Weltweit einheitlicher Richtwert

UV-Index

Mit dem UV-Index den benötigten Lichtschutzfaktor berechnen. 

In Kürze
Was ist der UV-Index?
Der UVI gibt den Tageshöchstwert der UV-Belastung durch die Sonne an – im Falle einer Wettervorschau den erwarteten Tageshöchstwert.
Welcher Lichtschutzfaktor?
Anhand des UV-Index und des Hauttyps lassen sich mit einer Faustregel der mindestens benötigte Lichtschutzfaktor (LSF) für unbedeckte Hautpartien berechnen.
Schutz bei hoher UV-Belsatung
Aufenthalt außerhalb des Hauses vermeiden, Schatten aufsuchen, schützende Kleidung und Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor. 
UV-Index bestimmt die Wahl des Lichtschutzfaktors   
Welchen Lichtschutzfaktor Sie benötigen, hängt im Wesentlichen von vier Faktoren ab: Ihrem Hauttyp, dem Grad der Vorbräunung, der Bestrahlungsdauer und der Stärke der sonnenbrandwirksamen Strahlen – auch UV-Index genannt.
Auch auf Reisen am UVI orientieren
  • Nach einem weltweit einheitlichen Verfahren messen Einrichtungen wie das Umweltbundesamt die bodennahe UV-Strahlung an verschiedenen Standorten. Daraus berechnen sie den täglichen UV-Index, kurz UVI. Sie können sich also auf Reisen am UV-Index regionaler Wetterdienste orientieren.
  • Der UV-Index berechnet sich aus dem Spitzenwert der sogenannten „sonnenbrandwirksamen Bestrahlungsstärke“ in Bodennähe. Er gibt also den Tageshöchstwert der UV-Belastung durch die Sonne an – im Falle einer Wettervorschau den erwarteten Tageshöchstwert. Je höher der UV-Index, desto schneller können Sie sich ohne Sonnenschutz einen Sonnenbrand holen.
  • Mit dem UV-Index können Sie ausrechnen, welchen Lichtschutzfaktor Sie abhängig von Ihrem Hauttyp mindestens benötigen.
Höchstwerte im Sommer
  • Die sonnenbrandwirksame Strahlung in Bodennähe hängt in erster Linie von der Jahreszeit und der geographischen Breite ab. Sie erreicht ihre Höchstwerte im Sommer und am Äquator – und in Regionen wie Australien, die von einem Ozonloch betroffen sind.
  • Auch die Bewölkung beeinflusst den UV-Index. Starke Bewölkung absorbiert einen Teil der energiereichen UV-Strahlen, das Sonnenbrandrisiko sinkt. Schwache Bewölkung dämpft nur die wärmende Wirkung der Sonnenstrahlen, aber kaum die UV-Belastung. Deshalb unterschätzen dann viele Menschen das vorhandene Sonnenbrandrisiko. Unter ungünstigen Bedingungen kann eine dünne Wolkendecke das Sonnenlicht so streuen, dass der UV-Index gegenüber wolkenlosem Himmel sogar etwas ansteigt.
  • Auch andere Faktoren können den lokalen UV-Index verstärken. Oberflächen wie Sand (5-25 %), Wasser (bis 8 %), Wasser mit Gischt (bis 25 %) oder Schneeflächen (bis zu 94 %) reflektieren einen Teil der UV-Strahlung, wodurch sich die Strahlenintensität entsprechend erhöht.
  • Risiko Höhe: Die Atmosphäre wirkt als UV-Filter. Je höher Sie sich über dem Meeresspiegel befinden, desto höher die UV-Intensität. Deshalb benötigen Sie in den Bergen einen stärkeren UV-Schutz.
Eigenschutzzeiten nicht überschreiten
  • Die Haut schützt sich vor UV-Strahlen, indem die Hornhaut verdickt (Lichtschwiele) und die darunter liegende Hautschicht Melanin einlagert (Bräune). Während eine Bräunung bereits nach zwei bis vier Tagen sichtbar wird, bildet sich die Lichtschwiele erst nach zwei bis drei Wochen aus.
  • Solange Sie die natürliche Eigenschutzzeit Ihres Hauttyps nicht überschreiten, bleiben Sie in der Regel von einem Sonnenbrand verschont. Mit Sonnenschutzmitteln können Sie die Eigenschutzzeit um den jeweiligen Lichtschutzfaktor verlängern.
  • Falls Sie sich unbedingt bräunen wollen, sollten Sie folgende Grundregel beachten: Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an die Sonne, steigern Sie daher die Bestrahlungsdauer nie mehr als 10 bis 20 % von einem zum nächsten Tag.
  • Eine Bräunung – auch ohne Sonnenbrand – bedeutet, dass Ihre Hautzellen durch UV-Strahlen beschädigt wurden. Diese Zell- und Erbgutschäden beschleunigen die Hautalterung (z. B. Falten) und erhöhen das Hautkrebsrisiko. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher als Obergrenze 50 Sonnenbäder im Jahr – egal ob Sonne oder Solarium.
Nutzen Sie die Faustregel

Sofern Sie ungebräunt ganztägig an der Sonne sind, lässt sich anhand des UV-Index und des Hauttyps mit folgender Faustregel der mindestens benötigte Lichtschutzfaktor (LSF) für unbedeckte Hautpartien berechnen:

  • Kinderhaut: UV-Index mal 5 = LSF
  • Hauttyp I: UV-Index mal 4 = LSF
  • Hauttyp II: UV-Index mal 3 = LSF
  • Hauttyp III: UV-Index mal 2 = LSF

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, sich ab einem UV-Index von 3 vor UV-Strahlung zu schützen. Suchen Sie daher in den Mittagsstunden Schatten auf. Verwenden Sie geeignete Sonnenschutzmittel, schützende Kleidung und Sonnenbrille (100 Prozent UV-Schutz oder UV 400). Ab UV-Index 8 sind erweiterte Schutzmaßnahmen erforderlich, siehe unten.

Lichtschutzfaktor-Rechner: Einen tagesaktuellen LSF-Rechner für Ihre Region finden Sie bei haut.de. Falls Sie sich bei Ihrem Hauttyp unsicher sind, gehen Sie vom helleren Hauttyp aus.

Hohe UV-Belastung vermeiden

Bei sehr hoher UV-Belastung (UV-Index 8 und höher) rät das Bundesamt für Strahlenschutz zu erweiterten Schutzmaßnahmen:

  • Aufenthalt außerhalb des Hauses in den Mittagsstunden möglichst vermeiden.
  • Ansonsten auf jeden Fall Schatten aufsuchen sowie schützende Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille (100 Prozent UV-Schutz oder UV 400) tragen.
  • Für die unbedeckte Haut unbedingt ein Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden.
Kinder reagieren empfindlicher
Sunblocker und Sonnenbrille allein gewähren Säuglingen und Kleinkindern keinen optimalen Schutz vor sengender Sonne. Die Kleinen reagieren nämlich deutlich empfindlicher auf hohe Temperaturen als Erwachsene. Im Sommer benötigen sie daher immer erweiterte Schutzmaßnahmen gegen UV-Strahlung und Hitze.
Bild: Yuriy Kulyk/Shutterstock