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Krankheit managen

Leben mit Asthma

Asthma ist eine lebenslange Erkrankung, die bei den meisten Betroffenen genetisch „vorprogrammiert“ ist. Trotzdem ist heute ein weitgehend beschwerdefreies Leben mit Asthma möglich. Eine entsprechende Lebensführung wird Ihnen helfen, Ihr Asthma unter Kontrolle zu behalten.

In Kürze
Lebensstil
Eine an die Erfordernisse der Asthmaerkrankung angepasste Lebensführung ist ein zentaler Faktor, um dauerhaft eine hohe Lebensqualität aufrechterhalten zu können. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Maßnahmen für Ihren Alltag wichtig sind.
Weitere Maßnahmen
Ein angepasster Lebensstil, Medikamente und Bewegung werden Ihnen helfen, Ihr Asthma in den Griff zu bekommen. Außerdem zu empfehlen: das Erlernen von Entspannungs- und Atemtechniken sowie der Verzicht auf Nikotin.
Bewegung

    Körperliche Aktivität und Sport sind für Menschen mit Asthma wichtig und gesund. Regelmäßige sportliche Aktivität hilft zudem auch, das Körpergewicht im Griff zu halten. Denn Übergewicht erschwert die Asthmakontrolle.

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Triggervermeidung
Asthmatrigger sind Substanzen oder Umstände, die Asthmaanfälle auslösen können. Sie sind nicht die Ursache des Asthmas. Wenn beides zusammenkommt, die Bereitschaft zu Asthma und ein Trigger, können Asthmaanfälle auftreten.
Mit einer angepassten Lebensweise kann man auch mit Asthma seinen Alltag aktiv gestalten.
Lebensführung mit Asthma
Mit einer angepassten Lebensweise kann man auch mit Asthma seinen Alltag aktiv gestalten.
Die Behandlung mit Medikamenten ist die eine Säule der Asthmabehandlung. Die zweite ist eine Lebensführung, die an die Erfordernisse der Asthmaerkrankung angepasst ist. Solche Änderungen der täglichen Gewohnheiten können viel aufwendiger sein als eine regelmäßige Medikamenteneinnahme. Dennoch sind sie ähnlich zielführend. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche der folgenden Empfehlungen für Sie persönlich erfolgversprechend sind. In einer Asthmaschulung oder einer Selbsthilfegruppe können Sie lernen, wie entsprechende Maßnahmen im Alltag praktisch umgesetzt werden.
Bewegung und Sport
  • Asthma ist kein Grund, sich zu schonen. Körperliche Aktivität und Sport sind für Menschen mit Asthma wichtig und gesund. Regelmäßige sportliche Aktivität hilft zudem auch, das Körpergewicht im Griff zu halten. Denn Übergewicht erschwert die Asthmakontrolle.
  • Eine aktivere Gestaltung des Alltags und die Einbindung sportlicher Aktivitäten in das Leben sind sicher nicht jedermanns Sache. Vielen fehlt die Zeit, andere halten sich vielleicht für unsportlich. Asthma ist aber kein Grund, auf Bewegung zu verzichten, vorausgesetzt, sie ist gut kontrolliert.
  • Wenn Sie Hilfe und Unterstützung brauchen, wenden Sie sich an eine örtliche Lungensportgruppe oder lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten. Lungensportgruppen in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel im Internet unter www.lungensport.org.
Asthma und Lebensstil

Asthma ist bei den meisten Betroffenen genetisch „vorprogrammiert“ und nicht heilbar. Trotzdem ist heute ein aktives und weitgehend beschwerdefreies Leben mit Asthma möglich.

Denken Sie an die zwei Säulen der Asthmabehandlung: Der gut abgestimmte Einsatz der richtigen Medikamente und die entsprechende Lebensführung werden Ihnen helfen, Ihr Asthma in den Griff zu bekommen. Besonders zu empfehlen: das Erlernen von Entspannungs- und Atemtechniken sowie der Verzicht auf Nikotin.

  • Entspannungs- und Atemtechniken: Die Atemnot bei Asthma kann zu einem Teufelskreis aus zunehmender Panik und, dadurch bedingt, wachsender Luftnot führen. Die Atmung geht dann in ein oberflächliches Hecheln über. Hier können Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training helfen. In einer Asthmaschulung können außerdem bestimmte Atemtechniken erlernt werden, die bei Asthmaanfällen helfen, ruhig und effektiv zu atmen.
  • Raucherentwöhnung: Gerade für Menschen mit Asthma, deren Atemwege sich in einem dauernden Entzündungszustand befinden, kann der Verzicht auf Nikotin zum entscheidenden Schritt zu einem Leben ohne Luftnot sein. Wer noch nicht raucht, sollte unter keinen Umständen damit anfangen. Menschen mit Asthma, insbesondere Kinder, dürfen Zigarettenrauch nicht ausgesetzt werden.

 

Häufige Auslöser
Asthmatrigger sind Substanzen oder Umstände, die Asthmaanfälle auslösen können. Sie sind nicht die Ursache des Asthmas. Wenn beides zusammenkommt, die Bereitschaft zu Asthma und ein Trigger, können Asthmaanfälle auftreten.
 
Jeder Asthmabetroffene reagiert auf andere Trigger empfindlich. Einige Substanzen oder Situationen sind jedoch für Menschen mit Asthma gleichermaßen problematisch.
 
Pollen
 
  • Pollen von verschiedenen Bäumen, Blüten oder Gräsern können Allergien und Asthmaanfälle auslösen, wenn eine entsprechende Allergiebereitschaft besteht. 
  • Der allergologische Facharzt kann die allergisierenden Pollen identifizieren und in einen Allergieausweis eintragen. Pollenflugvorhersagen helfen, sich auf Tage mit heftigem Pollenflug vorzubereiten. 
  • Verschiedene Maßnahmen können dazu beitragen, die Zahl der Pollen in der Atemluft zu verringern. Dazu gehören z. B. Pollenschutznetze für die Fenster oder Innenraumfilter für den PKW. 
  • Hausstaub ist besonders häufig ein Allergieauslöser. Das liegt vornehmlich an den winzigen Hausstaubmilben, die sich von Hautschuppen ernähren und deshalb überall dort vorkommen, wo Menschen leben (und vor allem schlafen). Deshalb sollte gerade der Schlafbereich frei sein von Staubfängern wie Teppichen, Überdecken, dicken Vorhängen und, bei Kindern, übermäßig vielen Kuscheltieren. 
  • Katzen-, Hunde- oder beispielsweise Meerschweinchenhaare bzw. die Schuppen dieser Haustiere sind häufig Allergieauslöser. Familien, in denen Allergien vorkommen, sollten die Anschaffung eines Haustieres besonders gründlich überdenken.
Nahrungsmittel und Zusatzstoffe
 
  • Einige Nahrungsmittel und Zusatzstoffe können, bei entsprechender Allergiebereitschaft, Atembeschwerden oder Asthmaanfälle aus lösen. Dazu gehören typischerweise Nüsse, Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Fisch, Milch, Eier und Schokolade. 
Infekte
 
  • Eine Entzündung der Bronchien (Bronchitis) oder auch ein gewöhnlicher Schnupfen kann bei vielen Menschen mit Asthma die Beschwerden verstärken. Betroffene sollten sich vor Ansteckung schützen. 
  • Eine Grippe- oder Pneumokokken-Impfung kann im Einzelfall sinnvoll sein. 
Medikamente
 
  • Verschiedene Medikamente können eine Asthmaerkrankung verschlechtern: Dazu gehören Antibiotika, Betablocker, Aspirin und Schmerzmittel wie Diclofenac oder Ibuprofen sowie einige naturheilkundliche Heilmittel wie Echinacea oder Gelée royale. 
  • Sollten Sie bemerken, dass sich Ihre Beschwerden durch ein neues Medikament verschlechtern, scheuen Sie sich nicht, Ihrem Arzt diese Beobachtung mitzuteilen.
Körperliche Belastung
 
  • Kurzatmigkeit oder Husten treten bei vielen Asthmabetroffenen nach oder während einer körperlichen Belastung auf. Manchmal kann dies, gerade bei Kindern, der erste Hinweis auf eine Asthmaerkrankung sein. 
  • Dieses sogenannte „Belastungsasthma“ ist aber kein Grund, auf körperliche Aktivität oder Sport zu verzichten.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie sich auch trotz Belastungsasthmas fit halten können. 
Äußere Einflüsse
 
  • Schnelle oder extreme Temperaturwechsel können bei manchen Menschen Asthmabeschwerden auslösen. Besonders der Wechsel von Wärme zu Kälte oder Nebel ist ungünstig. 
  • Schad- und Geruchsstoffe in der Atemluft können bei Menschen, die an Asthma erkrankt sind, heftige Reaktionen auslösen. In diesem Fall sollten entsprechende Kosmetika, Sprays, Haushaltsreiniger oder Chemikalien zu Hause oder am Arbeitsplatz vermieden werden.
Titelbild: Georgijevic/Gettyimages; Alltag aktiv gestalten: Franz von Delft/Gettyimages; Was ist Asthma: hikdaigaku86/AdobeStock; Atemwegscoach: Antonioguillem@AdobeStock; Broschüre: ulkas/AdobeStock