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Coronavirus 2020

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Kompakt und verständlich

Das Coronavirus SARS-CoV-2

+++ Wichtige Information für Allianz Versicherte: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus. +++

Weiter unten auf dieser Webseite finden Sie wichtige Hinweise im Zusammenhang mit der Corona Schutzimpfung. Zusätzlich haben wir auf einer Sonderseite eine Zusammenfassung für Sie bereitgestellt, wie Sie an einen Impftermin kommen.
Coronaviren kennen wir bereits seit Mitte der 60er Jahre. Es ist noch gar nicht lange her, da machten schwere Infektionen der Atemwege durch spezielle Vertreter dieser Virengruppe von sich reden. Ausbrüche von „SARS“ und „MERS“ gingen durch die Medien und sorgten für Beunruhigung. Seit über einem Jahr dominieren nun Nachrichten über ein neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2) und die weltweit rasch angestiegene Anzahl Betroffener. Die Erkrankung, die SARS-CoV-2 hervorruft, wird Covid-19 genannt. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) schreibt zur aktuellen Situation (Stand 16.07.2021): 

Es handelt sich weltweit, in Europa und in Deutschland um eine ernst zu nehmende Situation. Insgesamt nimmt die Anzahl der Fälle weltweit ab, die Fallzahlen entwickeln sich aber von Staat zu Staat unterschiedlich. In vielen Staaten wurde um die Jahreswende mit der Impfung der Bevölkerung begonnen. Meist wurden zunächst die höheren Altersgruppen geimpft, inzwischen werden vielerorts auch andere Gruppen miteinbezogen. Ziel der Anstrengungen in Deutschland ist es, einen nachhaltigen Rückgang der Fallzahlen, insbesondere der schweren Erkrankungen und Todesfälle zu erreichen. Nur bei einer niedrigen Zahl von neu Infizierten und einem hohen Anteil der vollständig Geimpften in der Bevölkerung können viele Menschen, nicht nur aus den Risikogruppen wie ältere Personen und Menschen mit Grunderkrankungen, zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen, intensivmedizinischer Behandlungsnotwendigkeit und Tod geschützt werden.

Nach einem Anstieg der Fälle im 1. Quartal 2021 und deutlich rückläufigen 7-Tage-Inzidenzen und Fallzahlen im Bundesgebiet seit Ende April in allen Altersgruppen stagniert die Fallzahl.

Die Zahl schwerer Erkrankungen an COVID-19, die im Krankenhaus evtl. auch intensivmedizinisch behandelt werden müssen und die Zahl der Todesfälle sind rückläufig bzw. befinden sich derzeit auf niedrigem Niveau. Es lassen sich wieder mehr Infektionsketten nachvollziehen, aber Ausbrüche treten weiterhin auf. Neben der Fallfindung und der Nachverfolgung der Kontaktpersonen bleiben auch bei niedrigen Fallzahlen die individuellen infektionshygienischen Schutzmaßnahmen weiterhin von herausragender Bedeutung (Kontaktreduktion, AHA + L und bei Krankheitssymptomen zuhause bleiben). Häufungen werden vor allem in Privathaushalten und in der Freizeit beobachtet. Die Zahl von COVID-19-bedingten Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern ist insbesondere aufgrund der fortschreitenden Durchimpfung deutlich zurückgegangen. 

Für die Senkung der Neuinfektionen, den Schutz der Risikogruppen und die Minimierung von schweren Erkrankungen ist die Impfung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Effektive und sichere Impfstoffe sind seit Ende 2020 zugelassen. Da zunächst noch nicht in ausreichenden Mengen für die gesamte Bevölkerung Impfstoff zur Verfügung stand, wurden die Impfdosen zunächst vorrangig den besonders gefährdeten und priorisierten Gruppen angeboten. Inzwischen wurde die Impfpriorisierung aufgehoben; es ist wichtig, dass bei zunehmender Verfügbarkeit der Impfstoffe barrierefreie und aufsuchende Impfangebote gemacht werden und möglichst viele Menschen das Impfangebot in Anspruch nehmen.

Die Therapie schwerer Krankheitsverläufe ist komplex und erst wenige Therapieansätze haben sich in klinischen Studien als wirksam erwiesen. Die Dynamik der Verbreitung der Varianten von SARS-CoV-2 (aktuell B.1.1.7 [=Alpha], B.1.351 [=Beta], P1 [=Gamma] und B.1.617.2 [Untervariante =Delta]) die als besorgniserregende Varianten bezeichnet werden, wird in Deutschland systematisch analysiert. Besorgniserregende Varianten werden in unterschiedlichem Ausmaß auch in Deutschland nachgewiesen: In den letzten Wochen ist es zu einem raschen Anstieg des Anteils von Infektionen mit der Delta-Variante gekommen, die inzwischen die dominierende Variante in Deutschland ist. Aufgrund der leichten Übertragbarkeit dieser Variante muss mit einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen in den nächsten Wochen gerechnet werden. Hinzu kommen die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen und die Reisetätigkeit, die eine erneute Ausbreitung von SARS-CoV-2 ermöglichen.

Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen bei vollständiger Impfung auch vor einer Erkrankung durch die Variante B.1.617.2 (Delta). Hinsichtlich der Schutzwirkung der vollständigen Impfung vor schweren Krankheitsverläufen besteht nach derzeitiger Datenlage kein Unterschied zwischen B.1.617.2 (Delta) und B.1.1.7 (Alpha). V.a. bei Personen, die nur eine Impfstoffdosis erhalten hatten, zeigte sich gegen milde Krankheitsverläufe eine verringerte Schutzwirkung bei B.1.617.2 (Delta) im Vergleich zu B.1.1.7 (Alpha).

Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland daher insgesamt weiterhin als hoch ein. Für vollständig Geimpfte wird die Gefährdung als moderat eingeschätzt. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Fallzahlen in Deutschland sind auf dem RKI Dashboard bis auf Landkreisebene abrufbar. Ein Situationsbericht  gibt ebenfalls täglich einen Überblick über das dynamische Infektionsgeschehen und stellt infektionsepidemiologische Auswertungen zur Verfügung. 
Eine Übersicht über die weltweite geographische Verteilung der Fälle gibt  z. B. das European Centre for Disease Prevention and Control (externer Link).

RKI vom 01.06.2021: 

Die drei Säulen der Strategie zur Bekämpfung von COVID-19 bestehen in der Eindämmung der Ausbreitung der Erkrankung (Containment, dazu gehört auch die Kontaktenachverfolgung), Protektion (Schutz vulnerabler Gruppen, u.a. durch Impfung) und Milderung der Krankheitsfolgen.

Bei der Bewältigung der Pandemie wirken die verschiedenen Maßnahmen der Strategie zusammen und verstärken sich gegenseitig, um die Folgen der COVID-19-Pandemie für Deutschland zu reduzieren.

Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes stellen die Grundlage dar, um Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und Ausbrüche und Infektionsketten einzudämmen.

Zur Verhinderung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich kann jeder Einzelne bzw. jede Einrichtung beitragen: Grundsätzlich müssen bei allen physischen Kontakten außerhalb der gemeinsam in einem Haushalt lebenden Personen Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung konsequent eingehalten werden.

Zu den empfohlenen Maßnahmen zählen das Abstandhalten, das Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Tragen von Masken (AHA-Regeln). Dies gilt auch bei Menschenansammlungen im Freien, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen ist grundsätzlich eine gute Belüftung wichtig, um infektiöse Aerosole zu reduzieren. Alle Personen, die unter akuten respiratorischen Symptomen leiden, sollten unbedingt für mindestens fünf Tage zu Hause bleiben und alle weiteren Kontakte vermeiden. Reisetätigkeit sollte wenn möglich weiterhin eingeschränkt bleiben, da Reisen in der Regel zu mehr Kontakten und möglichen Eintragungen von SARS-CoV-2 führen.

Als ein zusätzliches Element können Tests die Sicherheit durch frühe Erkennung der Virusausscheidung bevor Krankheitszeichen vorliegen weiter erhöhen. Teste stellen jedoch immer nur eine Momentaufnahme dar, die sich binnen Stunden ändern kann. Sie bieten selbst keinen Schutz vor einer Erkrankung. Darüber hinaus sollte einem gemachten Angebot zur Impfung gegen COVID-19 nachgekommen werden.

Es ist von entscheidender Bedeutung, die Zahl der Erkrankten so gering wie möglich zu halten und Ausbrüche zu verhindern. Nur dadurch kann die Belastung im Gesundheitswesen so reduziert werden, dass einerseits eine gute medizinische Versorgung aller kranken Personen (auch unabhängig von COVID-19) weiterhin möglich ist und andererseits das Infektionsgeschehen durch die Gesundheitsämter nachverfolgt werden kann.

Die Nutzung der Corona-Warn-App (externer Link) wird empfohlen. Mit der App können Menschen anonym und schnell informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. Mit dem Update auf die Version 2.0 wurde die Corona-Warn-App um die Möglichkeit der Eventregistrierung zur Cluster-Erkennung in Innenräumen erweitert. Nutzende können ihre Teilnahme an einem Event durch Scan eines durch den Veranstalter erstellten QR-Codes in der Corona-Warn-App registrieren. So können sie im Einzelhandel, bei Veranstaltungen oder privaten Treffen per QR-Code einchecken. Dabei werden keine persönlichen Daten erfasst. Die Events, an denen die/der Nutzer/in teilgenommen hat (bzw. deren QR-Code gescannt wurde) werden im Kontakttagebuch der App auf dem Smartphone gespeichert. Erhält die Nutzerin/der Nutzer später eine Risikobenachrichtigung (Warnung), ist ersichtlich, ob die Risikobegegnung im Zusammenhang mit einer der registrierten Events stattgefunden hat.

Mit der Corona-Warn-App Version 2.2 wurde der Schnelltest-Bereich erweitert, um die Ergebnisse von Schnelltests, die bei ausgewählten Partnern durchgeführt wurden, in der App zu empfangen und dort zu speichern. Sie können nun ein Schnelltest-Profil mit Ihren persönlichen Daten in Form eines QR-Codes anlegen. Die Version 2.3. der Corona-Warn-App ermöglicht es den digitalen Impfnachweis in der App hinzuzufügen. Sobald Ihr Impfschutz vollständig ist, können Sie den QR-Code in der App vorzeigen, um Ihren Impfschutz nachzuweisen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereitet die Informationen zur Impfung allgemeinverständlich auf:

Zur BZgA (externer Link)

Hier finden sich auch Informationen zu rechtlichen Fragen bei Impfschäden und zu Impfmythen.

Auch das RKI stellt zum Thema eine umfassende Sammlung von „Antworten auf häufig gestellte Fragen“ zusammen:

Zu den Fragen und Antworten beim RKI (externer Link)

Die Inhalte werden ständig aktualisiert und die zugrundeliegenden wissenschaftlichen Fakten sind besonders herausgearbeitet.

Aufklärungsbögen zur COVID-19-Impfung (werden ständig aktualisiert) finden Sie ebenfalls beim RKI:

Zu den Aufklärungsbögen beim RKI (externer Link)

Faktenboxen zur mRNA-Schutzimpfung gegen COVID-19 beim RKI:

Zu den Faktenboxen beim RKI (externer Link)

Diese Faktenboxen sollen Ihnen helfen, Nutzen und Schaden einer Schutzimpfung gegen COVID-19 abzuwägen. Betrifft die beiden Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und von Moderna.

Die aktuelle Mitteilung der Ständigen Impfkommission STIKO vom 1.7.2021 zu Impfabstand und dem sog. heterologen Impfschema nach Erstimpfung mit Vaxzevria von AstraZeneca finden Sie hier beim RKI (externer Link)

Aktueller Hinweis  STIKO vom 1.7.2021: In Europa und in Deutschland breitet sich momentan die Deltavariante von SARS-CoV-2 schnell aus, die deutlich ansteckender ist als die seit März 2021 vorherrschende Alphavariante. Eine höhere Pathogenität der Deltavariante ist derzeit nicht gesichert. Aktuelle Studienergebnisse aus dem Vereinigten Königreich zeigen, dass der Impfschutz in Bezug auf die Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe nach abgeschlossener Grundimmunisierung gegenüber der Deltavariante im Vergleich zum Schutz gegenüber anderen SARS-CoV-2-Varianten ähnlich gut ist. Hingegen scheint der Schutz gegenüber der Deltavariante nach nur einer Impfstoffdosis deutlich herabgesetzt zu sein.

In diesem Kontext weist die STIKO darauf hin, dass es wichtig ist, die zweite Impfstoffdosis zeitgerecht wahrzunehmen.

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  Empfohlenes Alter Impfstofftyp
Anzahl
Impfungen
Empf. Impfabstand
BioNTech/Pfizer Ab 16 Jahre ***

mRNA+ Lipid-Nanopartikel

2 3–6 Wochen
Moderna Ab 18 Jahre mRNA+ Lipid-Nanopartikel 2 4–6 Wochen
AstraZeneca Ab 60 Jahre * Vektorbasiert 2 9–12 Wochen (möglichst 12 Wochen) bis zu 80%
(unter Einhaltung des empfohlenen Abstands von 12 Wochen)
Johnson & Johnson Ab 60 Jahre ** Vektorbasiert 1 -

*  = STIKO-Empfehlung vom 01.07.2021: Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (Vaxzevria von Astrazeneca / mRNA-Impfstoff) der Immunantwort nach homologer Vaxzevria-Impfserie (2 Impfstoffdosen Vaxzevria) deutlich überlegen. Vorbehaltlich der Rückmeldungen aus dem noch zu eröffnenden Stellungnahmeverfahren empfiehlt die STIKO daher für Personen, die Vaxzevria als 1. Impfstoffdosis erhalten haben, unabhängig vom Alter einen mRNA-Impfstoff als 2. Impfstoffdosis mit mindestens 4-wöchigem Impfabstand zur 1. Impfstoffdosis.

** = STIKO-Empfehlung vom 10.05.2021: Auf Basis der derzeit verfügbaren US-amerikanischen Daten und nach eingehenden Beratungen empfiehlt die STIKO, analog zur COVID-19 Vaccine AstraZeneca, auch den COVID-19-Impfstoff Johnson&Johnson in der Regel für Personen im Alter ab 60 Jahren zu verwenden. Der Einsatz unterhalb dieser Altersgrenze bleibt wie bei AstraZeneca jedoch weiterhin nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch die impfwillige Person möglich.

*** = Der Impfstoff wurde durch die EU-Kommission auch für Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen. Die Kommission folgt damit der Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA. Die Ständige Impfkommission STIKO hat hierzu Empfehlungen erarbeitet, welche Jugendlichen ggf. geimpft werden solltenLink zur STIKO (externer Link)

 

Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria)

Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee, PRAC) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) hat die sehr seltenen Fälle von Thrombosen in Kombination mit einer erniedrigten Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) und in einigen Fällen von schweren Blutungen bei Personen nach Impfung mit Vaxzevria (ehemals COVID-19-Impfstoff AstraZeneca) weiter untersucht und die bisherigen Ergebnisse am 07.04.2021 veröffentlicht. Das Paul-Ehrlich-Institut ist im PRAC vertreten.

Der PRAC ist heute zu dem Schluss gekommen, dass das Vorkommen ungewöhnlicher Blutgerinnsel mit erniedrigter Anzahl von Blutplättchen als sehr seltene Nebenwirkung von Vaxzevria in die Fach- und Gebrauchsinformation aufgenommen werden sollte.

Der PRAC weist weiter darauf hin, dass COVID-19 mit einem Risiko für schwere Verläufe mit Krankenhausaufenthalten und Tod verbunden ist. Die berichtete Kombination von Blutgerinnseln und erniedrigten Blutplättchen ist sehr selten und der Gesamtnutzen des Impfstoffs bei der Vorbeugung von COVID-19 überwiegt die Risiken seiner Nebenwirkungen.

Bei den beobachteten seltenen Thrombosen (mit Thrombozytopenie) gehörten venöse Thrombosen an ungewöhnlichen Stellen wie z. B. große Hirnvenen (Sinusvenenthrombosen), Eingeweidevenen (Splanchnikusvenen) sowie arterielle Thrombosen. Die meisten der bisher berichteten Fälle sind bei Personen unter 60 Jahren innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der ersten Dosis aufgetreten. Bisher gibt es nur begrenzte Erfahrungen mit der zweiten Dosis. Zum jetzigen Zeitpunkt war es nicht möglich, spezifische Risikofaktoren zu identifizieren.

In Deutschland wird der Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausschließlich für Personen ab 60 Jahren empfohlen. Die Empfehlung beruht auf intensiven Analysen der aktuellen Datenlage unter Berücksichtigung der gegenwärtigen pandemischen Lage. Die genannten PRAC-Schlussfolgerungen stehen im Einklang mit der europäischen Zulassung, der derzeitigen Empfehlung der STIKO und der Erkenntnislage des Paul-Ehrlich-Instituts in Deutschland.

Aktueller Hinweis für Personen, die AstraZeneca / Vaxzevria als 1. Impfstoffdosis erhalten haben: die STIKO empfiehlt unabhängig vom Alter einen mRNA-Impfstoff als 2. Impfstoffdosis mit mindestens 4-wöchigem Impfabstand zur 1. Impfstoffdosis. Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (Vaxzevria von Astrazeneca / mRNA-Impfstoff) der Immunantwort nach homologer Vaxzevria-Impfserie (2 Impfstoffdosen Vaxzevria) deutlich überlegen.

Impfstoff von Janssen (Johnson&Johnson)

Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee, PRAC) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) hat am 20.04.2021 beschlossen, dass das Vorkommen ungewöhnlicher Blutgerinnsel mit erniedrigter Anzahl von Blutplättchen als sehr seltene Nebenwirkung in die Fach- und Gebrauchsinformation des COVID-19-Impfstoffs Janssen aufgenommen werden sollte. Für die Bewertung hat der PRAC alle verfügbaren Daten bewertet – inklusive acht Fallberichten von schwerwiegenden ungewöhnlichen Blutgerinnseln in Verbindung mit niedrigen Thrombozytenspiegeln aus den USA. Eine Person verstarb. In den USA waren bis dahin mehr als sieben Millionen Personen mit dem COVID-19-Impfstoff Janssen geimpft worden. 

Der PRAC weist darauf hin, dass es sich bei den beobachteten seltenen Thrombosen (mit Thrombozytopenie) um Thrombosen an ungewöhnlichen Stellen wie z. B. in großen Hirnvenen (Sinusvenenthrombosen), Eingeweidevenen (Splanchnikusvenen) sowie um arterielle Thrombosen handelte, die gemeinsam mit niedrigen Thrombozytenspiegeln und manchmal mit Blutungen auftraten. Die bisher berichteten Fälle sind bei Personen unter 60 Jahren, mehrheitlich Frauen, innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der ersten Dosis aufgetreten. Die untersuchten Fälle waren den Fällen sehr ähnlich, die nach Gabe des Impfstoffs Vaxzevria von AstraZeneca aufgetreten sind. 

Der PRAC weist darauf hin, dass COVID-19 mit einem Risiko für schwere Verläufe mit Krankenhausaufenthalten und Tod verbunden ist. Die berichtete Kombination von Blutgerinnseln und erniedrigten Blutplättchen ist sehr selten und der Gesamtnutzen des Impfstoffs bei der Vorbeugung von COVID-19 überwiegt deutlich die Risiken seiner Nebenwirkungen. 

Die EMA gibt folgenden Ratschlag an alle mit AstraZeneca und Janssen (Johnson@Johnson)-Impfstoff Geimpften: 

Patienten sollten sofortigen medizinischen Rat suchen, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Kurzatmigkeit 
  • Schmerzen in der Brust
  • Umfangsvermehrungen/Schwellungen der Beine
  • anhaltende Bauchschmerzen (da auch Thrombosen der Bauchvenen beobachtet wurden)
  • neurologische Symptome inklusive schwerer und anhaltender Kopfschmerzen oder Sehstörungen
  • kleine Einblutungen unter der Haut jenseits der Impfstelle

Der Anspruch auf eine Schutzimpfung ist unabhängig vom Versicherungsstatus! Der Versicherungsstatus ist ohne Bedeutung für die Impfreihenfolge.

Bundesweit wurde die Impf-Priorisierung am 7. Juni aufgehoben. Das hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am 17.05.2021 beschlossen. Die seit dem Impfstart vor fünf Monaten eingeführten Vorranglisten nach Alter, Erkrankungen und Beruf sollen dann nicht nur in Praxen, sondern auch in regionalen Impfzentren und bei Betriebsärzten wegfallen. Mit Blick auf die Impfzentren heißt es in dem Beschluss aber: "Den Ländern ist es unbenommen, die Priorisierung im Rahmen der ihnen zugewiesenen Impfstoffdosen aufrechtzuerhalten."


Corona-Schutzimpfungen sind für alle Versicherten kostenfrei. In der Impfverordnung des Bundes ist geregelt, dass Corona-Schutzimpfungen eine staatliche Leistung sind und vom Bund finanziert werden. Die Bürger müssen für die Corona-Impfungen beim Arzt also nicht bezahlen, egal ob sie gesetzlich oder privat versichert sind. Das bedeutet für die Arztpraxen, dass sie auch bei Privatpatienten auf dem Weg über die Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen, die dann wiederum die Kosten vom Bund erstattet bekommen. Abrechnungen nach der privatärztlichen Gebührenordnung GOÄ oder auf sonstiger Grundlage sind damit ausgeschlossen. Dies ist in der Impfverordnung des Bundesgesundheitsministerium ausdrücklich so geregelt.

Nach Medienberichten soll es in Einzelfällen vorgekommen sein, dass Ärzte von ihren Patienten eine Bezahlung für die Impfung verlangt haben. Das wäre ein Verstoß gegen geltende Abrechnungsregeln und auch gegen die ärztliche Berufsordnung.

Bei der Ausstellung eines ärztlichen Attests als Nachweis für einen bevorzugten Anspruch auf die Corona-Impfung erhält die Arztpraxis als Vergütung pauschal 5 Euro – sowie weitere 90 Cent, sofern ein postalischer Versand erfolgt. Das gilt für Privatversicherte und gesetzlich Versicherte gleichermaßen. Die Arztpraxen rechnen diese Leistung mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Die Kosten werden vom Bundesamt für soziale Sicherung erstattet. Eine Abrechnung der ärztlichen Zeugnisse nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist nach der Impfverordnung nicht möglich.

RKI vom 25.02.2021: 

Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die Einatmung virushaltiger Partikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen. 

Je nach Partikelgröße bzw. den physikalischen Eigenschaften unterscheidet man zwischen den größeren Tröpfchen und kleineren Aerosolen, wobei der Übergang zwischen beiden Formen fließend ist. Während insbesondere größere respiratorische Partikel schnell zu Boden sinken, können Aerosole auch über längere Zeit in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen. Ob und wie schnell die Tröpfchen und Aerosole absinken oder in der Luft schweben bleiben, ist neben der Größe der Partikel von einer Vielzahl weiterer Faktoren, u.a. der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit, abhängig. 

Beim Atmen und Sprechen, aber noch stärker beim Schreien und Singen, werden Aerosole ausgeschieden; beim Husten und Niesen entstehen zusätzlich deutlich vermehrt größere Partikel. Neben der steigenden Lautstärke können auch individuelle Unterschiede zu einer verstärkten Freisetzung beitragen. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber infektiösen Partikeln jeglicher Größe im Umkreis von 1-2 m um eine infizierte Person herum erhöht. Eine Maske (Mund-Nasen-Schutz oder Mund-Nasen-Bedeckung) kann das Risiko einer Übertragung durch Partikel jeglicher Größe im unmittelbaren Umfeld um eine infizierte Person reduzieren. 

Bei längerem Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann sich die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 1,5 m erhöhen, insbesondere dann, wenn eine infektiöse Person besonders viele kleine Partikel (Aerosole) ausstößt, sich längere Zeit in dem Raum aufhält und exponierte Personen besonders tief oder häufig einatmen. Durch die Anreicherung und Verteilung der Aerosole im Raum ist das Einhalten des Mindestabstandes zur Infektionsprävention ggf. nicht mehr ausreichend. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsame Singen in geschlossenen Räumen über einen längeren Zeitraum, wo es z. T. zu hohen Infektionsraten kam, die sonst nur selten beobachtet werden. 

Auch schwere körperliche Arbeit bei mangelnder Lüftung hat, beispielsweise in fleischverarbeitenden Betrieben, zu hohen Infektionsraten geführt. Ein effektiver Luftaustausch kann die Aerosolkonzentration in einem Raum vermindern. 

Übertragungen im Außenbereich kommen insgesamt selten vor. Bei Wahrung des Mindestabstandes ist die Übertragungswahrscheinlichkeit im Außenbereich aufgrund der Luftbewegung sehr gering.

Detaillierte Hinweise des RKI zur Übertragung durch Betroffene ohne, vor und mit Symptomen (Stand 25.02.2021):

Generell wird unterschieden, ob eine ansteckende Person zum Zeitpunkt der Übertragung bereits erkrankt (symptomatisch) war, ob sie noch keine Symptome entwickelt hatte (präsymptomatisches Stadium) oder ob sie auch später nie symptomatisch wurde (asymptomatische Infektion). Eine große Bedeutung haben die Übertragungen von infektiösen Personen, wenn sie bereits Krankheitszeichen entwickelt haben. Dabei können diese Symptome relativ subtil sein, wie z. B. Kopf- und Halsschmerzen. Eine solche Phase mit leichteren Symptomen kann einer späteren Phase mit „typischeren“ Symptomen, wie z. B. Fieber oder Husten, um ein oder zwei Tage vorausgehen. "Typischere" Symptome können aber auch ausbleiben.

Darüber hinaus steckt sich ein relevanter Anteil von Personen bei infektiösen Personen innerhalb von 1-2 Tagen vor deren Symptombeginn an. Wie groß dieser Anteil ist, kann nicht genau beziffert werden, da in vielen der Studien der „Symptombeginn“ nicht oder nicht gut definiert wurde.

Die Dauer von der Ansteckung (Infektion) bis zum Beginn der eigenen Ansteckungsfähigkeit (Infektiosität) ist genauso variabel wie die Inkubationszeit. Aus Einzelbeobachtungen lässt sich jedoch schließen, dass auch sehr kurze Intervalle bis zum Beginn der Ansteckungsfähigkeit möglich sind, d. h. eine Ansteckung anderer Personen am Tag nach der eigenen Infektion, möglicherweise sogar am selben Tag.

Schließlich gibt es vermutlich auch Ansteckungen durch Personen, die zwar infiziert und infektiös waren, aber gar nicht erkrankten (asymptomatische Übertragung). Diese Ansteckungen spielen vermutlich jedoch eine untergeordnete Rolle.

Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung des Infizierten nicht auszuschließen, da vermehrungsfähige SARS-CoV-2-Viren unter Laborbedingungen auf Flächen einige Zeit infektiös bleiben können.

Zur Verminderung des Übertragungsrisikos sind in allen drei Konstellationen die schnelle Isolierung von positiv getesteten Personen, die Identifikation und die frühzeitige Quarantäne enger Kontaktpersonen wirksam. Das Abstandhalten zu anderen Personen, das Einhalten von Hygieneregeln, das Tragen von (Alltags-) Masken sowie Lüften (AHA + L-Regel) sind Maßnahmen, die insbesondere auch die Übertragung von (noch) nicht erkannten Infektionen verhindern.

Verbindliche und qualifizierte Aussagen zu dem Thema sollten Sie ausschließlich aus sicheren und offiziellen Quellen einholen. Die medizinischen Experten der Allianz empfehlen folgende Webseiten, auf denen Sie Informationen aus erster Hand erhalten:

Für Deutschland das Robert-Koch-Institut (RKI)

und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Außerdem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Inhalte dieser vertrauenswürdigen Quellen werden ständig aktualisiert, so dass Sie hier den jeweils aktuellen Stand zum Coronavirus einsehen können.

Hinweis: Mit Klick auf die entsprechenden Links verlassen Sie die Allianz Gesundheitswelt.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt am 25.02.2021: Frauen und Männer sind von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer und sterben laut einer Übersichtsarbeit doppelt so häufig wie Frauen.
 
Der Krankheitsverlauf variiert in Symptomatik und Schwere, es können symptomlose Infektionen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod auftreten. Insgesamt sind 2,6 % aller Personen, für die bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen in Deutschland übermittelt wurden, im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung verstorben.
 
Zu den im deutschen Meldesystem am häufigsten erfassten Symptomen zählen Husten (40 %), Fieber (27 %), Schnupfen (29 %), Geruchs- und Geschmacksverlust (22 %) und Lungenentzündung (1 %) angegeben. 
 
Hinweis Allianz: Neu aufgetretene Atemnot ist ein Warnzeichen für einen schweren Verlauf der Viruserkrankung oder aber ein Hinweis auf eine akute Verschlechterung einer vorbestehenden Herz- oder Lungenkrankheit!  Weitere Warnzeichen für einen schweren Verlauf können neben Kurzatmigkeit z.B. auch anhaltendes Fieber und ein schneller Puls sein. In diesen Fällen sollten Sie rasch handeln und Ihren Arzt kontaktieren. Nötigenfalls wählen Sie den Notruf 112.
 
Weitere Symptome können laut RKI sein: Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.
 
Zu weiteren möglichen Komplikationen und Langzeitfolgen (Post-Covid-Syndrom, engl. Long Covid) informiert das Robert-Koch-Institut hier auf seiner Webseite (externer Link).
Aktueller Hinweis: Das Robert Koch-Institut informiert zum Thema Impfen von Kindern und Jugendlichen hier auf seiner Webseite (externer Link).
 
RKI (Stand 19.04.2021): Die Mehrzahl der Kinder zeigt nach bisherigen Studien einen symptomlosen oder milden Krankheitsverlauf. So wurden laut Daten der Corona-KiTa-Studie (10/2020 mit Datenstand bis 19. Oktober 2020) bei etwa 43% der 0- bis 5-Jährigen mit vorhandenen klinischen Informationen keine Symptome angegeben bzw. wurde die Angabe gemacht, dass sie keine Symptomatik haben, die für die gemeldete Erkrankung bedeutsam ist. Bei 57% der Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren wurde mindestens ein Symptom angegeben. In einer Studie der ersten Welle in Deutschland zählten Husten, Fieber und Schnupfen zu den am häufigsten erfassten Symptome (s. Tab. 3). Tabelle 3: Erfasste Symptome für Kinder und Jugendliche während der ersten COVID-19-Welle in Deutschland (163)

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  0 bis 4 Jahre 5 bis 19 Jahre
Husten 40 % 42 %
Fieber 48 % 34 %
Schnupfen 23 % 30 %
Allgemeine Krankheitszeichen 18 % 30 %
Halsschmerzen 8,5 % 8,5 %

Weitere Symptome: Kurzatmigkeit, Magen-Darm-Symptome, Lungenentzündung, Akutes Atemnotsyndrom.

In anderen Studien werden darüber hinaus Symptome wie Muskelschmerzen, Brustschmerzen und Herzrasen, sowie Geschmacks- und Geruchsverlust angegeben. Eine Magen-Darm-Beteiligung kommt häufiger vor als bei Erwachsenen, teilweise auch ohne dass Symptome der Atemwege vorliegen. Es ist weiterhin zu beachten, dass ein erheblicher Teil der Kinder und Jugendlichen nur ein Symptom aufweist. Nur ein sehr kleiner Teil benötigt eine intensivmedizinische Versorgung und wird beatmungspflichtig.

Bei den hospitalisierten Kindern sind Vorerkrankungen der Lunge (15%) und des Herzens (8%) häufiger registriert worden. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern sind auch schwere Verläufe beschrieben. In einer europaweiten Studie waren Alter unter einem Monat, das Vorliegen einer Vorerkrankung sowie Anzeichen einer Infektion der unteren Atemwege Risikofaktoren für eine Aufnahme auf die Intensivstation.

Gem. RKI, Stand 25.02.2021: Schwere Verläufe können auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankung auftreten und werden auch bei jüngeren Patienten beobachtet. Die folgenden Personen zeigen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf:

  • Ältere Personen (mit steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Männliches Geschlecht
  • Raucher
  • Übergewichtige
  • Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21)
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: 
  • - des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck), 
  • - chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD), 
  • - chronische Nieren- und Lebererkrankungen
  • - Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • - Patienten mit einer Krebserkrankung
  • - Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z. B. Cortison)

Hinweis Allianz Private Krankenversicherung: Sollten Sie zu einer dieser Gruppen gehören oder in Kontakt mit Personen stehen, die unter einer der vorgenannten weitverbreiteten Erkrankungen leiden und noch nicht geimpft sein, so sprechen Sie bitte unbedingt mit Ihren behandelnden Ärzten über Ihre Bedenken. Viele Vorbehalte lassen sich in einem vertraulichen Vieraugengespräch klären und Impfmythen aus dem Weg räumen. Ihr Arzt / Ihre Ärztin kann Sie auch beraten, welcher Impfstoff für Sie den besten Schutz bietet. Er kann Sie auch über verbleibende Restrisiken, die es bei jedem dieser Impfstoffe hinsichtlich einer Infektion gibt, aufklären.

Empfehlenswert ist auch, sich bei Organisationen und Verbänden zu informieren, die Informationen für Patienten mit der jeweiligen Vorerkrankung zusammenstellen. Halten Sie sich auf dem Laufenden zu Symptomen der Viruserkrankung, damit sie diese frühzeitig erkennen. Dies gilt auch, wenn Sie noch nicht vollständig geimpft sind. Eine Infektion ist, je nach Immunantwort und zeitlichem Abstand zur Impfung, nie vollständig ausgeschlossen! Bei Verdacht auf virusbedingte Symptome sollten Sie Ihre Grunderkrankung erwähnen und auch darauf aufmerksam machen, wenn Sie in den letzten 2 Wochen Kontakt zu bestätigten Fälle in Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld hatten.

Unterschiedliche Studien kommen zu sehr unterschiedlichen Schätzungen für den Anteil der COVID-19 Erkrankten, die an langfristigen Auswirkungen der Krankheit leiden. Der tatsächliche Anteil kann noch nicht verlässlich geschätzt werden. Allerdings kann bei schwer an COVID-19 Erkrankten der Anteil von Betroffenen mit Langzeitfolgen offenbar deutlich höher sein. Langzeitfolgen können auch Erkrankte mit zunächst milden oder sehr milden COVID-19-Verläufen entwickeln. Eine deutsche Studie fand, dass etwa 1 von 10 Personen mit zunächst geringen oder keinen Symptomen auch Monate nach der akuten Erkrankung noch Symptome wie z.B. Atembeschwerden, Schlaflosigkeit, Geschmacksstörungen und Müdigkeit hatten. Dieselbe Studie fand, dass gesundheitliche COVID-19-Langzeitfolgen auch junge gesunde Menschen ohne Vorerkrankungen betreffen können.

Zu den häufigsten bislang in Patientenforen berichteten oder in Studien beobachteten Symptomen gehören Müdigkeit und Erschöpfung, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Geruchs- und Geschmacksstörungen, kognitive Beeinträchtigungen (sog. Gehirnnebel, engl. „brain fog“), depressive Verstimmungen, Schlaf- und Angststörungen. Weitere genannte Symptome sind Herzklopfen und Herzstolpern (selbst wahrgenommene verstärkte oder beschleunigte Herzschläge oder auch Extraschläge), Brustschmerzen, und Haarausfall. Auch neu aufgetretene Nieren- und Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) sowie das Auftreten von Thromboembolien sind jenseits der akuten Infektions- bzw. Krankheitsphase beobachtet worden. Einige Betroffene nennen ausschließlich Müdigkeit/Erschöpfung oder Beschwerden der oberen Atemwege, während andere eine Kombination von Symptomen und Organbeschwerden nennen. Bei einigen Erkrankten entwickelt sich ein Symptomkomplex, der demjenigen des Chronischen Erschöpfungssyndroms (Chronic Fatigue Syndrom) ähnlich sieht.
International aber auch in Deutschland sind wissenschaftliche Studien angelaufen, die bald ein besseres Verständnis hierzu liefern werden. So werden in Deutschland über das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) im Rahmen des vom BMBF geförderten Nationalen Pandemie Kohorten Netzes (NAPKON) Erwachsene mit SARS-CoV-2-Infektion im Hinblick auf Folgeerkrankungen und gesundheitsbezogene Lebensqualität weiter beobachtet (NAPKON-POP/COVIDOM Studie).

Auch Kinder können von gesundheitlichen Langzeitfolgen von COVID-19 betroffen sein. Wie ausgeprägt und wie häufig sie betroffen sind, ist allerdings noch unklar.

Corona-Selbsthilfegruppen finden Sie unter folgendem externen Link:

NAKOS Übersicht: Corona-Selbsthilfegruppen in Deutschland

(RKI, Stand: 14.07.2021)

 

Allianz Private Krankenversicherung: Inzwischen hat eine breitaufgestellte Expertengruppe für Deutschland eine erste Leitlinie erstellt, an der sich die Behandlung der verschiedenen Langzeitfolgen (Post Covid / Long Covid) orientieren sollte. Diese ausführliche Leitlinie ist für die behandelnden Ärzte gedacht, kann aber dennoch auch dem interessierten medizinischen Laien wertvolle Hinweise geben.:

Externer Link Leitlinie

Die Kernaussagen der Leitlinie lauten allgemeinverständlich übersetzt:

Komplexe Krankheitsbilder wie Post-/Long-COVID erfordern bei einer zunehmenden Spezialisierung im Gesundheitswesen eine generalistische interdisziplinäre Herangehensweise mit Blick auf den ganzen Menschen, sowie eine Kontinuität in der Versorgung.

  • Komplexe Krankheitsbilder wie Post-/Long-COVID erfordern bei einer zunehmenden Spezialisierung im Gesundheitswesen eine generalistische interdisziplinäre Herangehensweise mit Blick auf den ganzen Menschen, sowie eine Kontinuität in der Versorgung.
  • Wenn (neu aufgetretene) Symptome oder Beschwerden nach einer überstandenen SARSCoV-2-Infektion den Verdacht auf ein Post-/Long-COVID-Syndrom lenken, sind immer auch andere Diagnosen mit ähnlichen Symptomen zu bedenken und ggf. durch gezielte Diagnostik auszuschließen.
  • Die Diagnose eines Post-/Long-COVID-Syndrom kann weder durch eine einzelne Laboruntersuchung noch durch eine Gruppe von Laborwerten diagnostiziert bzw. objektiviert werden. Ebenso schließen normale Laborwerte ein Post-/Long-COVID-Syndrom nicht aus.
  • Eine über die hausärztliche Versorgung hinausgehende spezialärztliche Abklärung kann angezeigt sein, wenn nach durchgemachter SARS-CoV-2 Infektion Einschränkungen länger als 3 Monate fortbestehen.
  • Patienten mit schwerer Lungenbeteiligung können sich (nahezu-) komplett erholen. Bei anhaltender Symptomatik z.B. 3 Monate sollte jedoch eine lungenfachärztliche Diagnostik initiiert werden.
  • Die Effektivität einer therapeutischen Covid 19-Impfung bei Patienten mit Post-COVID ist nicht gesichert. Diese sollte nur in Studien erfolgen.
Bitte nehmen Sie die Angebote zur Covid-19-Impfung an. Was jeder darüber hinaus für sich selbst machen kann, ist, sich mit den Hygieneempfehlungen vertraut zu machen. Sie helfen gegen Erkältungserreger genauso wie gegen SARS-Coronavirus-2. Das „dran denken und einüben“, also die automatisierte Routine, spielt hier eine entscheidende Rolle: 
 
  • Allgemein engen Kontakt und Menschenansammlungen meiden. Wenn Kontakt unvermeidbar, mindestens 1,5m Abstand halten zu Personen außerhalb der eigenen Wohngemeinschaft.
  • Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wo vorgeschrieben und wo Abstand nicht einzuhalten. Aktuelle Verordnungen zu Schutzstandards beachten (chirurgische Masken bis hin zu FFP2-Masken)!
  • Deutlichen Abstand halten von Personen, die husten oder niesen (mindestens 1,5 bis 2 m)
  • Auf Händeschütteln konsequent verzichten!
  • Hände regelmäßig und lange genug (30 Sekunden) mit Flüssigseife waschen! Ringe und Uhren grundsätzlich weglassen.
  • Gründliches Abtrocknen mit sauberem oder Papierhandtuch.
  • Handtücher auch zuhause nicht gemeinsam benutzen!
  • Husten- und Niesetikette beachten, also: Einwegtaschentücher benutzen und sofort entsorgen, Hände waschen, notfalls in die Ellenbeuge husten oder niesen. 
  • Toilettenhygiene: wichtiger denn je!
  • Regelmäßiges Lüften!

Tipp: Eine Infografik zum Thema Hygiene finden Sie hier in der Gesundheitswelt. Hinweise zur „seelischen Hygiene“ inmitten der Corona-Krise können Sie hier nachlesen.

Das RKI schreibt am 01.02.2021 (alle Links = extern):

Laut Bundesregierung soll in Bus und Bahn sowie in Geschäften eine OP-Maske (Mund-Nasen-Schutz, MNS) oder eine FFP2-Maske (bzw. KN95 oder N95-Maske) getragen werden.

Hinweis BzGA: Bitte beachten Sie die Einzelheiten sowie die weiteren Bestimmungen, die in Ihrem Bundesland sowie in Städten und Gemeinden gelten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt das generelle Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) bzw. eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS, "OP-Maske") in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum als einen weiteren Baustein, um den Infektionsdruck und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren und somit Risikogruppen zu schützen. Diese Empfehlung beruht auf Untersuchungen, die belegen, dass ein relevanter Anteil von Übertragungen von SARS-CoV-2 unbemerkt erfolgt, d.h. zu einem Zeitpunkt vor dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen.

Eine teilweise Reduktion der unbemerkten Übertragung von infektiösen Tröpfchen durch das Tragen von MNB/MNS könnte auf Populationsebene zu einer weiteren Verlangsamung der Ausbreitung beitragen. Dies betrifft die Übertragung im öffentlichen Raum, wo mehrere Menschen zusammentreffen und sich länger aufhalten (z.B. Arbeitsplatz) oder der physische Abstand von mindestens 1,5 m nicht immer eingehalten werden kann (z.B. Einkaufssituation, öffentliche Verkehrsmittel). Dies gilt auch bei Menschenansammlungen im Freien, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten wird. Das Tragen von MNB/MNS im öffentlichen Raum kann vor allem dann im Sinne einer Reduktion der Übertragungen wirksam werden, wenn möglichst viele Personen eine MNB/eines MNS tragen.

Das Tragen einer MNB/eines MNS trägt dazu bei, andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, zu schützen (Fremdschutz). Wichtig ist hierbei, dass Mund und Nase bedeckt sind. Für diesen Fremdschutz durch MNB gibt es inzwischen erste wissenschaftliche Hinweise. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Fremdschutzwirkung der MNB durch Ausatemventile reduziert wird. MNB mit Ausatemventil sind daher für die hier angestrebte Bestimmung grundsätzlich weniger geeignet. Der Eigenschutz durch MNB ist bisher wissenschaftlich nicht belegt.

MNB bestehen meist aus handelsüblichen, unterschiedlich eng gewebten Baumwollstoffen und entsprechen in ihrer Funktionsweise am ehesten einem medizinischen Mund-Nasen-Schutz (MNS). Sie sind jedoch i.d.R. keine Medizinprodukte und unterliegen nicht entsprechenden Prüfungen oder Normen. Beim Einsatz von MNB ist es essentiell, auf eine hygienisch einwandfreie Handhabung und Pflege zu achten.

Eine Übersicht über die verschiedenen Maskenarten (z.B. FFP2), ihre Eigenschaften und Verwendungszweck sowie Hinweise zur Handhabung und Pflege von Mund-Nasen-Bedeckungen gibt auch das BfArM. Die BZgA stellt Informationen für Bürger zum Thema zur Verfügung. 

Die BZgA stellt Informationen für Bürger zum Thema zur Verfügung und schreibt:

Das Robert Koch-Institut empfiehlt, dass die Nutzung von FFP2-Masken durch die Allgemeinbevölkerung – insbesondere durch Personen, die zu einer Risikogruppe gehören – grundsätzlich nur nach individueller Rücksprache bzw. Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt erfolgen sollte. Hierbei sollten die Handhabung, der korrekte enganliegende Sitz der Maske, die individuell vertretbare Tragedauer (unter Berücksichtigung der Herstellerangaben) sowie die gesundheitlichen Risiken bzw. Folgen und deren Minimierung besprochen werden. Grundsätzlich sollten FFP2-Masken nicht mehrfach verwendet werden, da es sich in der Regel um Einmalprodukte handelt!

Der Schutzeffekt der FFP2-Maske ist nur dann umfassend gewährleistet, wenn sie korrekt getragen wird, nämlich durchgehend und dicht sitzend. Das Tragen einer FFP2-Maske geht mit einem erhöhten Atemwiderstand einher. Im Rahmen des Arbeitsschutzes ist die durchgehende Tragedauer von FFP2-Masken bei gesunden Menschen deswegen auch gemäß den Arbeitsschutzvorgaben begrenzt (in der Regel 75 Minuten mit folgender 30-minütiger Pause; bei körperlicher Anstrengung ist die maximale Tragedauer kürzer). Bei Gesundheitspersonal sind Nebenwirkungen wie z. B. Atembeschwerden oder Hautentzündungen im Gesicht infolge der dicht ansitzenden Maske beschrieben. Zu möglichen gesundheitlichen sowie ggf. auch langfristigen Auswirkungen der Anwendung von FFP2-Masken außerhalb des Gesundheitswesens, z. B. durch Risikogruppen oder Kinder, sind keine Studiendaten verfügbar. Bei Personen mit z. B. eingeschränkter Lungenfunktion oder älteren Personen können gesundheitliche Auswirkungen durch die Nutzung von FFP2-Masken nicht ausgeschlossen werden.

Tipp: Hier  (externer Link) finden Sie gute Hinweise, was Sie beim Kauf von FFP2-Masken beachtet sollten und ins Deutsche übersetzte Produktwarnungen aus dem Rapex Schnellwarnsystem der EU (z.B. bei mangelhafter Filterleistung).

Hier sollten Sie unbedingt die behördlichen Anordnungen / Einschränkungen und bei Auslandsreisen zusätzlich die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts beachten. 

Über den Button verlassen Sie die Gesundheitswelt und gelangen direkt zur Website des Auswärtigen Amts.

Die Gesundheitsämter in Deutschland werden tätig, sobald ein Verdacht auf eine Erkrankung oder eine bestätigte Erkrankung vorliegt. Unter anderem informieren sie dazu die Ärzteschaft und Apotheker in ihrem Zuständigkeitsbereich und stellen ihnen Informationen zur Verfügung, in welcher Situation diese an eine mögliche Infektion oder Erkrankung Ihres Patienten denken sollten, wann sie eine Testung vornehmen / veranlassen sollten und wann sie dies nach der Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden müssen.

Ziel ist, eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus so weit wie möglich zu verlangsamen. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen in Kontakt und fordert sie dazu auf, täglich zweimal Temperatur zu messen und ein Symptom- und Kontakttagebuch zu führen. So kann rasch gehandelt werden, falls Symptome auftreten sollten.

Eine Rechtsverordnung ermöglicht es dem Gesundheitsamt, auch bei Personen ohne Symptome eine vorsorgliche Testung durchzuführen zu lassen.

Für Kontaktpersonen legen üblicherweise die für das jeweilige Land zuständigen Gesundheitsbehörden das konkrete Vorgehen fest.  Zu den möglichen Anordnungen oder Empfehlungen gehört, zuhause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Hustenetikette ist wichtig. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Angehörige oder Freunde können die Kontaktperson im Alltag z. B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden.

Wertvolle Hinweise für nicht erkrankte Personen, die sich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in häuslicher Quarantäne befinden, gibt es zum Ausdrucken unter

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene/Flyer.pdf (externer Link)

oder als mobile Version für das Smartphone unter https://dev.frank.xaol.de/RKI_Covid-19_Flyer/ (externer Link)

Bitte wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt. Das Bundesministerium für Gesundheit und die BZgA weisen darauf hin, dass auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 Hilfestellungen zum weiteren Vorgehen gibt. Bitte achten Sie auch auf regionale Angebote zur Beratung (Hotlines).
 
Um sich besser auf dieses Telefonat vorzubereiten, können Sie den  Online-Corona-Symptomchecker des renommierten medizinischen Fachverlags Thieme nutzen.
 
Wenn Sie Ihren Hausarzt und die 116117 telefonisch nicht erreichen, rät das RKI:
Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten die Betroffenen sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. 
 
In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle. (Stand 21.03.2020)

Die Hausärzte werden gemäß der Orientierungshilfen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ggf. eine Testung durchführen/veranlassen und sich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Möglicherweise wird bei Ihnen dann eine häusliche Quarantäne angeordnet, während der Sie Ihren Gesundheitszustand sorgfältig protokollieren und Hinweise bekommen, wie Sie sich verhalten sollen, wenn Ihr Zustand sich verschlechtert.

Ihr Hausarzt kann aber auch entscheiden, dass es erforderlich ist, Sie rasch stationär aufzunehmen.

Die Quarantäne ist eine zeitlich befristete Absonderung von ansteckungsverdächtigen Personen oder von Personen, die möglicherweise das Virus ausscheiden. Dabei handelt es sich meist um Kontaktpersonen von Erkrankten sowie um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Die Quarantäne kann sowohl behördlich angeordnet sein als auch freiwillig erfolgen.

Stand RKI 19.04.2021 

Das RKI schreibt (Stand 19.04.2021):

Eine Quarantäne (häusliche Absonderung) wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich (z.B. mit SARS-CoV-2) angesteckt hat und dadurch zu einer Verbreitung des Krankheitserregers beitragen könnte. Bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko und man wird als enge Kontaktperson eingestuft: 

  1. Enger Kontakt (<1,5 m, Nahfeld) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske). 
  2. Gespräch mit dem Fall (face-to-face Kontakt, <1,5 m, unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske) oder direkter Kontakt (mit respiratorischem Sekret). 
  3. Gleichzeitiger Aufenthalt von Kontaktperson und Fall im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole unabhängig vom Abstand für länger als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske getragen wurde.

Die Beurteilung des Ansteckungsrisikos und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne obliegt im Einzelfall dem zuständigen Gesundheitsamt.

Das RKI empfiehlt für enge Kontaktpersonen eine häusliche Absonderung (Quarantäne) für 14 Tage - gerechnet ab dem letzten Tag des Kontaktes zu einer zu dem Zeitpunkt infektiösen Person. Eine Testung der engen Kontaktpersonen dient der frühen Erkennung von asymptomatischen Infektionen. Am vierzehnten Tag sollte vor Entlassung aus der Quarantäne ein Antigentest durchgeführt werden und die Aufhebung der Quarantäne nur im Fall eines negativen Testergebnisses und ohne Erkrankungssymptome erfolgen. Wenn Symptome/Krankheitszeichen während der Quarantäne auftreten, muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden und eine diagnostische Klärung erfolgen.

Vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen sind nach Exposition zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall von Quarantäne-Maßnahmen ausgenommen, ebenso wie (immungesunde) Personen, die in der Vergangenheit eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben („Genesene“) und mit einer Impfstoffdosis geimpft sind. Nach bisherigem Kenntnisstand gilt diese Ausnahme von der Quarantäne für die aktuell in Deutschland zugelassenen und von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfstoffe. Bis zum 14. Tag nach Exposition zu dem SARS-CoV-2-Fall sollte ein Selbstmonitoring (Körpertemperatur, Symptome) erfolgen. Entwickelt die Kontaktperson trotz vorausgegangener Impfung Symptome, so muss sie sich in eine Selbstisolierung begeben und eine zeitnahe Testung veranlassen. Hinsichtlich der Quarantäne-Maßnahmen für geimpfte Patientinnen und Patienten in medizinischen Einrichtungen sowie für geimpfte Bewohnerinnen und Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen gelten Sonderregelungen. Vollständig geimpfte Personen, Genesene innerhalb der ersten sechs Monate nach vorausgegangener SARS-CoV-2-Infektion sowie Genesene mit einer Impfstoffdosis gemäß STIKO-Empfehlung, die entweder beruflich oder privat einen engen Kontakt zu ungeimpften Risikogruppen haben (z.B. Tätigkeit in einem Pflegeheim oder Pflege von älteren Familienangehörigen), sollten nach Kontakt zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall wenn möglich die berufliche Tätigkeit bzw. ihren privaten Umgang mit Risikogruppen für 14 Tage nach dem letzten Kontakt zu dem Fall einstellen.

Das RKI schreibt am 02.03.2021 (Auszug): 

Die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 erfolgt mittels direktem Erregernachweis (z.B. Genomnachweis mittels PCR, Antigennachweise, Virusisolierung):

PCR-Test: Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen. Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung länger dauern.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen als Probenmaterial besonders geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden.

Antigen-Test: Antigen-Tests basieren auf dem Nachweis von viralem Protein (Eiweiß) in respiratorischen (aus dem Atemtrakt stammenden) Probenmaterialien. Kommerziell verfügbare Antigen-Tests sind je nach Aufbau für den Einsatz vor Ort (Antigen-Schnelltest, sogenannter point of care test (POCT), Einzeltest) oder als Labortest für die Untersuchung größerer Probenmengen geeignet. Antigentests können bei Erfüllung definierter Anforderungen dort eine sinnvolle Ergänzung der (PCR-) Testkapazitäten darstellen, wo in der frühen Phase der Infektion schnell (vor Ort, POCT) eine erste (Vor-)Entscheidung über das mögliche Vorliegen einer übertragungsrelevanten Infektion bei einer Person gefällt werden soll. Aufgrund der geringeren Sensitivität (d.h. Wahrscheinlichkeit, mit der ein Infizierter erkannt wird) und Spezifität (Wahrscheinlichkeit, mit der ein Nicht-Infizierter auch als solcher korrekt erkannt wird) von Antigen-Tests ist der Einsatz dieser Tests nur unter bestimmten Voraussetzungen eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Maßnahmen (siehe dazu die Nationale Teststrategie (externer Link)). Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von geschultem Personal durchgeführt werden, und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen müssen dabei berücksichtigt werden.

Indirekte Nachweise erfassen die Reaktion des Körpers auf die Infektion (Immunsystem, z.B. Bildung von Antikörpern, Entzündungsreaktionen):

Antikörper-Test: Ein Test auf SARS-CoV-2-spezifische Antikörper im Blut/Serum ist derzeit insbesondere für epidemiologische Fragestellungen zur Klärung der Verbreitung des Virus sinnvoll. Zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper vergehen ca. ein bis zwei Wochen (in Einzelfällen auch mehr). SARS-CoV-2 spezifische Antikörper können sowohl während der akuten Infektionsphase als auch nach Abklingen von Symptomen bzw. Eliminierung des Virus aus dem Körper nachgewiesen werden. Antikörperteste sind daher zur Feststellung einer aktuellen Infektion nicht geeignet, können aber die Diagnostik ergänzen, insbesondere, wenn zwei aufeinanderfolgende Blutproben untersucht werden und Antikörperverläufe (IgM, IgA, IgG) analysiert werden. Die vorliegenden Validierungsdaten von Antikörpernachweisen reichen noch nicht aus, um einen einmaligen IgM-Nachweis zur Feststellung einer aktuellen Infektion als ausreichend betrachten zu können. Bei negativer PCR und fortbestehendem klinischem Verdacht kann der Nachweis einer Serokonversion für die Feststellung einer stattgefundenen Infektion hilfreich sein.

Selbsttests: Zu Fragen rund um die jetzt im Handel verfügbaren Selbsttests gibt das Bundesministerium für Gesundheit Antworten unter (externer Link): 
https://www.zusammengegencorona.de/informieren/testen/selbsttests/

Das RKI schreibt hierzu am 09.04.2021:

Indikationen für eine Testung ergeben sich sofern ein hinreichendes klinisches Bild vorliegt und / oder ein epidemiologischer Zusammenhang zu einem Infektionsgeschehen oder einer Risikogruppe besteht.

Ein Test ist durchzuführen / die Testung wird empfohlen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Schwere respiratorische, also die Atemwege betreffende, Symptome (bspw. durch akute Bronchitis oder Pneumonie, Atemnot oder Fieber)
  • Akute Hypo- oder Anosmie bzw. Hypo- oder Ageusie (Störung des Geruchs- bzw. Geschmackssinns)
  • Ungeklärte Erkrankungssymptome und Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall
  • Akute respiratorische Symptome jeder Schwere UND 

Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe

ODER

Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus 

ODER

Erhöhter Expositionswahrscheinlichkeit, bspw. im Rahmen eines möglichen Ausbruchs, bei Veranstaltungen mit > 10 Personen in geschlossenen und unzureichend durchlüfteten Räumen und unzureichender Anwendung der AHA+L-Regeln

ODER

Kontakt im Haushalt oder zu einem Cluster von Personen mit akuter ARE ungeklärter Ursache UND eine erhöhte COVID-19 7-Tages-Inzidenz im Land-/Stadtkreis

ODER 

während des Zeitraums der Symptomatik bestand die Möglichkeit einer Weiterverbreitung an viele Personen

ODER

weiterhin enger Kontakt zu vielen Menschen (als LehrerInnen, ChorleiterInnen, TrainerInnen etc.) oder zu RisikopatientInnen (in Familie, Haushalt, Tätigkeit)

  • Klinische Verschlechterung bei bestehender Symptomatik
  • Enge Kontaktperson zu einem Fall mit einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion

Unverändert bleibt die dringende Empfehlung, sich bei jeglicher neu aufgetretener akuter respiratorischer Symptomatik, die auf eine akute Atemwegsinfektion hindeutet, unabhängig vom Ergebnis des Antigentests auf SARS-CoV-2, für mindestens 5 Tage häuslich zu isolieren und erst nach weiteren 48 h ohne Symptome die Isolierung zu beenden.

Eine ärztliche Labordiagnostik sollte in der Regel nur bei Krankheitszeichen und Erfüllung der vorgenannten Testkriterien durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf SARS-CoV-2 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. 

Hiervon gibt es einige mögliche Ausnahmen: 

  • Fallfindung unter Personen, die im Rahmen der epidemiologischen Abklärung als Kontaktpersonen eines laborbestätigten Falles eingestuft wurden (Gesundheitsamt!). Dies kann sich z.B. in Folge einer Warnung über die Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ in der Corona-Warn-App ergeben.
  • Patienten vor Aufnahme in stationäre Risikobereiche
  • Mitarbeiter im Gesundheitswesen
  • In Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen (in Abstimmung mit lokalen Gesundheitsbehörden)
  • Behördliche Anordnung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

RKI Stand 03.11.2020

Dann gibt der offizielle Flyer des Robert Koch- Instituts wertvolle Verhaltensempfehlungen für Betroffene und deren Angehörige:
 

Kostenübernahme – ein wichtiges Thema für Allianz Kunden mit einer privaten Krankenvollversicherung: Arztbesuche bei Erkrankungen mit Grippesymptomen bzw. Virenerkrankungen werden wie gewohnt im tariflichen Umfang erstattet. Dies gilt selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Wenn Sie Fragen zur Kostenübernahme haben, zum Beispiel beim Thema Krankentagegeld oder der Reisekrankenversicherung, rufen Sie uns gerne an. Kostenfrei von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr unter 08 00.4 10 01 08.

Fragen und Antworten zu Vertragsfragen, wie zum Beispiel ob ein Coronatest erstattet wird, lesen Sie auch auf dieser Sonderseite.

Neben Impfung, Hygiene und sozialer Distanzierung ist vor allem wichtig, in der jetzigen Phase die eigene körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Dadurch tragen Sie – falls Sie sich trotz aller Maßnahmen infizieren sollten – dazu bei, dass Ihr Körper die Infektion besser verarbeitet. 
 

  • Körperliches Training bzw. Sport hat einen stabilisierenden Effekt auf das Immunsystem
  • Eine überschießende Aktivierung des Immunsystems (die den Körper bei schweren Erkrankungen zum Versagen bringt) kann durch Training beeinflusst werden
  • Auch Ungeübte sollten jetzt beginnen: Schon kurze Trainingseinheiten (10 Minuten Dauer), die über die Zeit langsam gesteigert werden, sind für den Start ausreichend
  • Trainierte sollten die bisherigen Programme beibehalten und wie bisher durchführen
  • Durch tägliche Atemübungen mit tiefem Ein- und Ausatmen wird die Belüftung der Lunge gefördert
  • Bei vorliegenden Krankheitssymptomen sollte keine zusätzliche körperliche Aktivität erfolgen

Anleitungen zur gesunden Bewegung finden Sie auch hier in der Gesundheitswelt. Wir empfehlen Ihnen insbesondere die Rubriken Fitness, Laufen und Radfahren.

Und außerhalb der Allianz Gesundheitswelt? Weitere Informationen zum Thema „In Bewegung bleiben“ finden Sie auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin (externer Link). Kurze Übungen speziell für Senioren finden Sie bei der Technischen Universität München (PDF, externer Link). Sie möchten die Hintergründe genauer verstehen? Den Fach-Artikel „Sport in Zeiten von Corona“ können Sie in der Zeitschrift für Sportmedizin nachlesen (externer Link).

Aufzeichnungen der Webinare der Allianz zum Thema Corona
Videoaufzeichnungen verfügbar
Aufzeichnungen der Webinare der Allianz zum Thema Corona
Hier finden Sie die Videos zu ausgewählten Kunden-Online-Veranstaltungen der Allianz Private Krankenversicherung. Soweit verfügbar, finden Sie auch die gezeigten Foliensätze zum herunterladen.
Bild: Pete Linforth/Pixabay