Noch gesund – oder schon im Risikobereich?

Checken Sie Ihren Alkoholkonsum

Nicht nur auf Volksfesten stellt sich für viele nicht die Frage, ob sie Alkohol trinken, sondern in welcher Form. Alkohol schädigt jedoch als Zellgift den Körper auf vielfältige Weise. Der Grat zwischen gesunder und schädlicher Alkoholdosis ist schmal und individuell verschieden.

Wie gehen Sie mit Alkohol um?
Ob beim Feiern, in fröhlicher Runde mit Freunden oder als Begleitung zu einem gutem Menü: Alkohol gehört für viele dazu. Auch das Entspannen nach einer stressigen Woche oder einem harten Tag fällt manchem mit einem Glas Wein  leichter. Doch die Grenzen vom Genuss zum ungesunden Alkoholkonsum und von dort zur Sucht sind fließend. Stellen Sie mit unserem kleinen Online-Test Ihre Trinkgewohnheiten auf die Probe.
Langfristige Folgen

Alkohol weitet die Blutgefäße und fördert die Durchblutung. Egal welche positiven Inhaltsstoffe alkoholische Getränke sonst enthalten, der Grat zwischen gesunder und schädlicher Alkoholdosis ist schmal und individuell verschieden. Alkohol stört nachweislich den Hormonhaushalt, schädigt Nervenzellen, verursacht Vitaminmangel und erhöht das Risiko für eine Reihe von Erkrankungen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlaganfall
  • Alkoholismus
  • Gicht, da Alkohol die Harnsäureausscheidung hemmt
  • Osteoporose
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse
  • Fettleber, Leberentzündung (Hepatitis) und als Folge Leberzirrhose
  • geistiger Verfall
  • Krebserkrankungen des oberen Verdauungstraktes (Mundraum, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre), des Darms, der Leber sowie der weiblichen Brust.

Sofern Sie Medikamente einnehmen müssen, verbietet sich Alkohol in der Regel, da er mit vielen Arzneimitteln wechselwirkt respektive deren Abbau in der Leber verzögert.

Bei Diabetikern gilt übermäßiger Alkoholkonsum ebenfalls als problematisch, da der Blutzuckerspiegel nach dem Alkoholkonsum über Stunden hinweg abfällt.

Für Schwangere ist Alkohol tabu, da das Zellgift der geistigen und körperlichen Entwicklung des Ungeborenen schadet.

Leider verzichten nur ein Fünftel der werdenden Mütter konsequent auf Alkohol. Der Berufsverband der Frauenärzte schätzt, dass etwa 2.600 Kinder jährlich mit einem Vollbild des fetalen Alkoholsyndroms (FAS) und weitere 2.600 einer schwächeren Form dieser Erkrankung (pFAS) geboren werden. Dementsprechend gilt das fetale Alkoholsyndrom als häufigste Ursache für angeborene geistige Behinderungen.

Kalorienbombe im Glas
Liköre, Cocktails und Schnäpse sind wahre Kalorienbomben: Ein Gramm Alkohol liefert 7 kcal Energie. Zum Vergleich: Koh­len­hy­drate haben einen Ener­gie­ge­halt von 4 kcal, Fette 9 kcal pro Gramm.

Bilder: Titelbild: Deborah Kolb/Shutterstock; Online-Check petereleven/Shutterstock