Fünf Fakten

Richtig trinken

Nur mit einem ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt bleiben Sie leistungsfähig und gesund. Lesen Sie hier fünf Fakten zum Thema Trinken.

Apps können dabei helfen, regelmäßig zu trinken
Apps können helfen
Apps können dabei helfen, regelmäßig zu trinken
Wasser macht bei Erwachsenen 50 bis 75 Prozent des Körpergewichts aus. Nur mit einem ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt bleiben Sie leistungsfähig und gesund.  Nehmen Sie deshalb gute Durstlöscher zur Arbeit mit und trinken Sie regelmäßig.

Gerade im stressigen Arbeitsalltag versäumen es viele, ausreichend zu trinken. In solchen Fällen kann z. B. eine Smartphone-App helfen. Es existieren diverse Apps, die Ihren persönlichen Flüssigkeitsbedarf ermitteln und Sie über einen Trinkalarm daran erinnern, Ihre Wasserreserven aufzufüllen.

Tipps und Hintergründe
  • Was ist der tägliche Wasserbedarf? Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfiehlt als Faustregel für Erwachsene, 2,65 Liter Wasser pro Tag aufzunehmen. Rund 1,2 Liter davon gewinnt Ihr Körper im Durchschnitt aus fester Nahrung, vor allem aus Obst und Gemüse. Als Erwachsener benötigen Sie im Durchschnitt knapp 1,5 Liter Wasserzufuhr über Getränke. Ihr täglicher Flüssigkeitsbedarf steigt jedoch bei großer Hitze, wenn Sie körperlich aktiv sind. 
  • Gute und schlechte Durtslöscher: Stille Mineralwasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees und Apfelschorle löschen den Durst zuverlässig und liefern wichtige Mineralien. Kaffee gilt zwar fälschlicherweise als entwässernd, tatsächlich wirkt Kaffee auf den Flüssigkeitshaushalt ähnlich wie Leitungswasser. Zuckerhaltige Limonaden löschen den Durst schlecht. Alkoholisches kann dem Körper zudem Wasser und Mineralien entziehen. 
  • Wie ist Wassermangel spürbar? Sobald der Wasserhaushalt aus der Balance gerät, meldet sich der Körper. Bereits ein Wasserverlust von 2 Prozent lässt das Blut zäher fließen, sodass Muskeln und Nervenzellen schlechter mit Nährstoffen versorgt werden. Das Gehirn reagiert dabei besonders empfindlich. Konzentrationsvermögen und Reaktionsschnelligkeit lassen nach. Der beeinträchtigte Stoffwechsel führt zu schnellerer Ermüdung und Übersäuerung der Muskeln.
  • Was bedeutet Durst? Wann das Durstgefühl einsetzt, ist individuell verschieden und altersabhängig. Steigt das Wasserdefizit über 3 Prozent, werden auch die Folgen deutlicher. Der Mund fühlt sich trocken an. Kopfschmerzen und Müdigkeit setzen ein. Das Koordinationsvermögen leidet. Schwitzen Sie zudem stark, so gehen verstärkt Mineralien verloren. Muskelkrämpfe setzen ein. Höchste Zeit zu trinken. Ein ständiges, starkes Durst­em­pfin­den ohne ersichtlichen Flüs­sig­keits­bedarf kann auf eine Erkrankung hinweisen. 
  • Schadet zu viel Wasser? Wie zu wenig Flüssigkeit, ist auch zu viel ungesund. Wer es dramatisch übertreibt, kann sich sogar eine „Wasservergiftung“ zuziehen. Die sorgt nicht nur für Übelkeit und Kopfschmerzen, sondern führt unbehandelt im Extremfall ins Koma und zum Tod. Zu große Wasseraufnahme verursacht Natriummangel im Blut (Hyponatriämie) und führt zu einer krankhaften Wasseransammlung im Gehirn, zum sogenannten Hirnödem.
Bild: BestPhotoStudio/AdobeStock; Illustration: Allianz