Rückenprogramm: Dehnen

Bessere Koordination, mehr Reichweite
Dehnen wirkt auf Bänder, Sehnen, Bindegewebe und Muskelfasern. Dehnübungen unterstützen auch den Muskelaufbau und fördern die Durchblutung der Muskeln beim Training.
Allianz Gesundheitswelt - Rückenprgramm dehnen: ein junger Mann sitzt im Gym und dehnt seine Muskulatur, um sich auf seine Sporteinheit vorzubereiten.
Mit Dehnübungen verbessern Sie mit der Zeit Ihre Beweglichkeit und erhöhen die Gelenkreichweite. Zugleich schulen Sie vor allem beim dynamischen Dehnen Ihr Koordinationsvermögen und bekommen mehr Gefühl für die Bewegung einzelner Muskeln. Die verbesserte Koordination und Gelenkreichweite bedeutet auch eine bessere Kontrolle der Bewegungsabläufe. Die Dehnung wirkt auf Bänder, Sehnen, Bindegewebe und Muskelfasern.
  • Achten Sie bei den Übungen auf eine korrekte Ausgangsstellung und die richtige Ausführung.
  • Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen.
  • Bewegen Sie sich langsam in Richtung Endstellung, bis Sie ein leichtes „Ziehen“ in der zu dehnenden Muskulatur verspüren. Halten Sie diese Position.
  • Die jeweils erreichte wirksame Dehnposition ist individuell unterschiedlich.

Ziel: Erhalten und Steigern der Dehnfähigkeit der Muskulatur.

Ausführung:

  1. Nehmen Sie eine stabile Standposition ein (hüftbreite Fußstellung, Knie leicht gebeugt).
  2. Greifen Sie mit der rechten Hand über den Kopf zum linken Ohr.
  3. Ziehen Sie den Kopf nach rechts und schieben Sie gleichzeitig die linke Handfläche nach unten.

Zu beachten:

  • Atmen Sie ruhig und gleichmäßig!
  • Schauen Sie geradeaus!
  • Neigen Sie den Rumpf nicht zur Seite!

Dosierung:

8–12 s halten, 2–5 Wiederholungen pro Seite

Ausführung:

  1. Nehmen Sie eine Standposition ein (hüftbreite Fußstellung, Knie leicht gebeugt).
  2. Legen Sie die rechte Hand auf den Nacken.
  3. Greifen Sie mit der linken Hand den rechten Ellenbogen und ziehen Sie den rechten Arm zum Kopf.

Zu beachten:

Dosierung:

8–12 s halten, 2–5 Wiederholungen pro Seite

Ausführung:

  1. Umfassen Sie in Seitenlage den Oberschenkel des oberen Beines mit den Armen und ziehen Sie ihn zur Brust.
    (Hinweis: Abbildung zeigt Draufsicht von oben)
  2. Schieben Sie den Kopf in Richtung des Knies.

Zu beachten:

Dosierung:

8–12 s halten, 2–5 Wiederholungen pro Seite

Ausführung:

  1. Beugen Sie im Stand ein Knie und fassen Sie das entsprechende Fußgelenk.
  2. Ziehen Sie das Fußgelenk etwas zum Gesäß und schieben Sie langsam die Hüfte nach vorne.

Zu beachten:

  • Atmen Sie ruhig und gleichmäßig!
  • Spannen Sie den Bauch leicht an!
  • Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Hüftstreckung!

Dosierung:

8–12 s halten, 2–5 Wiederholungen pro Seite

Ausführung:

  1. Stellen Sie im Stand ein Bein mit der Ferse auf einem Hocker auf, strecken Sie das Knie und ziehen Sie die Fußspitze zum Körper.
  2. Schieben Sie den Oberkörper langsam in Richtung Fußspitze.

Zu beachten:

  • Atmen Sie ruhig und gleichmäßig!
  • Schieben Sie das Brustbein nach vorne!
  • Lassen Sie den Oberkörper unbedingt gerade!

Dosierung:

8–12 s halten, 2–5 Wiederholungen pro Seite

Bitte beachten
  • Üben Sie mindestens dreimal wöchentlich, und der Erfolg wird nicht ausbleiben.
  • Die angegebenen Dosierungen sind Richtlinien und können nach Bedarf individuell variiert werden.
  • Achten Sie während des Übens auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung. Sie vermeiden dadurch einen unnötigen Blutdruckanstieg.
  • Legen Sie zwischen den Übungen kurze Pausen ein und lockern Sie die beanspruchte Muskulatur (z. B. Ausschütteln, Massieren)
  • Tragen Sie während der Übungen leichte und bequeme Kleidung.
  • Beachten Sie bitte jeweils die speziellen Hinweise zu Mobilisation, Dehnung, Kräftigung und Entspannung.

Inhalte in Kooperation mit dem Heidelberger Institut für Gesundheitsmanagement/Dr. Klaus Weiß

Bilder: Titelbild - Sebastian Gauert/Fotolia; Sportlerin - Syda Productions/Schutterstock; Übungen - Inspiring/Shutterstock; Sportler - Maridav/Fotolia