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Fernreisen und Jetlag

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  Entspannt in die Ferne

Allianz - Fernreisen bringen das Zeitgefühl durcheinander

Fernreisen erfreuen sich bei Urlaubern großer Beliebtheit. Doch wer weit nach Westen oder Osten fliegt, durchquert binnen Stunden mehrere Zeitzonen. Das bringt die innere Uhr des Menschen aus dem Takt. Dr. Finkenzeller, Ihr Allianz-Experte für Reisemedizin, erläutert, wie Jetlag entsteht und worauf Sie achten sollten.

  Ihr Allianz-Experte

Dr. med. Christian Finkenzeller ist Facharzt für Anästhesie und war Medizinischer Leiter der AGA Service Deutschland GmbH.

Seine Hauptthemen waren die Betreuung von Patienten im Ausland und die Koordination der Rückholung sowie Notfallmedizin.

Allianz - Dr. med. Christian Finkenzeller

  Halten Sie Ihre innere Uhr im Lot

Wie entsteht ein Jetlag?

Bei Flugreisen werden innerhalb kürzester Zeit mehrere Zeitzonen durchflogen. Unser Körper und unsere innere Uhr sind so gezwungen sich auf einen neuen, vollkommen anderen Tag-Nacht-Rhythmus einzustellen. Diese schnelle Phasenverschiebung verursacht den Jetlag.

Woran erkenne ich einen Jetlag?

Die Symptome des Jetlags sind so unterschiedlich und individuell wie unser Körper selbst. Sie beeinflussen vegetative Funktionen wie Puls, Blutdruck und Körpertemperatur oder unseren Hormonhaushalt. Es können aber auch Schlaf- und Essverhalten und unsere Psyche beeinträchtigt werden.

Die häufigsten Folgen des Jetlags sind Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sowie eine verringerte Reaktionsfähigkeit.

Welche Rolle spielen Faktoren wie Flugrichtung, Alter und Gesundheitszustand?

Fliegt man in Richtung Osten, „verliert“ man Zeit. Man ist gezwungen früher als gewohnt ins Bett zu gehen und wieder aufzustehen – das toleriert unser Körper nur schlecht.

Bei Flugreisen in Richtung Westen verschiebt sich die Zeit dagegen nach hinten, und der Tag dauert länger als gewöhnlich. Unser Körper kann damit viel besser umgehen. Deshalb sind die Auswirkungen des Jetlags schwächer.

Auch Alter und Gesundheitszustand beeinflussen den Jetlag. Im Alter fällt es einem deutlich schwerer sich auf den neuen Tag-Nacht-Rhythmus einzustellen.

Was muss ich nach einer Zeitverschiebung beachten, wenn ich Medikamente oder Hormonpräparate einnehme?

Falls dauerhaft Medikamente oder Hormonpräparate zu ganz bestimmten Zeiten eingenommen werden müssen, kann die Zeitumstellung deren Wirksamkeit beeinflussen. Suchen Sie vor einer Fernreise auf jeden Fall den Hausarzt auf oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten.

Was halten Sie von Melatonin-Präparaten als Anti-Jet-Lag-Mittel?

Für die sogenannten Melatonin-Präparate, die sich gerade in den USA großer Beliebtheit erfreuen und als Nahrungsergänzungsmittel gelten, gibt es noch keine aussagekräftigen Studienergebnisse.

Es kann deshalb nur eine zurückhaltende Einnahmeempfehlung gegeben werden.

Auch wird bereits intensiv nach Nachfolgepräparaten geforscht, die direkt unterstützend in unseren Hormonhaushalt eingreifen.

Jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie gravierend er die Auswirkungen des Jetlags empfindet, und ob er medikamentöse Unterstützung braucht und die etwaigen Nebenwirkungen in Kauf nimmt.

„Die Symptome des Jetlags sind so unterschiedlich und individuell wie unser Körper selbst.“

  Tipps gegen den Jetlag

  • Stellen Sie sich schon während des Fluges mental auf den neuen Zeitrhythmus ein.
  • Schlafen Sie bei Flügen in Richtung Osten. Versuchen Sie, bei Flügen in Richtung Westen wach zu bleiben.
  • Trinken Sie ausreichend, verzichten Sie aber während des Fluges und nach der Ankunft auf alkoholische Getränke.
  • Entspannungsübungen und autogenes Training können ebenfalls dazu beitragen, die Auswirkungen des Jetlags zu mildern.
  • Ob zusätzlich Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, muss jeder für sich selbst entscheiden.

  Die Services

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Der Ausland-Notrufservice bietet allen vollversicherten Kunden schnelle unbürokratische Unterstützung zu allen medizinischen Notfällen im Ausland.

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Im Rahmen unseres Services Infothek bieten wir Ihnen eine Fülle qualitäts­ge­prüf­ter Pa­tien­ten­in­for­mations- und Ge­sund­heits­broschüren.