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Trinken, Essen, Risiko

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  Gefährliche Kost

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In Schwellenländern herrscht ein Mangel an sauberem Trinkwasser. Die Hygiene bei Verarbeitung, Transport, Lagerung sowie Verkauf von Lebensmitteln lässt häufig ebenso zu wünschen übrig. Verunreinigte Getränke und Nahrungsmittel können jedoch Vergiftungen oder Infektionen wie Hepatitis A verursachen. Mit folgenden Tipps schützen Sie Ihre Gesundheit.

  Trinken

Sofern Sie Ihr Trinkwasser in Schwellenländern nicht selbst aufbereiten, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Trinken Sie kein Oberflächen-, Brunnen- oder Leitungswasser.
  • Lassen Sie sich nur ungeöffnete Mineralwasserflaschen servieren. Bei hinter der Theke geöffneten Flaschen besteht die Gefahr, dass Ihnen eine „recycelte“, mit Leitungswasser aufgefüllte untergejubelt wird.
  • Trinken Sie im Zweifelsfall aus der selbst geöffneten Flasche anstatt aus einem unsauberen Trinkbecher oder Glas.
  • Mit gekochtem Wasser zubereitete Getränke wie frischer Tee oder Kaffee sind unbedenklich.
  • Alkoholische Getränke sind in der Regel keimfrei. Qualitativ minderwertiger Wein kann jedoch Schimmelpilzgifte enthalten.
  • Trinken Sie nur pasteurisierte oder gekochte Milch.
  • Verzichten Sie auf Eiswürfel; die meisten Krankheitserreger überleben das Einfrieren.

  Essen

Hier lautet der Grundsatz: „Boil it, peel it, or forget it!“ Auf Deutsch: „Koch es, schäl es oder vergiss es!“

  • Essen Sie nur selbst geschältes rohes Obst. Alternativ können Sie Obst blanchieren, das heißt für rund eine Minute in kochendes Wasser legen.
  • Verzichten Sie auf Blattsalate, diese lassen sich nur schwer putzen.
  • Verzehren Sie nur gut gekochte oder durchgebratene Speisen.
  • Meiden Sie rohe und nur leicht gegarte Lebensmittel, insbesondere Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Fisch, Eier, Mayonnaise, Eiscreme oder Buttercreme.
  • Beschränken Sie sich auf industriell hergestelltes, verpacktes Speiseeis.
  • Kalte Buffets und aufgewärmte Speisen sind in Schwellenländern entsprechend unsicher.
  • Kaufen Sie keine lokal hergestellten Speiseöle, da diese gepanscht und somit gesundheitsschädlich sein können.
  • Bevor Sie selbst mit einheimischen Lebensmitteln kochen, machen Sie sich mit der richtigen Zubereitung vertraut. Exotisches Obst und Gemüse können beispielsweise Giftstoffe enthalten, die erst durch Kochen neutralisiert werden.

  Gift im Fisch

Ein wichtiges Problem stellen marine Gifte dar, die sich über die Nahrungskette in Speisefischen und Meeresfrüchten anreichern können. Die häufigste Fischvergiftung heißt Ciguatera. Sie wird von einem Nervengift verursacht, das bestimmte Geißeltierchen absondern, die in Korallenriffen auf Algen und Tang leben.

Problem: Das Ciguatera-Toxin ist hitzestabil und lässt sich auch durch Braten nicht zerstören. Betroffen sind tropische und australische Gewässer und dort vor allem Raubfische wie Barrakuda, Thunfisch, Muräne, Makrele, Schnapper oder Zackenbarsch.

  • Informieren Sie sich vor Ort, ob aktuell Ciguatera-Fälle bekannt sind.
  • Stürme im Korallenriff erhöhen das Ciguatera-Risiko. Verzichten Sie daher nach einem Unwetter auf Fisch und Meeresfrüchte.
  • Meiden Sie bei Algenblüten Fisch und Meeresfrüchte.
  • Weichen Sie auf Hochseefisch aus, dieser ist in der Regel sicher.

  Hygiene

Folgende Maßnahmen helfen Ihnen dabei, schlechte Hygienestandards in Schwellenländern zu kompensieren:

  • Informieren Sie sich grundsätzlich über drohende Gesundheitsrisiken durch Nahrungsmittel in den länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes. Dort finden Sie auch auf Ihr Reiseland zugeschnittene Hygieneinformationen.
  • Verpacken Sie Essen und Getränke sicher vor Insekten, da auch diese Krankheiten übertragen können.
  • Benutzen Sie nur keimfreies bzw. aufgekochtes Wasser zum Zähneputzen. Dies gilt auch bei der Einnahme von Medikamenten.
  • Zum Waschen genügt Leitungswasser.
  • Benutzen Sie stets frische Handtücher.

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