So bekommen Sie den Stress in den Griff

Stressmanagement im Alltag

Die gesündeste Art der Stressbewältigung ist es, die Ursachen zu beseitigen. Dazu müssen Sie allerdings die Stressauslöser erkennen.

Stress auf Distanz
Auch wenn Sie die belastende Situation nicht ändern können – die richtige Einstellung und ein paar Tricks helfen, in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und den Stress nicht zu sehr an sich heranzulassen.
Psychische Ebene
  • Schätzen Sie Situationen realistisch ein. Stress ist häufig hausgemacht. Nehmen Sie sich manchmal mehr vor, als Sie schaffen können? Fühlen Sie sich für alles verantwortlich? Mit unseren eigenen Einstellungen und Ansprüchen setzen wir uns oft selbst unter Druck. Schalten Sie einen Gang zurück und setzen Sie sich erreichbare Ziele. 
  • Raus aus der Perfekt-Falle! Erfolg im Beruf, die Wohnung tipptopp, eine harmonische Familie und ein spannendes Hobby? Entspannen Sie sich. Niemand muss immer perfekt sein. Sie dürfen sich auch hin und wieder mit einer Notlösung zufriedengeben, und nicht jeder Fehler führt gleich zu einer Katastrophe. 
  • Denken Sie positiv. Wenn Sie in eine Situation bereits mit negativer Erwartungshaltung hineingehen, verkrampfen Sie und sind nervös. Seien Sie optimistisch. Sagen Sie sich zum Beispiel: „Ich kann das schaffen!“ Und: Tun Sie sich gerade in Phasen mit Dauerstress jeden Tag etwas Gutes.
Soziale Ebene
  • Ein klärendes Gespräch kann helfen, Stress abzubauen. Sprechen Sie Konflikte offen an. Reden Sie mit Freunden oder Ihrer Familie, wenn Sie sich gekränkt oder vernachlässigt fühlen. Haben Sie Stress im Beruf? Klären Sie mit Ihrem Chef, ob er zu hohe Anforderungen stellt oder Sie selbst zu viel von sich erwarten.
  • Auch wenn Ihr Job noch so interessant ist und Sie das Gefühl haben, dass ohne Sie in der Firma überhaupt nichts läuft: Niemand ist wirklich unersetzbar. Lernen Sie, Aufgaben ab­zugeben oder zu delegieren. Teilen Sie es Ihrem Chef mit, wenn zu viele Überstunden anfallen oder wenn Sie ein Projekt nicht wie geplant fertigstellen können. Zuzugeben, dass man die Ar­beit nicht wie geplant schafft, ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist völlig normal, wenn nicht immer alles so läuft wie vorgesehen. 
  • Lernen Sie, den Job auch mal Job sein zu lassen. Nehmen Sie sich nur dann Arbeit mit nach Hause, wenn es wirklich not­wendig ist. So groß die Vorteile von Internet, E­-Mail & Co. sind, sie haben den Nachteil, dass man praktisch immer und überall erreichbar ist. Gewöhnen Sie sich ab, „mal schnell“ am Wo­chenende oder spät abends Ihre E­-Mails zu checken. Auch wenn es nicht lange dauert: So denken Sie ununterbrochen an Ihren Beruf und können nicht richtig abschalten. 
Physische Ebene
  • Ihr Körper ist Ihr höchstes Gut. Lassen Sie nicht zu, dass er unter stressigen Situationen leidet. Seien Sie gut zu sich selbst und achten Sie auf sich. 
  • Sie müssen nicht jede Minute des Tages effektiv nutzen. Gönnen Sie sich regelmäßig eine Auszeit und genießen Sie die schönen Dinge des Lebens. Statt abends noch schnell die Wäsche aufzuhängen, dürfen Sie auch mal ein entspannen­des Bad nehmen, ein gutes Buch lesen oder Musik hören. 
  • Sport stärkt nicht nur Ihr Immunsystem, sondern auch Ihre geistigen Abwehrkräfte. Regelmäßiges Laufen, Radfahren, Wandern oder Schwimmen bauen Stress ab. Sorgen Sie dafür, dass Sie genügen Schlaf bekommen und gehen Sie jeden Tag zumindest eine kurze Strecke an der frischen Luft. 
  • Entspannungsübungen wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Yoga können stressbedingte Kopfschmerzen, Magendrücken, Rückenschmerzen oder andere Beschwerden lindern. Bitte beachten Sie jedoch, dass diese Kurse nicht erstattungsfähig sind.
  • Eine einfache Entspannungsübung können Sie ohne einen Kurs zu besuchen rasch lernen: Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, legen Sie sich flach auf den Boden und atmen Sie be-wusst ein und aus. Stellen Sie sich vor, wie der Atem die verschiedenen Regionen Ihres Körpers durchströmt. Fühlen Sie, welche Bereiche Ihres Körpers den Boden berühren. Mit der Zeit werden Sie spüren, wie Ihre Gliedmaßen schwer werden und die Muskeln sich entspannen.
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Bilder: Titelbild - Paul McKenzie/Ascent Xmedia GmbH; Pause - MamaOwl/Allianz; Entspannungspausen - svetikd/Getty Images