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  Rausch mit Folgen

Allianz - Der Kater danach muss nicht sein - und Maßhalten beim Alkoholgenuss zahlt sich auch langfristig aus.

Im Spätsommer und zum Herbstbeginn reiht sich traditionell ein Volksfest an das andere, und Bier und Wein fließen reichlich. Viele lassen sich von der heiteren Stimmung zum einen oder anderen Gläschen zu viel hinreißen. Unangenehme Folge: der Kater am Morgen danach. Im Interview erklärt unser Experte Otto Spang, was Alkohol im Körper anrichtet und wie Sie einen Kater lindern.

  Ihr Allianz-Experte

Otto Spang studierte Biologie mit den Schwerpunkten Physiologie, Biochemie und Gentechnologie an der Universität Bayreuth. Seit 2003 ist er im Leistungs- und Gesundheitsmanagement der Allianz Private Krankenversicherung tätig. Dort leitete er acht Jahre das Referat für Arzneimittelmanagement.

Seit 2011 ist er Projektleiter für Produktentwicklung und das Allianz Business System im Fachbereich.

Allianz - Otto Spang

  Alkoholwirkung und Kater

Warum wirken alkoholische Getränke berauschend?

Der berauschende Wirkstoff in alkoholischen Getränken ist Ethanol. Es ist Droge und Zellgift zugleich. Das Ethanol gelangt über die Schleimhäute des Verdauungstraktes ins Blut und verteilt sich so im ganzen Körper. Im Gehirn, Kleinhirn und Rückenmark dämpft das Ethanol die Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen. Außerdem bewirkt Ethanol den Ausstoß von Glückshormonen, Endorphine genannt.

Das führt dazu, dass man sich bei geringen Mengen Ethanol entspannt und wohl fühlt. Ab etwa 0,3 Promille lässt die Reaktionsfähigkeit deutlich nach, und der Betroffene verhält sich zunehmend enthemmt. Mit steigendem Alkoholpegel stellen sich die bekannten Symptome der Trunkenheit ein: Schwanken, Lallen, Schwindel und verminderte Schmerzempfindlichkeit.

Ab 2,0 Promille wird es gefährlich: schwere Gleichgewichtsstörungen, Kontrollverlust, Erbrechen, Gedächtnislücken, die Muskeln erschlaffen. Ab 2,5 Promille drohen Bewusstlosigkeit und Schockzustand. Ab 4,0 Promille besteht für Erwachsene Lebensgefahr: Der Vergiftete kann ins Koma fallen, Atmung und Kreislauf können versagen, der Körper unterkühlt.

Kinder und Jugendliche reagieren übrigens deutlich empfindlicher, weshalb die genannten Giftwirkungen bei diesen bereits bei deutliche geringeren Mengen Ethanol einsetzen.

Bereits mäßige Mengen Alkohol bereiten am Morgen danach Kopfschmerzen, Brand, Reizbarkeit, Muskelschmerzen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, gerötete Augen und Unwohlsein bis hin zu Erbrechen.

Was genau verursacht einen Kater?

Die Hauptursache für die Kopfschmerzen und den Brand ist der alkoholbedingte Flüssigkeitsverlust. Ethanol hemmt die Ausschüttung des Hormons Vasopressin, das dafür sorgt, dass die Nieren das Wasser im Körper halten.

Zudem entsteht beim Abbau von Ethanol das Zwischenprodukt Acetaldehyd, das ein noch stärkeres Zellgift ist. Hinzu kommen weitere Gifte, die bei der alkoholischen Gärung sowie der Lagerung in Holzfässern entstehen – vorwiegend Fuselalkohole, die auch beim Destillieren mit angereichert werden. Deshalb sind schwarz gebrannte Spirituosen auch so gefährlich: Sie können hohe Mengen an Methanol enthalten, die einen Menschen erblinden lassen oder sogar umbringen können.

Das flaue Gefühl im Magen bis hin zum Brechreiz ist der unmittelbaren Giftwirkung auf die Schleimhäute geschuldet. Inwieweit die verschiedenen Gifte und der Flüssigkeitsverlust zu den diversen Katersymptomen beitragen, ist noch nicht ausreichend geklärt.

Wie kann man einem Kater vorbeugen?

Trinken Sie möglichst wenig Alkohol. Falls Sie bei einem Fest ausnahmsweise etwas mehr trinken wollen, dann essen Sie vorab etwas Fettiges. Das verlangsamt die Alkoholaufnahme in Magen und Darm. Öle und Fette in Speisen können nämlich Alkohole binden. Aber Hauptsache, Sie trinken nicht auf leeren Magen.

Meiden Sie warme alkoholische Getränke. Wärme stimuliert die Schleimhaut-Durchblutung, wodurch das Ethanol schneller aufgenommen wird. Lassen Sie kohlensäurehaltigen Alkohol wie Sekt links liegen. Sowohl die Gasbläschen als auch das von den Schleimhäuten aufgenommene Kohlendioxid verbessern die Schleimhaut-Durchblutung und erleichtern damit die Alkoholaufnahme.

Trinken Sie möglichst keine süßen Liköre oder Cocktails und essen Sie keine Süßigkeiten zum Alkohol. Zucker hemmt nämlich den Abbau von Acetaldehyd, wodurch sich das Zellgift anreichert und die Katersymptome verstärkt.

Halten Sie sich insbesondere bei Obstbränden, Trestern, Weinbränden, Whisky und Tequila zurück. Diese Destillate enthalten relativ hohe Mengen an Fuselalkoholen und anderen Giften.

Da Sie mit dem Alkoholgenuss auch verstärkt Flüssigkeit verlieren, sollten Sie zwischendurch immer wieder ein Glas Wasser trinken.

Falls Sie über den Durst getrunken haben: Werfen Sie eine Tablette mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (z. B. ASS, Aspirin) ein und trinken Sie noch ein großes Glas Wasser. Das besänftigt den Kater am Morgen.

Was hilft, wenn der Kater zugeschlagen hat?

Viel trinken, aber nichts Alkoholisches. Das klassische Katerfrühstück mit Rollmops, Bismarckhering, Sauerkraut oder Mixed Pickles befeuert nur den Durst, sodass der Verkaterte zumindest reichlich trinkt.

Warum vertragen manche Menschen mehr Alkohol?

Die Alkoholwirkung hängt von mehreren Faktoren ab – vorwiegend Körpergewicht, Geschlecht, Alter und Alkoholtoleranz. Bei regelmäßigem Alkoholkonsum kann sich der Körper an die Giftwirkung des Ethanols und anderer gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe in alkoholischen Getränken gewöhnen. Das ist aber langfristig eine schlechte Strategie.

Weil Alkohol süchtig macht?

Ja. Alkoholkonsum stört nicht nur den Hormonhaushalt, schädigt Nervenzellen und verursacht Kater. Regelmäßiges und übermäßiges Trinken hemmt die Vitaminaufnahme im Darm und führt zu Vitaminmangel. Langfristig erhöht das Gift das Risiko für eine Reihe ernsthafter Erkrankungen. Hierzu zählen unter anderem Gicht, Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Pankreatitis), Fettleber, Leberentzündung (Hepatitis), Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem erhöht Alkoholkonsum das Risiko für Krebserkrankungen des Mundraums, Rachens, Kehlkopfs, der Speiseröhre, des Darms, der Leber sowie der weiblichen Brust.

Süße Gefahr

„Trinken Sie möglichst keine süßen Liköre oder Cocktails und essen Sie keine Süßigkeiten zum Alkohol. Zucker hemmt den Abbau von Acetaldehyd, was die Katersymptome verstärkt.“

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