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Sicherheit für Hund und Katze

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  Feuer, Gift und Splitter

Allianz - Für Haustiere birgt die besinnliche Zeit einige Gefahren.

Die Wochen um Weihnachten und Silvester versetzen nicht nur Kinder, sondern auch viele Haustiere in Aufregung. Insbesondere für Hunde und Katzen hält die besinnliche Zeit einige Verlockungen, aber auch Gefahren bereit. Als Haustierbesitzer sollten Sie daher folgende Ratschläge beherzigen, um Ihren Liebling und auch sich selbst vor Schaden zu bewahren.

  Tipps für Weihnachten

  • Brennende Kerzen

  • Duftende Dekoration

  • Giftpflanzen

  • Schokolade

  • Weihnachtsschmuck

  • Besuchertrubel

Brennende Kerzen

Kerzenschein lädt ein, inne zu halten, und verbreitet eine festliche Atmosphäre. Das flackernde Licht lockt aber auch neugierige junge Katzen und Hunde an. Sie können in einem unbeobachteten Moment eine schlecht gesicherte Kerze umkippen oder vom Tannenbaum angeln – und so einen Zimmerbrand verursachen.

Aber auch gut verankerte Kerzen können eine Gefahr für Fellknäuel und Vögel darstellen, wenn diese an der Flamme vorbeistreichen und Haare oder Federn Feuer fangen.

Tipps:

  • Lassen Sie kein Tier in die Nähe des Weihnachtsbaumes, wenn daran Kerzen brennen. Oder: Verwenden Sie statt Kerzen elektrische Lichterketten für den Weihnachtsbaum.
  • Stellen Sie Kerzen in ein Windlicht.
  • Lassen Sie bewegungsfreudige Tiere wie Hunde und Katzen niemals allein mit brennenden Kerzen.

Duftende Dekoration

Fühlt sich ein Haustier von bestimmten Düften angezogen, knabbert es in der Regel auch an parfümierter Dekoration. Ätherische Öle können jedoch die Schleimhäute reizen oder sogar giftig auf bestimmte Tiere wirken.

Tipp:

Stellen Sie duftende Trockenblumen und Öl in ein Gefäß, das zwar den Duft durchlässt, aber knabbernde Mäuler und angelnde Pfoten aussperrt.

Giftpflanzen

Zur Weihnachtszeit erfreuen sich dekorative Zimmerpflanzen großer Beliebtheit. Doch viele der festlichen Pflanzen wie Mistel oder Christusdorn sind giftig für Haustiere. Außerdem gibt ein gespritzter Weihnachtsbaum Giftstoffe (z. B. Pestizide) ab, wenn er im Wasser steht.

Tipps:

  • Kaufen Sie einen ungespritzten Tannenbaum.
  • Verhindern Sie, dass Ihr Haustier am Weihnachtsbaum knabbert.
  • Lassen Sie Ihr Tier nicht aus einem wassergefüllten Christbaumständer trinken.
  • Informieren Sie sich, ob Ihre festtägliche Begrünung giftig für Ihr Haustier ist.
  • Verzichten Sie ggf. auf giftige Zierpflanzen oder suchen Sie einen haustiersicheren Platz für die Zimmerpflanze.
  • Die im Handel erhältlichen Zuchtform des Weihnachtssterns (auch: Christstern, Adventsstern, Poinsettie) ist entgegen landläufiger Meinung nur schwach giftig.

Schokolade

In der Weihnachtszeit haben Lebkuchen und Schokolade Hochkonjunktur. Liegen die Süßigkeiten offen herum, gönnen sich manche Hunde und Katzen einen Happen. Schokolade enthält jedoch den natürlichen Giftstoff Theobromin, auf den Hunde und Katzen besonders empfindlich reagieren. Ihnen fehlen bestimmte Enzyme, um das Theobromin abzubauen. So kann bereits eine halbe Tafel Bitterschokolade für einen kleinen Hund tödlich sein.

Tipps:

  • Verwöhnen Sie Ihre Haustiere generell nicht mit Süßigkeiten.
  • Lassen Sie Hund und Katze nicht an Schokolade knabbern.

Weihnachtsschmuck

Große bunte Christbaumkugeln laden zum Spielen ein. Insbesondere Hunde beißen da gerne zu. Besteht die Kugel aus Glas oder Porzellan, zersplittert diese schnell, und die Splitter können dem Tier schwere Verletzungen in Mund, Rachen und Verdauungstrakt zufügen. Katzen und Hunde fressen gerne Lametta, Engelshaar und bunte Geschenkbänder. Die dünnen langen Bänder können sich jedoch im Darm verknäueln und zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen.

Tipps:

  • Benutzen Sie stabilen Christbaumschmuck, z. B. aus Holz oder Metall.
  • Verzichten Sie auf Lametta und Engelshaar, sofern Sie einen Hund oder eine Katze besitzen.
  • Verwenden Sie kein Gold- oder Schneespray für Weihnachtsdekorationen, die Ihr Hund oder Ihre Katze ablecken können.
  • Lassen Sie keine Geschenkbänder herumliegen.

Besuchertrubel

Gerade zwischen den Jahren künden sich Familie und Freunde zu Besuchen an. Manche Haustiere reagieren verängstigt, verstört oder aggressiv auf die Verletzung Ihres Territoriums.

Tipps:

  • Lassen Sie Ihrem Haustier einen sicheren Raum, in den es sich zurückziehen kann, und der für alle Gäste tabu ist.
  • Warnen Sie Ihre Gäste vor, falls Ihr Haustier auf Fremde aggressiv reagiert.

  Tipps für Silvester

Für Kinder und Junggebliebene ist Silvester ein großer Spaß mit Party und Böllern. Für Haustiere mit empfindlichem Gehör bedeutet der Jahreswechsel einen willkürlichen Schrecken mit unberechenbaren Explosionen.

Tipps:

  • Lassen Sie Ihr Haustier an Silvester und Neujahr möglichst nicht aus dem Haus.
  • Richten Sie Ihrem Haustier einen möglichst ruhigen Rückzugsraum ein. Verschließen Sie die Fenster des Rückzugsraums und machen Sie diesen mit Rollläden, Jalousien oder Vorhängen lichtdicht. Lassen Sie das Licht brennen und spielen Sie beruhigende leise Musik.

Zusätzliche Tipps für Hundehalter:

  • Verhalten Sie sich ruhig und entspannt.
  • Seien Sie einfach für Ihren Hund da, wenn er verängstigt Ihre Nähe sucht.
  • Vermeiden Sie es, Ihren Hund zu trösten, wenn sich dieser durch eine Explosion erschreckt. Geben Sie sich vom Lärm unbeeindruckt. So signalisieren Sie als „Rudelführer“, dass von den Böllern keine Gefahr ausgeht.
  • Falls Sie mit Ihrem Hund Gassi gehen müssen, führen Sie ihn durchweg an der Leine.

Schnell reagieren!

Haustiere reagieren oft empfindlicher auf giftige Pflanzen als Menschen. Typische Zeichen einer Vergiftung  sind Übelkeit, Durchfall, Benommenheit, starker Speichelfluss und Schock.

  Weiterführende Informationen

  Mehr zu diesem Thema in der Allianz Gesundheitswelt

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