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Eisrettung

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  Jede Sekunde zählt

Allianz - Bricht jemand ins Eis ein, kommt es bei der Rettung auf jede Sekunde an.

Glücklicherweise brechen nur selten Menschen auf zugefrorenen Gewässern ein. Wer gerne Eislaufen geht oder um zugefrorene Seen spaziert, sollte zumindest wissen, wie er eingebrochene Personen retten kann. Zum einen sind Hilfsmittel für eine Eisrettung an allen frequentierten Gewässern vorhanden. Zum anderen läuft die Zeit gegen den Eingebrochenen, sodass die Ersthelfer nicht auf Wasserwacht oder Feuerwehr warten können.

  Gesundheitliche Risiken

Wer in eiskaltes Wasser stürzt und nicht gerade einen Trockentauchanzug trägt, kühlt binnen Minuten aus. Der Körper kämpft gegen den Wärmeverlust an, indem er die Blutgefäße in der Haut, den Armen und den Beinen verengt. Dadurch verliert er weniger Wärme an die Umgebung und kann die Kerntemperatur länger aufrecht halten.

Mediziner unterscheiden folgende Stadien einer unfallbedingten Unterkühlung (Hypothermie):

  • Milde Unterkühlung, Abwehrstadium: Hier liegt die Körperkerntemperatur zwischen 35 und 32 °C. Die betroffene Person ist bei vollem Bewusstsein und unruhig. Sie zittert stark und atmet tief. Ihre Haut ist blass, der Herzschlag schnell und der Blutdruck erhöht.
  • Mittelschwere Unterkühlung, Erschöpfungsstadium: Bei einer Körperkerntemperatur von 32 bis 30 °C erstarren die Muskeln. Die betroffene Person zittert nicht mehr, und ihre Atmung ist flach. Sie wirkt verwirrt oder ist teilnahmslos bis schläfrig. Die Haut ist blaugrau, der Puls verlangsamt und die Blutdruck niedrig. Ist das Unfallopfer zu diesem Zeitpunkt nicht gesichert, droht es im eisigen Wasser unterzugehen.
  • Mittelschwere Unterkühlung, Lähmungsstadium: Zwischen 30 und 28 °C Körperkerntemperatur verliert die betroffene Person das Bewusstsein. Die Atmung ist flach und der Herzschlag unregelmäßig. Es drohen Atem- und Herzstillstand.
  • Schwere Unterkühlung: Unter 28 °C Körperkerntemperatur fällt die betroffene Person in eine tiefe Bewusstlosigkeit. Die Pupillen sind geweitet und lichtstarr.

Achtung, wer eine unterkühlte Person zu viel bewegt oder unsachgemäß aufwärmt, bringt diese in Lebensgefahr! Es droht der sogenannte Afterdrop-Effekt: Hierbei dringt kaltes Blut aus Armen und Beinen in den Körperkern und verursacht einen starken Abfall der Kerntemperatur. Der Kälteschock kann dazu führen, dass lebenserhaltende Körperfunktionen aussetzen. Deshalb ist es auch verboten, bei unterkühlten Personen die Beine in Schocklage zu heben.

Gut vorbereitet?

Frischen Sie Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse zum Thema Unter­küh­lung auf. Sehen Sie sich am Ufer um: Gibt es Rettungsleitern, Rettungsringe, Stangen oder Leinen? Liegen Bretter oder lange Äste herum?

  Richtig retten

Wasserwachten und Feuerwehren empfehlen Helfern folgendes Vorgehen:

  • Bei mehreren Personen wählt einer sofort den Notruf 112, während die übrigen mit der Rettung beginnen. Jede Sekunde zählt!
  • Kinder sollten im Verlauf einer Eisrettung grundsätzlich am Ufer bleiben.
  • Rufen Sie dem Eingebrochenen zu, dass Hilfe naht. Versuchen Sie, beruhigend auf ihn einzuwirken.
  • Besorgen Sie sich schnell verfügbare Hilfsmittel, mit denen Sie sich selbst absichern und den Eingebrochenen retten können, zum Beispiel Rettungsleiter, Rettungsball mit Leine, Rettungsring mit Leine, Rettungsstange, Schlitten, Ruder, Boot, Abschleppseil, Abschleppstange, Zaunlatten oder lange Äste am Ufer.
  • Verunglückte in Ufernähe erreichen Sie ihn am besten mit einer Rettungsstange oder einer Rettungsleine, ohne selbst das Eis zu betreten.
  • Sichern Sie die Rettungsleine möglichst am Ufer, z. B. an einem Baum oder einem Pfahl. Werfen Sie die gesicherte Rettungsleine idealerweise so, dass sie quer über dem Eisloch zum Liegen kommt.
  • Betreten Sie die Eisfläche nur, falls Sie den Verunglückten nicht anders erreichen können.
  • Sichern Sie sich möglichst selbst mit einem Seil, bevor Sie die Eisfläche betreten.
  • Verwenden Sie eine Unterlage wie eine Leiter oder Bretter, um Ihr Gewicht großflächig auf dem Eis zu verteilen. So minimieren Sie das Risiko, selbst einzubrechen.
  • Kriechen Sie auf dem Bauch zum Eingebrochenen.
  • Bedecken Sie den Eislochrand möglichst mit einer Jacke. So verhindern Sie, dass die eingebrochene Person an der Bruchkante verhakt, während Sie sie aufs Eis ziehen.
  • Reichen Sie dem Eingebrochenen niemals direkt Ihre Hand! Er könnte Sie in Panik ins Wasser ziehen. Verwenden Sie stattdessen einen Schal, eine Jacke, Stange, ein Brett, Seil etc. oder einen umgedrehten Schlitten.
  • Je größer Ihr Abstand zum Eisloch, umso besser. Während Sie den Eingebrochenen über den Eislochrand ziehen, ist die Gefahr am größten, dass das Eis weiterbricht.
  • Ziehen Sie den Eingebrochenen langsam rückwärts kriechend auf demselben Weg an Land, auf dem Sie sich ihm genähert haben.
  • Leisten Sie Erste Hilfe.

Achtung, dünnes Eis!

Im Winter informieren Verwaltungen die lokalen Medien, welche Gewässer gefahrlos betreten werden können. Unser Artikel zum Eislaufen zeigt, wie Sie dünnes Eis erkennen.

  Überleben im Ernstfall

Falls Sie sich bereits fern des Ufers befinden und das Eis zu brechen beginnt, sollten Sie sich sofort flach hinlegen. So verteilen Sie ihr Gewicht auf eine größere Fläche und können vorsichtig an Land robben, und zwar in die Richtung, aus der Sie hergekommen sind! Sollten Sie dennoch einbrechen, können folgende Tipps der Wasserwacht Ihr Leben retten:

  • Strecken Sie sofort Ihre Arme aus und halten Sie sich am Rand der Eisdecke fest. So verhindern Sie, unter die Eisdecke zu geraten.
  • Rufen Sie laut um Hilfe!
  • Ziehen Sie sich im Wasser nicht aus. Ansonsten kühlen Sie noch schneller aus.
  • Geraten Sie nicht in Panik.

Falls keine Hilfe in Sicht ist, gibt es nach einem Eiseinbruch nur zwei Optionen:

  • Versuchen Sie sich flach auf das Eis zu schieben, und zwar in die Richtung, aus der Sie gekommen sind. Das kann funktionieren, sofern das Eis halbwegs tragfähig ist und Sie mit einem Bein an der gegenüberliegenden Bruchkante Halt finden. Robben Sie danach flach über das Eis zurück ans Ufer.
  • Falls die Eiskante leicht abbricht, können Sie sich unter Umständen einen Weg zurück zum Ufer oder zu stabilerem Eis bahnen.

Spitze Lebensretter

In Nordamerika und Skandinavien haben sich „Picks of Life“ oder Eiskrallen seit langem bei der Selbstrettung auf zugefrorenen Seen und Flüssen bewährt. Am Hals getragen, sind sie schnell zur Hand und bieten genug Halt, um sich mit Muskelkraft aus dem Wasser ziehen.

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