Tipps gegen Burn-out

Frühzeitig handeln
Stress, Erschöpfung und Burn-out sind heute typische Begleiterscheinungen des modernen Berufslebens. Doch diese Beschwerden kommen nicht aus heiterem Himmel. Wenn Sie die Warnzeichen beachten, können Sie rechtzeitig gegensteuern. Hier bekommen Sie Tipps, wie Sie Burn-out erkennen, vorbeugen und behandeln können. 
Allianz Gesundheitswelt - Tipps gegen Burn-out: ein junger Mann mit starken Locken sitzt im Café. Er rauft sich die Haare und sieht frustriert auf seinen Laptop.
Stress und Ermüdung sind normale Prozesse, die jeder arbeitende Mensch kennt. Dabei sollten sich Belastungs- und Erholungsphasen abwechseln. Besteht ein Ungleichgewicht zwischen Belastungen und Ressourcen und wird nicht genügend Zeit für Erholung genutzt, kann es zur Erschöpfung kommen. Dieser Prozess entwickelt sich nicht innerhalb weniger Tage, sondern entsteht über viele Wochen und Monate.

Es gibt erste Warnsignale für eine chronische Erschöpfung, bei denen man hellhörig werden sollte:

  • das Gefühl, unersetzbar zu sein
  • Ausdehnen der Arbeitszeiten, um den Anforderungen gerecht zu werden
  • nicht abschalten können
  • Schlafstörungen und körperliche Symptome
  • Vernachlässigen von Hobbys und sozialen Kontakten

Es gibt zudem eine Fülle von Symptomen, die im Verlauf auftreten können:

  • über einen längeren Zeitraum ausgelaugt fühlen
  • keinen Sinn mehr in der Arbeit sehen
  • das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren
  • Konzentrationsmangel
  • Achten Sie auf Warnsignale.
  • Denken Sie positiv und haben Sie Spaß bei der Arbeit.
  • Auch andere können gut arbeiten. Machen Sie nicht alles selber.
  • Setzen Sie klare Prioritäten.
  • Versuchen Sie zu reflektieren, was Sie antreibt.
  • Achten Sie auf Erholungsphasen.
  • Treiben Sie Sport. 
  • Treffen Sie sich mit Freunden. 
  • Holen Sie sich professionelle Hilfe.

Im fortgeschrittenen Stadium kommen Sie alleine nicht aus dem Hamsterrad heraus. Holen Sie sich deshalb professionelle Hilfe wie eine Beratung durch Ihren Betriebs- oder Hausarzt oder ein Coaching. Oftmals ist zur Behandlung eine Psychotherapie notwendig. Je früher Sie Hilfe in Anspruch nehmen, desto kürzer ist die Behandlung.

Ziel der Therapie ist es, seine persönliche Balance wiederzufinden. Betroffene müssen wieder ein Körpergefühl entwickeln und die Lust an ihnen wichtigen Ressourcen wie Hobbies, Freunden etc. wiederentdecken. Das kann durch Selbstreflektion, Verhaltens- und Gesprächstherapie geschehen.

Je nach Schweregrad sollte die Therapie ambulant oder stationär durchgeführt werden. Leider nehmen Betroffene viel zu spät professionelle Hilfe in Anspruch und meist sind dann die Wartezeiten für Therapieplätze in Deutschland sehr lang. Hier sind gute Netzwerke Gold wert.

Bild:Wayhome/AdobeStock