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Schadstoffarmer Genuss

Gütesiegel

Geschützte Prüfsiegel garantieren, dass entsprechend ausgewiesene Lebensmittel den Kriterien der EU-Öko-Verordnung entsprechen.

In Kürze
EU-Okö-Verordnung
Die EU-Verordnung sorgt mit strengen Vorschriften für den ökologischen Landanbau und entsprechend beworbene Biolebensmittel für Qualität.
Bio-Lebensmittel
Bioprodukte sind der einfachste Weg zum schadstoffarmen Genuss. Sie sind aber etwas teurer, da sie mehr Arbeit bei niedrigeren Erträgen machen.
Zusatzstoffe
Konventionelle Lebensmittel dürfen zahlreiche Zusatzstoffe enthalten. Die Verbraucher Initiative e. V. bietet online Informationen zu Zusatzstoffen an.
Bioprodukte sind der einfachste Weg zum schadstoffarmen Genuss.
Prüfsiegel garantieren Qualität
Bioprodukte sind der einfachste Weg zum schadstoffarmen Genuss.
Bioprodukte sind der einfachste Weg zum schadstoffarmen Genuss. Geschützte Prüfsiegel garantieren, dass entsprechend ausgewiesene Lebensmittel den Kriterien der EU-Öko-Verordnung entsprechen. Darüber hinaus gibt es Anbauverbände, die in ihren Anforderungen an nachhaltiger und natürlicher Lebensmittelproduktion strenger sind als die EU-Vorschriften. Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Gütesiegel.
Geschützt durch EU-Recht
Für den Gesetzgeber sind die Bezeichnungen „Bio“ oder „Öko“ gleichbedeutend und durch EU-Recht geschützt. Wer ein Lebensmittel als „Öko“ oder „Bio“ anbietet, muss auch die Vorschriften der EU-Öko-Verordnung erfüllen.
Strenge Vorschriften

Innerhalb der EU existieren strenge Vorschriften für den ökologischen Landanbau und entsprechend beworbene Biolebensmittel. Die wichtigsten sind:

  • Bio-Bauern müssen auf einem Feld jedes Jahr eine andere Pflanze anbauen. Der Fruchtwechsel soll verhindern, dass die Böden einseitig auslaugen.
  • Kein Einsatz von Mineraldüngern.
  • Chemisch-synthetische Spritzmittel sind seit 2010 in Ausnahmefällen zugelassen.
  • Tiere müssen artgerecht gehalten werden, sodass sie sich natürlich verhalten und wohlfühlen können.
  • Auch das eingesetzte Tierfutter muss ökologisch hergestellt sein. Dementsprechend ist der Einsatz von Mastbeschleunigern und Antibiotika verboten.
  • Der Einsatz von Gentechnik ist verboten. Einzige Ausnahme: Seit 2010 dürfen Zusatzstoffe verwendet werden, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Organismen hergestellt wurden, aber nur wenn diese Stoffe auf anderem Weg nicht verfügbar sind.
  • Bio-Lebensmittel dürfen nicht bestrahlt werden, um sie zu konservieren.
  • Viele ansonsten zugelassene Zusatzstoffe (Geschmacksverstärker, Farbstoffe, künstliche Aromen etc.) sind verboten. Zu den wenigen Ausnahmen zählen Wasser, Salz und Hefe.
  • Maximal 5 % eines Bio-Lebensmittels dürfen aus der konventionellen Landwirtschaft stammen – sofern diese in ökologischer Qualität am Markt nicht verfügbar sind.
  • Kontrollbehörden überprüfen regelmäßig, ob Erzeuger, Verarbeitungs- oder Importunternehmen die Vorschriften der EU-Öko-Verordnung einhalten.
Code verrät wichtige Informationen
Jedes Hühnerei, das in Europa in den Handel kommt, wird mit einer einheitlichen Kennzeichnung bedruckt. Diesem Code können Sie wichtige Informationen wie Haltungsform und Herkunftsland entnehmen. Kontrollieren Sie Ihr Hühnerei!
Im Überblick
  • Staatliches Biosiegel

    Das 2001 eingeführte sechseckige Bio-Siegel ist in Deutschland das bekannteste Etikett auf ökologisch erzeugten Produkten. Es signalisiert Konformität mit der EU-Öko-Verordnung.
  • EU-Biosiegel

    Aufgrund der großen Verbreitung des staatlichen Bio-Siegels war das alte EU-Biosiegel in Deutschland wenig bekannt. Seit Juli 2010 ist es in neuer Form für verpackte Biowaren vorgeschrieben, um diese Produkte EU-weit einheitlich erkennbar zu machen. Aufgrund der zeitgleich mit der Neugestaltung des Logos abgesenkten EU-Kriterien für Bio-Lebensmittel kritisieren Verbraucherschützer die Verwässerung der Kennzeichnung.
  • Siegel von Anbauverbänden

    Viele Anbauverbände gehen in ihren Anforderungen über die EU-Vorschriften hinaus. So sind etwa die Vorgaben für Tierhaltung oder Düngereinsatz wesentlich rigider. In der Regel darf kein Betriebsteil mehr konventionell bewirtschaftet werden. Diese Siegel dürfen weiterhin zusätzlich zum EU-Siegel verwendet werden.
  • Bioland

    Bioland ist der größte Öko-Anbauverband in Deutschland. Er setzt auf organisch-biologische Kreislaufwirtschaft. Regionale Strukturen stehen auch für eine günstige Kohlendioxid-Bilanz durch kurze Transportwege.
  • Biopark

    Biopark wurde 1991 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet und ist in allen Bundesländern aktiv. Der Verband hat 2003 die erste gentechnikfreie Region Deutschlands initiiert.
  • Demeter

    Die 1928 gegründete Biomarke Demeter ist weltweit in 38 Ländern vertreten. Demeter-Betriebe betreiben biologisch-dynamische Landwirtschaft nach den nicht unumstrittenen anthroposophischen Grundsätzen. Auch Saatgut und Futtermittel müssen von Partnerbetrieben stammen.
  • Ecoland

    Der „Verband für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft“ Ecoland hat sich neben dem Öko-Landbau den Erhalt der Kulturlandschaft und die Stärkung des ländlichen Raums auf seine Fahnen geschrieben.
  • Naturland

    Das Naturland-Siegel gibt es nicht nur für ökologisch erzeugte Lebensmittel, sondern auch für Textilien und Kosmetik. Mit der durch Naturland vergebenen bmg-Nummer lassen sich auf der Website bio-mit-gesicht.de die Herkunftsbetriebe herausfinden.
  • Biokreis

    Wie alle Anbauverbände setzt auch Biokreis höhere Standards als die EU und ist hauptsächlich in Bayern, Hessen und Nordrhein Westfalen vertreten. Der Verband setzt insbesondere auf regionale Strukturen und Marktpartnerschaften zwischen Landwirten, Verarbeitern und Verbrauchern.
  • Gäa

    Der Anbauverband vertritt über 500 Biohöfe, vorwiegend in Ostdeutschland. Gäa engagiert sich unter anderem für den Bienenschutz.
  • Ecovin

    Ecovin ist der größte Verband ökologisch arbeitender Weingüter.
Mehr Arbeit, niedrigere Erträge

Biohöfe wirtschaften in einem weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf. Die Tiere erhalten ökologisch angebautes, häufig selbst erzeugtes Futter. Zudem steht den Tieren mehr Auslauf zur Verfügung. Antibiotika und Kunstdünger kommen nicht zum Einsatz – bestimmte Pestizide nur in Ausnahmefällen.

Die ökologische Wirtschaftsweise bedeutet somit mehr Arbeit bei niedrigeren Erträgen. Deshalb sind die Bio-Produkte auch etwas teurer.

Die hohe Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln hat dazu geführt, dass mehr Bio-Lebensmittel produziert werden und auch für die breite Masse erschwinglicher sind. Viele Supermärkte bieten daher Bio-Eigenmarken an, die im Gegensatz zu den oben genannten Öko-Anbauverbänden nur die Minimalanforderungen der EU-Öko-Verordnung erfüllen.

Online-Informationen
Konventionelle Lebensmittel dürfen zahlreiche Zusatzstoffe enthalten. Die Verbraucher Initiative e. V. bietet online Informationen zu Zusatzstoffen und E-Nummern an. Hier können Sie Zusatzstoffe suchen.
Bild: Kzenon/Fotolia