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Tipps zum Sonnenschutz

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  Gegen Sonnenbrand, zur Hautkrebsvorsorge

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Indem Sie Ihrer Haut einen Sonnenbrand ersparen, halten Sie auch Ihr Hautkrebsrisiko gering. Folgende Ratschläge und Maßnahmen helfen Ihnen dabei, Ihre Haut optimal vor einer Überdosis UV-Strahlen zu schützen.

  Direkter Schutz

  • Sonnenschutzmittel dick auftragen

  • Wiederholt eincremen

  • Lichtschutzfaktor ist nicht verlängerbar

  • Schützende Textilien

  • Sonnenbrille

Sonnenschutzmittel dick auftragen

Hautärzte empfehlen rund 25 Milliliter für den gesamten Körper. Das entspricht etwa einer Espressotasse. Vergessen Sie dabei Nase, Ohren, Fußrücken und Schultern nicht!

Da das Lippenrot besonders empfindlich ist, empfiehlt es sich gerade bei praller Sonne, die Lippen mit einem höheren Lichtschutzfaktor oder Sunblocker extra zu schützen.

Beachten Sie auch die Anwendungshinweise auf dem Sonnenschutzmittel: Manche Produkte müssen Sie bis zu 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen!

Wiederholt eincremen

Selbst wasserfeste Sonnenschutzmittel halten nicht ewig. Eine halbe Stunde im Wasser, Abtrocknen, Schwitzen oder Wälzen im Sand können den Schutzfilm zerstören.

Erneuern Sie daher gerade nach sportlicher Aktivität am Strand oder im Wasser Ihren Sonnenschutz oder ziehen Sie gegebenenfalls etwas über.

Lichtschutzfaktor ist nicht verlängerbar

Der Lichtschutzfaktor sagt aus, um welchen Faktor Sie die Eigenschutzzeit Ihrer Haut verlängern können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Beispiel: Hauttyp II, keine Vorbräune, Eigenschutzzeit 10–20 Minuten, UV-Index 8. Mit LSF 10 verlängert sich der Sonnenschutz auf 100 bis 200 Minuten. Theoretisch droht ein Sonnenbrand frühestens nach einer Stunde und 40 Minuten.

Jedoch verkürzt sich die Schutzdauer, falls Sie nicht ausreichend Sonnencreme auftragen. Ebenso können Schweiß, Wasser oder Reibung (z. B. durch ein Badetuch) die Schutzschicht abtragen und damit den Lichtschutzfaktor verringern.

Bedenken Sie außerdem, dass sich der Lichtschutzfaktor durch erneutes Eincremen nur aufrechterhalten, aber nicht verlängern lässt. Reizen Sie daher die Schutzzeit nicht in der prallen Sonne aus, sondern wechseln Sie bereits nach zwei Dritteln der erlaubten Zeit in den Schatten.

Schützende Textilien

Auch Kleidung schützt vor UV-Strahlen. Merken Sie sich deshalb die Vier-H-Regel: Hut, Hose, Hemd, hoher Lichtschutzfaktor. Bedenken Sie aber, dass viele Textilien dennoch lichtdurchlässig sind. Baumwolle lässt etwa 6 Prozent des Lichtes durch, im nassen Zustand sogar 20 Prozent.

Achtung: Auch bei Sonnenschutztextilien lässt der UV-Schutz mit der Zeit nach. Intensiver Gebrauch und häufiges Waschen können den UV-Schutzfaktor bis auf ein Viertel des ursprünglichen Wertes reduzieren, weil der Stoff ausbleicht sowie dünner und weitmaschiger wird.

Sonnenbrille

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt: „Eine Sonnenbrille beugt Augenschäden wie Linsentrübung oder Schädigung der Netzhaut vor. Hinsichtlich der UV-Filterwirkung bestehen grundsätzlich keine Bedenken, preisgünstige Brillen von seriösen Händlern zu verwenden, sofern diese einen Herstellerhinweis zum UV-Schutz (100 Prozent UV-Schutz oder UV 400) aufweisen und auf einen ausreichenden Seitenschutz geachtet wird.“

  Natur und Wetter

  • Mittagssonne meiden

  • Schatten schützt begrenzt

  • Vorsicht bei Wasser und Wind

  • Risiko Sand, Wasser und Schnee

Mittagssonne meiden

Am stärksten brennt die Sonne im Sommer zwischen elf und 15 Uhr. Besonders Kinder und Personen mit empfindlichem Hauttyp sollten zu dieser Zeit einen sonnengeschützten Raum aufsuchen oder sich zumindest im Schatten aufhalten.

Schatten schützt begrenzt

Auch wenn Sie sich mittags im Schatten aufhalten, tragen Sie trotzdem einen Ihrem Hauttyp angemessenen Sonnenschutz auf. Die UV-Strahlen werden nämlich wie das sichtbare Licht gestreut, weshalb Sie unter einem Sonnenschirm noch bis zu 60 Prozent der UV-Belastung abbekommen können.

Vorsicht bei Wasser und Wind

An Gewässern kühlen Wasser und Wind die Haut. Das vermittelt eine trügerische Sicherheit, da sich die Haut nicht so stark erhitzt. Suchen Sie also frühzeitig den Schatten auf, auch wenn Sie noch nicht gefühlt „braten“.

Risiko Sand, Wasser und Schnee

Wie sichtbares Licht kann auch UV-Strahlung reflektiert werden, wodurch sich die Belastung für Ihre Haut und Augen zum Teil deutlich erhöht: auf Sand um 5–25 %, im und am Wasser um 10–30 %, auf Schneeflächen um 40–90 %. Berücksichtigen Sie dies bei der Wahl des Sonnenschutzes.

  Kleinkinder nicht in die pralle Sonne!

Die Haut von Säuglingen und Kleinkindern ist sehr empfindlich. Suchen Sie den Kleinen daher immer einen schattigen Platz und ziehen Sie ihnen Sonnenhut und helle Sommertextilien mit UV-Schutz an.

Verwenden Sie nur babygerechte Sonnencremes, mindestens mit einem Lichtschutzfaktor von 25 oder höher. Am besten geeignet sind in der Regel Sonnencremes auf mineralischer Basis (z. B. Titandioxid). Testen Sie aber vorab immer die Verträglichkeit auf einer kleinen Hautstelle, bevor Sie Ihren Sprössling großflächig eincremen.

  Medikamente, Kosmetika und Sonne

Manche Medikamente entfalten in Verbindung mit Sonnenlicht unerwünschte Nebenwirkungen. Lesen Sie deshalb den Beipackzettel gründlich oder fragen Sie sicherheitshalber vorher Ihren Arzt oder Apotheker.

Kosmetika, Deodorants und Parfüms sollten Sie ebenfalls nicht beim Sonnenbaden verwenden. Es besteht die Gefahr von Hautausschlägen bis hin zu bleibender Pigmentierung.

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