? Chaay_tee/AdobeStock