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Erkältungen vorbeugen

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  Aktiv gegen Schnupfen & Co.

Allianz - Gerade in der kalten Jahreszeit sollten Sie Schnupfen und Husten aktiv vorbeugen.

In der feucht-kalten Jahreszeit sind Erkältungskrankheiten auf dem Vormarsch. Überall leuchten wund-rote Nasen. Und die Geräuschkulisse in Büros und öffentliche Verkehrsmittel ist erfüllt mit Schniefen, Schnäuzen und Hüsteln. Schützen Sie sich aktiv vor Erkältungen.

  Warum gibt es keine Impfung gegen Erkältungen?

Es gibt über 300 bekannte Viren, die sich auf die Schleimhäute der Atemwege spezialisiert haben und jede für sich eine Erkältung verursachen können. Sie tragen schillernde Familiennamen wie Rhino-, Entero- oder Coronaviridae. Da sie so unterschiedlich sind und sich kontinuierlich verändern, ist ein wirksamer Impfstoff gegen alle Erkältungsverursacher ein Ding der Unmöglichkeit – zumindest mit den bisherigen medizinischen Methoden. Glücklicherweise sind Erkältungskrankheiten im Vergleich zu einer echten Grippe harmlos, weshalb der fehlende Erkältungsimpfstoff verschmerzbar ist.

Schon aufgrund der Vielzahl verschiedener Erkältungskeime können wir jedes Jahr mehrmals erkranken – Kinder unter Umständen bis zu 13-mal. Das Immunsystem der Kleinen hat zum einen weniger „Erfahrung“. Zum anderen nehmen die Kleinen beim Husten selten die Hand vor dem Mund und stecken sich mangels Hygienebewusstsein leichter gegenseitig an.

Kleiner Trost: Nach einer durchlittenen Erkältung ist Ihr Körper gegen das verantwortliche Virus immun. Deshalb erkranken Sie mit zunehmendem Alter immer seltener an Erkältungen.

Was tun bei Husten?

Husten ist ein nützlicher Schutzreflex. Er entfernt Fremdkörper, überflüssigen Schleim und Keime aus Atemwegen und Lunge. Er kann aber auch Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein.

  Warum macht uns Kälte anfällig für Erkältungen?

Lange Zeit war der Zusammenhang zwischen Kälte und Atemwegsinfekten umstritten. Warmes Wetter schützt nämlich weder vor Erkältungs- noch vor Grippeviren. In der kalten Jahreszeit steigt dennoch das Erkrankungsrisiko:

  • Trockene Heizungsluft entzieht den Schleimhäuten der Atemwege Feuchtigkeit und macht sie anfälliger für Viren.
  • Eisige Luft entzieht den Schleimhäuten ebenfalls Feuchtigkeit und beeinträchtigt messbar die Selbstreinigungsfähigkeit der Atemwege, was sie ebenfalls anfälliger für Viren macht.
  • Aufgrund der Kälte halten wir uns mehr in schlecht gelüfteten Innenräumen auf und haben damit mehr Nähe und Kontakt zu erkälteten Menschen.

  Wie kann man einer Erkältung vorbeugen?

Gut durchblutete und feuchte Schleimhäute sind ein wichtiger Schutzwall gegen Krankheitskeime. Folgende Maßnahmen helfen dabei, Ihre grundsätzliche Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zu verringern:

  • Härten Sie sich mit Sport an der frischen Luft und Saunagängen ab. Die starken Temperaturreize trainieren das Durchblutungsvermögen Ihrer Schleimhäute und die Temperaturregulation Ihres Körpers.
  • Lüften Sie regelmäßig und sorgen Sie für ein gutes Raumklima, sodass Ihre Schleimhäute nicht austrocknen.
  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich – beispielsweise Wasser, ungesüßten Tee oder Kaffee.

Erkältungs- und Grippeviren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, also mittels Sekret, das aus den Atemwegen abgehustet, ausgeschnäuzt oder ausgeatmet wird. Dementsprechend können Sie sich bis zu einem gewissen Maße die Viren aktiv vom Hals halten:

  • Halten Sie Abstand zu Erkrankten.
  • Trinken Sie nicht aus den Trinkgefäßen anderer Personen.
  • Waschen Sie sich häufig die Hände (siehe unten).

Sofern Sie selbst erkältet sind, können Sie Ihr Umfeld vor dem Atemwegsinfekt schützen:

  • Halten Sie Abstand zu Gesunden.
  • Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch oder Ihre Armbeuge. Das Papiertaschentuch sollte danach umgehend in den Müll wandern.
  • Waschen Sie Ihre Hände nach dem Niesen und Schnäuzen.
  • Bleiben Sie zu Hause und kurieren Sie sich aus.

Hausmittel

Wenn die Atemwege entzündet und verschleimt sind, dauert es in der Regel eine Woche bis zehn Tage, bis die Beschwerden abklingen. Bewährte Hausmittel lindern die Symptome.

  Was muss man beim Händewaschen beachten?

Händewaschen ist ein alltägliches Ritual. Viele nehmen sich zu wenig Zeit dafür oder waschen sich nur oberflächlich die Hände. Sorgfältiges und konsequentes Händewaschen kann jedoch uns und unser Umfeld vor vielen Infektionskrankheiten (Erkältungen, Grippe, Magen-Darm-Infekte) schützen, die durch diverse Körperflüssigkeiten, rohe Lebensmittel oder gemeinsam benutzte Gegenstände übertragen werden.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt:

  1. Drehen Sie das Wasser auf und stellen Sie die Wassertemperatur so ein, dass Sie angenehm für Ihre Hände ist.
  2. Seifen Sie die Hände gründlich ein, und zwar Handinnenflächen, Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume, Daumen und die Fingernägel.
  3. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Nehmen Sie sich dafür 20 bis 30 Sekunden Zeit.
  4. Spülen Sie die Hände unter fließendem Wasser ab. Tipp für Bürowaschräume oder öffentliche Toiletten: Benutzen Sie ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen, um den Wasserhahn zu schließen.
  5. Trocknen Sie die Hände sorgfältig ab, auch zwischen den Fingern.

Als Seife empfehlen sich pH-neutrale Flüssigseifen, die den natürlichen Säureschutzmantel der Haut schonen. Außerdem sollte zu Hause jeder ein eigenes Handtuch benutzen, das regelmäßig bei mindestens 60 °C gewaschen wird

  Wann zum Arzt?

Zu den typischen Erkältungssymptomen zählen Halsschmerzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, geringes Fieber und leichte Mattigkeit. Nach einigen Tagen kann sich zudem ein Husten entwickeln. In der Regel ist der Spuk nach einer Woche bis zehn Tagen vorüber.

Je nachdem wie krank Sie sich fühlen, sollten Sie gegebenenfalls einen Arzt konsultieren.

Achtung: Treiben Sie während einer Erkältung keinen Sport und saunieren Sie nicht. Sie riskieren ansonsten, dass Viren aus den Lymphknoten in den Blutkreislauf geschwemmt werden, daraufhin in den Herzmuskel gelangen und diesen angreifen.

Achten Sie auch auf Anzeichen einer zusätzlichen bakteriellen Infektion (Superinfektion)! Ist der Nasenschleim oder Hustenauswurf nicht klar, sondern gelb oder grün, dann haben sich auch Bakterien breitgemacht. Konsultieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt. Die Bakterien können sich unter Umständen in die Stirnhöhlen, Nasennebenhöhlen, ins Mittelohr oder in die Lunge ausbreiten.

Sofern Ihre Erkältung geht und der Husten über drei Wochen bleibt, empfiehlt sich ebenfalls ein Arztbesuch.

Erkältung oder Grippe?

Unsere Allianz-Expertin beantwortet im Interview diese und andere wichtige Fragen zum Thema Grippe.

  Weiterführende Informationen

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