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  Fahrgeschäfte – Spaß mit Folgen

Allianz - Immer schneller wird die Fahrt: Nicht jeder verträgt Achterbahn, Kettenkarussell oder Autoscooter

Volksfeste sind ein Rausch für die Sinne. Süßes und Deftiges kitzeln Nase und Gau­men, schicke Trach­ten schmei­cheln den Au­gen, Blas­musik klingt in den Oh­ren – und Fahr­ge­schäf­te stellen den Gleich­ge­wichts­sinn auf die Probe: Sie drehen sich sanft im Kreis oder schleudern die Insassen in alle Richtungen. Zwar unterliegen die so­ge­nann­ten „flie­gen­den Bau­ten“ ri­gi­den Si­cher­heits­vor­schrif­ten, in ungünstigen Fällen drohen dennoch gesundheitliche Nebenwirkungen.

  Übelkeit erregender Schwindel

Dank hoher Sicherheitsstandards bleiben die rasanten Fahrten in der Regel folgenlos. Die Drehbewegungen, das plötzliche Beschleunigen und Bremsen führen jedoch dazu, dass Sehsinn und Gleichgewichtssinn widersprüchliche Signale an das Gehirn senden. Dies führt im Extremfall zur sogenannten Bewegungskrankheit (Kinetose), die sich in folgenden Symptomen äußern kann:

  • Übelkeit
  • Kopfschmerz
  • Blässe
  • Schwindel
  • Kaltschweißigkeit (Schwitzen bei kalter Haut)

Ist der Magen zudem durch Alkohol oder zu viel Essen gereizt, dreht sich dieser umso schneller um.

  Leichtes Schleudertrauma

Eine beliebte Attraktion auf Rummelplätzen und Volksfesten sind Autoscooter. Darin können sich besonders Übermütige ein leichtes Schleudertrauma zuziehen, sprich: ihre Halswirbelsäule aufgrund einer plötzlichen Beschleunigung überdehnen. Die Gefährte erreichen nämlich 6 bis 10 km/h, die sich bei einem gezielten Frontalzusammenstoß auf 20 km/h Tempounterschied addieren können: Genug, um mehrtägige Nackenschmerzen zu ernten.

Eltern sollten daher die Altersbeschränkungen beherzigen. Schließlich haben Kinder im Gegensatz zu Jugendlichen und Erwachsenen schwächere Hals- und Nackenmuskeln und erkennen seltener drohende Zusammenstöße beim Autoscooter-Fahren. Dementsprechend spannen die Kleinen ihre Muskeln häufig nicht rechtzeitig an, wodurch ihre Köpfe ungedämpft hin und her geschleudert werden.

Die Altersbeschränkung oder vorgeschriebene Mindestgröße ist selbstverständlich auch bei allen anderen Fahrgeschäften sinnvoll. Zum einen müssen die kleinen Fahrgäste die Sicherheitshinweise befolgen können. Zum anderen müssen sie groß genug sein, damit Haltegurte oder Sicherheitsbügel ihren Körper ausreichend fixieren.

Alkohol fördert Unfallrisiko

Unfälle in Fahrgeschäften sind oft auf Alkohol zurückführen. Je höher der Promillespiegel, desto eher ignorieren Fahrgäste Si­cher­heitshinweise – oder können die­sen nicht mehr folgen.

  Rückenschmerzen für Vorbelastete

Wer bereits Probleme mit der Wirbelsäule hat, sollte besser auf Fahrgeschäfte mit folgenden Eigenschaften verzichten:

  • unvorhersehbare und schnelle Richtungswechsel
  • Zusammenstöße, die den Kopf herumschleudern (z. B. Autoscooter)
  • starke vertikale Beschleunigung, die die Wirbelsäule staucht (z. B. Achterbahn)

Hier sind aufflammende Rückenschmerzen programmiert.

Außerdem sollten Sie bei Wirbelsäulenproblemen auch auf wilde Fahrgeschäfte verzichten, bei denen ihre Füße frei baumeln. Ohne die Mithilfe der Beine lässt sich nämlich die Brust- und Lendenwirbelsäule nicht ausreichend stabilisieren.

  Späte Netzhautablösung

Seit 2007 warnt der Berufsverband der Augenärzte, dass infolge starker Beschleunigungen – wie sie bei Achterbahnfahrten oder Bungee-Sprüngen auftreten – auch die Augen geschädigt werden können. Drückt das Blut in den Kopf, steigt der Blutdruck im Auge. Dies kann unter Umständen zu Blutungen im Auge oder gar zu einer Netzhautablösung führen.

Wer bereits ein erhöhtes Risiko für eine Netzhautablösung trägt (siehe Risikogruppen), sollte daher auf weniger wilde Fahrgeschäfte ausweichen.

Bei einer Einblutung in den Glaskörper sehen die Betroffenen plötzlich schwarze Punkte, auch „Rußregen“ oder „fliegende Mücken“ genannt. Eine Netzhautablösung kann sich dagegen erst Tage später ereignen und macht sich durch Blitzesehen und eine rasche Eintrübung des Sehvermögens bemerkbar.

In beiden Fällen sollten sich die Betroffenen sofort in augenärztliche Behandlung begeben.

Zum einen kann eine Glaskörperblutung auf eine Netzhautablösung hinweisen, zum anderen droht bei einer unbehandelten Netzhautablösung der Verlust des Augenlichts im betroffenen Auge.

  Stress fürs Herz

Bei besonders rasanten Fahrgeschäften wie Achterbahnen können kurzzeitig hohe Beschleunigungen auftreten, die dem 4- bis 6-fachen der Erdbeschleunigung entsprechen. Das bedeutet unter anderem, dass das Blut plötzlich in den Kopf oder in die Beine gedrückt wird.

Wirken die Beschleunigungskräfte über mehrere Sekunden, belastet dies Herz und Gefäße. Zum einen muss das Herz gegen die Beschleunigung anpumpen, zum anderen müssen die Gefäße einem höheren Druck wiederstehen. Eine Studie der Universitätsklinik Mannheim aus dem Jahre 2005 zeigte, dass der körperliche und mentale Stress in etwa einer schnellen Partie Tennis oder Squash entspricht.

So kann eine Achterbahnfahrt den Puls auf 200 Schläge pro Minute hochschnellen lassen und sogar einige Minuten anhaltende Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) auslösen. Für junge, gesunde Menschen ist das kein Problem. Wer jedoch an Bluthochdruck oder einer Herzkrankheit leidet, sollte besser nicht in eine Achterbahn steigen.

  Schwangere und andere Risikogruppen

Die Fahrgeschäfte auf Volksfesten bieten einen wohligen Nervenkitzel bei sehr hoher technischer Sicherheit. Da der menschliche Körper bei vielen Fahrgeschäften stark belastet wird, tragen bestimmte Personenkreise dennoch ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko:

  • Schwangere
  • Personen mit Bluthochdruck, implantiertem Schrittmacher oder Defibrillator, vorangegangenem Herzinfarkt oder einer Herzkrankheit.
  • Personen mit Wirbelsäulenleiden wie Bandscheibenvorfall
  • Osteoporose-Patienten
  • Personen mit erhöhtem Risiko für eine Netzhautablösung, z. B. bei starker Kurzsichtigkeit (ab -10 Dioptrien) und einer durch Diabetes mellitus vorgeschädigten Netzhaut.
  • Kinder (Altersbeschränkungen beachten!)

Frisch operiert?

Eine frische Operation und be­stimmte Medikamente können das Gesundheitsrisiko in Fahr­ge­schäften erhöhen. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt, ob Sie Ihren Körper mit Kirmesattraktionen belasten dürfen.

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