UV-Index und Licht­schutz­faktor

So schützen Sie sich richtig vor der Sonne
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Die Sonne hebt die Stimmung und fördert die Bildung von Vitamin D. Gleichzeitig kann ihre UV-Strahlung die Haut belasten. Wer den UV-Index kennt und den passenden Lichtschutzfaktor wählt, kann das Risiko für Sonnenbrand und langfristige Hautschäden deutlich reduzieren.

Der UV-Index zeigt an, wie intensiv die ultraviolette Strahlung der Sonne an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit ist. Er hilft dabei einzuschätzen, wie hoch das Risiko für akute Hautschäden durch Sonnenstrahlung aktuell ist. Die Skala reicht von niedrigen Werten im Winter bis hin zu sehr hohen Werten im Hochsommer, besonders zur Mittagszeit. In Deutschland werden die Höchstwerte in der Regel zwischen Juni und August erreicht. Ab einem UV-Index von 3 empfiehlt der Deutsche Wetterdienst für alle Hauttypen grundsätzlich Sonnenschutz.

UV-Strahlung schädigt die Haut, indem sie das Erbgut in den Hautzellen angreift. Selbst kurze, intensive Sonnenexposition kann bereits einen Sonnenbrand auslösen. Wiederholte oder lang andauernde Exposition ohne ausreichenden Schutz fördert vorzeitige Hautalterung und kann die Entstehung von Hautkrebs begünstigen. Darauf weist auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hin. Besonders wichtig zu wissen: UV-Strahlen sind unsichtbar und machen auch vor Wolken nicht halt. Bis zu 90 Prozent der Strahlung dringt durch eine geschlossene Wolkendecke – ein trüber Tag bietet also keinen verlässlichen Schutz. Hinzu kommt, dass Schnee, Sand und Wasser UV-Licht reflektieren und die Strahlungsbelastung dadurch deutlich erhöhen können.

Je höher der UV-Index, desto wichtiger ist ein wirksamer Sonnenschutz. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der Haut theoretisch verlängern lässt, bevor ein Sonnenbrand entsteht. Er sollte jedoch nicht als Einladung verstanden werden, sich länger in der Sonne aufzuhalten.

Als Orientierung gilt: Ab einem UV-Index von 3 sollten sich Menschen aller Hauttypen vor der Sonne schützen. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt dabei grundsätzlich mindestens LSF 30 – unabhängig vom Hauttyp und unabhängig vom aktuellen UV-Index. Bei Werten über 5 sowie bei Aufenthalten an Wasser, Schnee oder in großen Höhen sollte es mindestens LSF 50+ sein. Ergänzend schützen Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille vor UV-Strahlung.

Der beste Schutz besteht aus mehreren Maßnahmen, die sich gegenseitig ergänzen. Besonders wirksam ist es, intensive Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit möglichst zu vermeiden und Schatten aufzusuchen.

Zusätzlich können folgende Maßnahmen helfen:

  • Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor verwenden
  • Schutzkleidung mit dicht gewebten Stoffen tragen
  • Einen breitkrempigen Hut oder eine andere Kopfbedeckung nutzen
  • Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen
  • Auch bei bewölktem Himmel an Sonnenschutz denken

Ein verbreiteter Irrtum: Fensterglas schützt nicht vollständig. Während UVB-Strahlen in der Regel herausgefiltert werden, können UVA-Strahlen gewöhnliches Glas durchdringen. Wer häufig in der Nähe von Fenstern sitzt – etwa im Büro oder im Auto – sollte auch dort auf Sonnenschutz achten.

Kinder und Babys sind besonders gefährdet, weil ihre Haut dünner ist und UV-Strahlung weniger gut abwehren kann. Sonnenbrand in der Kindheit gilt als bedeutsamer Risikofaktor für die spätere Entstehung von Hautkrebs. Säuglinge unter einem Jahr sollten daher grundsätzlich nicht direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Für Kleinkinder empfehlen sich schattenreiche Aufenthaltsorte, leichte Schutzkleidung und Sonnencreme mit sehr hohem LSF.

Auch Menschen mit hellem Hauttyp, roten oder blonden Haaren und hellen Augen haben eine besonders kurze Eigenschutzzeit und benötigen entsprechend hohen LSF. Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme lohnt sich zudem ein Blick auf die Packungsbeilage, da manche Wirkstoffe die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können.

Wer den UV-Index beachtet, kann das persönliche Sonnenrisiko besser einschätzen und geeignete Schutzmaßnahmen treffen.

  • Bereits ab UV-Index 3 an Sonnenschutz denken
  • Mittags möglichst Schatten aufsuchen
  • Sonnencreme mit passendem Lichtschutzfaktor verwenden
  • Kleidung, Hut und Sonnenbrille als zusätzlichen Schutz nutzen
  • Auch bei Bewölkung Sonnenschutz nicht vergessen
  • Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut besonders schützen
  • An Wasser, Sand und Schnee den Sonnenschutz an die erhöhte UV-Belastung anpassen
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Bild: Yuriy Kulyk/Shutterstock