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  Bergauf, bergab, fernab der Piste

Allianz - Skitourengehen ist ein Sport für trainierte Teamplayer.

Skitourengehen stellt auch für ge­stan­de­ne Alpinisten eine sportliche Heraus­for­de­rung dar. Wer den schweiß­trei­ben­den Aufstieg mit sperrigen Brettern nicht scheut, kommt in den Genuss un­be­rühr­ter Tief­schnee­abfahr­ten und grandioser Ausblicke. Allerdings erfordert das Abenteuer eine robuste Konstitution, ange­messene Ausrüstung, Gespür für Risiken am Berg und skifahrerisches Können.

  In Kürze

  • Skitourengehen ist ein Sport für trainierte Teamplayer, die mit den zahlreichen am Berg lauernden Gefahren umzugehen wissen.
  • Einsteigerkurse und geführte Touren vermitteln die wichtigsten Grundlagen auch zu Sicherheit, Ausrüstung und Tourenplanung.
  • Training und Akklimatisation gehören zur Vorbereitung.
  • Der Touren-Knigge dient der eigenen Sicherheit und hilft, Konflikte mit anderen Wintersportlern zu vermeiden.

  Breitensport mit Anspruch

Der Reiz des Tourengehens liegt in der Herausforderung, den idealen Aufstieg zu finden und als erster eine Spur durch den Neuschnee zu ziehen. Skitourengeher schätzen einsame Berghänge und die Ruhe, nur unterbrochen vom regelmäßigen Knirschen des Neuschnees unter den Brettern und dem eigenen angestrengten Atem.

Lawinenlage, Fels- und Eisfelder oder Steilwände können aus jedem Aufstieg ein gefährliches sowie physisch und psychisch anspruchsvolles Unterfangen machen. Felshindernisse, Waldabschnitte oder extrem steiles Gelände erfordern dagegen bei der Talfahrt hohes Geschick. Falls Sie mittelschwere Abfahrten problemlos meistern und Kondition für mehrstündige Aufstiege haben, steht einem Einsteigerkurs nichts im Wege.

Tour als Wettkampf

Führt eine Skitour überwiegend durch hochalpines Gelände und über Gletscher, ist auch der Begriff Skihochtourgehen gebräuchlich. Die Wettkampfvariante heißt in Deutschland Skibergsteigen.

  Einstieg ins Tourengehen

Ob Ihnen diese Sportart liegt, können Sie in einem Skitouren-Einsteigerkurs mit Leihausrüstung austesten. Darin lernen Sie unter anderem Steigfelle aufzuziehen und mit Tourenskiern aufzusteigen. Sie erfahren, wie die Spitzkehre funktioniert, wie Sie selbst Spuren anlegen und wie Sie Lawinengefahren meiden. Ein guter Einsteigerkurs umfasst einen Lawinen-Crashkurs – auch wenn Sie die erste Tour in sicheres Gelände führt.

Die die wichtigste Lektion lernen Sie zuerst: Niemals allein auf eine Skitour gehen. Abseits gesicherter Pisten und Hütten kann Ihnen im Notfall womöglich nur ein Tourpartner das Leben retten. Als Skianfänger sollten Sie erst das Skifahren auf gesicherten Pisten lernen, bevor Sie einen Gedanken an Skitouren verschwenden.

Kenntnisse vertiefen

Sie können Ihr neues Wissen auf einer Anfängertour vertiefen. Tourenlehrpfade in Österreich und im Allgäu vermitteln Wich­ti­ges zu Regeln in Ski­ge­bieten, Lawinen, Gehtechnik oder Spuranlage.

  Erfahrungen sammeln

Bevor Sie mittlere bis schwere Touren angehen, sollten Sie erst einige leichte Skitouren absolvieren, bei denen ein erfahrener Tourengeher oder Bergführer mit von der Partie ist. So gewinnen Sie an Erfahrung und lernen das Gelände zu lesen.

Reichlich Anregungen für Skitouren finden Sie auf einschlägigen Portalen für Alpinisten wie tourentipp.de, Gipfelbuch.ch oder Alpintouren.com. Dort erhalten Sie ausführliche Streckenbeschreibungen, die wichtige Informationen zur Anfahrt, zu Schwierigkeitsgrad, Aufstiegszeit, Gefahren, Einkehrmöglichkeiten und zur Abfahrt enthalten.

Während der Tour

Nehmen Sie Rücksicht auf das schwächste Gruppenmitglied und passen Sie Ihr Tempo an. Gönnen Sie sich zwei kurze Pausen pro Stunde, in denen Sie auf jeden Fall etwas trinken sollten: Beim Aufstieg verlieren Sie viel Flüssigkeit.

  Richtige Vorbereitung

Dünne Luft, Kälte und körperliche Höchstleistungen vertragen sich nur dann gut, wenn Sie trainiert sind und keine einschränkende Erkrankung vorliegt. Das bedeutet: Spätestens im Herbst regelmäßig die Ausdauer trainieren, z. B. mit Mountainbiking, Nordic Walking oder Skigymnastik.

Asthmatiker, chronisch Lungenkranke, insulinpflichtige Diabetiker und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten zudem ihren behandelnden Arzt fragen, welche Höhen und Belastungen Sie sich zumuten können.

Risiko Höhe

Nehmen Sie sich beim Urlaub im Hochgebirge Zeit, sich an die Kälte und die dünne Luft zu gewöhnen, und steigern Sie dann die sportliche Beanspruchung allmählich. So laufen Sie nicht Gefahr, Ihr Herz zu überlasten.

  Knigge für Skitourengeher

Zu Ihrer eigenen Sicherheit und um Konflikte mit anderen Wintersportlern zu vermeiden, sollten Sie sich an die DAV- und FIS-Regeln für Skitouren halten:

  • Verantwortung: Aufstiege und Abfahrten erfolgen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.
  • Aufstieg: Aufstiege nur am Pistenrand vornehmen (FIS-Regel Nr. 7). Dabei hintereinander, nicht nebeneinander, gehen. Auf den Skibetrieb achten.
  • Gefährliche Pistenstellen: Besondere Vorsicht vor Kuppen, in Engpassagen, Steilhängen, bei Vereisung und beim Queren der Pisten. Keine Querungen in unübersichtlichen Bereichen.
  • Lokale Hinweise: Keinesfalls gesperrte Pisten begehen. Lokale Hinweise und Routenvorgaben beachten.
  • Pistenarbeiten: Größte Vorsicht und Rücksichtnahme bei Pistenarbeiten. Bei Einsatz von Seilwinden sind die Skipisten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Es besteht Lebensgefahr!
  • Pistenzustand: Frisch präparierte Skipisten nur in den Randbereichen befahren.
  • Alpine Gefahren: Auf alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, achten. Keine Skitouren in Skigebieten durchführen, wenn Lawinensprengungen zu erwarten sind.
  • Vegetation und Zeitpunkt: Skitouren nur bei genügend Schnee unternehmen. Schäden an der Pflanzen und Bodendecke vermeiden.
  • Tiere: Rücksicht auf Wildtiere nehmen. Bei Dämmerung und Dunkelheit können Tiere empfindlich gestört werden. Hunde nicht auf Skipisten mitnehmen.
  • Parkplatz: Regelungen an den Parkplätzen sowie Parkgebühren sind zu respektieren. Bitte auch umweltfreundlich anreisen!

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