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Rad-Trekking

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  Auf großer Tour

Allianz - Mountainbike-Fahrt aus Sicht des Radlers

Mehrtägige Radtouren lassen sich nur mit einer vernünftigen Ausrüstung und Vorbereitung bewältigen. Andernfalls riskieren Sie, dass nicht nur der Spaß auf der Strecke bleibt. Unser Experte Dr. Marco Bürger beantwortet wichtige Fragen rund um das Rad-Trekking und das Zurücklegen langer Strecken auf dem Rad.

  Ihr Allianz-Experte

Dr. rer. oec. Marco Bürger ist seit 2005 bei der Allianz Privaten Krankenversicherung. Der im Bereich Gesundheitsökonomie promovierte Wirtschaftswissenschaftler war hier zunächst im Bereich Projektsteuerung und Projektkoordination tätig. Nach der Mitarbeit in unterschiedlichen Projekten und dem Aufbau einer Abteilung der Allianz China Life vor Ort arbeitet er seit 2008 im Leistungs- und Gesundheitsmanagement der Allianz. Er ist seit Jugendtagen begeisterter Radfahrer und schwingt sich bevorzugt für längere Strecken auf sein Trekkingrad oder sein Mountainbike.

Allianz - Dr. rer. oec. Marco Bürger

  Fit für Langstrecken

Sie fahren viel und lange Strecken mit dem Rad – trotzdem sind Sie kein typischer Trekking-Radler. Wie sieht eine Tour bei Ihnen aus?

Ich fahre seit meinen Jugendjahren gerne Rad. Mittlerweile ist Radfahren ein Sport, bei dem ich versuche, möglichst jeden freien und Schönwettertag zu nutzen. Auch wenn ich aktuell keine Mehrtagestouren mache, bin ich Langstreckenfahrer – aber ich absolviere die Distanzen eben vor allem an einem Tag.

Fast jede Tagestour liegt dabei über 200 km. Meine längste Tour 2013 war von München nach Innsbruck und zurück, 308 km an einem Tag. Die Kondition dafür habe ich über Jahre aufgebaut. Um sie nicht zu verlieren, fahre ich bis in den November und beginne meine Touren möglichst frühzeitig zum Jahresanfang. Dieses Jahr konnte ich bereits Mitte Februar meine erste Radtour mit der „Einstiegsdistanz“ 186 km antreten.

In der radfreien Zeit im Winter laufe ich ein- bis zweimal in der Woche einen Halbmarathon, um keinen all zu großen Konditionsabfall zu haben. Das lässt sich im Gegensatz zum Radfahren auch nach Feierabend einplanen. Für die Radtouren nehme ich mir einen Tag frei Wie wohl die meisten Radfahrer bin ich früher ungern größere Berge und Anstiege gefahren. Das hat sich inzwischen komplett geändert – heute gehören Pässe und Steigungen zu jeder Radtour dazu.


Wie sind Sie dazu gekommen, solche Strecken auf dem Rad zurückzulegen – vor allem am Stück?

Als Jugendlicher bin ich immer für Durchschnittsfahrer normale Distanzen von ca. 70 km gefahren. Während des Studiums in Berlin ist das Radfahren in den Hintergrund getreten. Seitdem ich nun in München bin, habe ich nach und nach den Münchner Süden für mich entdeckt. Das Radwegnetz ist sehr gut ausgebaut, und viele Nebenstraßen sind wenig befahren. Ich habe mich immer öfter aufs Rad gesetzt und gemerkt, dass das nicht nur Spaß macht, sondern auch ein idealer Ausgleich zur vorwiegend sitzenden Büroarbeit ist. Radfahren ist für mich die perfekte Art abzuschalten, eine Art Meditation. So habe ich zunehmend Kondition aufgebaut, die mich immer wieder angespornt hat, längere Touren zu machen.


Auch in Etappen sind 150 oder 200 km für einen Einsteiger eine Herausforderung – wie kann man sich zu solchen Touren motivieren, damit der Spaß nicht auf der Strecke bleibt?

Mich motivieren vor allem die Berge und Seen. Ich fahre immer Richtung Münchner Süden und dann weiter in die Voralpen oder Alpen bis nach Tirol. Die Natur, die frische Luft und die Herausforderungen durch die Bergstrecken reizen mich besonders!

Wer auf Tour gehen will, sollte möglichst Unterschiedliches ausprobieren, um herauszufinden, was ihm Spaß macht: das reicht von den Reizen der Natur bis hin zu unterschiedlichen Distanzen und Höhenprofilen. Der eine mag Bergtrails mit dem Mountainbike, der andere Straßen- oder Passstrecken mit dem Rennrad, Fahrten durch Wälder, entlang Flüssen, um Seen – es gibt unzählige Möglichkeiten.

Denken Sie daran, dass jede Strecke andere Anforderungen an das Fahrrad stellt. Begeisterte Radfahrer haben daher oft mehrere unterschiedliche Räder. Für den Einsteiger ist ein Trekkingrad ein guter und vor allem für den Straßenverkehr tauglicher Kompromiss. Für richtige Bergtouren sollten Sie ein Trekkingrad keinesfalls nutzen!

Eines ist wichtig: Fangen Sie klein an, steigern Sie das Niveau langsam und überfordern Sie sich nicht. Man verliert den Spaß recht schnell, wenn man seine gesetzten Ziele wiederholt nicht erreicht. Erfolgserlebnisse braucht jeder, um motiviert bei der Sache zu sein.


Was macht ein gutes Trekkingrad aus?

Sparen am Rad verdirbt den Spaß am Radfahren. Für anspruchsvolle Touren sollten Sie kein Rad unter 500 Euro kaufen. Ab 1.000 Euro gibt es richtig gute Räder – informieren Sie sich im Vorfeld in Fahrradmagazinen. Wenn Sie knapp bei Kasse sind, greifen Sie lieber auf ein gutes Vorjahresmodell zurück. Hier können Sie mit etwa 20 % Preisnachlass rechnen.

Machen Sie dabei aber keine Abstriche bei der Ergonomie: Ihr Fahrrad muss auf Ihre Größe und Gewicht ausgelegt sein! Darum gibt es Fahrradmodelle immer in unterschiedlichen Größen; hier ist fachkundige Beratung sehr wichtig. Vorab sollten Sie sich im Klaren sein, welche Art von Touren Sie vorhaben, denn davon hängt ab, welches das richtige Rad ist.

Zum Rad kommen noch Gepäck und Ausrüstung. Achten Sie daher auf das Gewicht des Rades, denn Sie werden jedes Kilo spüren. Bei Trekkingrädern liegt die Obergrenze bei 17–18 kg – je weniger, desto besser. Mountainbikes sollten etwa fünf Kilo leichter sein und Rennräder nur noch im einstelligen Kilogrammbereich liegen.

Ihr Gewicht plus Rad, Gepäck und Ausrüstung stellen hohe Anforderungen an die Bremsen. Je höher das Gesamtgewicht und je steiler die Gefälle, desto wichtiger sind Bremskraft und Robustheit der Bremsen. Scheibenbremsen gelten als am effektivsten, sind aber nicht die robustesten und nur schwer selbst zu reparieren. Felgenbremsen leisten gerade bei Trekkingtouren sehr gute Dienste und sind meiner Erfahrung nach robuster. Dagegen sind Scheibenbremsen ein Muss für Mountainbiker und alle, die gern durch schlammiges Gelände fahren. Dort können Felgenbremsen zusetzen und dann versagen. Auf befestigten Wegen dürfte dieses Problem allerdings kaum auftreten.


Trekking-Radtouren gehen häufig über Tage. Worauf sollte man beim Sattel achten?

Zwei verbreitete Ansichten sind, dass Fahrradsättel möglicht weich und möglichst breit bzw. groß sein sollten. Beides ist falsch! Ich selbst habe am Mountainbike einen relativ harten Sattel. Das Sitzen wird aber für mich erst ab 250 km pro Tag unangenehm – irgendwann merken Sie auch den besten Sattel. Im Urlaub habe ich mir mangels Alternativen einmal ein Mountainbike mit sehr weichem und breitem Sattel geliehen: nach 30 km konnte ich nur noch im Stehen fahren!

Der Sattel muss gut passen und auf die Anatomie des Gesäßes abgestimmt sein. Manche kommen mit dem Standardsattel gut klar, andere sollten sich einen Sattel maßfertigen lassen. Beratung hilft da weiter, aber letzten Endes müssen Sie eine Sitzprobe machen. Starten Sie nie eine größere Tour mit einem neuen Sattel.

Haben Sie Probleme beim Sitzen, muss es nicht gleich ein neuer Sattel sein. Manchmal reicht es, den Neigungswinkel anzupassen. Ihr Fachhändler berät Sie hinsichtlich der Sitzposition und passt Ihnen auch die Sattelfixierung an.


Welche Orientierungsmittel verwenden Sie bei Ihren Touren?

Ich habe einen guten Orientierungssinn und schaue mir im Vorfeld Kartenmaterial an. Da ich meist nur in Oberbayern und Tirol unterwegs bin, hilft mir die Beschilderung an Radwegen und Straßen weiter. Für den Notfall habe ich immer Karten auf meinem Smartphone griffbereit. Wichtig ist, dass das Kartenmaterial offline verfügbar ist, denn nicht überall ist das Mobilfunknetz ausreichend dicht.

Ein GPS-Gerät besitze ich nicht. GPS eignet sich für die Planung längerer Routen, aber auch, wenn man eine Tour schnell umplanen will. Da Sie im Zweifelsfall länger unterwegs sind, ist beim Kauf die Akkulaufzeit ein wichtiges Entscheidungskriterium. Und auch wenn Sie mit GPS unterwegs sind, sollten Sie Karten in Reserve haben.


Selbst ein perfekt ausgestattetes Rad ist nicht vor Pannen gefeit. Was für Reparaturmaterial und Ersatzteile sollte man immer einpacken?

Ein Muss sind Flickzeug mit Reifenheber und etwas Grundwerkzeug, um die wichtigsten Schrauben am Rad öffnen zu können. Auf längeren Touren sollten Sie Ersatzschlauch und – für den Fall eines Kettenrisses – Ersatznieten und Fixierwerkzeug für Ketten einpacken. Bei Gruppen können Sie natürlich das Material auf einzelne Personen verteilen und so Gewicht einsparen. Sie sollten außerdem unbedingt genügend Geld dabei haben, um im Notfall einen Ersatzzug, eine Taxifahrt oder professionelle Reparaturen bezahlen zu können.


Apropos Pannen. Was gehört in eine Radapotheke?

Ein kleines Erste-Hilfe-Set mit Desinfektionsspray und Verbandsmaterial braucht kaum Platz und sollte immer dabei sein. Wenn Sie individuell bestimmte Medikamente benötigen, gehören die natürlich ebenfalls mit hinein.

Was nicht zur Apotheke gehört, aber genauso wichtig ist, sind Sonnen- und Augenschutz. Sonnencreme sollten Sie vor Fahrtantritt auftragen. Eine Brille schützt nicht nur vor grellem Licht und UV-Strahlung sondern auch vor Fremdkörpern wie Insekten oder aufgewirbelten Steinen. Spezielle Fahrradbrillen bedecken die Augen möglichst gut von vorne und den Seiten.


Das Rad ist das eine – wie staffieren Sie sich aus, wenn Sie losradeln?

Ob auf dem Rad oder beim Laufen, die passende Kleidung ist wichtig. Bei kaltem Wetter benötigen Sie Funktionskleidung, eventuell sogar einen Mundschutz, um durch die kalte Atemluft nicht ernsthaft zu erkranken. Insbesondere im Spätherbst und in den ersten Frühlingstagen können es in den Morgenstunden schon mal Minusgrade sein. Dann brauchen Sie neben guter, winddichter und wasserabweisender Kleidung und Mundschutz auch eine (Fleece-)Mütze unter dem Helm und Handschuhe. All zu viel wärmende Bekleidung ist nicht nötig, da man bei schnellen Geschwindigkeiten genügend Eigenwärme produziert, vorausgesetzt die Kleidung blockiert den Fahrtwind – nur so wird die Wärme auch innen gehalten.

Außerdem habe ich immer etwas zum Essen dabei. Gerade auf langen Strecken kann ein Hungerast bis zur nächsten Rast sehr an Kraft und Motivation zehren.

„Wer auf Tour gehen will, sollte möglichst Unterschiedliches ausprobieren, um herauszufinden, was ihm Spaß macht.“

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