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  Wellness mit Hautkontakt

Allianz - Massage entspannt nicht nur die Muskeln

Streicheln, reiben, kneten, klopfen, vibrieren – eine Massage vermittelt eine Fülle von Sinnesreizen über die Haut. Dabei lösen sich nicht nur Verkrampfungen in den Muskeln, auch Stress löst sich durch die wohltuenden Berührungen. Daher bieten sich Massagen an, um gemütlich auszuspannen. Für Sportler können Massagen außerdem eine sinnvolle Ergänzung zum Training darstellen.

  Tradition in Ost und West

Prinzipiell lassen sich westliche und östliche Massagetechniken unterscheiden. Die westlichen Formen orientieren sich an der klassischen Massage und zielen darauf ab, verspannte Muskeln zu lockern oder die Durchblutung zu steigern. Durch fernöstliche Tradition beeinflusste Massageformen enthalten zudem eine esoterische Komponente und zielen darauf ab, die Harmonie von Körper, Geist und Seele wiederherzustellen.

  Positive Effekte

Massagen gehören zu den ältesten Behandlungsformen in der Heilkunde. Ihre Ursprünge lassen sich ins alte China und Indien zurückverfolgen. Der griechische Arzt Hippokrates brachte die Massage nach Europa. Dort verlor sie an Bedeutung, bis sie von Ambroise Paré im 16. Jahrhundert wiederbelebt wurde und ihren heutigen Namen erhielt. Als positive Effekte sind belegt:

  • Eine Massage entspannt die Muskulatur, verstärkt deren Durchblutung, erhöht den Muskelstoffwechsel und verbessert damit das Leistungs- und Regenerationsvermögen.
  • Die Druck- und Zugbewegungen können Verklebungen (Adhäsionen) zwischen verschiedenen Gewebeschichten lösen und Narbengewebe lockern.
  • Gezielte Massagen verbessern die Durchblutung der Haut, des Bindegewebes oder der Weichteile.
  • Der Körper schüttet verstärkt Endorphine aus, die Schmerzen lindern. Außerdem bewirken verbesserte Durchblutung und erhöhter Muskelstoffwechsel, dass Entzündungsstoffe schneller abgebaut werden.
  • Unter Umständen können Massagen mithelfen, chronische Rückenschmerzen zu lindern.
  • Positive Effekte auf die Psyche helfen, Stress abzubauen, die Schmerztoleranz zu erhöhen und die Stimmung aufzuhellen.

Nicht nur medizinisch

Der Begriff „Massage“ umfasst auch Wellness-Anwendungen mit exotisch klingenden Namen wie Lomi Lomi oder Ayurveda-Massage. Die ihnen zugeschriebenen Heilwirkungen sind wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

  Massageformen

  • Klassische (schwedische) Massage

  • Abhyanga-Ölmassage – esoterische Entspannung

  • Bürstenmassage – Stress abreiben

  • Esalen-Massage – lang und sanft

  • Hot-Stone-Massage – entspannen mit Wärme

  • Kräuterstempel-Massage

  • Lomi Lomi – rhythmisch mit Tiefenwirkung

  • Shiatsu – Druck gegen Stress

  • Sportmassage – zur Regeneration

  • Thai-Massage – mit Hand und Fuß

Klassische (schwedische) Massage

Die klassische Massagetherapie geht auf den Schweden Pehr Henrik Ling zurück, der 1813 in Stockholm das Zentralinstitut für Heilgymnastik und Massage gründete. Sie wird therapeutisch ebenso eingesetzt wie als Wellness-Anwendung in Spas. Eine typische schwedische Massage nutzt als Grifftechniken Streichen (Effleurage), Kneten und Walken (Petrissage), Reiben (Friction), Klopfen (Tapotement) und Vibrieren (Vibration).

Abhyanga-Ölmassage – esoterische Entspannung

Hier verteilt der Masseur warmes, teils mit Kräutern versetztes Oliven- oder Sesamöl über den gesamten Körper und massiert es mit den Handflächen in Haarwurzeln und Haut ein. Diese Ölmassage entspannt, darüber hinaus propagierte Heilwirkungen entbehren jedoch jeder wissenschaftlichen Grundlage. Zudem können vor allem aus Indien stammende ayurvedische Präparate giftige Schwermetalle enthalten.

Bürstenmassage – Stress abreiben

Der Masseur bürstet die Haut des Kunden und arbeitet sich von den Beinen über die Arme zum Körperstamm vor. Zum Abschluss wird die Haut eingecremt oder eingeölt. Das Bürsten steigert die Hautdurchblutung und soll beruhigend wirken. Die Bürsten bestehen meist aus natürlichen Materialien wie Hanf, Sisal, Luffaschwamm, die Borstenstärke muss der Hautempfindlichkeit angepasst sein.

Esalen-Massage – lang und sanft

Diese Massageform trägt auch die Bezeichnung „Kunst der bewussten Berührung“ und basiert auf der schwedischen Massage. Der Masseur streicht mit langen fließenden Bewegungen über den gesamten Körper, bewegt die Gelenke langsam und dehnt sanft alle Muskeln und Sehnen. Eine Anwendung dauert insgesamt 90 Minuten. Im Gegensatz zur klassischen Massage kommt mehr Öl zum Einsatz, aber dafür kein Klopfen.

Hot-Stone-Massage – entspannen mit Wärme

Es gibt eine Reihe von Varianten, die verschiedene Steine und Öle nutzen. In der Regel erhitzt der Masseur Steine auf etwa 60 °C, legt sie auf den Körper und massiert auch damit. Der Wärmereiz soll helfen, die Muskulatur zu entspannen.

Kräuterstempel-Massage

Hier benutzt der Masseur neben seinen Händen auch Kräuterstempel. Das sind mit Kräutern gefüllte und in aromatischen Ölen getränkte Tücher, die auf 70 °C erwärmt werden. Zu Beginn drückt er die Stempel an mehreren Stellen kurz auf den Rücken und geht dann zur eigentlichen Massage über. Sobald die Stempelsäckchen etwas abgekühlt sind, kommen diese erneut zum Einsatz.

Lomi Lomi – rhythmisch mit Tiefenwirkung

Die echte Lomi-Lomi-Massage erfolgt zu den Klängen hawaiianischer Musik und dauert rund zwei Stunden. Der Masseur benutzt reichlich Öl und setzt neben den Händen auch Unterarme und Ellbogen ein. Die Massagebewegungen sind rhythmisch und variieren in der Stärke von sanft bis in den Schmerz gehend. Dafür eignet sich Lomi Lomi, auch tief liegende Verspannungen zu lösen.

Shiatsu – Druck gegen Stress

Hier arbeitet der Shiatsu-Praktiker mit Händen, Ellbogen, Knien und seinem Körpergewicht. Typisch sind rhythmische Bewegungen mit sanftem bis starkem Druck sowie Dehnungen und Körperdrehungen. Ursprungsland des Shiatsu ist Japan.

Sportmassage – zur Regeneration

Sie baut auf der klassischen Massage auf und kommt vor allem im Leistungssport zum Einsatz. Vor dem Wettkampf erhöht eine Sportmassage die Muskelspannung. In Wettkampfpausen werden die Muskeln gelockert. Nach dem Sport wird die beanspruchte Muskulatur entspannt und der Regenerationsprozess unterstützt.

Thai-Massage – mit Hand und Fuß

Die Thai-Massage dauert über zwei Stunden und leitet sich vom Yoga ab. Die eingesetzten Techniken umfassen dementsprechend Streckpositionen, Dehnungen, Gelenkbewegungen und Druckpunktmassagen. Der Klient liegt auf einer Bodenmatte, während der Thai-Masseur ihn mit Händen, Ellbogen, Knien und Füßen bearbeitet.

  Wann sollten Sie besser auf Massagen verzichten?

Eine Massage erfordert Hautkontakt, reizt Nervenenden,belastet Gewebe sowie Knochen mechanisch und verstärkt die Durchblutung. Auch Wellness-Massagen können unter bestimmten Umständen schädlich sein und sollten dann nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden.

Komplett auf Massagen verzichten sollten Sie bei einer schweren Allgemeinerkrankung, bei akuten Entzündungen und Fieber, bei Osteoporose, bei Blutungen oder wenn Sie Blutgerinnungshemmer einnehmen. Bei Hautverletzungen und -infektionen, frischen Narben, schweren Sensibilitätsstörungen und instabilen Knochenbrüchen dürfen Sie die betroffenen Körperpartien nicht massieren lassen.

  Die Services

Allianz - Service: Doc on Call 

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Unser kostenloser Service Doc on Call ermöglicht Ihnen, sich zu medizinischen Fragen fachkundig am Telefon beraten zu lassen.

Allianz - Starker Rücken mit Kieser Training

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Im Rahmen unseres Services Infothek bieten wir Ihnen eine Fülle qualitäts­ge­prüf­ter Pa­tien­ten­in­for­mations- und Ge­sund­heits­broschüren.