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Ungesund ist lecker?

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  Gesünder genießen

Allianz - Warum schmecken uns fettige, salzige und süße Kalorienbomben so gut?

Kinder, Jugendliche und gestresste Erwachsene essen gerne Ungesundes. Doch warum schmecken uns fettige, salzige und süße Kalorienbomben so gut? Wir haben Antworten – und Tipps, wie Sie Ihren Genen ein Schnippchen schlagen.

  In Kürze

  • Im westlichen Kulturraum herrscht das Phänomen vor, dass ungesundes Essen schmackhafter als gesundes empfunden wird.
  • Die sogenannte Ungesund-ist-lecker-Intuition war vermutlich ein evolutionärer Vorteil für die frühen Menschen: Schließlich lieferte fette und süße Kost Kalorien und sicherte das Überleben.
  • Eine abwechslungsreiche und raffinierte gesunde Küche kann die Ungesund-ist-lecker-Intuition durch eine Gesund-ist-leckerer-Intuition ersetzen – auch bei Kindern.

  Warum gelüstet es uns nach Salzigem, Süßem und Fettigem?

Bevor er Ackerbau und Viehzucht betrieb, konnte der Mensch nur in sehr begrenztem Maße Nahrungsvorräte anlegen. Wer reichlich Honig, süße Früchte und Tierfett aß, setzte Fettreserven an – und hatte damit höhere Überlebenschance in Hungerperioden.

Salz aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn, weshalb wir gerne Salziges essen. In der Steinzeit sorgte unser Salzappetit dafür, dass wir ausreichend Salz zu uns nehmen.

Glutamat und andere Geschmacksverstärker signalisieren einen hohen Eiweißgehalt, weshalb der Steinzeitmensch in uns diesem Reiz ebenfalls nur schwer widerstehen kann.

Einen stark sauren oder bitteren Geschmack interpretiert das Gehirn im Zweifel als unreif oder giftig, weshalb sich gerade Kinder weniger für diese Aromen begeistern lassen.

Kalorien kontra Kummer

Bereits mäßiger Stress setzt die Fähigkeit zur Selbstkontrolle herab und verleitet dadurch zu ungesundem Essen.

  Gibt es individuelle Unterschiede in der Geschmackswahrnehmung?

Hier passt das Sprichwort: Geschmäcker sind verschieden – auch ohne den Einfluss prägender Kindheitserfahrungen.

Etwa jeder vierte Mensch ist ein sogenannter Superschmecker und besitzt meist überdurchschnittlich viele Geschmacksknospen auf der Zunge. Superschmecker nehmen daher die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, umami und bitter sehr intensiv wahr.

Superschmecker essen nach bisherigen Erkenntnissen weniger Gemüse und salzen mehr, um bittere Aromen zu kaschieren. Außerdem tendieren Superschmecker dazu, ihren Kaffee mit reichlich Milch zu vermengen. Dafür essen Superschmecker zumindest weniger Süßes.

Zudem gibt es individuelle Unterschiede bei der Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Bitterstoffen. So kann einem beispielsweise Kaffee mild schmecken, aber Chicorée zu bitter sein.

Auf der anderen Seite sind etwa genauso viele Menschen sogenannte Nicht-Schmecker. Sie reagieren weniger empfindlich auf Bitterstoffe und lieben es meist pikant gewürzt.

  Ungesundes ist leckerer? Nicht unbedingt!

Ungesundes Essen schmeckt vielen besser. Eine Studie der Universität von Texas in Austin aus dem Jahre 2006 zeigte dies besonders eindrucksvoll.

Beim sogenannten Lassi-Experiment bekamen alle Studienteilnehmer das gleiche Mango-Lassi vorgesetzt. Wurde das Milchgetränk als kalorienreiches Dessert angepriesen, so stuften es die Studienteilnehmer deutlich häufiger als schmackhaft ein. Wurde es als besonders gesund serviert, fanden es die Studienteilnehmer weniger lecker. Die Forscher tauften das Phänomen Ungesund-ist-lecker-Intuition.

Forscher der Universität Grenoble fanden dagegen 2012 bei Franzosen den umgekehrten Effekt, auch als Frankreich-Paradox bekannt: Bekamen Studienteilnehmer ein als gesund angepriesenes Essen vorgesetzt, so wurde dies im Geschmack häufig besser bewertet als vermeintlich ungesundes. Die französischen Forscher nannten dies die französische Gesund-ist-leckerer-Intuition.

Ob wir Ungesundes oder Gesundes als schmackhafter empfinden, hängt anscheinend stark von der Esskultur ab. Vermutlich fördern entschleunigte Familienessen sowie abwechslungsreiche Speisen mit frischen Zutaten und raffinierten Gewürzen die Gesund-ist-leckerer-Intuition.

  Was Hänschen lernt, verlernt Hans nur schwer!

Viele Eltern versuchen, ihre Kinder mit den falschen Methoden zu gesundem Essverhalten zu erziehen. Die häufigsten Fehler sind:

  • Essen als Belohnung oder Strafe einsetzen. „Wenn du den Spinat isst, dann bekommst du eine Extraportion Schokopudding.“ Damit lernt das Kind, sich nach unangenehmen Erfahrungen mit Süßem zu belohnen. Zudem trainieren die Eltern dem Kind ab, seinem eigenen Hunger- und Sättigungsgefühl zu folgen.
  • Mit „das ist aber gesund“ argumentieren. So lernt das Kind „gesundes Essen“ bedeutet: schmeckt nicht. Oder: Ich muss es essen, obwohl es mir nicht schmeckt.

So kann ein Kind nur schwer ein positives Verhältnis zu gesunden Lebensmitteln aufbauen, noch weniger ein natürliches Essverhalten entwickeln.

Igitt, Gemüse!

Babys und Kinder besitzen doppelt so viele Geschmacksknospen wie Erwachsene. Sie reagieren daher besonders empfindlich auf Bitterstoffe und meiden daher viele Gemüse und Grapefruit.

  So schmeckt Gesundes besser

Ob uns ungesundes oder gesundes Essen besser schmeckt, hängt offenbar stark von der Esskultur und der Erziehung ab. So überlisten Sie die Ungesund-ist-lecker-Intuition:

Als Eltern

  • Zwingen oder belohnen Sie Ihre Kinder nicht, damit diese gesunde Speisen essen.
  • Seien Sie ein stilles Vorbild und bieten Sie eine abwechslungsreiche Kost an.
  • Präsentieren Sie Gemüse in witziger Form, z. B. mit lustigen Gesichtern.
  • Argumentieren Sie nicht mit „das ist gesund“, sondern locken Sie mit der Lust am Bunten: „Dein Teller sieht aber noch langweilig aus, willst du nicht wie Papa ein paar Kleckse Grün drauf?“

Für alle

  • Kochen Sie möglichst mit frischen Zutaten. Viele Fertiggerichte, auch vegane, enthalten reichlich Geschmacksverstärker.
  • Ernähren Sie sich abwechslungsreich und vollwertig.
  • Experimentieren Sie mit Gewürzen, um Gemüse und Salate aromatischer und damit schmackhafter zu machen.
  • Zwingen Sie sich nicht zu einer gesunden Ernährung. Essen soll nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Genuss sein.
  • Essen Sie so oft wie möglich mit Freunden oder Familie und lassen Sie sich dabei Zeit.
  • Entspannen Sie sich regelmäßig, um nicht in die Stress-Essen-Falle zu tappen.

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