Zu viel Sonne ist gefährlich

Hauttyp und Sonnenbrandrisiko

Damit Sie abschätzen können, wie empfindlich Ihre Haut ist, sollten Sie Ihren Hauttyp kennen.

Das finden Sie hier
Höheres Hautkrebs-Risiko

Ob beim Arbeiten unter freiem Himmel, beim Sport oder beim Sonnenbad am Strand: So angenehm die Sonnenstrahlen momentan sein mögen, auf Dauer sind sie ungesund. UV-Strahlung schädigt das Erbgut der Hautzellen und beschleunigt den Alterungsprozess der Haut. Und mit jedem Sonnenbrand erhöht sich das Hautkrebsrisiko deutlich, egal wie klein die betroffene Hautfläche ist.

Um sich richtig vor einem Sonnenbrand schützen zu können, sollten Sie Ihren Hauttyp kennen. Damit können Sie abschätzen, welches Sonnenschutzmittel Sie am besten auftragen und wie lange der UV-Schutz anhält.

Grad der Empfindlichkeit

Mediziner unterscheiden sechs Hauttypen nach dem Grad ihrer Empfindlichkeit gegenüber einem UV-Index von 8. Dieser Wert markiert eine sehr intensive, sonnenbrandwirksame UV-Strahlung, die in Deutschland für die Mittagssonne im Sommer typisch ist. Auf dem Meer, in Hochlagen und in subtropischen bis tropischen Gefilden sind höhere Werte möglich.

Empfindliche Partien: Augen und Lippenrot sind deutlich empfindlicher als die Haut und benötigen daher besonderen Schutz.

  • Hauttyp 1

    Personen mit Hauttyp I werden nicht braun, sondern bekommen Sommersprossen. Ihre Haut ist sehr hell – ebenso die Brustwarzen. Die Haarfarbe liegt zwischen rot bis hellblond, die Augen sind grau, blau oder grün. Bei einem UV-Index von 8 droht in weniger als zehn Minuten ein Sonnenbrand. Entsprechend hoch ist auch das Hautkrebsrisiko.

    Selbst bei niedriger UV-Intensität sollten Menschen mit Hauttyp I immer auf einen umfänglichen Sonnenschutz achten.

  • Hauttyp 2

    Auch hier gelten Sommersprossen und helle Haut als charakteristisch. Menschen mit Hauttyp II werden aber – sehr langsam – in geringem Maße braun. Die Haare sind blond bis hellbraun, die Augenfarbe hell. Bei UV-Index 8 dauert es zehn bis zwanzig Minuten, bis der Sonnenbrand unvermeidbar ist.

    Aufgrund der hohen Sonnenbrandgefahr lautet die Devise: Keine Kompromisse beim Sonnenschutz.

  • Hauttyp 3

    Die Haut ist noch hell, aber nicht blass, und wird an der Sonne langsam braun. Die Haarfarbe ist meist hell- oder dunkelbraun – blond und schwarz sind möglich, aber selten. Ebenso sind alle Augenfarben möglich. Die Eigenschutzzeit bei UV-Index 8 liegt unter 30 Minuten.

    In unseren Breiten ist die Sonnenbrandgefahr für diese sogenannten Mischtypen niedrig. Dennoch sollten sie im Sommer auf adäquaten Sonnenschutz achten.

  • Hauttyp 4

    Menschen mit diesem Hauttyp besitzen einen bräunlichen Teint, ohne sich zu sonnen. Beim Sonnenbaden wird die Haut schnell tiefbraun. Die Augenfarbe ist braun, die Haare braun bis schwarz. Ein Sonnenbrand droht frühestens nach mehr als einer halben Stunde bei UV-Index 8.

    Die Sonnenbrandgefahr und das Hautkrebsrisiko gelten als niedrig. Sonnenschutz für Augen und Haut sind dennoch nötig, insbesondere bei sehr hoher UV-Intensität in den Bergen und auf dem Meer.

  • Hauttyp 5

    Der hell- bis olivbraune Hauttyp ist unter anderem charakteristisch für Nordafrika, Arabien und Asien. An der Sonne wird die Haut schnell dunkelbraun. Haar- und Augenfarbe sind schwarz. Bei UV-Index 8 hält der Eigenschutz der Haut über 90 Minuten.

    Sonnenbrände sind ab diesem Hauttyp eine Seltenheit, das Hautkrebsrisiko entsprechend gering. Bei sehr hohem UV-Index und längere Zeit an der prallen Sonne bleibt ein Sonnenschutz dennoch unverzichtbar.

  • Hauttyp 6

    Dieser Hauttyp ist charakterisiert durch dunkelbraune bis schwarze Haut sowie schwarze Haar- und Augenfarbe. Die Eigenschutzzeit bei UV-Index 8 beträgt über 90 Minuten.

    Ein Sonnenbrand ist hier sehr selten. Bei sehr hohem UV-Index und langer Expositionszeit ist dennoch Sonnenschutz nötig.

Bilder: Titelbild - Syda Productions/Fotolia; Sonnenbrand - Sedlacek/Shutterstock