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  Reizfrei mit Medikamenten und bewusster Ernährung

Allianz - Haselnuss-Blütenkätzchen in der Frühlingssonne

Fast jeder sechste Bundesbürger leidet an Heuschnupfen. Dies bedeutet für die Betroffenen wochen- bis monatelange gesundheitliche Einschränkungen wie Fließschnupfen, gerötete Augen bis hin zu Atemnot. Wer die Allergie ignoriert, riskiert, dass sich die Beschwerden auf Dauer verschlimmern. Unsere Expertin Felizitas Maschek ist selbst Pollenallergikerin. Im Interview erklärt die Ärztin, wie sie ihren Heuschnupfen und ihre Kreuzallergie in Schach hält.

  Ihre Expertin

Felizitas Maschek ist Ärztin, hat einen Master Public Health und arbeitete bei der Allianz Private Krankenversicherung im Gesundheitsmanagement. Sie erstellte unter anderem Patienteninformationen, konzeptionierte und betreute Gesundheitsvorsorge- und Disease-Management-Programme. Sie leidet seit über 25 Jahre an Heuschnupfen und hält die allergischen Beschwerden erfolgreich unter Kontrolle.

Allianz - Felizitas Maschek

  Heuschnupfen und Kreuzallergien

Worauf reagieren Sie allergisch?

Angefangen hat es mit der Allergie gegen Birkenpollen. Leider entwickelte ich recht bald auch eine Kreuzallergie auf Äpfel. Nach ein paar Jahren kamen noch Gräser hinzu und meine Reaktion auf Nektarinen und Kirschen.

Wann und wie haben Sie festgestellt, dass Sie allergisch auf bestimmte Pollen reagieren?

Das war ein schleichender Prozess über mehrere Jahre hinweg. Irgendwann fiel mir auf, dass ich immer zur gleichen Zeit im Frühjahr „erkältet“ war. Auf die Idee, ich könnte allergisch auf etwas reagieren, kam ich zunächst nicht. Erst als ich merkte, dass ich Äpfel nicht mehr vertrage, fiel bei mir der Groschen. Letztlich habe ich durch Beobachtung festgestellt, worauf ich reagiere: Es passt genau zur Pollenflugvorhersage.

Pollenallergien tendieren dazu, mit den Jahren heftiger zu werden. Welche medizinischen Behandlungen haben Sie selbst ausprobiert?

In der Tat nahm die Intensität mit der Zeit etwas zu. Anfangs versuchte ich immer, es nur „auszusitzen“ und durchzuhalten. Ich unternahm die ersten vier bis fünf Jahre – bis zu meinem Medizinstudium – gar nichts, was natürlich Unsinn war. Da ich nicht jedes Jahr gleich stark auf die Pollen reagiere, warte ich erst ein paar Tage ab. Sind die Symptome deutlich spürbar, unternehme ich schnell etwas dagegen. Schließlich muss man nicht unnötig leiden. Die Symptome sind ja nicht nur lästig, sondern man schläft oft auch schlecht und ist nicht so leistungsfähig wie sonst. Zudem ist die Gefahr bei Heuschnupfen der sogenannte „Etagenwechsel“. Das bedeutet, dass zu Beschwerden an Nase, Augen oder Ohren noch Asthma hinzukommt. Dies sollte man durch eine geeignete und konsequente Therapie auf alle Fälle zu vermeiden versuchen.

Wenn ich also merke, dass es richtig losgeht, nehme ich Loratadin und eventuell zusätzlich Augentropfen und Nasenspray. Calcium wirkt nach wissenschaftlichem Kenntnissstand nicht gegen Allergien, dennoch nehme ich öfter einmal eine hochdosierte Calcium-Brausetablette. Mir hilft es – schließlich gibt es auch bei Ärzten den Placeboeffekt. Jedoch sollte niemand auf eigene Faust hochdosiertes Calcium nehmen, ohne davor seinen Arzt zu konsultieren: Beispielsweise ist bei bestimmten Nierenkrankheiten Vorsicht geboten, oder bei Kombination mit anderen Medikamenten.

Und wenn es in einer Saison einmal wirklich arg wird, lasse ich mir von meinem Hausarzt eine Cortison-Spritze geben. Zwei Tage danach ist alles ausgestanden – für den Rest des Jahres.

Haben Sie eine Desensibilisierung versucht?

Eine Desensibilisierung wollte ich nicht. Mir ist die Erfolgsquote gemessen am Aufwand nicht gut genug. Es ist allerdings die einzige Therapieform, die die Erkrankung von Grund auf behandelt und nicht nur Symptome beseitigt.

Neuerdings können mit Hilfe der molekularen Allergiediagnostik die Allergenbestandteile, auf die man reagiert, präziser bestimmt werden. Damit ist auch eine individuellere Desensibilisierung im Rahmen der spezifischen Immuntherapie möglich. Gerade wenn man den Pollen nicht auskommt oder die Therapie sich als schwierig erweist, sollte man sich das überlegen. Die Wirksamkeit ist über Studien inzwischen gut belegt. Der Haken an der Desensibilisierung ist die lange Therapiedauer. Man muss mindestens drei Jahre konsequent am Ball bleiben. Das erfordert viel Disziplin.

Cortison ist nicht ohne Nebenwirkungen. Was raten Sie jemanden, der sich auf diese Weise gegen Heuschnupfen wappnen will?

Cortison ist kein Medikament, das man leichtfertig nehmen sollte. Aber es hat sehr wohl seine Berechtigung in der Therapie bei Allergien; insbesondere wenn andere Mittel nicht mehr ausreichend helfen.

Die Sorge vor Nebenwirkungen ist bei einer einmaligen oder kurzzeitigen Gabe kaum begründet – egal, ob als Nasenspray oder als Spritze in den Po. Gerade als Nasenspray hat es sich sogar bewährt. Ob im Einzelfall etwas gegen Cortison spricht, muss der Betroffene aber in jedem Fall von seinem behandelnden Arzt abklären lassen.

Ein kleines Manko der Cortison-Spritze bei Frauen ist, dass der Monatszyklus kurzzeitig ein wenig durcheinander geraten kann.

Wie versuchen Sie den Pollen auszuweichen?

Vor den Pollen zu flüchten, halte ich prinzipiell für eine gute Idee, vorausgesetzt, die betroffene Person kann sich das zeitlich und finanziell leisten. Ich flüchte nicht.

Reagiert jemand auf verschiedene Allergene oder leiden in einem Haushalt mehrere Personen an unterschiedlichen Pollenallergien, ist es ohnehin schwierig, einen geeigneten Urlaubszeitraum zu finden.

Manchmal verläuft die Saison für mich sehr mild, dann stecke ich das hier gut weg. Körperliche Anstrengungen vermeide ich während „meiner“ Pollenflugzeit, so gut es geht.

Außerdem sorge ich vor. Ich habe zu Hause ein Pollengitter an meinem Schlafzimmerfenster angebracht. Meine Wäsche trockne oder lüfte ich in der kritischen Zeit nicht im Freien, und ich wasche mir häufiger die Haare. Und auch wenn ich zuhause einen Staubsauger mit HEPA-Filter habe: das Staubsaugen übernimmt mein Mann.

Und was unternehmen Sie gegen Ihre Kreuzallergie?

Worauf ich schwöre, ist ein gesunder Darm! Ich ernähre mich möglichst gesund. Das fällt mir nicht schwer, weil ich gern Obst und Gemüse esse. Ich meide so konsequent wie möglich Lebensmittel, die mir nicht bekommen – sprich mir Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Blähungen bereiten. Außerdem trinke ich viel Tee und Wasser, vor allem in den Wochen vor der Heuschnupfensaison. Wenn ich auf mein „Bauchgefühl“ achte, habe ich insgesamt spürbar weniger allergische Symptome.

Weitere Tipps

Lesen Sie hier in der Gesundheitswelt weitere Tipps zum Thema Heuschnupfen. Sie sind sich nicht sicher, ob auch Sie betroffen sind? Wir erklären, woran man Heuschnupfen erkennt.

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