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  Nicht abbauen

Allianz - Beschäftigen Sie Ihre grauen Zellen

Seit Entdeckung der Alzheimer-Krankheit suchen Wissenschaftler nach den Ursachen des geistigen Verfalls – und nach Wegen, ihn aufzuhalten. Eine Pille gegen das Vergessen hat noch niemand erfunden. Fischölkapseln und Vitamin-E-Pillen senken das Demenzrisiko nicht. Dasselbe gilt für Ginkgo, laut Deutscher Gesellschaft für Neurologie nutzlos bei der Vorbeugung von De­menz­er­kran­kun­gen. Die Devise lautet daher: aktiv vorsorgen – je früher, desto besser.

  Bewusster leben

Bisherige Erkenntnisse der medizinischen Forschung belegen, dass eine Reihe unterschiedlicher Faktoren die geistige Fitness beeinflusst. Hierzu zählen vielseitige körperliche und geistige Aktivitäten, ausgewogene Ernährung und Bildung – kurzum ein nachhaltig gesunder Lebensstil.

Eine bewusste und gesunde Ernährung sowie regelmäßige sportliche Aktivität verringern etwa das Risiko für Altersdiabetes, Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. All dies sind Erkrankungen, die mit zunehmendem Lebensalter sowohl eine Demenz als auch die Entstehung eines Schlaganfalls begünstigen. Demenz und Schlaganfall zählen wiederum zu den Hauptursachen für Pflegebedürftigkeit.

Apropos Schlaganfall: Raucher tragen ein doppelt so hohes Schlaganfallrisiko wie Nichtraucher.

Richtig schützen

Jetzt auch mit staatlicher Förderung: Informieren Sie sich über unsere attraktiven Pflegetagegeldprodukte. Den Beitrag für Ihren optimalen Schutz können Sie einfach und unverbindlich online berechnen.

  Früh beginnen

Wer seine grauen Zellen bis ins hohe Alter auf Trab halten will, sollte möglichst früh damit beginnen. Das gilt insbesondere für Bildung. Eine Reihe von Studien belegt: Je höher die Bildung, umso geringer das Demenzrisiko im Alter. Forscher vermuten deshalb, dass der Mensch in jungen Jahren geistige Reserven aufbaut, die krankheits- und altersbedingten Hirnverfall kompensieren können.

Ähnlich verhält es sich offenbar mit sportlicher Aktivität in der ersten Lebenshälfte – zumindest bei Frauen. Studien deuten darauf hin, dass das Demenzrisiko bei Seniorinnen am niedrigsten ist, wenn sie bereits im Teenageralter regelmäßig Sport trieben.

  Hilfreiches Hirntraining

  • Musizieren als Königsdisziplin

  • Tanzen und Bewegen

  • Kleine Herausforderungen

  • Vielseitigkeit ist Trumpf

  • Mit Familie oder Freunden

Musizieren als Königsdisziplin

Musizieren aktiviert unter anderem den Frontallappen des Gehirns, der für wichtige kognitive Funktionen wie Gedächtnis und Aufmerksamkeit verantwortlich ist. Wer regelmäßig ein Instrument spielt, betreibt automatisch Demenzvorsorge. Studien zufolge schneiden lebenslange Musiker im Alter bei Gedächtnistests besser ab als Nichtmusiker. Zudem bleibt länger die Fähigkeit erhalten, Gesprächen trotz lauter Geräuschkulisse zu folgen. Musizieren hilft außerdem dabei, Gefühle auszudrücken und Stress abzubauen – und eignet sich hervorragend, Lebensfreude mit Freunden und Familie zu teilen.

Besonders Kinder profitieren sehr von Musikunterricht. Ein geschultes Gehör kann nicht nur Töne und Rhythmen auseinanderhalten, sondern erleichtert auch die Sprachwahrnehmung und damit das Sprachenlernen.

Wenn Sie erst im Erwachsenalter erstmals Musikunterricht nehmen, sollten Sie viel Durchhaltevermögen mitbringen und auch bei stagnierendem Lernfortschritt dranbleiben. Bedenken Sie: Selbst Kinder benötigen einige Jahre und hunderte Stunden Übung, um ein Instrument zu beherrschen.

Tanzen und Bewegen

Zur Demenzvorsorge eignen sich besonders Sportarten, die auch den Verstand fordern. Sehr gute Beispiele hierfür sind Tanzen und Klettersportarten.

Beim Paartanzen muss das Gehirn komplexe Bewegungen koordinieren und diese auf den Tanzpartner und den Rhythmus der Musik abstimmen. Praktisch: Für das Paartanzen gibt es keine Altersbeschränkung. Andererseits gibt es auch Tanzstile, die selbst für durchtrainierte Sportler in ihrem Leistungszenit eine Herausforderung darstellen.

Eine adäquate Alternative zum Tanzen stellt beispielsweise Klettern dar. Das Gehirn arbeitet auf Hochtouren, während es Griffe und Tritte identifiziert, den Weg durch den Kletterparcours plant und komplizierte Bewegungsabläufe steuert.

Kleine Herausforderungen

Sie können Ihren Geist bereits in banalen Situationen stimulieren. Erledigen Sie Routinetätigkeiten auf ungewohnte Weise und durchbrechen Sie so den Alltagstrott. Das können Sie zu Hause erreichen, indem Sie beispielsweise die Computermaus mit der anderen Hand bedienen. Oder Sie balancieren beim Zähneputzen auf einem Bein.

Verlassen Sie ausgetretene Pfade. Das gilt auch für Spaziergänge, bei denen Sie immer wieder neue Strecken suchen können. Verzichten Sie außerdem auf Gedächtniskrücken und fordern Sie Ihren Verstand: Prägen Sie sich Ihren Einkaufszettel ein und gehen Sie ohne einkaufen. Rechnen Sie mehr mit dem Kopf. Benutzen Sie den Taschenrechner nur, um das Ergebnis zu überprüfen.

Vielseitigkeit ist Trumpf

Mehr Unterhaltungswert bieten Knobeleien. Spezialisieren Sie sich aber nicht auf einen Aufgabentyp wie Sudokus, damit verbessern Sie nur eine Einzelleistung – ähnlich einem Kraftsportler, der nur seinen Bizeps aufbaut. Versuchen Sie sich an unterschiedlichen Denksportaufgaben, um möglichst viele „Denkmuskeln“ zu trainieren, z. B. Sudoku, Kreuzworträtsel und Kopfrechnen.

Anspruchsvolle und abwechslungsreiche Kopfnüsse bieten Gedächtnis- und Intelligenztests. Entsprechende Tests finden Sie unter anderem auf den Websites des Bundesverbands für Gedächtnistraining e. V. und der Mensa.

Weitere geistige Nahrung und Abwechslung liefern die Lektüre eines interessanten Buchs sowie Theater- oder Museumsbesuche.

Mit Familie oder Freunden

Zu guter Letzt: Ein Spieleabend mit Familien oder Freunden ist deutlich anregender als vor dem Fernseher zu sitzen. Schließlich existieren viele Gesellschaftsspiele, die strategisches Denken, Wissen, Gedächtnis oder sprachliche Fähigkeiten stimulieren. Anregungen liefern Spieledatenbanken und Tests wie Luding, Ludoversum, Spielmonster.de oder Spieletest.at.

  Nicht nachlassen

„Wer rastet, der rostet!“ – diese Binsenweisheit gilt nicht nur für die Gelenke, sondern auch für das Gehirn. Dabei kann der Verstand im Gegensatz zum Körper selbst im fortgeschrittenen Alter höchst beweglich sein. Das belegen nicht nur prominente Persönlichkeiten wie Altkanzler Helmut Schmidt, der Physiker Albert Einstein oder der Dirigent Herbert von Karajan.

Eines haben geistig vitale Menschen jenseits der 70 Jahre gemein: Sie fordern ihren Verstand täglich neu und halten sich dadurch geistig fit.

Kopfnüsse für mobile Endgeräte

Für Tablet-Computer und Mobiltelefone existiert ein breites Spektrum an Gehirnjogging-Software und Strategiespielen. Damit locken Sie selbst denkfaule Teenager aus der Reserve.

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